Bayrisch (boarisch) spielen auf der Gitarre

von Stoli, 04.06.11.

  1. Stoli

    Stoli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.11   #1
  2. Disgracer

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    Erstellt: 04.06.11   #2
    Was hat denn das mit "bayrisch" zu tun?

    Der Gitarrist im ersten Beispiel spielt Standardakkorde, alles als Abschlag (Downstroke).
    Simpler geht's halt nicht.

    Wenn es dir weniger um die Schlagtechniken, als um den Rhythmus und die Harmonisierung geht: Es hat schon seinen Grund wieso das da nen paar Leute mehr sind.
    Alleine auf der Gitarre wird das kompliziert. Wechselbass in Vierteln geht vllt noch, aber bei dem was das Akkordeon spielt, hört es dann auf.
     
  3. Stoli

    Stoli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.11   #3
    Erstes Video ist tatsächlich ein schlechtes Beispiel, leider finde ich die Lieder, die ich gerne könnte nicht auf Youtube.. Akkordeon (Quetschn) ist natürlich für die Melodie ausschlaggebend, Gitarre tritt hierbei meist in den Hintergrund, aber genau darum geht es. Um dieses perkussive Spieltechnik der Akkorde.
    Die Umsetzung fällt mir äußerst schwer, da ich keine guten Videos zum "abschauen" finde..
     
  4. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente

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    Erstellt: 04.06.11   #4
    Percussive Technik hat allerdings nicht viel mit der Schlaghand zu tun, da werden wird mit der Greifhand die Saiten abgedämpft.
    Wie Disgracer schon gesagt hat, ist die Schlaghand maximal einfach, fast nur Abschläge - auch bei anderen Vidos, wo ich jetzt reingeschaut habe.

    Ehrlich gesagt höre ich die Gitarre bei solcher Musik auch meistens ganz schlecht bis kaum, sie ist oft eher entbehrlich. :confused:
     
  5. Stoli

    Stoli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.11   #5
    Wo du recht hast, hast du recht .. weglassen kann man die Gitarre eigentlich immer, aber trotzdem sieht man es bei solchen Bands immerwieder, dass eine Gitarre dabei ist.

    Erschwerend kommt hinzu, dass man Akkorde kaum heraushören kann, genau aufgrund der leisen Gitarre.

    Zur percussiven Technik:
    Wird dies alles also ausschließlich von der Greifhand übernommen, die Schlaghand macht einfach das, was sie immer bei Akkorden macht, also nur im bestimmten Rhythmus?
     
  6. BenChnobli

    BenChnobli Moderator A-Gitarren

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    Erstellt: 04.06.11   #6
    Ich denke, es hängt schon sehr davon ab, welche art von musik genau du meinst. Bei so "hüttengigs" ersetzt die gitarre oft mehr das schlagzeug als dass es eine eigene melodische funktion hätte. Hier bei dieser polka gut zu sehen. Wenn es so schnell gehen soll wie in dem video, ist das präzise schlagen wichtiger als das dämpfen, weil man gegen das dominante akkordeon live eh nur den schlag hört. Das dämpfen würde ich wohl je nach situation mit beiden händen machen; das ist viel schwerer zu erklären als zu zeigen :)

    Für das akkorde raushören kannst du dich ja nach der gesamten musik richten, dazu musst du die gitarre nicht unbedingt hören. Wenn du den bass hören kannst, bist du bei dieser art musik meist schon am ziel.

    Gruss, Ben
     
    2 Person(en) gefällt das.
  7. darknezzz

    darknezzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.11   #7
    Hm, bayerisch: http://www.youtube.com/watch?v=rmBIwKeN7ZM :gruebel:
    Klingt für mich quasi identisch, nur dass ich den Text besser verstehe ;)

    Keine Ahnung wer da bei wem abgekupftert hat, oder ob beide bei einem dritten.
    Ich höre offengestanden nicht einmal abgedämpfe Akkorde.
    Wie schon erwähnt gibt es dafür sehr viele Möglichkeiten:
    - Greifhand heben
    - Diverse Sachen mit der Anschlaghand
    - Kombinationen aus beidem

    Eine weitere einfache Möglichkeit abgesehen vom heben der Greifhand ist es, entweder mit dem Daumen oder mit einzelnen Fingern (muss man was üben) so auf alle resp. einzelne Saiten zu schlagen, dass sie die Bundstäbchen berühren und ein Klick-Geräusch entsteht.

    Wenn du bei Youtube mal nach Sachen wie String Muting, Palm muting etc. suchst, wirst du viele unterschiedliche Varianten finden, die in verschiedenen Stilen gängig sind; such dir aus, was für dich passt ;)
    Als Einstieg: http://justinguitar.com/en/ST-603-TimesLikeThese.php
     
  8. Backstein123

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    Erstellt: 04.06.11   #8
    :confused: Respekt... ich versteh beide nicht, aber Fremdsprachen waren noch nie meine stärke...:rolleyes:

    Es gibt durchaus Alpenländliche musik bei der die Gitarre nicht nur als "schlagzeugersatz" dient (Was ich cool finde bei unsren Freunden der Volksmusik, der E-Bass kann man als Tuba nutzen...).
    Leider hab ich das beim durchzappen auf dem BR gesehen und da des nicht so meine Musik ist, einfach weiter gezappt.
    Sorry sonst würd ich auch einen Link in die Runde werfen:D
     
  9. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente

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    Erstellt: 05.06.11   #9
    Ja das geht dann schon eher in Richtung Volksmusik.
    Wer gemütlich und leise mit der Zitter in der Stubn spielt, der hat als Partner eher kein lautes Akkordeon oder Trompeten, da würde z.B. eine Gitarre schon eher gehört.

    Diese obekrainerartigen Besetzungen sind vermutlich so entschtanden, dass Elemente, die die Bigbands aus Amerika nach den Krieg mitbrachten, mit Elementen aus der Volksmusik verschmolzen.
    Deshalb auch volkstümliche Musik.

    Ich denke Stoli hat eher Richtung volkstümliche Musik im Sinn und da finde ich den Link von Ben mit der Polka ein gutes Beispiel.
    Da ist die Gitarre auch eher "zirpend" als Rhythmus denn als harmonische Begleitung zu hören.
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.11
  10. Stoli

    Stoli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.11   #10
    GEH gut erkannt, genau darum geht es.
    Heute ist ein Musikantenstammtisch bei uns im Dorf - da spielen 8 Bands, ich werd eventuell das ein oder andere Filmen und mir dann die Technik so aneignen.
    Sobald ich weitere Fragen habe werde ich mich wieder an euch wenden!
     
  11. Uschaurischuum

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    Erstellt: 07.06.11   #11
    Ich liebe den bayerischen Gitarrenstil, der hier ist sehr schön zu sehen: http://youtu.be/7_6qPBzwXkY

    Da ist er sehr schön zu hören http://youtu.be/4Q6WuoP7mfw Wer das mit den drei Vierteln (und der Maß) hinkriegt, ist klar im Vorteil. Grüße aus dem Grenzland, euer Uschaurischuum
     
  12. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User

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    Erstellt: 08.06.11   #12
    Weil ich mich mit diesem Klang nicht anfreunden kann, hier noch ein paar akkordeonfreie Links (passen ohnehin besser in dieses UF):
    http://www.youtube.com/watch?v=etlwxA8Tp-E
    http://www.youtube.com/watch?v=xIX14ylc9rk
    http://www.youtube.com/watch?v=nf4f0f8hgO8
    http://www.youtube.com/watch?v=TVK2Yu_63_U&NR=1
    http://www.youtube.com/watch?v=NKoiGN7jL-o&NR=1
    http://www.youtube.com/watch?v=zqRXEMN-PbY
    Ein bißchen fehlt allerdings das -tümliche. Dafür ist ein "echter" Boarischer dabei, und es geht auch ohne Mitklatschen...
    Gitarrentechnisch wird wohl eher gezupft als geschlagen, meist auf die Viertel, oft mit Grundton auf der Eins. Manchmal noch ein schnelles Arpeggio und ein paar kleine Läufen zwischen den Akkorden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.06.11

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