Eure Meinung zur Holzkombination

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Hallo,

da ich eventuell in den nächsten.. 12 Monaten zum Gitarrenbauer rennen möchte um mir eine Gitarre bauen zu lassen, habe ich mich schonmal mit dem Holz auseinander gesetzt.
Ich möchte einen eher mittigen Klang (bisschen warm) mit knackigen Tiefmitten, definierten Tiefen und knusprig-warmen Höhen (nicht zu spitz). Gleichzeitig sollte es aber relativ günstig sein.

Nun, die Kombinationen die ich mir überlegt habe:

1. Body: Alder/ Top Wood: Eye Poplar/ Neck: 5P Maple/Mahogany/ Fingerboard: Ebony

Mit der Decke möchte ich erreichen, dass die Erle nicht zu knusprig wird und ich möchte das Spektrum ab den Mitten abwärts etwas verstärken, vielleicht erreiche ich auch etwas mehr Wärme.
Der Hals soll für eine gute Ansprache und Definition sorgen und vielleicht nochmal ein bisschen Farbe durch das bisschen Mahagoni mit einbringen.

(2.) In der zweiten Kombination ändern sich nur Hals und Korpus... folgendermaßen:
Mahagoni statt Erle und 3-teiliger Ahorn hals.

Bei dieser Variante habe ich bedenken, dass die Tiefmitten beispielsweise nicht mehr so knackig sind und der Klang insgesamt zu warm wird.

Vielleicht noch 3.
Body: Basswood/ Top Wood: (irgendwas) Maple/ Neck: 5P Maple/Mahogany/ Fingerboard: Ebony

Klanglich dürfte das auch ganz cool sein, allerdings scheint mir eine Ahorndecke zu teuer zu sein.

Ich muss jetzt schnell weg, werde später vielleicht nochmal editieren.. aber ihr könnt ja schonmal was dazu sagen, vielleicht auch ein paar Anregungen.
Hoffe, ich habe mich nicht zu blöd ausgedrückt.

Grüße
 
Eigenschaft
 
Man kann das nie so genau voraussagen, wie die Gitarre dann klingen wird.

Das hängt auch von der Konstruktion, der Bridge und Nut, sowie von den Pickups ab, was der Amp dann draus macht.

Und natürlich von der Art der Hölzer - vor allem beim Mahagoni gibt es unzählige Arten, die auch verschiedene Eigenschaften haben. Das leuchtet ja auch ein, wenn du mal eine japanische Edwards Les Paul aus Massivmahagoni, die 3,4 kg wiegt, mit einer komplett hohlgefrästen Gibson USA Standard Les Paul vergleichst, die immer noch 4,5 kg wiegt (und nicht hohl gefräst wohl bei 6 bis 7 kg landen würde).

Also wichtig wäre mir, dass die Hölzer leicht und gut abgelagert sind!

Beim Halsmaterial würde ich kein Mahagoni verwenden, wenn du einen sehr dünnen Hals möchtest.

Erle halte ich für ein sehr gutes Korpusholz, das ist einfach flexibel verwendbar, hat vielleicht nicht ganz den Punch von Linde im Hi-Gain Sektor, ist im Clean-Bereich aber nicht so farblos/steril (wie ich das bei Ibanez oft vorfindet - du kennst dich bei dem Hersteller ja gut aus, wie ich gelesen habe, vielleicht weißt du, was ich meine). Ob eine dünne Pappeldecke da etwas dran ändert, wage ich zu bezweifeln.

Solltest du dir in Deutschland eine Gitarre bauen lassen, kann ich dir wärmstens Unicutguitars.com empfehlen. Der Flo baut dir alles, was du möchtest, hat wirklich sehr, sehr faire Preise und die Qualität ist super! Steht den ganzen Polen-Gitarren in Nichts nach! Frag einfach mal unverbindlich an, der drängt dir nix auf - und kann dir auch sagen, was der Spaß in etwa kosten würde.
 
Besonders interessant wäre es auch, die Form (Typ) der Gitarre zu wissen. Da auch verschiedene Formen etwas anders rüberkommen. Mit den meisten Kombinationen die Du aufgerufen hast, wirst Du Deinen Ton nicht so bekommen. Eher mit Sumpfesche als Korpus mit einer harten, nicht zu dünnen Decke, z.B. Ahorn. Dazu Ahornhals mit Palisander, besser Ebenholzgriffbrett.
Hardware dazu aus Messing...
 
Hallo,

was verstehst du unter relative günstig, wieviele von den Euros hast du denn übrig?

Ich finde Gitarren vom Gitarrenbauer halt sehr teuer, vorallem weiß man am Ende dann auch nicht ob es passt.

Wenn es dir nicht gefällt kannste die Gitarre auch nicht wieder zurück geben, und der Wertverlust kann dann heftig sein beim verkauf.

Ich würds mir nochmal sehr genau überlegen eine bauen zu lassen!
 
Pappel würde ich als Decke nicht unbedingt nehmen, das ist eher weich und damit empfindlich gegen unvorsichtige Behandlung...

Rudi
 
Ui, danke schonmal für die vielen Antworten, ich wollte ja eigentlich nochmal editieren und mehr Informationen preisgeben... naja, dann mache ich es eben so :)

Also, natürlich spielen noch ganz viele andere Dinge eine Rolle beim Klang aber ich wollte mich erstmal nur auf die Konstruktion oder eher nur auf das verwendete Holz beschränken.

Ich strebe aufjedenfall die Form einer modernen Strat an und (!!) 7 Saiten sollen es sein (ganz vergessen).
Unter anderem steht schon folgendes fest:
- Fixed Bridge
- Bolt on Neck
- Passive Humbucker (höchstwahrscheinlich BareKnuckle)
- 25,5" Mensur

..njoa

Beim Halsmaterial würde ich kein Mahagoni verwenden, wenn du einen sehr dünnen Hals möchtest.

Spielt das bei dem 5-teiligen Hals 'ne Rolle? Das wäre interessant, denn ich möchte unbedingt einen dünnen Hals ala Ibanez.. sollte ich dann Mahagoni schonmal komplett ausschließen? (für den Hals)

Erle halte ich für ein sehr gutes Korpusholz, das ist einfach flexibel verwendbar, hat vielleicht nicht ganz den Punch von Linde im Hi-Gain Sektor, ist im Clean-Bereich aber nicht so farblos/steril (wie ich das bei Ibanez oft vorfindet - du kennst dich bei dem Hersteller ja gut aus, wie ich gelesen habe, vielleicht weißt du, was ich meine). Ob eine dünne Pappeldecke da etwas dran ändert, wage ich zu bezweifeln.

Deshalb kam ich auf Erle :)
und ja, es macht mir teilweise echt wenig Spaß mit einer Ibanez-Linden-Klampfe clean zu spielen. Linde ist im Hi-Gain Sektor meiner Meinung nach beinah' hervorragend aber.. njoa..
und das mit der Pappeldecke wage ich ebenfalls zu bezweifeln, war nur so eine Idee.

Danke übrigens auch für die Empfehlung zu Unicatguitars.com, werd' ich mir merken.

Mit den meisten Kombinationen die Du aufgerufen hast, wirst Du Deinen Ton nicht so bekommen. Eher mit Sumpfesche als Korpus mit einer harten, nicht zu dünnen Decke, z.B. Ahorn. Dazu Ahornhals mit Palisander, besser Ebenholzgriffbrett.

Hach, das habe ich befürchtet und ich hatte Sumpfesche mit Ahorndecke auch schon im Visier, dachte aber dann, dass das zu teuer werden würde.
Achja, ich möchte allerhöchstens 1500€ ausgeben.. ich bin froh, wenn ich etwas günstiger wegkomme.

Ich würds mir nochmal sehr genau überlegen eine bauen zu lassen!

Ja, du hast schon Recht und im Prinzip bin ich ja noch dabei, es mir gut zu überlegen. Ich dachte eben, dass es nicht schlecht sei, sich früh genug damit zu befassen und sich ausreichend zu informieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
1500 für so ein Projekt wäre aber extrem günstig. Wer baut das Teil für diesen Preis? 5-teiliger Hals und dann noch ne Decke (womöglich Ahorn) drauf? Kann mir nicht vorstellen das ein Gitarrenbauer aus deutschen Landen das zu diesem Kurs anbieten kann. Ich würde mal grob schätzen das da 2500 wenn nicht mehr rauskommen. Da würde ich es möglichst simpel halten.

Wenn du knackige Bässe willst (und die brauchst du auch bei einer 7-Saiter) würde es auch ein einteiliger Ahornhals tun. Damit kann man trotzdem ein schlankes Halsprofil realisieren.

Überschätze nicht die Auswirkung auf den Preis bei der Holzauswahl. Ob so ein Hals- oder Bodyrohling jetzt 80 oder 120 Euro kostet macht den Kohl nicht fett. Bei einer Einzelanfertigung machen die 80-100 Arbeitsstunden die der Gitarrenbauer braucht beim Endpreis den größeren Anteil aus. Teuer wird eine Ahorndecke weil die ja auch optisch was hermachen muß. Abgesehen davon ist das aufbringen der Decke auch mit einem nicht unerheblichen Mehraufwand bei der Arbeitszeit verbunden. Meiner Meinung nach kannst du das mit der Decke vergessen wenn das Budget gering bleiben soll, egal aus welchem Holz. Bei dem Budget fällt mir nur Ran Guitars ein und die sind in Polen. Nach allem was ich hier im Board über deren Gitarren gelesen habe machen die zwar ordentliche Arbeit aber für mich wäre das nix. Ich will vor Ort dabei sein.

Hast du schon mal irgendwo angefragt?

Ich habe mir dieses Jahr eine Gitarre bauen lassen und im Vorfeld mit mehreren Gitarrenbauern gesprochen. Mein Fazit aus der ganzen Geschichte: es lohnt sich definitiv. Wenn du weisst das du mit der Musik erst aufhören wirst wenn du tot umfällst mach es. Man muß sich aber über ein paar Dinge im klaren sein: man kann unmöglich präzise vorhersagen, wie die Gitarre klingen wird. Was man einigermaßen kalkulieren kann ist das Ansprechverhalten, ganz grob das Klangbild, die Bespielbarkeit, die Balance und das Gewicht. Du bist dann mit dieser Gitarre verheiratet. Verkaufen ist nicht außer du machst locker 30-40% Verlust.
 
Okay, ich habe mich an dem Ninja Zebra Modell von Blackat und der Ran Crusher orientiert, bezüglich des Preises. Bei Ran läuft gerade eine Anfrage und ich werde womöglich bei Unicatguitars.com noch anfragen.

Ich würde eventuell sogar das Modell von Blackat nehmen, das passt einfach ziemlich gut. Ein paar kleinere Dinge würde ich an dem Modell ändern wollen.
Das gute Teil kostet mit den Standardspecs. 1570€ und nach meinen kleinen Änderungen wäre ich sicherlich bei 1800€ (vermutlich). Also schaue ich nach etwas Günstigerem..

Ich habe mir dieses Jahr eine Gitarre bauen lassen und im Vorfeld mit mehreren Gitarrenbauern gesprochen. Mein Fazit aus der ganzen Geschichte: es lohnt sich definitiv.

Wo hast du sie bauen lassen?
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich sowas lohnt :)

Was man einigermaßen kalkulieren kann ist das Ansprechverhalten, ganz grob das Klangbild, die Bespielbarkeit, die Balance und das Gewicht.

Kann das jemand hier im Board, oder muss ich mich zum kalkulieren direkt zum Gitarrenbauer begeben?
Ich möchte ungern soo viele Steine ins Rollen bringen, vorallem nicht jetzt schon. Das Ganze hat ja noch Zeit.
 
hi,

wenn du jetzt noch statt unicatguitars.com, unicutguitars.com eingibst, dann kommst du sogar bei mir raus.;)
kannst mir aber auch ne pm schicken.

gruß, flo
 
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