Behringer Shark DSP110 "trainieren" - Manuell eingestellte Frequenz unterdrücken

von dic, 09.10.09.

  1. dic

    dic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.09   #1
    Hallo, liebes Musiker-Board,

    ich betreue gerade einen Versuchsaufbau, in dem ein Audio-Signal um 2 Sekunden verzögert ausgegeben werden soll. Da es auf die Qualität der Übertragung nicht ankommt, sowie das Ganze schön kompakt sein soll, haben wir uns für die Verwendung des Behringer Shark DSP110 entschieden.

    Auf 1989 Millisekunden eingestellt, verzögert das Gerät also um 2 Sekunden (kein Witz, mit Speicheroszi durchgemessen :D), erfüllt also seinen Zweck. Da das angeschlossene Mikrofon allerdings ein Störsignal mit 100 Hz einfängt, würde ich diese Frequenz am liebsten auch mit dem Gerät rausfiltern, auch hier muss nicht sonderlich sauber gearbeitet werden, die geringe Güte des Feedback-Filters spielt also keine Rolle.

    Nur: Wie bringe ich das Gerät dazu, mit der Automatik diese 100 Hz einzufangen? Manuell lässt sich die Frequenz anscheinend leider nicht einstellen, das Wälzen der dürftigen Anleitung sowie Google hat auch keine Tipps hervorgebracht.

    Gibt es eine Möglichkeit? Hab ich eventuell Tomaten auf den Augen, dass ich eine offensichtliche Lösung übersehe? Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, sollte was unklar sein, bitte fragen!

    Danke euch!

    JoeC
     
  2. Harry

    Harry MOD PA und Mikrofone

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    Erstellt: 09.10.09   #2
    wir haben 3 von den Dingern und in den letzten 3 Jahren allerdings auch nur als Delay eingesetzt.
    Wenn ich mich recht erinnere ist es nicht möglich, eine Frequenz fest vorzugeben damit er diese rausfiltert. Dies geht nur bei der 19"-Variante. Die hat auch die Funktion eines digitalen EQs:
    http://www.musik-service.de/behringer-fbq-2496-prx395749792de.aspx
    Aber die wiederum kann kein Delay.

    Und da du eh nicht um ein zweites Gerät herumkommst um das zu beheben würde ich dir gleich einen 31Band EQ vorschlagen.
     
  3. Banjo

    Banjo MOD Recording/HCA Banjos

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    Erstellt: 09.10.09   #3
    Du könntest dem Gerät natürlich mal 100Hz pur anbieten und dann den Lernmodus aktivieren. Theoretisch sollte dann genau ein Filter anspringen. Nach dem Anlernen schaltest Du die Automatik für die restlichen Filter aus (Taste rechts unten kurz drücken, die LEDs blinken dann nicht mehr). Das Filter sollte bei einem reinen 100Hz-Signal auch sehr schmalbandig ausfallen.

    Immerhin behält der Shark seine Filter auch nach dem Aus- und wiedereinschalten, d.h. Du musst die Aktion nicht laufend wiederholen.

    Banjo
     
  4. deschek

    deschek HCA PA & Mikrofone

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    Erstellt: 09.10.09   #4
    Hallöchen, Joe,

    generiere mit einem Sinusgenerator, beispielsweise einem einfachen Softwaregenerator über Notebook 100 Hertz und speise die mit hohem Pegel bei eingeschalteten Learn-Selbstsuchlauf in den Shark ein.
    Wenn der Suchlauf fertig ist einfach alle anderen Filter deaktivieren.

    Es kann allerdings passieren, daß der Behringer dann auch "harmonische" glaubt zu erkennen und einen zweiten Filter bei 200 Hertz und ev. noch einen dritten bei 400 Hertz schaltet, dann müsstest du die Operation mit reduziertem Pegel wiederholen, bis eben nur ein Filter anspringt.

    Bei reinen 100Hertz sollte der Shark dann mit 1/60-Oktave filtern, das sollte ja eng genug sein. Solltest du dann merken, daß die 100 Hertz doch nicht genau die eingestreute Frequenz war, mußte halt ein bisschen suchen... ;)

    Was mich ein bisschen wundert, ist die Eigenlatenz des Sharks von nur 11msec, ich habe die mit deutlich mehr in Erinnerung (24-27msec)...

    Das Manual von Behringer hast du aber, oder...? Gibt es bei Behringer auf der Homepage zum Download als PDF...

    Ciao, Deschek
     
  5. Harry

    Harry MOD PA und Mikrofone

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    Erstellt: 09.10.09   #5
    Ich dachte immer, ich wäre ein Behringer-Freak. Jungs, ich zieh den Hut....
    :o
    deschek kann ich leider nicht bewerten
     
  6. phil199516

    phil199516 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.09   #6
    OT:
    Wie kann man sowas auswendig wissen?
    Hab euch mal ein paar Pünktchen verteilt. Respekt :great:

    Btw: Der Shark ist gar nicht mal so schlecht. Ich nehm ihn gern als Delyprozessor oder auch als kleines Gate.
     
  7. dic

    dic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.09   #7
    Hi Jungs!

    Vielen Dank für die Tipps, das mit dem 100 Hz einspeisen hatte ich schon probiert, hat bei mir aber noch nicht hingehauen. Ich spiel mich morgen mal nochmal mit den Learnfunktionen, vielleicht habe ich einfach nur eine Taste zuviel oder zuwenig gedrückt.

    Ich halte euch auf dem Laufenden!

    Merci nochmal,

    JoeC
     
  8. dic

    dic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.09   #8
    So, Update!

    Banjo, deschek, ihr seid super! Genau eure Lösung hat geklappt, hatte nur beim letzten Mal die Learn-Funktion nicht ganz umrissen, trotz Lesen der Bedienungsanleitung.

    Nur leider wird's nicht möglich sein, mehr als die -48dB rauszukitzeln, oder? Naja, egal, da es ja nicht auf die Audioqualität ankommt, werd ich wohl einen passiven Hochpass hinter's Mikrophon schalten.

    Danke für eure Hilfe!

    JoeC
     
  9. deschek

    deschek HCA PA & Mikrofone

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    Erstellt: 12.10.09   #9
    Hallöchen, Joe,

    danke für die Blumen...! :)
    Du könntest noch versuchen, einen zweiten knapp benachbarten Filter anzuregen, um noch stärkere Dämpfung zu bekommen, also einmal 99 und einmal 101 Hertz beispielsweise...
    Ich bin mir aber nicht so ganz sicher, was der Shark dann wirklich da draus macht...

    Schöne Grüße, Deschek
     
  10. Banjo

    Banjo MOD Recording/HCA Banjos

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    Erstellt: 12.10.09   #10
    Der Shark macht im Zweifel dann das eine Filter breiter anstatt ein zweites direkt daneben zu setzen. Ich hab nach den ersten paar Gigs mit dem Shark jeweils nachher den Frequenzgang rausgemessen und ebendas festgestellt.

    dic: -48dB reichen nicht? Hast Du mehr Störung als Nutzsignal? Noch ein Tipp: Der Lowcut im Shark lässt sich bis auf 150 Hz raufkurbeln, vielleicht bringt das ja noch genug dBs bei 100 Hz.

    Banjo
     
  11. dic

    dic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.10.09   #11
    Hi Jungs,

    ja, ich habe mehr Störsignal als Nutzsignal, der Grund: DECT.

    Da die Taktfrequenz dieser Schnurlostelefone 100 Hz beträgt, und ich trotzdem nah am Hörer mikrophonieren will, langen der eingebaute Lowcut sowie die punktuelle Absenkung des Sharks zusammen nicht aus.

    Knifflige Sache, das...

    Merci für eure Hilfe, ich halte euch auf dem Laufenden!

    Grüße,
    JoeC
     
  12. dic

    dic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.09   #12
    Hi, nach längerer Zeit melde ich mal wieder:

    Inzwischen habe ich nach dem Mikrofon-Vorverstärker einen selbst zusammengestöpselten aktiven Hochpass 4. Ordnung eingebaut, der bei 100 Hz ungefähr 90 dB dämpft - jetzt funktionierts problemlos!

    Danke für eure Hilfe nochmal!

    Grüße,
    JoeC
     
  13. Banjo

    Banjo MOD Recording/HCA Banjos

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    Erstellt: 10.11.09   #13
    Danke für's Update, immer schön, wenn man hört, wie es rausgegangen ist.

    Auch noch ein Nachtrag meinerseits, weil die Latenz des Shark in diesem Thread zur Debatte stand: ich hab bei mir 12 ms gemessen, zum Vergleich ein Sabine FBX2410-Feedbackkiller: 0,6 ms. Der hat allerdings keine Delayline mit drin.

    Grüße
    Banjo
     
  14. dic

    dic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.09   #14
    Hi Banjo!

    Na, das deckt sich wohl ziemlich mit den 11 ms, die ich gemessen habe. Super, Danke für's rausfriemeln!

    Grüße,
    JoeC
     

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