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Thema: Wechsel G und C

  1. #1
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    Wechsel G und C

    Ich spiele seit 1 1/2 Jahren Gitarre, was eigentlich gut funktioniert.
    Allerdings habe ich zwischen den Akkorden oft leere Saiten auf einem Schlag, was mir erst vor Kurzem aufgefallen ist und meiner Meinung nach auch nicht übel klingt, eher im Gegenteil.
    Wenn ich nun aber gerade den Bass so langsam wechsle und dann Johnny Cash spiele, bei dem ich ja auf der 1 nur die Basssaiten schlage (ich glaube, eigentlich sogar nur eine Basssaite, was ich allerdings nicht kann, da ich ohne Plektrum spiele -> noch so ein beschissenes Handycap), muss natürlich sofort der Bass gegriffen sein. Also auch kein herummogeln und erst nur weiter unten schlagen.
    Letzten Endes geht das schon bei den meisten Liedern relativ in Ordnung, allerdings habe ich nun bei Ballad of a Teenage Queen extrem schnelle Griffwechsel. Das meiste klappt so halbwegs, allerdings geht G - C überhaupt nicht. Nun wird mir auch langsam bewusst wieso, denn andere greifen das G 32xxx4 (die Nummern bezeichnen hier nicht die Bünde sondern Finger) und müssen Mittel- und Ringfinger nur eine Saite versetzen.
    Ich habe mich damals aber für den 21xx34 entschieden , mit der Quint statt der Terz auf der B-Saite, was mMn schöner klingt (und notfalls lasse ich den Ringfinger halt weg und habe sofort den anderen Klang) und mir auf Kosten des C-Wechsels einen leicheren D-Wechsel erlaubt.

    Ich habe nun auch einmal versucht den anderen Griff zu greifen, jedoch finde ich das extrem schwierig und habe keine Ahnung, wie andere das hinbekommen

    Kennt das Problem jemand? Und kann mir jemand aus Zeitlupensicht sage, wie genau der Wechsel dann funktioniert?

  2. #2
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    Hallo Atalantea,

    abgesehen von den üblichen Fingerübungen zur Verbesserung der Unabhängigkeit der Finger - alle vier Finger auf einer Saite aufsetzen und dann jeweils Einzeltöne auf den Nachbarsaiten greifen zum Beispiel - empfehle ich dir den allseits beliebten C-Dur Akkord mit hinzugefüger None, d.h. Cadd9.

    Gegriffen als offener Akkord: statt x32010 eben x32033, d.h. statt des c auf der h-Saite spielst Du eben zwei Bünde höher ein d, und das offene e wird durch die Quinte g ersetzt.

    Klingt gut, und der Wechsel geht auch einfacher, weil Ring- und kleiner Finger gleich liegenbleiben können.

    Gruß

    Torsten
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  3. #3
    Moderator A-Gitarren Avatar von BenChnobli

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    Das ist schon eine zünftige spreizung, wenn der ringfinger und der kleine finger 6 saiten auseinander sind. Und ein geheimnis, wie man es hinkriegt, gibt es meines wissens nicht. Einfach nur üben, üben, üben. Und vor allem langsam. So langsam, dass es sauber klingt, egal wie langsam das ist. Einmal langsam und sauber gespielt ist mehr wert als zehnmal schnell mit schnarren.

    Dran bleiben, das wird schon

    Gruss, Ben
    1 Benutzer findet diesen Beitrag hilfreich.

  4. #4
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    Zitat von ArthurMilton Beitrag anzeigen
    Hallo Atalantea,

    abgesehen von den üblichen Fingerübungen zur Verbesserung der Unabhängigkeit der Finger - alle vier Finger auf einer Saite aufsetzen und dann jeweils Einzeltöne auf den Nachbarsaiten greifen zum Beispiel - empfehle ich dir den allseits beliebten C-Dur Akkord mit hinzugefüger None, d.h. Cadd9.

    Gegriffen als offener Akkord: statt x32010 eben x32033, d.h. statt des c auf der h-Saite spielst Du eben zwei Bünde höher ein d, und das offene e wird durch die Quinte g ersetzt.

    Klingt gut, und der Wechsel geht auch einfacher, weil Ring- und kleiner Finger gleich liegenbleiben können.

    Gruß

    Torsten
    Eigentlich ein guter Tipp, der zu vielen Liedern passt.

    Bei dem Cashlied finde ich es aber doch relativ unpassend, da es zu ruhig klingt.

    Zitat von BenChnobli Beitrag anzeigen
    Das ist schon eine zünftige spreizung, wenn der ringfinger und der kleine finger 6 saiten auseinander sind. Und ein geheimnis, wie man es hinkriegt, gibt es meines wissens nicht. Einfach nur üben, üben, üben. Und vor allem langsam. So langsam, dass es sauber klingt, egal wie langsam das ist. Einmal langsam und sauber gespielt ist mehr wert als zehnmal schnell mit schnarren.

    Dran bleiben, das wird schon

    Gruss, Ben
    Ok, dann heißt es wohl üben.


    Ich habe gerade ein Video entdeckt, in dem Johnny das Lied mit dem gleichen G-Griff spielt, den ich benutze. Also scheint es ja zumindest mit viel Übung gut machbar zu sein.
    Andererseits: Ist es sinnvoller, den komplizierten Wechsel mit dem G zu lernen, dass ich fehlerfrei beherrsche oder wäre es sinnvoller noch den anderen Griff zu lernen, bei dem zwar der Wechsel leichter ist, aber mein kleiner Finger sich momentan noch so verbiegt, dass er quasi der Länge nach auf dem Griffbrett aufliegt?


    PS: Schon irgendwie ärgerlich. Da ist man eigentlich schon dabei mit den leichteren Barrégriffen zu hantieren, Pentatonik zu spielen und Neil Youngs ausgefeilte Riffs zu lernen, aber andererseits scheitert man plötzlich an einem dämlichen Griffwechsel der zwei einfachsten Akkorde und ist noch nicht mal in der Lage mit Plektrum zu spielen, ohne, dass es einem aus der Hand fliegt. Nicht zu vergessen, dass ich mir die Unart angewöhnt habe, den Daumen beim Spielen oben zu lassen, was jetzt bei klassischer Gitarre eine gewaltige Umstellung auf eine vernünftige Haltung ist.

  5. #5
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    Hallo Atalantea,

    es kommt aufs effiziente Üben an, damit der kleine Finger die Fingerspannung leichter überwindet.

    So wird's gemacht:

    a Setze den Zeigefinger am 6. Bund der g-Saite auf, gefolgt vom Mittelfinger am 7. Bund, dem Ringfinger am 8. und dem kleinen Finger am 9. Bund.

    b Setze den Zeigefinger am 6. Bund der benachbarten d-Saite auf und spiele den Ton, während alle anderen Finger liegenbleiben.

    c Jetzt wechselt der Mittelfinger auf den 7. Bund der d-Saite, und auch dieser Ton wird gespielt.

    d Dann springt der Zeigefinger zum 6. Bund der h-Saite. Auch dieser Ton wird gespielt, während der Mittelfinger noch liegenbleibt.

    e Jetzt folgt der Mittelfinger zum 7. Bund der h-Saite. Achte daruaf, daß keine Töne abgedämpft werden. Das Ganze spielst du mehrere Male im Wechselschlag, bis die Übung fließend gelingt. Empfohlenes Metronomtempo ist 80 Schläge pro Minute; ist ja keine Geschwindigkeits-, sondern eine Unabhängigkeitsübung.

    f Die ganze Übung wird wiederholt, diesmal mit Mittel- und Ringfinger.

    g Zu guter Letzt wird die Übung von Ring- und kleinem Finger absolviert. Hier gebe ich den Fingern gerne noch ein paar Extrabefehle:
    Kommando an Ringfinger: Anheben!
    Kommando an alle anderen Finger: Liegenbleiben!
    Kommando an kleinen Finger: Das gilt auch für dich!
    Kommando an Ringfinger: Am 9. Bund der d-Saite aufsetzen, der Ton wird gleich gespielt!

    Die ganze Übung eignet sich hervorragend dazu, bundweise bis zur ersten Lage abwärts gerückt zu werden.

    OK...Was, das hat nichts geholfen? Dann ziehst Du alles noch einmal durch, diesmal wechseln die Finger aber von der g-Saite auf die A-Saite, d.h. der Sprungabstand wird größer.

    So machen's zumindest die klassischen Gitarristen, den lieben langen Tag lang, und ich...sollte diese Übung auch mal wieder ausprobieren. Mein kleiner Finger freut sich schon. Mal was anderes als ständig Barreegriffe zu spielen.

    Viel Erfolg

    Torsten
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