Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Frage Fingerstyle cover Akustische Gitarre

    Guten Tag,

    Ich spiele nun schon etwas länger Gitarre und alles zu "covern" (im Fingerstyle Bereich) wird langsam langweilig, also wollte ich meine eignen covers machen. Das Problem ist hier nur immer wieder : Die Melodie ist ja nicht altzuschwer herrauszufiltern und mit ein bisschen erfahrung bekommt man schon schnell die richige Melodie gespielt. Doch nur die Melodie klingt ja verdammt langweilig. Also wollte ich es wie ein Fingerstyle arrangement aufziehen, doch ich weiß einfach nicht wo ich starten soll. Ich habe doch ledeglich die Noten von der Melodie wie bekomme ich jetzt dazu meine Noten für die Basseiten und evtl sogar noch "Zwischentöne" in die Melodie reingebaut ?
    Kann ich das bei verschiedenen Skalen nachschlagen (Wenn aber wie bekomme ich die richtige Skala raus, ich habe da schon versucht nachzugucken, doch die richtige Skala zu finden fand ich sehr schwer, und wenn ich eine gefunden hatte, gab es dann doch aufeinmal wieder aussreizer die nicht so recht in die Skala gepasst haben) oder wie fange ich da an ? Es wäre sehr nett, wenn mir jemand da mal auf die Beine helfen könnte

    P.S Ich hoffe ich bin hier richtig, da ich im Gitarrenforum keine passende Kategorie gefunden habe.

  2. #2
    Moderator A-Gitarren Avatar von BenChnobli

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    Ein guter ansatz bei fingerstyle ist es, sich die akkorde zu deiner melodie herauszuschreiben. Du schreibst ja, dass du coverst, dann werden sich die akkorde schon finden lassen. Aus den akkorden kriegst du jeweils passende töne schon mal frei haus, z.b. den grundton des akkords für die basssaiten, andere töne aus dem akkord zum auffüllen oder für einen wechselbass. So würde ich an deiner stelle erstmal anfangen.

    Danach stellt sich die frage, ob du eher jazzig, rockig, klassisch oder einen anderen stil spielen willst, die verwendeten skalen, techniken und "ausreissertöne" hängen ein wenig davon ab.

    Gruss, Ben

    €: Ich habe dein thema mal bei den musiktheoretikern herausgeklaubt und zu uns nach a-gitarren geholt. Hoffe, das ist OK für dich.

  3. #3
    Trompete & Blasinstr. Avatar von zonquer

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    zonquer ist offline
    Leider schreibst Du nicht, um welche Songs es bei den "Covers" gehen soll. Ich nehme an, Du fragst nach der Fingerstyle bzw. Chord Melody Spielweise?
    Da ich auf die Schnelle im Forum auch nichts gefunden habe, was darauf genauer eingeht, lasse ich meine unverbindlichen Vorschläge 'raus.
    Schau dir z.B. einmal Hefte und DVDs von Martin Taylor an. Wenn Du ihn nicht kennst, bekommst Du auf Youtube einen Eindruck von seiner Klasse, z.B. Georgia on My Mind: http://www.youtube.com/watch?v=USgds2Ruc8U

    Gut und aufschlussreich finde ich auch das Heft von Ulli Bögershausen, Ageless Guitar Solos. Ich habe es seinerzeit von seiner Homepage bestellt, gleich mit der dazu passenden CD. Enthalten sind neben Eigenkompositionen auch Klassiker wie Petite Valse von Baden Powell, Classical Gas, Opus 20 von David Qualey und "Das Loch in der Banane", das als Pausenmusik des NDR vor 30 Jahre Furore machte.

    Eine Empfehlung wert finde ich außerdem die beiden Bände von "Jazz Guitar Standards: A complete Approach..." (verschiedene Ausgaben, z.B. MBWMB001 & MBWMB009) verlegt.
    Man findet zu jedem der äußerst bekannten Songs ein Lead Sheet, Chord Melody Solo, Comping Backup und eine Single-Line Improvisation.
    Es gibt auch eine Sammelausgabe, die nur die Chord Melody Solos sowie eine CD mit den Stücken enthält (WMB011BCD). Bei Mel Bay kannst Du dich unter dem Titel noch weiter informieren (oder hier genauer nachfragen).

    Gut wäre es, wenn man bereits Vierklänge und Umkehrungen sowie Drop 2 und Drop 3 Vocings spielen kann. Falls man diese Gundlagen aufpolieren will, wäre Charlton Johnson, Chords for Jazz Guitar ein gutes und sehr praktisches Lehrbuch.
    Those are my principles, and if you don't like them... well, I have others. Groucho Marx

  4. #4
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    Vielen dank schonmal so weit.

    Ja ich "cover" aber ich hol mir ausschließlich die Melodie, da manchmal nur diese Vorhanden ist. So und dann möchte ich mit diesen Tönen, unabhängig vom Lied das ich grade Cover, das Lied b.z.w die Melodie neu interpretieren und es auf "Only Guitar" trimmen. Ich habe keine Akkorde ich habe nix, nur die Melodie, als ob ein Anfänger Alle meine Entchen note für note spielt. Sprich ich habe jetzt schonmal die Melodie. Und jetzt will ich zu dieser Melodie die Bassline aufziehen, danach mit weiteren tönen füllen und fertig. Es geht mir nicht um die Spielweise, sondern wirklich nur wie ich mir diese Bässe und Zwischentöne herleiten könnte, bisher mache ich es pur nach gehör, und ich wollte eig. nur wissen, ob man sich mit einem Blick auf die Theorie "passende Bässe und Zwischentöne" herleiten könnte, aus der Melodie.

    Ich möchte wirklich nicht zu stark in die Theorie hinein schlüpfen. Auch die Stilrichtung lass ich jetzt erstmal aussen vor. Ich hoffe es ist verständlich was ich vor habe...

  5. #5
    Trompete & Blasinstr. Avatar von zonquer

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    zonquer ist offline
    Eine Melodie, wie Du sie aus existierenden Songs entnimmst, repäsentiert doch schon eine Akkordfolge.
    Die "wichtigen" Töne der Melodie sind zugleich auch Akkordtöne solcher Harmonien.

    Du benennst beide Möglichkeiten so, wie ich es auch sehen würde.
    Entweder man kann und macht das nach "Gefühl" bzw. Gehör und mit Erfahrung. Und/oder mit Grundlagenwissen aus der Harmonielehre, das ist natürlich ebenfalls sehr nützlich, um so ein Arrangement relativ zügig zu setzen.
    Those are my principles, and if you don't like them... well, I have others. Groucho Marx

  6. #6
    Moderator A-Gitarren Avatar von BenChnobli

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    BenChnobli ist offline
    Zitat von Dasart Beitrag anzeigen
    ich wollte eig. nur wissen, ob man sich mit einem Blick auf die Theorie "passende Bässe und Zwischentöne" herleiten könnte, aus der Melodie.

    Ich möchte wirklich nicht zu stark in die Theorie hinein schlüpfen.
    Also so viel theorie wie nötig, aber so wenig wie möglich, OK. Was du machen willst, nennt man "melodie harmonisieren" (stichwort für die sufu/google). Dazu musst du als erstes die tonart deiner melodie bestimmen; das braucht ein bisschen übung und gefühl. Wenn du die kennst, kannst du mittels dem "quintenzirkel" (stichwort sufu/google) die dazu passenden akkorde heraussuchen. Der rest ist dann mehr oder weniger erfahrung; 10 mal gemacht, hörst du es schon beinahe, welcher akkord zu welchem teil deiner melodie passt. Aus den akkordtönen kannst du dir dann die passenden bässe und fülltöne herauskramen.

    Das sind also drei, na OK, vier dinge:
    - Tonart bestimmen
    - Akkorde zur tonart kennen
    - töne zu akkord kennen
    - nun das ganze rückwärts (aus der melodie/den akkordtönen die tonart bestimmen)

    Mehr theorie braucht es eigentlich für den anfang nicht.

    Gruss, Ben

  7. #7
    Trompete & Blasinstr. Avatar von zonquer

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    Zitat von BenChnobli Beitrag anzeigen
    ... Dazu musst du als erstes die tonart deiner melodie bestimmen; das braucht ein bisschen übung und gefühl. Wenn du die kennst, kannst du mittels dem "quintenzirkel" (stichwort sufu/google) die dazu passenden akkorde heraussuchen
    Wenn die Melodie in einer Tonart bleibt, entsprechen die passenden Akkorde den Stufen der harmonisierten Tonleiter. Die Akkorde werden gebildet, indem man die Töne der Tonleiter in Terzen übereinander schichtet. So kann man Dreiklänge oder Vierklänge usw. bilden.

    Einfache Melodien kann man vielleicht schon mit den Akkorden der Stufen I und V harmonisieren, eventuell plus dem Akkord der Stufe IV. Die drei Akkorde enthalten zusammen bereits alle Töne der Tonleiter.

    Die Akkorde der Stufen VI und III können den Akkord der Stufe ersetzen, der Akkord der Stufe II den der Stufe IV, der Akkord der Stufe VII den der Stufe V. Das wird durch den Melodieverlauf erfordert und die Begleitung klingt dann geschmeidiger.
    Mit diesem Vorrat kann man den Bereich Kinderlieder und Folk bereits ganz gut abdecken.

    Übt man Akkorde einer neuen Tonart, kann man die "Vollkadenz" spielen, die Folge der Akkorde wäre dann I-IV-VII-III-VI-II-V-I .

    Die Akkorde der Stufen V und bei Bedarf auch der VII werden oft als Vierklänge verwendet.



    In der Praxis kommen in Liedern oft noch Akkorde einer um einen Halbton erniedrigten Stufe vor (bIII, bVI, bVII), auch verlassen Lieder oft kurzfristig die Tonart und kehren dann zurück, aber auch echte Tonartwechsel gibt es. So ist es gängig in Pop, Rock und Jazz, wobei im Jazz einfach alles von ganz einfach bis sehr komplexe Harmonien vorhanden sein kann.

    Tip: Rikky Rooksby, How To Write Songs On Guitar, Voggenreiter
    Geändert von zonquer (10.07.2011 um 09:47:58 Uhr)
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  8. #8
    Helpful & Friendly User Avatar von Backstein123

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    Tschuldigung, aber das thema hatten wir hier schon einige male, zuletzt glaub ich hier:http://www.musiker-board.de/griff-sp...ml#post4855332
    Sufu nutzen rockt eben auch

    Am ende ist das ganze eigentlich leichter als du denkst.... vielles macht die erfahrung, einiges das wissen und der rest ist einfach Arbeit.

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