Cello: Suche einen guten nicht überteuerten Cellobogen

von Cellissimo, 07.09.10.

  1. Cellissimo

    Cellissimo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.10   #1
    Hallo liebe Community...

    Kann mir vielleicht jemand einen nicht überteuerten Cellobogen mit guten Spieleigenschaften vorschlagen?
    Mein Bogen ist nun Kaputt am Kopf vorne gebrochen :bad:...

    Eine gute Antwort währe sehr hilfreich...

    Grüße aus Kassel
     
  2. suamor

    suamor Helpful & Friendly User

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    Erstellt: 08.09.10   #2
    Entweder Du läßt Ihn beim Geigenbauer reparieren (das muß gar nicht mal so teuer sein, wenn noch alle Teile vorhanden sind) oder einen Carbonbogen wie z.B. CodaBow, IncrediBow, Tononi, ... Ich würde nicht einen ganz so billigen nehmen, die klingen zum einen nicht so toll und haben dann gelegentlich auch noch technische Probleme (Bogenspannung, Haarbefestigung, ...), hatte mal so einen billigen von K.Holtz der schnell Haarausfall hatte und Probleme nicht nur mit der Bogenspannung sondern auch mit der Bogenschraube.

    Gruß
     
  3. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 08.09.10   #3
    Hi,

    bei Carbonbögen gelten keine Preis/Qualitäts-Gesetze mehr. Holzbögen kann man schön der Reihe nach sortieren und Preis und Qualität verhalten sich (fast immer) identisch. Das gilt bei Carbon nicht.

    Vorurteile und Mythen:

    -Carbonbögen klingen schlechter - stimmt nicht.

    -Carbonbögen sind schlechter zu behaaren - die gehen genau gleich gut zu beziehen.

    -Carbonbögen haben in der Regel eine steifere Stange, als Holz. Sie halten den Zug im Schnitt besser, als ein Holzbogen. Ein billiger Carbonbogen schlägt einen billigen Holzbogen in dieser Hinsicht um Längen.

    -Wenn ein Bogen zu schnell Haare verliert, dann liegt das an der Bespannung und nicht am Bogen. Wenn ein schlechter Bezug auf einem teuren Holzbogen drauf ist, dann haart der genauso. Die Haarqualität? Hmm, beim ersten Bezug und Billigbögen kann es schon sein, daß da B-Ware draufgemacht wurde. Beim Geigenbauer kommt immer nur die beste Qualität drauf.

    Der einzige Makel, den ich bei Carbonbögen entdecken kann, ist das Verhalten der Stange. Alle Bögen, die ich bisher angespielt habe, neigen etwas zum Zittern/Federn. Man muß einen finden, der das so gut wie nicht hat. Meine Erfahrung sagt: es ist volkommen Wurscht welcher Preis und welcher Name drauf steht. Ich hatte mir zuletzt 20 Bögen rauslegen lassen (von 100 bis 800 Euro) und habe die beiden besten genommen. Stück 150,-


    cheers, fiddle
     
  4. SMaus

    SMaus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.10   #4
    Du solltest einen Carbonbogen etwas anders spielen als Du es gewohnt bist. Wenn Du mit derselben Technik rangehst wie bisher, wirst Du bei vielen Carbonteilen Probleme bekommen. Meistens hilft es schon, wenn Du das Verhältnis zwischen Bogendruck und Bogengeschwindigkeit etwas mehr in Richtung Druck verlagerst. Die Carbon-Geräte mögen es nun mal so. :) Was auch zu einem großen Teil am meistens geringeren Gewicht und der etwas anderen Gewichtsverteilung liegt.
     
  5. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 14.09.10   #5
    Kann ich pauschal so nicht stehen lassen. Es gibt auch etliche billige Holz-Bögen, die die 63g (Geige) nicht bringen und manchmal seltsame Gewichtverteilungen haben. Meine Erfahrungen mit Carbonbögen: das Gewicht stimmt und der Schwerpunkt meist auch. Die versuchen ja in die Phalanx der Holzbögen einzudringen und wenn die Maße, Gewicht und Schwerpunkt von vornherein nicht stimmen, dann geht da nix. Deshalb liegen die meistens eher gut da drin.

    Carbon hat einfach ein anderes Schwingverhalten. Manche von den Carbonbögen haben ein richtig geiles handling, wie bei einem guten Holzbogen. Andere sind fast unspielbar obwohl Gewicht und Schwerpunkt stimmen.

    Sicher muß man seine Spieltechnik etwas angleichen. Aber das muß man bei einem Spitzen-Holzbogen auch, wenn man von einem Mittelklasse-Bogen umsteigt.


    cheers, fiddle
     

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