Ergebnis 1 bis 11 von 11
  1. #1
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    Ostrom3110 ist offline

    Frage Kreis oder Dreieck in der Akkordschrift

    Hey
    in einigen meiner Stücke steht zum Beispiel ein D mit einem kleinen hochgestellten Dreieck oder ein Cis mit einem kleinen Kreis etwa so C#°
    Weiß vielleicht jemand für welchen Akkord diese stehen...mein Keyboardlehrer hat vermutet das Dreieck könnte für sus2 stehen.
    Hoffe ihr könnt mir helfen!!!

    Daniel

  2. #2
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    Böhmorgler ist offline
    Guckstu: http://www.kaiser-ulrich.de/changes.html

    Ein hochgestellter Kreis ist demnach ein verminderter Mollakkord
    Ein hochgestelltes Dreieck ein maj7 Akkord

  3. #3
    mYa
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    Wenn ich das noch einwerfen darf: mMn ist ein hochgesteller Kreis wie oben erwähnt ein verminderter Mollakkord (mit verminderter Septime), ist ein Strich durch den Kreis, dann ist die Septime nicht vermindert.

    Edit: Oh, sehe gerade das steht auch auf der Seite. Naja, bis vor paar Wochen dachte ich halt noch das wäre das selbe - ob mit Strich oder ohne. naja...jetzt unnötig mein neuerworbenes Wissen kundgetan.
    Life imitates art

  4. #4
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    Ostrom3110 ist offline
    Okay danke dass ihr so schnell geantwortet habt
    Ich kannte maj7 immer nur als z.B CM7 oder Cmaj7
    jetzt weiß ich endlich mal was, was mein Lehrer nicht weiß :-)

    Daniel

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von CUDO II

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    Zitat von mYa Beitrag anzeigen
    Wenn ich das noch einwerfen darf: mMn ist ein hochgesteller Kreis wie oben erwähnt ein verminderter Mollakkord (mit verminderter Septime), ist ein Strich durch den Kreis, dann ist die Septime nicht vermindert.

    Edit: Oh, sehe gerade das steht auch auf der Seite. Naja, bis vor paar Wochen dachte ich halt noch das wäre das selbe - ob mit Strich oder ohne. naja...jetzt unnötig mein neuerworbenes Wissen kundgetan.
    Steht einzig eine hochgestellte kleine Null hinter einem Großbuchstaben, z.B. "C° ", nennt man das einen verminderten Dreiklang. Akkordaufbau desselbigen ist: Grundton, kleine Terz und verminderte Quinte.
    Dieses Gebilde einen verminderten Mollakkord zu nennen ist nicht gebräuchlich. Wenn die Quinte eines Molldreiklangs in verminderter Form in Erscheinung tritt, heißt dieser Akkord nicht mehr verminderter Moll-Dreiklang sondern einfach nur noch verminderter Dreiklang. Also, z.B. das Symbol C° liest sich: C vermindert.

    Wird hinter einem Großbuchstaben die hochgestellte kleine Null von einer Sieben gefolgt, z.B. "C°7", bedeutet dies, Quinte und Septime des betreffenden Vierklanges sind vermindert. Der Akkordaufbau wäre dann: Grundton, kleine Terz, verminderte Quinte und verminderte Septime.

    Nun gibt es noch das Zeichen einer durchgestrichenen Null ( Ø ). Dieses Zeichen tritt nur im Zusammenhang mit Vierklängen auf. Die durchgestrichene Null bedeutet dabei, dass nur die Quinte vermindert ist. Die Septime tritt dabei in ihrer kleinen Form auf, also z.B. CØ7. Der Akkordaufbau wäre dabei: Grundton, kleine Terz, verminderte Quinte und kleine Septime.
    Die Bezeichnung Ø7 wird allerdings immer mehr zu Gunsten der über den Akkordaufbau mehr aussagenden Bezeichnung -7b5 (auch m7b5) aufgegeben.
    Hier spricht man dann allerdings wieder von "Moll", obwohl der Akkord eine verminderte Quinte enthält. Man sagt, es sei ein Moll-Sieben-Akkord mit verminderter Quinte.
    Beim Dreiklang 1, b3, bb5 hingegen fällt das Wort "Moll" unter den Tisch.


    CIAO
    CUDO

  6. #6
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    Böhmorgler ist offline
    Wenn man sich die oben verlinkte Seite bis zum Ende durchliest, so scheint es sowieso so zu sein, daß es für manche Kürzel keine allgemeinverbindlichen Deutung gibt.

    Beachten Sie den unterschiedlichen Gebrauch des »-«- und »+«-Zeichens: Im "Jazz-Piano-Buch" von Mark Levine wird das »-«-Zeichen für die Terz eines Mollakkordes, das »+«-Zeichen in "Arrangieren. Rock, Pop, Jazz" von Daryl Runswick sowie in "Arrangieren und Produzieren" von Peter Keller und Markus Fritsch dagegen für die übermäßige Quinte eines Durakkordes verwendet.

    Mehrdeutig ist auch der Kreis, der in dem Lehrbuch "Der professionelle Arrangeur" von Sammy Nestico sowie dem "Jazz-Piano-Buch" von Mark Levine für den verminderten Septakkord, in "Arranging Concepts complete" von Dick Grove und "Arrangement und Orchestration" von Bernhard G. Hofmann für den verminderten Dreiklang (ohne Septime) gebraucht wird.

    Anlass zur Verwechslung geben auch die Bezeichnungen sus sowie ma/maj: Während die Silbe sus (suspended, engl. vorgehalten) bei Wicke/Ziegenrücker einen Vorhalt mit Angabe des Vorhaltstons bezeichnet (also sus4 = Terz fehlt; sus2, usw.), verweist Mark Levine explizit darauf, dass bei der Bezeichnung sus4 im Jazz die Terz keineswegs fehlen muss (sus4 somit im Sinne von add4 verwendet werden kann). Die Silbe ma wird bei Sammy Nestico als für den Durdreiklang gebräuchlich erwähnt und bietet in dieser Bedeutung Anlass zur Verwechslung mit dem Zeichen für die große Septime. Wie dieser Autor empfehlen auch wir, die Buchstaben ma/maj nicht für den Durdreiklang zu verwenden.

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von CUDO II

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    CUDO II ist offline
    Zitat von Böhmorgler Beitrag anzeigen
    Beachten Sie den unterschiedlichen Gebrauch des »-«- und »+«-Zeichens: Im "Jazz-Piano-Buch" von Mark Levine wird das »-«-Zeichen für die Terz eines Mollakkordes, das »+«-Zeichen in "Arrangieren. Rock, Pop, Jazz" von Daryl Runswick sowie in "Arrangieren und Produzieren" von Peter Keller und Markus Fritsch dagegen für die übermäßige Quinte eines Durakkordes verwendet.
    Verstehe ich jetzt nicht. Das Minuszeichen gebraucht Levine als Zeichen für Moll. Gut. Und wo das Minuszeichen bei Akkordsymbolschreibweise anders eingesetzt wird, steht jetzt nicht dabei.
    Natürlich weiß ich, dass mancher so was schreibt wie C7/9-, aber ich glaube das haben die meisten schon ad Acta gelegt.

    Gleiches gilt für das Pluszeichen, das man, imho, wieder vollständig den Mathematikern zurückgeben sollte.



    Zitat von Böhmorgler Beitrag anzeigen
    Anlass zur Verwechslung geben auch die Bezeichnungen sus sowie ma/maj: Während die Silbe sus (suspended, engl. vorgehalten) bei Wicke/Ziegenrücker einen Vorhalt mit Angabe des Vorhaltstons bezeichnet (also sus4 = Terz fehlt; sus2, usw.), verweist Mark Levine explizit darauf, dass bei der Bezeichnung sus4 im Jazz die Terz keineswegs fehlen muss (sus4 somit im Sinne von add4 verwendet werden kann).
    Was Levine zu diesem Fakt schreibt, meiner Meinung nach aber irgendwie schlecht erklärt, ist, dass in so einem Falle die sogenannte "Terz" in der Akkordstruktur immer über dem Quartvorhalt zu liegen kommt.
    Das hängt nun damit zusammen, dass besagte Terz in diesem Falle gar keine Terzfunktion hat, sondern sozusagen als "Tension 17" erklingt.
    Einfach mal ausprobieren. Akkordaufbau dabei ist 1, sus4, 5, b7, T9, T11, T13, T15 und T17.

    Somit ist obige Aussage nicht richtig.

  8. #8
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    StefanAC ist offline
    mein Keyboardlehrer hat vermutet das Dreieck könnte für sus2 stehen
    Haste schon mal überlegt, deinem Keyboardlehrer wegen Inkompetenz 5€ pro Stunde vom Gehalt abzuziehen?

    Wer sowas als Lehrer nicht weiß...das sind ja wohl absolute Grundlagen...

  9. #9
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    Ostrom3110 ist offline
    nein xP meine Lehrer hat schon was drauf...ich hatte selbst vorher gegooglet und hab auch garnichts gefunden. und in welchen Songs kommt schon dim vor? also in MEINER Musiklaufbahn (8 Jahre Keys und Mallets) erst in 2-3 Stücken!!!
    aber ich werd ihm mal die Gehaltskürzung vorschlagen, mal sehn was er davon hält :-)

  10. #10
    Helpful & Friendly User Avatar von Funkeybrother

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    Zitat von CUDO II Beitrag anzeigen
    Verstehe ich jetzt nicht. Das Minuszeichen gebraucht Levine als Zeichen für Moll. Gut. Und wo das Minuszeichen bei Akkordsymbolschreibweise anders eingesetzt wird, steht jetzt nicht dabei.
    Er meinte wohl: im Gegensatz zum Plusszeichen, das sich nicht auf die Terz, sondern auf die Quinte bezieht.


    Zitat von CUDO II Beitrag anzeigen
    Was Levine zu diesem Fakt schreibt, meiner Meinung nach aber irgendwie schlecht erklärt, ist, dass in so einem Falle die sogenannte "Terz" in der Akkordstruktur immer über dem Quartvorhalt zu liegen kommt.
    Das hängt nun damit zusammen, dass besagte Terz in diesem Falle gar keine Terzfunktion hat, sondern sozusagen als "Tension 17" erklingt.
    Einfach mal ausprobieren. Akkordaufbau dabei ist 1, sus4, 5, b7, T9, T11, T13, T15 und T17.
    Wobei der Ton in der Praxis häufiger als Dezime - also im Quartvoicing gespielt wird.

    Z.B. G-C-F-H

    Aber welche Bezeichnung hat dann dieser Akkord?
    Gsus7/17? Habe ich noch nie gesehen.

    Oder eher Gsus7add10???


    Zitat von Ostrom3110 Beitrag anzeigen
    nein xP meine Lehrer hat schon was drauf...ich hatte selbst vorher gegooglet und hab auch garnichts gefunden. und in welchen Songs kommt schon dim vor?
    Da fällt mir schon ein ganzer Haufen Stücke ein.
    Und wer schon unterrichtet, sollte die gebräuchlichen Akkordsymbole eigentlich drauf haben.

  11. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von CUDO II

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    Zitat von Funkeybrother Beitrag anzeigen
    Wobei der Ton in der Praxis häufiger als Dezime - also im Quartvoicing gespielt wird.

    Z.B. G-C-F-H

    Aber welche Bezeichnung hat dann dieser Akkord?
    Gsus7/17? Habe ich noch nie gesehen.

    Oder eher Gsus7add10???
    Mit Gsus7 meinst Du sicherlich G7sus4. Tja, dann am ehesten wohl G7sus4/add10.

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