Dynamikprozessor, Signalbearbeitung

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Thereotisch kannst du die auch nachträglich benutzen. Allerdings sollte dazu dein Interface mehrere Ein-/Ausgänge haben (weil an einem Ausgang ist ja deine Abhöre angeschlossen, dann sollte du einen von diesem unabhängigen haben, mit dem du in das Effekgerät gehst). Empfehlen würde ich das aber bei Geräten in der Preisklasse nicht. Da würde ich lieber Software-Effekte benutzen.
 
Also ich habe an meinem Interface (Tascam 1641) 4 Ausgänge, die alle frei sind, da die Abhöre nochmal über einen eigenen geht. Da ginge das also?

Ist das Ergebnis nicht eig. das gleiche, weil Du sagtest, dass du es bei Geräten dieser Preisklasse nicht empfehlen würdest?

Wie muss man vorgehen, wenn man das Signal, nachträglich bearbeiten möchte?

PS: Ich verwende Cubase!
 
Bei der Bearbeitung von aufgenommenen Signalen hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

1.) Man nimmt die Effekte, die die DAW-Software bietet. Wenn man einigermaßen aktuelle Software verwendet sind die mitgelieferten Effekte klanglich wirklich ordentlich, damit kann man durchaus was anfangen. (Wer mehr will, kann ja weitere Plugins kaufen.)

2.) Man nimmt externe Effektgeräte. Dazu muss allerdings das im Computer digital vorliegende Signal nach analog gewandelt werden, dann wird es durch das externe Effektgerät geschickt, dann wird es wieder nach digital gewandelt, dass es im Computer wieder aufgenommen und gespeichert werden kann.

Ist das externe Effektgerät nun ein High-End-Gerät für einige Tausend Euro und hat einen Super-Klang, dann mag dessen Einsatz die zweimalige Wandlung (DA und dann wieder AD) rechtfertigen.

Ist das externe Effektgerät ein billiges Gerät für vielleicht 100 - 200 Euro, dann wird es keine besonderen klanglichen Eigenschaften haben, die dessen Einsatz überhaupt rechtfertigen, zumal eben die zweimalige Wandlung (DA und dann wieder AD) das Signal auch nicht besser macht. In einem solchen Fall ist der Einsatz externer Hardware mit einiger Wahrscheinlichkeit qualitätsverschlechternd, da fährt man mit Plugins in Software besser.

Ich würde also nicht lange damit rummachen, billige Effektgeräte in die Bearbeitung einzuschleifen, sondern die Effekte der DAW-Software verwenden, das ist auf jeden Fall einfacher und wird aus den geschilderten Gründen ziemlich sicher auch besser klingen.

mfg
 
Also ich habe an meinem Interface (Tascam 1641) 4 Ausgänge, die alle frei sind, da die Abhöre nochmal über einen eigenen geht. Da ginge das also?
Ja, damit ginge das.

Ist das Ergebnis nicht eig. das gleiche, weil Du sagtest, dass du es bei Geräten dieser Preisklasse nicht empfehlen würdest?
Es gibt Hardware-Kompressoren von unterschiedlicher QUalität, und es gibt Softwarekompressoren von unterschiedlicher QUalität. Software ist heutztage aber schonteils sehr gut. Selbst kostenlose. Und auch bei Cubase ist ja schon ein Kompressor dabei. Ansonsten gibt es da viele andere PlugIns. von kostenlos bis teurer. Findest du den bei Cubase mitgeliefterne Kompressor zu schlecht? Hast du mal andere ausprobiert, und die fandest du auch nicht gut? Weshalb willst du einen Hardware-Kompressor kaufen?

Ganz unabhängig von der eigentlichen "Effekt-Qualität" hat ein externer Effektprozessor aber auch Nachteile gegenüber Software. Qualitativ insofern, als das Signal eben zusätzlich D/A und A/D gewandelt wird. Und unflexibler/unpraktischer ist es auch.

Wie muss man vorgehen, wenn man das Signal, nachträglich bearbeiten möchte?
Rein technisch gehst du aus einem Ausgang des Interface in den Eingang des Effektgeräts. Und aus dem Ausgang des Effektgeräts gehst du in einen Interfaceeingang. Bei einer beliebigen Software kann man das dann so machen, das man entsprechende Spur anstatt auf Summe eben raus in das Effektgerät schickt. Dann legt man eine neue Spur an, welch als Input das Signal vom effektgerät erhält. Auf dieser nimmt man dann das komprimierte Signal auf.

Die neueren, großen Versionen von Cubase bieten eine spezielle Möglichkeit externe Effekte einzubinden. Technisch läuft das im Prinzip genauso (also muss auch wie oben beschrieben verkabelt werden), aber sie werden eben von der BEdienung her mehr wie Effekt-PlugIns eingebunden.
 
Die neueren, großen Versionen von Cubase bieten eine spezielle Möglichkeit externe Effekte einzubinden. Technisch läuft das im Prinzip genauso (also muss auch wie oben beschrieben verkabelt werden), aber sie werden eben von der BEdienung her mehr wie Effekt-PlugIns eingebunden.

-->Man müsste sie also nicht auf eine neue Spur aufnehmen, oder?
Das gilt aber wahrscheinlich nur für die neuen Versionen wie SX5!

Ich würde das Gerät eig. nur zu life Zwecken kaufen, und da lag die Überlegung halt nahe, es auch beim Aufnehmen zu verwenden, was sich aber nicht wirklich zu lohnen scheint^^!

Danke!
 

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