1-2 Tage keine Gitarre spielen,und man ist besser?

von Lumix007, 18.06.11.

  1. Lumix007

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    Erstellt: 18.06.11   #1
    Joa,mir geht das oftmals so,wenn ich mal 1-2 oder gar 3 Tage keine Gitarre spiele,das ich oftmals besser spiele,als wenn ich jeden Tag übe,geht euch das auch so?!!
    Irgendwie bin ich dann im Kopf freier,wie seht ihr das überhaupt,muss man jeden Tag üben?

    mfg Sascha
     
  2. rancid

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    Erstellt: 18.06.11   #2
    Ist völlig normal, und auch schon des öfteren in Studien untersucht worden. :) Irgendwo gab es hier mal Links...

    Man kann allerdings nicht daraus schließen, dass es besser ist, nur alle paar Tage zu üben. Wichtig ist einfach, dass man den Rythmus findet, der für einen am besten ist und das gilt nicht nur für die Übungs"termine" sondern auch für die Inhalte.
     
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  3. Lumix007

    Lumix007 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.11   #3
    Joa,wenn ich halt jeden Tag übe sitz ich hier irgendwann Lustlos,und so spiel ich dann auch,und dann bringt das üben ja nichts,heute zb. hab ich total Lust.
    Aber oft sitz ich hier total motivations los,dann üb ich nur weil ich mir einbilde "Du musst üben",ich weiß,das ist der falsche Weg.

    Ich finds halt ertstaunlich das man dann besser spielt:gruebel:.
     
  4. rancid

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    Erstellt: 18.06.11   #4
    Ich hab immer so 3-4 Stücke parallel, dann dauert es zwar länger, bis ich eins richtig kann, aber dafür finde ich immer eins, auf das ich auch gerade Lust habe. Immer das gleiche Tag für Tag würde ich auch nicht machen wollen, wenn es nicht gerade für einen Auftritt sein muss.
     
  5. Lumix007

    Lumix007 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.11   #5
    Wow^^ und ich bilde mir immer ein wenn ich 2 Stücke gleichzeitig übe das wäre schon zu viel:Dvielleicht probier ich das mal aus,aber ich hab schon ein Problem 1 Lied auswendig zu lernen bei 2-3 da häng ich ja Jahre dran:p.
     
  6. saitentsauber

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    Erstellt: 18.06.11   #6
    Grundsätzlich gilt hier wie überall: Wer übt, kann nix! :D
    Aber - wie rancid schon angedeutet hat - dazu gab's hier schon so Einiges. Wo wohl auch drinstand, dass es bisweilen(!) helfen kann(!), wenn man etwas Distanz zu dem Stück gewinnt, das man einübt - z.B., indem man es ein paar Tage ruhen lässt.
     
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  7. rancid

    rancid Helpful & Friendly User

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    Erstellt: 18.06.11   #7
    Naja, bei mir sinds in der Regel kürzere Sachen, wenn ich richtige Solonummern mit ein paar Minuten Länge angehe, dann mach ich da auch nicht 3-4 parallel. Im Moment sind das hauptsächlich Jazzstandards, und die haben selten mehr als 20-30 Takte.
     
  8. Supra

    Supra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.11   #8
    Das ist so, weil das Gehirn Zeit braucht um die Reize zu verarbeiten. Durch das Üben sagst du dem Gehirn, du möchtest bitte gerne das und das und jenes können, richtig verarbeitet und gespeichert wird es aber dann erst in den Ruhepausen, vor allem im Schlaf. Wenn man jetzt ständig neue große Reize setzt (also jeden Tag etwas völlig neues), dann kommt das Gehirn quasi nicht mehr hinterher. In einer längeren Pause kann es dann seine Arbeit nachholen, man spielt das jeweilige Stück dann besser. Aus diesem Grund hat es auch keinen großen Sinn stundenlang immer das Selbe zu üben, 15-20 Minuten reichen aus um den Reiz zu setzen. Also, mal so meine Laienhafte Erklärung als Möchtegernhobbygehirnforscher :D.

    Du kannst das vergleichen mit dem Bodybuilding, da wachsen die Muskeln auch während der Ruhephasen, nicht während des Trainings. Das Training setzt lediglich den Reiz, dass der Muskel zu schwach ist und bitte wachsen soll. Deswegen ist es auch da eher kontraproduktiv jetzt jeden Tag 2h lang seine Bizeps zu trainieren, damit sie schneller wachsen. Es passiert genau das Gegenteil, es geht nichts mehr weiter.

    Kurz: Man kann schon sehr lange pro Tag üben und auch jeden Tag, aber nicht immer das Selbe oder sehr ähnliche Sachen.
     
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  9. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.11   #9
    Yehudi Menuhin - okay, der hatte auch nur 4 Saiten, mit denen er zu kämpfen hatte - hat mal gesagt:
    Wenn ich einen Tag nicht übe, dann höre ich es.
    Übe ich eine Woche nicht, dann hört es meine Frau.
    Wenn ich einen Monat nicht übe, dann hört es auch das Publikum.
     
  10. Uschaurischuum

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    Erstellt: 18.06.11   #10
    Ganz so gut wie der Yehudi Menuhin spiele ich leider nicht ;) Auch ich brauche meine Kunstpausen, im ersten Moment brauche ich dann zwar wieder eine kleine Gewöhnung an das Instrument, insgesamt profitiere ich jedoch von etwas gesundem Abstand! Für Profis mag der Fall aber ganz anders aussehen, und zwar für jeden von ihnen anders. Sagte Frank Zappa nicht einmal, dass nur Idioten das Gitarrenspiel verlernen könnten? Über Paganini habe ich mal gelesen, dass der irgendwann soweit war, dass er nur noch bei Auftritten spielte, und überhaupt nicht mehr geübt hat!

    So weit bringe ich selbst es jedoch wohl nicht mehr...
     
  11. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User

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    Erstellt: 18.06.11   #11
    Was Menuhin mit "üben" meinte, war vermutlich etwas anderes als das Ein-üben eines neuen Stücks, um das es hier geht. Deshalb habe ich auch nichts davon geschrieben, gar nicht mehr zu spielen, sondern als (mögliche) Empfehlung nur gegeben, das betreffende Stück vielleicht mal in die Warteschleife zu schicken ;)
     
  12. Lumix007

    Lumix007 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.11   #12
    Naja,ich denke mal wenn man mal ein gewissen Niveu erreicht hatt geht es wirklich nur noch ums auswendig lernen siehe Tommy Emanuel,ich glaube kaum das es für ihn techisch gesehen stücke gibt,die ihm schwer fallen werden jetzt nur mal als bsp.
    Aber ich werd einfach jetzt weniger spielen,und mir den Gedanken aus dem Kopf schlagen mal zu sein wie meine "Vorbilder" das st einfach ein zu hohes Ziel für mich.
     
  13. Backstein123

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    Erstellt: 18.06.11   #13
    (Hier würde nun ein Buzzer brummen kommen)...Brrrzzz falsch!:D, naja nicht wirklich aber jetzt mal meine persönliche meinung zum Thema, die gerne humorvoll starte:D

    Jedes neue stück (auch wenn es "nur" 20-30 Tackte sind) bedeutet, neue griffe, neue bewegungsabläufe, neuen Rythmuss. Das muss dein Hirn erstmal verarbeiten und auf die Hände übertragen.
    Das ist wie normales Schlafen. Das Gehirn brauch nun mal den schlaf um das erlebte zu verarbeiten und im Langzeit Gedächtniss zu speichern.
    Dagegen steht das tägliche üben um bewegeungsabläufe koordiniert einzuprägen um bestimmte Handlungen (Läufe und Co.) "abzuspielen" ohne das erst das Hirn einen impuls an alle Finger senden muss.
    Probier es mal... üb mal jeden Tag drei wochen lang das auf jeden Daumenschlag der Ringfinger die e-saite spielt. Irgendwann passiert das automatisch auch wenn du eigentlich nur einen Daumenanschlag machen wolltest.

    Da auch Tommy und Frind's jedes neue Stück erstmal üben müssen, brauchen die auch ihre zeit und machen warscheinlich auch am anfang dieselben fehler wie wir auch (vermut ich mal:D).
    Allerdings haben sie genug erfahrung um die im Stück geforderten Techniken problemlos zu spielen und ihr Hirn kennt viel mehr bewegungsabläufe für beide Hände.
    Wenn man dazu noch bedenkt das sie die Stücke selbst arrangieren und somit ihre schwächen schon im vorraus "verdecken" können..... mein Schluss... auch nur Sterbliche:rolleyes::p
    Außerdem denke ich das "bezahlter" musiker den vorteil mit sich bringt das man so locker 8 Std. am Tag üben kann.... ;)
     
  14. matthis90

    matthis90 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.11   #14
    einmal über das geübte schlafen hilft mir immer ungemein! am nächsten morgen gehts dann wie von selbst
     
  15. cing

    cing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.11   #15
    Ich habe diesen Effekt auch schon einige Male deutlich zu spüren bekommen. Übe ich jeden Tag, merke ich irgendwann keinen wirklichen Fortschritt von einem Tag zum nächsten mehr, oder mehr noch klappen plötzlich einige Griffe nicht mehr richtig, die am Tag zuvor noch deutlich öfter sauber gegriffen wurden. Mache ich dann mal ein paar Tage Pause, klappt alles wieder - und zwar meistens auch deutlich besser als je zuvor. Ich bin lockerer in der Greifhand und alles klappt wieder super.

    Das hat - zumindest bei mir - auch nichts mit der Lust am Spielen zu tun. Klar, wenn man scheinbar nicht voran kommt frustriert man irgendwann ein wenig. Das ist aber nicht die Ursache sondern eher eine Auswirkung des Effekts. Rein körperlich könnte ich mir eher vorstellen, dass die Hand/Arme auch einfach mal eine gewisse Pause brauchen um sich wieder komplett lockern zu können. Alternativ braucht das Gehirn vermutlich - wie schon gesagt wurde - auch einfach mal ein wenig Abstand um alles komplett zu verarbeiten und somit zu verinnerlichen. Wahrscheinlich auch ein wenig von beidem.

    Ich mache in der Woche deshalb auch immer 1-2 Tage Pause, wie beim Sport auch. Meist bin ich am Wochenende eh nicht da, das passt dann schon ganz gut. ;) Am Montag dann wieder in alter Frische ans Werk.
     
  16. Gast 123549

    Gast 123549 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.11   #16
    Ich weis nicht ob es schon erwähnt wurde, durch zu viel Üben kann sogar das Gegenteil von dem eintreten was Du Dir wünscht.
    Und wenn man wie ein Wahnsinniger übt, dann kann sogar das passieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Fokale_Dystonie

    Der Pianist Keith Jarret hat es erlebt....

    Das Hirn schaltet auf Stur vor lauter Überinformation.....
     
  17. Lumix007

    Lumix007 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.11   #17
    Heute zb. total komisch,gestern hatt ich so ein Tag da lief wirklich ganrichts jedes Lied was ich sonst so ausm FF kann ging garnichts,und heute isses wieder so wie da es einfach flutscht.
    Ich glaub Gitarre spielen hatt auch viel mit dem Kopf zutuhen.
     

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