FoH-Bau, viele Fragen

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roland330
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Hallo Forumsgemeinde.

Wir haben einen Vereins-Veranstaltungssaal mit ca. 15x13m (d.h. ca. 200 Personen).
An der einen langen Wand steht eine Bühne ca. 10x3m (Nutzfläche ca. 7x3m) mit beidseitigen Nischen (Platz für Zeug, Gardaroben)
sowie einer 4m Diagonale Motor-Leinwand.

Light: Vor der Bühne hängt eine 6m Traverse mit 2x Scanner, 4x LED-PARs und 2 kleinen Farb-Diskokugeln, sowie einem 180° Traversen-Kreis-Element mit dem Beamer drauf.

Sound: in die Bühne ist derzeit eine HK Audio Performer integriert, der 15" Bass-Würfel steht in der rechten Nische (freigeschnitten),
die beiden Tops habe ich fliegend auf der Traverse. Eventuell ist mal ein 2. aktiver Bass Würfel in der anderen Nische angedacht.

Vorrangig haben wir Vereinsgeschichten, Lesungen, Präsentationen, Versammlungen, Reisevorträge aber auch Dinge die Spaß machen *lol*.
Einmal hatten wir schon einen Kabarettabend mit knapp 120 Personen, und da einige von uns Musiker sind, ist auch das ein Thema.

Bislang hatte ich immer die Ehre, bei Vereinsveranstaltungen ganz rechts außen neben der Bühne zu sitzen, hinter der Nische mit der ganzen Techik
bei schlechter bis keiner Sicht zur Bühne (vom Ton gar nicht zu sprechen), quasi arbeiten als Hellseher. Damit soll nun Schluß sein.

An den Saal grenzt ein Nebenraum an (genau gegenüber der Bühne), wo wir gerade eine kleine Nische einbauen (2,3x1,3m Innenmaß).
Mittels Schubfenster sehe ich dann genau mittig auf die Bühne, ich denke, das sind schon mal gute Vorraussetzungen. Nächster Schritt
ist die Planung der Kabeltechnik, was alles in die Decke eingebaut wird... und jetzt stehe ich schön kleinweise an.

Mein Horizont bisher umfasste eher kleine Privatfeiern, wo ich den Mischer auf den Woofer legte und das Signal vom Laptop bzw. Mikro kam.
Jetzt haben wir aber ein größeres Mischpult (mehr Kanäle), Entfernung ca. 20-25m zwischen FoH und Bühne, und die Idee, dass das Signal dann
von der Bühne kommt (mehrere Mikros, Instrumente, Laptops etc.).

Bei der Internetrecherche bin ich dann auf Multicore gestoßen, gibts ja wie Sand am Meer, vielleicht hat ja jemand ein paar Tips für mich worauf es ankommt:

1) Wieviel Kanäle sollte man für eine Bühne unserer Größe vorsehen (wird ne Fixinstallation, es an die Anzahl der Kanäle des aktuellen Mixers
anzupassen halte ich nicht so für zukunftsträchtig)... demnach dann auch die Auslegung welches Multicore...

2) auch habe ich gelesen, sollte man eher in mehrere Leitungen investieren als man verwendet, sollte mal wo ein Signalverlust sein,
dass man schnell Testweise auf eine freie umstecken kann...

3) Kabeltrollel vs. Stagebox, was macht Sinn? Ich habe beides in der 30m Ausführung gefunden, brauch aber bestimmt nur 20-25m.

4) Kann man die Trommel aufgerollt lassen, oder generiert das Induktionen im Signal?

5) Wo würde man üblicherweise eine Stagebox auf einer Bühne situieren, links/rechts/mitte/vorne/hinten?!? Gibts hier Erfahrungswerte?

6) Wie speise ich die PA (Bass-Würfel mit eingebautem Verstärker steht auf der Bühne in der Nische) mit Signal an? Hier
käme ich auf ca. 25m Kabellänge von Mischpult (FoH) zum Woofer... oder benutzt man hierfür die Rückkanäle z.b. wenn das Mischpult 16/4
hat, 2 der /4 Kanäle, oder liege ich hier komplett falsch? Reichen dann noch die restlichen /2 aus, für ein sinnvolles Monitoring? Blick immer in die Zukunft...

7) DI-Boxen: Im Moment haben wir echte Probleme mit unsrem Beamer, sobald wir den mitanschließen und das Musiksignal über die
PA laufen lassen, brummt es mächtig. Auch bei gedrückter Phasen Taste am Woofer. Erst wenn wir den Beamer komplett vom Nachbarhaus
bestromen, hört das auf. Hilft hier eine DI-Box von Laptop zu Mischpult? Welche DI-Boxen kann man empfehlen? Auf was kommts au?

8) Bzw. wenn auf der Bühne mal mehrere Instrumente geplant sind, macht es gleich Sinn eine "Mehrfach-DI-Box" anzuschaffen?
Wie wird sowas dann auf die Multicore-Trommel/Stagebox hin verkabelt?

9) Einrichtung FoH: auf was sollte man nicht vergessen?!?
Derzeit ist geplant, ein Tisch, ein 19" Einschubkasten für etwaige Geräte (Mikrostationen etc.)
großer Tisch mit gemütlichem Büro-Rollsessel, viel zu trinken, Leitungswasser ich weiß ;-)
Licht, Mikrofon, Ventilator ?!? ... was sind Dinge, die eurer Meinung nach immer dabei sein müssen... einfach drauf los...


So, jetzt bin ich mal eine Menge Fragen losgeworden, ich hoffe dass ihr mir hier ein wenig unter die Arme greifen könnt,
denn gerade bei Fixinstallationen möchte man nur ungern mehrmals umbauen müssen...

Ich freue mich schon auf eure Antworten,
LG und ciao,
Roland
 
Eigenschaft
 
1. Das lässt sich schlecht sagen, solange wir nicht wissen, was für ein Mischpult ihr verwenden und was für Veranstaltungen ihr auf der Bühne machen wollt. Minimum ist hier natürlich die Kanalanzahl des Mischpultes, aber 16 Kanäle zum Mischpult und 8 zurück zur Bühne sehe ich Persönlich als absolutes Minimum an.

2. Das ist korrekt. Minimum 4 Kanäle plane ich für so etwas gerne ein. Bei Festinstallationen geht immer nicht so viel kaputt, aber schaden kann es nicht. Je nach Budget kann es auch Sinn machen mehrere kleine Multicore zu ziehen, um nicht gleich das komplette Multicore austauschen zu müssen, wenn mal was wirklich kaputt ist.

3. Willst du was mobiles nimm die Kabeltrommel. Bei einer Festinstallation lieber eine Stagebox, die man dann am besten an eine Wand schraubt. Umso weniger auf einer Bühne rumsteht umso besser.

4. kannst du aufgerollt lassen

5. Da wo es sinnvoll ist :D. Ok, Spaß beiseite. Da gibt es kein mir bekanntes System. Auf der Bühne selber nimmt man für gewöhnlich mehrere kleine mobile Multicore, die an einer zentralen stelle (Stagebox) zusammen laufen. Verwendet man mehrere kleine Multicore für die Installation, kann man auch gleich mehrere Stageboxen auf der Bühne verteilen, z.B. einmal rechts und einmal links.

6. eigentlich sind ja die Rückwege dafür da die Signale zurück zu Bühne zu schicken, aber wie du selber erkannt hast bleiben bei einem 16/4 Multicore nur noch 2 Kanäle fürs Monitoring. Daher würde ich immer zu einem Multicore mit Minimum 8 Rückwegen raten, oder einem seperaten Multicore nur für die Rückwege.

7. eine DI-Box kann helfen (muss aber nicht), schaden tut sie aber nicht. Welche genau ist schwer zu sagen. Die üblichen verdächtigen sind hier Palmer, Art, BSS, Klark Teknik. Es gibt auch DI-Boxen, die explizit für die Nutzung mit Laptops oder allgemein mit Consumer-Geräten gedacht sind.

8. Von mehrfach DI-Boxen halte ich auf der Bühne nicht sehr viel, da du meist an den Stellen, wo du eine DI-Box brauchst, keine 4 auf einmal benötigst. Da der Kabelweg zur DI-Box möglichst kurz sein soll, wäre es Kontraproduktiv eine zentrale DI-Box zu verwenden.

9. Ausreichend Licht, Notenpult oder zumindest ein Klemmbrett mit Beleuchtung, Edding (mit Kette gesichert) und Beschriftungstape (auch sichern), Platz für Laptop, Werkzeugkasten mit den wichtigsten Zangen und Schraubendrehern, Talkback-Mikrofon
 
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Hi Richiz, danke für den Anfang und deine Antworten...

1. Also als vorrübergehende Lösung wird ein altes Montarbo 627R herhalten müssen (privat habe ich nur ein Behringer XENYX 1002 FX, aber das gehört da nicht hin).
Ist zwar ein Powermixer, aber nach Rücksprache mit dem Support gibt es eine Möglichkeit, vor den Amps abzugreifen und das Signal ganz normal an aktive PAs zu senden.
Man muss nur statt der Stereostecker Monostecker montieren in spezieller Beschaltung, ist das dann ein Problem mit dem Multicore, lassen sich die Stecker hier
für gewöhnlich öffnen?

2. Rein prinzipiell, taugen die Pro Snake / Cordial Multicores was (Thomann), oder bin ich hier falsch beraten? Das wäre nämlich jetzt mein ungefährer Plan...
der Ansatz auf mehrere kleinere Multicores zu gehen, ist eigentlich auch ganz toll, sind aber einzeln teurer als eine große musste ich grad feststellen.

3. Stagebox an die Wand klingt nicht schlecht, denn genau von da wird das Multicore nämlich mal runterkommen (aus der Zwischendecke) ;-)

4. erübrigt.

5. erledigt.

6. erledigt.

7. Ich bräuchte was bewährtes für Laptop und Keyboard, was sagt hier die Erfahrung?

8. erledigt.

9. Tja, Licht ist nicht gleich Licht, wenn ich bei mir drinnen Festbeleuchtung mache damit ich alles optimal sehe, flute ich den dunklen Veranstaltungssaal,
denn die Schiebe-Fenster aus dem FoH sind verhältnismäßig groß. Ich denke da eher an "Nachttischlampen" oder so in der Art, damit man eine indirekt beleuchtete
Arbeitsfläche schafft... Notenpult ich als Schummelzettel-/Ablaufprogramm-Halter, richtig? Die restlichen Büroartikel hatte ich auch jetzt schon in meiner
Nischen Ecke gebunkert, stimmt, das braucht man nahe zu immer!

Talkback Mikrofon, wie genau funktioniert das? Kommunikation die PA oder übers Monitoring (wenn einmal vorhanden)?
Kommt das wiederum aufs Mischpult an, ist das ein eigener Anschluß? Sorry ab jetzt wirds Neuland für mich... :redface:

LG und Danke,
Roland
 
Verstehe ich das richtig, dass der FOH quasi in die Wand eingebaut wird und auch noch eine Scheibe davor kommt?
Wenn ja halte ich das für eine ganz schlechte Idee. Ein FOH an einer Wand ist schon problematisch auf Grund der Reflexionen an selbiger. Dann noch in eine Nische eingebaut kann man sich das Ganze aus meiner Sicht sparen, weil das, was man dort hört, mit dem Sound im Saal nicht mehr viel zu tun haben wird.
Ein Bild wäre sinnvoll, um sich das besser vorstellen zu können.

Zur Beleuchtung reichen so kleine LED-Clipleuchten, viele Pulte haben auch Anschlüsse für spezielle Lampen.

Talkback ist einfach nur ein Mikrokanal aufs Monitoring gelegt. Manche Pulte haben da spezielle Kanäle für, ich benutze meistens einen regulären Kanal.

Das Thema "zukunftssicher" ist nicht ganz einfach. Wenn ihr auf für etwas größere Geschichten gerüstet sein wollt, würde ich bespielsweise gleich ein 32/8er Multicore legen. Allerdings kann es natürlich sein, dass ihr nie über 10 Kanäle hinaus kommen werdet und das somit unnütze Ausgaben wären. Für Veranstaltungen im größeren Maßstab und mit höherem Anspruch ist ja euer gesamtes Material ungeeignet.
 
Moinsen!

Also der Standort des FoH ist absolut schlecht. Das hört sich an als ob der in einem separatem Raum ist. Das kann man im Theater machen, aber nicht sonst. Eine Wand im Rücken ist schon suboptimal, aber da kann man zur Not noch etwas tun. Hat man nicht brachialen Sound alla Heavykonzert, kann man den Sound auch noch ganz gut einschätzen.

Für eine Festinstallation sollte man schauen, das man ein Multicore mit Stagebox ohne Kabeltrommel nimmt. Bei 25 Meter Entfernung zur Bühne brauchst du mindestens 40 Meter Core, wenn du das über die abgehängte Decke ziehen willst. Wieviel Kanäle sinnvoll sind kannst du beantworten, indem du mal rückblickend schaust was ihr da auf der Bühne immer gebraucht habt und wo ihr immer gesagt habt, wäre Nice to have! Ein 16/4 er wäre mindestens sinnvoll, wenn nicht sogar ein 32/4 oder 32/6. Hierbei ist auch entscheidend ob Funk mit zum tragen kommt oder nicht. Hat man noch einige Funkstrecken kann ein 16er schon reichen.
Bei den Rückwegen kommt es darauf an wieviel Monitoring auf der Bühne gebraucht wird. 4 Wege sind da eigentlich Standard. Wenn du auch noch das Signal für die Subs und Fronts nach vorn schicken willst, müssen dementsprechend mehr Wege da sein oder man legt ein 2. kleineres Core nur dafür ohne Rückwege.
Auf der Bühne kann es Sinn bringen, wenn man von der Stagebox, die man vll. unter die Bühne gelegt hat, zu mehreren Verteilerboxen geht, die mit einem Deckel versehen in den Bühnenboden eingesenkt sind. Bei diesen dann aber darauf achten, das man nicht welche mit Plastikdeckeln nimmt, wenn man darüber läuft brechen die aus, und das die Deckel separate Kabelauslässe haben, die man bei Nichtgebrauch auch einklappen kann! Hier sollte man nicht sparen. Bei einem 16er Core kann es Sinn machen 4 Bodentanks zu setzen, mit je 4 Hin und immer einem Rückweg drin.
Die Ausstattung am FoH kommt auf das Pult drauf an und was dort alles sonst noch sein soll. Braucht es einen Lichttechniker mit einem eigenen Pult? Beamertechnik vom FoH steuerbar? Soll die Tontechnik analog oder Digital gemischt werden? Danach richtet sich die Ausstattung des FoH. Immer mit dabei sollte pro Platz ein Stellplatz für einen Laptop oder ein Monitor sein. Die Stromversorgung sollte möglichst für Bühne und FoH eine eigene sein und die Licht und Beamerfraktion auch auf einen eigenen Stromkreis legen, das minimiert böses brummen.
Man könnte jetzt Romane schreiben, aber es wäre schöner und sinnvoller wenn du uns Zeichnungen und sonstige Infos liefern kannst!

Greets Wolle
 
Die "FOH-Niesche" seh ich nicht ganz so kritisch, da es sich ja hier primär um konferenz- und theaterartige Veranstaltungen handelt.
Die akustischen Handikaps kann man durch Übung zu Abstraktion von Nieschen- zu Saalsound kompensieren ... sonst würde ja kein Theater oder Konferenzsaal funktionieren ;)
Allerdings ist der vorgesehene Platz zu klein. 2,3m Breite passen gerade so für Durchgang, Ton- und Lichtpult., Aber bei bequemen 1m für Pulttiefe sollten es nochmal 1m für mind. 2-3 Sitzgelegenheiten (Ton + Licht) in der Tiefe sein.

Das Core würde ich mit mind. 24/8 dimensionieren. Die Länge des Cores ist natürlich mit allen Ecken / Knicken (Achtung minimalen Biegeradius beachten) und ein paar Metern Luft zu kalkulieren.
24 Sends reichen in der Größenordnung auch für Bands. 8 Returns lassen nach Abzug von 2 Kanälen für die PA noch 6 Monitorwege zu.
Die Stagebox sollte an der hinteren Wand knapp über dem Boden an einer der beiden Bühnenseiten montiert werden.
Bei dem Core selber sollte man nicht auf die üblichen billigen Hausmarken zurückgreifen. Bei diesen billigen Cores gibt es mit der Zeit dann immer Probleme mit den Buchsen in der Stagebox und besonders mit dem Spitt auf der FOH-Seite. Markenware (Klotz, Sommer, ...) im mittleren Preissegment hält hier bedeutend länger. Mein 24/8er Klotz-Core hält jetzt ohne nennenswerte Reparaturen (2 Massen mußten in der Stagebox nachgelötet werden) seit 20 Jahren.
Dazu noch ein paar 4er und 8er Untermulticore, damit es bei Vollbesetzung der Bühne nicht so viele Flugleinen gibt.

Um zukunftssicher zu sein, solltet Ihr auch gleich 2 besser 4 Cat-Leitungen mit zwischen Stageboxplatz und FOH verlegen.

Nicht zu vergessen ist das Thema Strom!
Es sollte neben der Stagebox an der Wand eine zentrale Tonstromeinspeisung geben. Diese sollte zukunftssicher gleich eine 32er sein.
Die Phasenaufteilung könnte dann so aussehen:
- PA links
- PA rechts
- Monitoring
- Backline
- FOH (Strom wird parallel zum Multicore gezogen)
- Beamer
Auch wenn der 32er niemals voll ausgelastet wird, ist man so auf der sicheren Seite.

Jetzt werden sich einige wundern, was der Beamer auf dem Tonstrom zu suchen hat :D
Um Brummprobleme zu minimieren, gehört der Beamer immer dann auf den Tonstrom, wenn Ton- und Videoeinspiel von einem Zuspieler in Personalunion kommt. Das zwischen Zuspieler und Pult eine DI-Box gehört, muß man ja eigentlich nicht erwähnen.
Des weiteren sollte man die Aufhängung des Beamers vom Truss isolieren. Dies geht z.Bsp. sehr gut mit einem Stückchen Antirutschmatte, wie sie im Transportgewerbe verwendet werden.

Bei den DI-Boxen machen eine handvoll aktive Single- (Akustikgitarre, Violine, ...) und passive Dual-Boxen (Zuspieler, Keys, ...) am meisten Sinn. Meine mehrkanaligen DIs (5er, 8er) liegen seit mehreren Jahren ungenutzt im Schrank.

Pult sollte dann mind. mit 32 Kanälen und 8 Auxwegen dimensioniert werden.
Digtal ist da heut zu Tage die richtige Wahl der Waffe, dies reduziert den Platzbedarf für das Pult selber und das Outboard-Equipment auf das Nötigste wie Zuspieler und Funkempfänger.
 
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Zuerst sollte entschieden werden bis zu welcher Größenordnung bzw. welche Arten von Veranstaltungen damit abgewickelt werden. Das entscheidet über die Dimensionierung von Multicore und FOH-Platz. Es macht wenig Sinn ein 32/8 zu verlegen wenn dann maximal 8/4 benötigt wird.
Hochwertige Cores rechtfertigen ihren Preis meist mit Robustheit des Kabels bei vielen Liveeinsätzen 'on the road'. Das ist bei Festinstallationen nicht soo wesentlich da das Kabel ja praktisch nie bewegt wird. Auch mixerseitig werden die Stecker selten umgesteckt. Somit liegt das Hauptaugenmerk bei der Stagebox. Ich würde hier hochwertige Stecker ohne Kabelfixierung nehmen. Sparen sollte man bei der auf der Bühne verwendeten Kabelage hingegen nicht. 80% aller Probleme sind durch Fehler dieser Kabel verursacht.
Das Hauptsteckfeld würde ich so positionieren dass
- wichtigen Positionen auf der Bühne über kurze Wege erreichbar sind. Stichwort Amping und Schlagzeug, da sind viele Verbindungen notwendig. Subcores können auch helfen
- die kabel nicht über häufig benutzte Wege gehen, z.B Bühnenaufgänge usw.

Am FOH Platz solltet ihr vorher festlegen wie groß die Mixer in Zukunft, bei geplantem Endausbau, sein werden. Der derzeit vorgesehene Montarbo wird wohl nur ein Provisorium sein, da er schon eher nach Pensionsalter aussieht. Digitalmixer mit Faderlayer können vorteilhaft sein, da sie weniger Platz als vergleichbare Analogmixer benötigen. Ein Siderack für Effekte, EQ usw. Sollte auch geplant werden. Und daneben noch der lichtmixer. Es wurde auch schon angesprochen dass noch Platz für Laptop und Zuspieler usw. Eingeplant werden sollte. Wenn ich mit einer meiner Bands unterwegs bin, dann habe ich meist auch ein kleines Effektrack mit. Das machen andere auch, also wäre es nett, wenn euer FOH Platz dafür auch ein Platzerl frei hat.

Achja: Für Laptop, PC und ähnliches mag ich die DI Box
Damit kann man recht gut gegen Netzteilbrumm u.ä. angehen.
 
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Um Brummprobleme bei Line-Quellen zu beseitigen empfiehlt sich ein Übertrager mit dem Verhältnis 1:1. DI-Boxen haben üblicherweise Übertrager mit 10:1 und dienen deswegen auch der Impedanzanpassung, die aber bei niederohmigen Quellen (wie dem Ausgängen von elektronischen Geräten) nicht notwendig ist.
Da gibt es bspw. von Behringer eine passende Box. Ansonten wird man auch bei anderen Herstellern wie Palmer fündig.

Beim Multicore ist das Bühnenende klar (Stagebox), allerdings ist ein fester Spleiß auf Pultseite nicht unbedingt das Optimum. Der Spleiß ist der empfindlichste Teil des Multicores. Wenn also häufiger andere Pulte dort angeschlossen werden oder das "verbaute Pult" bei Nichtbenutzung in einem anderen Raum residiert, würde ich unbedingt auf einen Multipinstecker setzen. Alternativ kann man auch eine Patchbay (quasi ein Spiegelbild der Stagebox) dort platzieren.
 
Multicoremäßig gibt es da die verschiedensten Lösungen. Der größte Fehler ist eigentlich das Schubladendenken "Kabel mit einem Anfang und einem Ende". Man kann beispielsweise bühnenseitig links und rechts einen 72er Multipin setzen und das am FOH dann an einem 108er wieder rauskommen lassen. Vorteil, man muss nicht alle Strippen auf der Bühne zentral zu einem Punkt hinführen und kann auch jedes Segment mal geschlossen irgendwohin verlängern. Kostet halt alles richtig Geld, da reden wir rein bei der unkonfektionierten Kabel-Meterware schon mal von über 30 Euro pro Meter. Ist letztlich halt eine Frage dessen, was man jetzt und in Zukunft alles vorhat und wie professionell das Ganze sein soll. Und natürlich, ob einem 30m oder 40m Cores "von der Stange" überhaupt reichen würden. Weil irgendwo eine Stagebox in die Decke schmeißen und "stückeln" - nee du...

Auch die anderen Signale nicht aus den Augen verlieren, mindestens 6 CAT7-Leitungen sowie 4-8 Fasern Multimode-LWL und ggfs. noch eine RGBHV-Strecke sind zwischen Bühne und FOH eigentlich Pflicht. Netzwerk, DMX und Video sowie später vielleicht mal das Signal eines digitalen Audiomulticores wollen ja auch irgendwie übertragen werden.
 
Hi @ all,
wow Leute, echt geniales Feedback vielen herzlichen Dank.

Zur generellen Planung des FoH sei zu sagen, dass es leider keine Möglichkeit gibt,
im Saal ein FoH frei zu installieren, die Ecken scheiden aus Erfahrung aus, und die im
Moment entstehende Nische ist für mich im für die zukunft die beste Lösung, da ich die Technik kompakt beisammen habe,
es zusperren kann, optimal sehe, was auf der Bühne abgeht, und hoffentlich schnell darauf
reagieren kann. Das ich jetzt eine Live-Band mit 20 Kanälen perfekt abmischen muss,
ist im Moment noch Fantasie - oder sagen wir besser - Vision ;-).
Wies im Moment aussieht, sind wir mit ca. 200 Personen begrenzt, was irgendwie auch
eine Vorgabe für mögliche/machbare Veranstaltungen sein wird.

Hauptsächlicher Anwendungsfall (aus Erfahrung) werden sein: Vorträge/Präsentationen,
Seminare, Feiern etc. koordiniert durchs Programm zu führen.
Aber auch Bühnenstücke sowie Live-Musik (Weihnachtssingen, Schulveranstaltungen etc.) sind vorläufig angedacht.
Ne Rock-Band wüsste ich mir zwar schon, aber bis dahin ists noch ein bisserl ein Weg...

Das es akustisch vielleicht nicht aufregend sein wird, leuchtet mir ein.
Wie gesagt es wird bei uns nicht jeden Abend eine Live-Band spielen, bzw. bin
ich mir gar nicht sicher, ob sollte dies mal der Fall sein, die nicht sowieso
ihre eigene Technik + Techniker mithaben und mit nem Tisch im Saal arbeiten wollen... denkbar wäre es.

Bzgl. Dimensionierung der Multicors, wenn ich auf meine Erfahrunge zurückblicke,
reicht mein kleiner 6 Kanal Mixer ev. sogar aus... nur dabei solls und wird es ja hoffentlich nicht bleiben,
wir bauen jetzt gerade um, auch haustechnisch, damit wir dann mehr abwickeln können, und
dann sollten hald die Gerätschaften auch schon in die richtige Richtung gehen, im Moment
wäre mein Gedanke so an 24/8.

Länge haben wir Luftlinie von FoH zur Bühnenhinterwand 14m, ich denke mit Höhenversätzen
etc. sollte ich eigentlich mit 25m auskommen, wenn ich die Stagebox an die Bühnenhinterwand
montiere.

Stromkreise hätte ich derzeit 7 verschiedene geplant
- eigene Zuleitung für Instrumente auf der Bühne
- eigene Zuleitung für Beleuchtungskörper auf der Bühne
- eigene Zuleitung für Traverse (Beleuchtungskörper)
- eigene Zuleitung für Traverse (Beamer)
- eigene Zuleitung für PA auf Bühne
- eigene Zuleitung für Haustechnik in FoH (Licht, Heizung, etc..)
- eigene Zuleitung für Technik in FoH (Mixer, Laptop, Lichtpult, Mikrostationen etc.)

Netzwerkkabel klingt auch gut, an ne Zuleitung ins FoH habe ich gedacht, aber dass ich
von hier auch gleich auf die Bühne weiterfahre ist wirklich eine gute Idee.

@humi: Di-Boxen, hast nicht zufällig nen Link welche du verwendest (kann auch in ner PN sein)...

@SB: Danke für deine Ausführungen bzgl. was eigentlich Pflicht sein sollte, nur in dieser
Liega spielen wir im Moment bei weitem nicht und auch in naher Zukunft sicherlich nicht.
Sollte es später einmal doch in diese Richtung gehen, dann bin ich gerne derjenige, der die Decke
eigenhändig aufreißt (sind alles nur abgehängte Platten) und neu verlegt ;-) ...

O.k., ich denke zum generellen Aufbau/Lage des FoH gebe ich hier am besten ein paar Bilder:

1. Lageübersicht: zeigt großen Saal zu kleinen Saal, im kleinen befindet sich die FoH Nische:
Lageuebersicht.JPG


2. zeigt die Planung des FoH lt. aktuellem Stand mit den derzeit verfügbaren Geräten (maßstäblich)...
FoH_Plan.JPG


3. Kleiner Saal mit Blick auf die Ecke, die im nächsten Bild das FoH beinhaltet, das linke des Doppelfensters ist als Schiebefenster angedacht:
kleiner_Saal_Ecke_des_zukünftigen_FoH.JPG


4. FoH-Nische aktueller Stand (Trockenbau abgemauert), damit man im kleinen Saal parallel Veranstaltungen fahren kann, die nix mit dem
großen Saal zu tun haben.
kleiner_Saal_mit_FoH-Trockenbau_Nische.JPG


Blick zur Bühne (die mittlerweile auch schon wieder weiterentwickelt wurde), wo man das FoH Fenster von der anderen Seite sieht.
grosser_Saal_mit Fenster_FoH.JPG


Sodalli das wärs mal fürn Anfang...
Noch einen schönen Abend zu wünschen...
LG Roland
 
Da der FOH-Knast ja schon gebaut ist, mußt halt jetzt mit den Maßen leben ;)

Wenn man jetzt mal auf die Pultmaße schaut und sich was gängiges für Euch passendes raussucht - wie z.Bsp. ein Behringer X32 Compact - dann stellt man fest, das Pult ist ~50cm tief, dazu kommen nochmal ~20cm für die Anschlüsse hinten dran, tja da bleiben doch glatt 60cm bis zur Wand ... nix für Leute mit ausgeprägter Monobrust ... mit einem Midas M32R (~60cm tief) reicht der Platz nur noch :D

Um den Platz für ein Outboard Rack auf oder unter dem Tisch zu sparen, kannst Dir oberhalb des Fensters ein angeschrägtes Rack einbauen und die nicht benötigte Breite ist dann schöner Stauraum.

So wie Du die Einsätze beschreibst, reicht auch ein 16/8er Core für Euch.
Laß das gute Stück mal 30m lang sein ... lieber ein paar Meter in der Zwischendecke verstecken, als hinterher einen halben Meter zu wenig haben.
Der Nachfolger von meinem Core für die kleine Bühne müßte das Klotz TrueLink Pro EC sein. Die passende Wandhalterung gibt es dafür und über die Langlebigkeit brauchst Dir keine Gedanken machen. Bei der Wahl des Kabelmaterials bitte auf Eure örtlich gültigen Brandschutzverordnungen achten!
Wenn man mehr als 16 Sends benötigt werden, klemmst einfach an eine der Cat-Leitungen eine Stagebox passend zum Pult auf die Bühne. Diese kann man für die paar Einsätze auch mieten und wenn's mehr Einsätze mit >16 Kanälen werden, kann man auch so eine kaufen.

Da sind wir auch gleich beim Thema Cat-Kabel ... das Geld, was man beim Core durch die Kanalreduzierung gespart hat, kann man dann in 4 Netzstrippen sinnvoll versenken.

Kurzer Einwurf zur Video-Verdratung ... hier würde ich ganz klar auf das SDI-Format setzen. Wandler von und nach SDI kosten heut (im Vergleich zu früher) ein Äppel und Ei. Preiswerter gibt es wohl kaum eine Videoverdratung ... simples 75Ohm Coax-Kabel (liebevoll die grüne Pest genannt).
2 Stricke (einer Spare) von Bühne zu FOH und von da einer zum Beamer, damit hast auch die Kontrolle darüber in Deinem Kabuff.

Noch mal zum Thema Strom ... Ton- und Lichtstrom sollten so früh wie möglich getrennt werden. D.h. idealerweise zieht man diese ab Hausverteilung getrennt.
Reserve kann man hier nie genug haben ... also ruhig je einen 32er (3x 32A) für Ton und für Licht einplanen und wirklich getrennt ausführen ... nix ist häßlicher als wenn man den Dimmer immer nur auf 0 oder 100% benutzen kann, weil es sonst brummt ;)
"Haustechnik" (Beleuchtung, Heizung, Klima, ...) im FOH-Loch hat weder was auf dem Ton- noch Lichtstrom zu suchen, dies gehört in das normale Haussystem eingebunden!

In der Praxis hat es sich bewährt die Gewerke "Laut vs. Leise" und "Hell vs. Dunkel" auch auf / an der Bühne räumlich zu trennen.
Üblich ist den Ton StageLeft (von der Bühne in Richtung Publikum schauend) zu positionieren. Da wäre dann also:
- Stromverteilung
- Stromverteilung
- Stromverteilung
- Stromverteilung Ton
- Stagebox
- Ampcity
- Medienbreakout (2-4x Cat, bei Dir auch 2x BNC für Video)
StageRight bekommt dann die Lichtfraktion ihren Platz mit:
- Stromverteilung Licht
- Dimmercity
- Medienbreakout (2-4x DMX, 2x Cat)

Die bei mir in der Verwendung befindlichen DI-Boxen muß ich Dir nicht unter der Hand verraten, ist doch ein offenes Forum hier ;)
Als aktive Single-DI kommt bei uns LA Audio DI2 und als passive Dual-DI die Palmer PAN 04 zum Einsatz.
Die von @HenrySalayne angesprochenen 1:1-Übertrager machen übrigens Sinn, wenn man direkt auf die Anlage gehen will. Im Normalfall hier gehst aber von Line-Signal-Geber durch die DI auf einen Mic-Input des Pultes und da ist die Pegelabsenkung einer normalen DI angebracht.
 
Gut, man kann das Ganze natürlich auch ein wenig zurückschrauben. Wenn man mit 30m hinkommt und die Verlegung kein Thema ist, man also nicht durch irgendwelche engen Durchbrüche muss, spricht ja nichts gegen ein "Fertigcore". 16/8 sollte es dann aber wirklich sein, denn wie oft braucht man mal drei oder vier Monitorwege. Kann man natürlich mit Genderchangern lösen, aber dann gehen einem halt gleich wieder zwei Inputkanäle ab. Wenn deren Anzahl jetzt auch nicht grade üppig kalkuliert ist...

Zumal man mit Marken-Steckverbindern halt auch einfach mehr Freude hat; allein deshalb würde ich für sowas wirklich kein Billigcore nehmen.

Nochmal ein kurzes Wort zu den anderen Signalen; war gestern in Eile und musste mich leider etwas kurz fassen.

CAT7 ist eigentlich die Universallösung, da sollte man immer ordentlich was einplanen. Was kann man da alles drüberjagen? Handelsübliches Gigabit-LAN, DMX per ESTA-Standard-Adaptern (das schafft auch gleich Vorteile, wenn man das später mal zu entsprechenden Splittern weiterverkabeln will), MADI over RJ45 (z.B. von den Soundcraft-Stageboxen), VGA-Übertrager, HDMI-Übertrager, irgendwelche speziellen Steuersignale, Intercom,...

Kostet "nix" und bringt alles.

Über LWL kann man jetzt streiten, ich pflichte humi bei, dass man mit SDI im Videobereich günstiger und angenehmer fährt, allerdings kann das manchmal mit den Auflösungen/Wiederholfrequenzen etwas triggy sein und wehe, man möchte einen DVD-Player dranhängen (HDCP lässt grüßen).
Da habe ich mit den DVI-Beam- oder HDMI-Beam Geschichten halt ganz gute Erfahren gemacht; kostet natürlich ordentlich Geld, genauso wie das LWL-Zeug selbst. Eigentlich ist da gar nicht viel dabei, es gibt ja entsprechende Crimplösungen von 3M und die Leitung geht ja auch nicht wirklich ins Geld, nur das Brechwerkzeug. Anschaffung >1k€ hat privat keinen Sinn, Ausleihen wird dir das keiner einfach mal so und eine Fachfirma nimmt da gerne mal 50€ und mehr pro Spleiß. Also landet man dann doch irgendwie wieder bei CAT-Übertragern (naja) oder diesen "aktiven" HDMI-Kabeln (scheint wohl tatsächlich nicht grundsätzlich unbrauchbar zu sein, habe aber selbst keine Erfahrung damit).

Jedenfalls würde ich die Videogeschichte irgendwo mal im Hinterkopf behalten - denn du weißt genau, wie das laufen wird. Irgendwann kommt einer daher: "Jaaaa...könntest du nicht vielleicht von deinem Kammerl aus dieses Video an Stelle XY einspielen, wär mir viel lieber, als wenn ich das von vorne mach, kenn mich ja auch nicht sooooo aus mit dem Zeug...blabla trallala". Schon taucht die Frage auf, wie du jetzt das Videosignal da hinbringst.

Also sähe meine "leidlich kostengünstige" Lösung wohl so aus:
16/8er Muco Bühne -> FOH
6-8x CAT7 Bühne -> FOH (auf der Bühne gerne auch auf mehrere Stellen verteilt)
2x Koax Bühne -> FOH und von da 2x weiter zum Beamer (läuft auf RG59-Leitung raus...Sommer VECTOR oder dergleichen wäre besser, aber €€€)
3x CAT7 FOH -> Traverse (DMX Signale für die Scheinwerfer plus Reserve für besagte Beamergeschichten)
2-4x CAT7 FOH -> Verteilungsraum (zwecks Quervernetzung mit Gebäudeleittechnik, Option der Dimmeraufstellung und -ansteuerung direkt in diesem Raum zwecks räumlicher Entfernung zur Bühne=Audioanlage, etc.)

Dann hat man eigentlich alle Signale (Audio, Video, Netzwerk, DMX) zentral am FOH anliegen und kann von da aus die Verteilung vornehmen.

Strommäßig macht wie schon angesprochen irgendwas mit 2x 32A CEE + 1x 16A CEE Sinn; man muss halt auch immer irgendwie im Auge behalten, was der Laden überhaupt hausanschlussmäßig hergibt. Wenn da drin auch noch gekocht wird und der Bau ganz oldschoolmäßig 35A Hausanschlussicherungen hat, kann man sich die zweite 32er auch schenken. :D
 
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Moin Roland!

Was mir beim Sichten der Fotos und Zeichnungen aufgefallen ist, das die Fenster in einer größeren Höhe liegen. Wenn du da sitzen willst, dürfte der Fußboden vom Raum so 1 bis 1,5 Meter hoch liegen. Dazu muß ja dann noch eine Treppe rein, da bleibt doch fast kein Platz mehr außer für einen kleinen Platz?

Bei den Multicores kannst du ruhig die vom Thomann nutzen. Die habe ich in Festinstallaionen auch schon verbaut und es gibt da keine Probleme. Auf der Mixerseite sehe ich auch keine Probleme, da der Spliss dort auch nur einmal an das Hauseigene Pult angebunden wird und dort nicht ständig die Pulte getauscht werden. Das mit der Stagebox ist ein Argument, das ich aber immer umgangen bin, indem ich eben von der Stagebox noch unterverteilt auf Bodentanks gegangen bin. Das hat den Vorteil, das man nicht unnötig lange Kabelwege auf der Bühne hat, die u.a. auch Stolperfallen sind. Des weiteren sieht so eine Bühne immer aufgeräumt aus. Hast du nur mal einen Sänger und einen Begleiter auf ner A Gitte, dann stöpsest du einfach 2 Kabel in den Bodentank an der Bühnenkante rein und fertig. Zusätzlich kannst du auch noch weitere Bodentanks setzen für Strom und Computeranschlüsse.

Sinn bringt natürlich auch eine Netzwerkverbindung. Wenn du so etwas zur Bühne liegen hast, dann bist du auch für die Zukunft gerüstet, denn wenn du dann mal auf eine digitale Lösung setzt, kannst du auch noch mehr Kanäle nutzen. Die Stromverbindung bitte nicht neben die Cores legen.

Wie sieht das Monitoring aus? Habt ihr da aktive Monitore oder passive? Wie sieht denn weiter das Amping von den Saalboxen aus? Hier bringt es Sinn, das die Amps auch vom FoH gesteuert werden können. Dafür habe ich meistens den Stromkreis für die Amps zum FoH geschleift und dort Schalter verbaut. Manchmal auch als 19 Zoll Einheit wie diese hier.

Was auch Sinn bringt sind diese Einbauracks für die am meisten gebrauchten Geräte im Schnellzugriff.

Für den Beamer legst du ganz einfach eine 30 Meter HDMI Kabel oder auch ein VGA Kabel, bei beiden verbaue ich immer ab 25 Meter zur Sicherheit einen Aufholverstärker. Das geht von den Kosten alles noch und funktioniert tadellos. Willst du den Beamer auch autark aus dem Saal bedienen können musst du am FoH noch einen Switch setzen, mit dem du umschalten kannst von FoH - Bedienung auf Saalbedienung.

Greets Wolle
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hi,

ja, ich habe ein Thon Studio Rack angeplant, 16 oder 20HE ist noch die Frage, nach oben habe
ich Platz genug im FoH und man kann ja genau so gut Zwischenböden anfertigen, und auch andere
(nicht 19" Geräte) darin unterbringen... so der Plan.

30m Multicore ist für mich gesetzt, die Decke ist ohne Durchbrüche frei bis rüber...
Ein 16/4 Mixer war bis jetzt immer mein Plan, analog oder digital war noch nicht geklärt,
aber das schaue ich mir an, wenn es um die Anschaffung geht (im Moment muss leider noch
unser übergangsmäßiger Montarbo herhalten).

Bzgl. Klotz Multicore Systeme, gibts auf der Homepage wo Preise oder nur auf Anfrage?!?
Oder bin ich grad blind ;-)

Bzgl. Videosignal, im Moment habe ich ja alles aus der Ecke bedient, sprich ich habe
eine HDMI & VGA Verteilerdose an der Bühnenwand gehabt, bin mit je einem Kabel in die Ecke
zu mir und einem auf die Bühne gefahren, entweder kam das Signal von der Bühne oder von mir
aus der Ecke. Aktuell würde ich das Signal von der Bühne zum Beamer belassen (HDMI & VGA),
und aus dem FoH ein neues HDMI zum Beamer verlegen, welches dort in einen 2in1out Verteiler
mündet (gibt hier welche bei Conrad die automatische Signalerkennung haben und dann je nach
dem wo ein Signal anliegt dieses durchschalten - gibts aber auch manuell mit Fernbedienung
was vielleicht bei Zwischeneinspielungen nicht schlecht wäre wenn dann plötzlich beide
Signale anliegen und ich mich nicht vordrängen kann - ich denke sowas sollte für uns reichen).

Einen VGA kann ich mir ausm FoH sparen, bei mir haben alle Laptops HDMI und im Moment wird
niemand außer mir da drinnen hocken...

Was genau ist SDI? Kann mir hier vielleicht jemand nen kurzen technischen Abriss geben?!?

@WolleBolle: richtig erkannt, mein - wie von humi nett beschriebener "Knast" - liegt etwas
höher, nämlich um 1,5m über Boden. Sprich wir ziehen einen Zwischenboden ein, mit einer
kleinen Öffnung mit Schiebeleiter zum aufsteigen, und einer Klappe um den Boden wieder
ganz zu machen. Unten haben wir dann noch Stauraum für z.B. Reinigungsdinge, da wir genau
gegenüber die WC Anlagen haben, und auch dafür kein sinnvoller Platz sonst wo haben
(es wird schon einen Hauptlagerraum geben für diese Utensilien, aber die sind am anderen
Ende der Halle und wenn man für ein kleines Problem am WC immer quer durch die Veranstaltung
muss ist das auch nicht recht harmonisch... hatten wir schon mal, brauch ich kein 2. mal.

Ja, ich hab nie behauptet, dass ich viel Platz hätte, aber die Abmessungen haben sich aus
Haustechnischen Säulen (Statik), sowie Lampenanordnungen etc. so ergeben, habe für diese Rahmenbedingungen
eh das maximum herausgeholt... da ichs nicht bezahle (Umbau), darf ich mich nur nach gewissen
Vorgaben entfalten, sollte aber für unsere Ansprüche ausreichen.

Bodentanks, wo gibts sowas bzw. wie schaut das einbautechnisch aus? Unsere Bühne besteht aus
angefertigten Holzkisten die quasi mit dem Boden nach oben liegen... Bühnenelemente waren vorhanden
und sind sauschwer... nur ein Kabel durchfädeln stell ich mir net leiwand vor... nur mit Stichsäge und
von Element zu Element, hm... ich glaub eher doch nicht... bzw. wann dann nur einmal... jetzt!

Das Monitoring werden def. aktive Speaker werden, darum auch die eigene Stromversorgung zur Bühne.

Saalboxen - gibt es nicht. Mein PA macht Schall, sonst nur die Gäste.

Bzgl. dem Link zu deinem Schalterboard, ich habe geplant, einen Elektrokasten (Haustechnik) an die Wand
des FoH zu schrauben, wo ich die einzelnen Stromkreise mit Schutzschaltern abfangen und einzeln schalten kann... keine gute Idee?

LG Roland
 
Bzgl. Klotz Multicore Systeme, gibts auf der Homepage wo Preise oder nur auf Anfrage?!?

Da Klotz der Hersteller ist, gibt es wie immer maximal eine UVP (oder halt gar nichts). Den Preis macht dir der Fachhändler deines geringsten Missvertrauens. Auch Onlinehändler wie Musicstore oder Rockshop bieten die Sachen an, Google Shopping ist da immer sehr hilfreich.


Aktuell würde ich das Signal von der Bühne zum Beamer belassen (HDMI & VGA),
und aus dem FoH ein neues HDMI zum Beamer verlegen

Wie gesagt, ich bin immer skeptisch bei langen HDMI-Kabeln. Anscheind funktionieren diese Lösungen mit 30m Kabel und integriertem Repeater aber tatsächlich brauchbar. So lange du am FOH einfach das Kabel rausschauen lässt und nicht noch eine Steckstelle zwischendrin brauchst, dürfte das schon passen.

Was genau ist SDI? Kann mir hier vielleicht jemand nen kurzen technischen Abriss geben?!?

Ganz ketzerisch gesagt? HDMI mit bewährter Technik abzüglich Sollbruchstellen und Kundenverarsche. Man nehme ein Koaxkabel und schicke da flockenlocker ohne Repeater oder dergleichen ein 1080p-Signal mal eben über 100m weit. Wird in jedem Fernsehstudio eingesetzt.

Aber der geneigte Heimkino-User, der zwar technologisch immer ganz vorn dabei sein muss, von Technik aber tatsächlich effektiv Null Ahnung hat, will ja unbedingt einen einzigen Stecker für Bild, Ton und am Besten auch noch Netzwerk. Das Ganze soll sich natürlich in jeder Lebenssituation von selbst einrichten und auch noch zu allem möglichen Gedöns rückwärtskompatibel sein. Kopierschutz muss natürlich auch sein, wir haben ja alle schließlich nichts anderes im Sinn als permanent auf umständlichstem Wege Raubkopien zu erstellen und zu verbreiten. Also wurde halt auf Basis von DVI der HDMI-Standard geschaffen, mit allen bekannten Schwachstellen, wenn man sich mit dieser Steckverbindung eben mal aus dem Heimkino raustraut. ;)

Wenn man wissen will, was man damit so treiben kann, guckt man am Besten mal bei einem der bekanntesten Hersteller für SDI-Konverter: https://www.blackmagicdesign.com/de/products/miniconverters


Bodentanks, wo gibts sowas bzw. wie schaut das einbautechnisch aus?

Fertig findet man Lösungen am Ehesten im Elektrofachhandel. Das sind dann halt so die 0815-Geschichten, die als "Massenware" bestenfalls Strom und Netzwerk bieten. Für Multimediageschichten gibts dann wieder überteuerte Spezialrahmen, und wirklich montagefreundlich ist das alles meistens nicht, da extrem flach, weil auf den Einbau im normalen betonierten Fußboden ausgelegt.

Im Bühnenbereich, wo "nach unten" i.d.R. Platz ist, lässt man sich daher meist stumpf vom Schreiner ein Quadrat aus dem Boden raussägen, das mit Aluleisten schön eingefasst wird (wenn überhaupt). Unter dem entstandenen Loch werden dann ringsum noch Holz- oder Metallleisten angebracht, denn irgendwo muss der entstandene Deckel ja später aufliegen.

Unten drunter kommt mit einem L-Winkel dann ein "Versatzkasten", das kann im einfachsten Fall auch eine größere Verteilerdose aus schlagfestem Kunststoff oder ein Brüstungskanal sein; wenn man's ein wenig edler will halt was aus Alu. Mit dem Stufenbohrer D-Size-Löcher für XLR/Ethercon/Powercon/D-Size HDMI/whatever reingebrüllt und feddich. Eigentlich überhaupt kein Hexenwerk, macht einem das Leben aber massiv leichter.


Bzgl. dem Link zu deinem Schalterboard, ich habe geplant, einen Elektrokasten (Haustechnik) an die Wand des FoH zu schrauben

Muss man halt im Gesamtkontext sehen. Gängig ist hier ein eigener Verteilerschrank für die Bühne (der muss in eurem Fall ja nicht mal groß sein), in dem dann mehrere Schütze für die einzelnen Teilbereiche (Tonanlage, Licht-/Dimmeranlage, Anschlusskästen, FOH-Platz, zusätzliche CEEs,...) sitzen, die von einem Schaltpanel am Regieplatz (oder bei größeren Projekten einer SPS + Touchmonitor mit Visu) angesteuert werden. Da berät dich aber vertrauensvoll der hoffentlich kompetente Elektriker vor Ort, denn 230V-Installationen sind für Nicht-Fachkräfte tabu, in öffentlichen Gebäuden schon gleich dreimal.


LG Stephan
 
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Bei den Multicores kannst du ruhig die vom Thomann nutzen. Die habe ich in Festinstallaionen auch schon verbaut und es gibt da keine Probleme.
Nun, mit dem ganz günstigen 16/4 hatte ich schon öfters Probleme..

Mein Tipp wäre, das momentane Pult zu verscherbeln und direkt ein x32 Producer einzusetzen. Spart man sich das Multicore und wertvollen Platz ;) Mit einem schönen Soundcraft Venue II passt inkl. Netzteil nix mehr in den Raum :D
 
Hi, wie meinst das mit dem "spart man sich das Multicore"??? Womit überträgt der denn, hat ja hinten auch normale XLR Aus- und Eingänge
oder verstehe ich da was nicht?!?

Toll so ein Soundcraft Gerät, aber wie erklärt man denn dann beim Service wenn immer nur die ersten 4 Kanäle abgenutzt sind :evil: ...

LG Roland
 
Du kannst ja abwechseln ;) Sinnvoll ist auch, die letzten Kanäle zu nehmen, da man dann von der Master-Sektion nicht so ewig weit entfernt sitzt...

Und billiger wird das nicht, aber komfortabel:
Pult https://www.thomann.de/de/behringer_x_32_compact.htm?ref=prod_rel_317778_2
Core https://www.thomann.de/de/pro_snake_8838550.htm?ref=prod_rel_317778_3
Stagebox https://www.thomann.de/de/behringer_s16.htm?ref=prod_rel_317778_5

Zudem könntest du dich so sogar während der Veranstaltung oder beim Soundcheck in den Saal stellen und alles per iPad steuern.
 
Moinsen!

So dann wollen wir mal!:)

ja, ich habe ein Thon Studio Rack angeplant, 16 oder 20HE ist noch die Frage, nach oben habe
ich Platz genug im FoH und man kann ja genau so gut Zwischenböden anfertigen, und auch andere
(nicht 19" Geräte) darin unterbringen... so der Plan.

Wie kann ich das mit den Zwischenböden verstehen? 16 oder 20 HE ist schon eine Hausnummer, hast Du soviel Geräte die du unterbringen musst oder willst?

Bzgl. Klotz Multicore Systeme...

Glaube mir du brauchst kein Klotz Multicore, das ist Oversized. Klar kann man machen, wenn man einen Saal hat, in dem mindestens jedes Wochenende Bands auftreten und die Bude bis zum Anschlag ausgebucht ist mit Festivals, Konzerten und ähnlichem Gedöns. Ich habe das aber bei Dir so verstanden, das ihr ein mittleres Vereinsheim seid und die auch nicht unbedingt im Geld schwimmen. Da sind dann wie du weiter oben schreibst mal ein paar Sprachbeschallungsjobs àlla Workshop oder Konferenz, ab und an mal eine Feier, aber bestimmt keine Konzerte und schon gar nicht größere. Oder irre ich???

In dem Fall reicht wie schon betont Multicoreware aus dem Hause Thomann. Wie gesagt ich verbaue das schon seit Jahren in genau diesem Sektor für Kirchen, Gemeinden und Vereine. Und die längsten FoHs und Bühnen stehen seit über 15 Jahren, mit genau solchem Material und funktionieren immer noch tadellos! Und glaube mir, gerade im Kirchlichen Bereich ist für alles Geld da, aber für den Sound und das Drumherum fast nichts. Da muss man immer kämpfen das man wenigstens das mindeste installiert bekommt. Genau da habe ich die meisten Erfahrungen gemacht und kann dir daraus sagen was geht und was nicht.

Videosignal, im Moment habe ich ja alles aus der Ecke bedient, sprich ich habe
eine HDMI & VGA Verteilerdose an der Bühnenwand gehabt, bin mit je einem Kabel in die Ecke
zu mir und einem auf die Bühne gefahren, entweder kam das Signal von der Bühne oder von mir
aus der Ecke. Aktuell würde ich das Signal von der Bühne zum Beamer belassen (HDMI & VGA),
und aus dem FoH ein neues HDMI zum Beamer verlegen, welches dort in einen 2in1out Verteiler
mündet (gibt hier welche bei Conrad die automatische Signalerkennung haben und dann je nach
dem wo ein Signal anliegt dieses durchschalten - gibts aber auch manuell mit Fernbedienung
was vielleicht bei Zwischeneinspielungen nicht schlecht wäre wenn dann plötzlich beide
Signale anliegen und ich mich nicht vordrängen kann - ich denke sowas sollte für uns reichen).

Einen VGA kann ich mir ausm FoH sparen, bei mir haben alle Laptops HDMI und im Moment wird
niemand außer mir da drinnen hocken...

Okay, das ist ein Argument! Ich würde da aber ein Switchsystem am FoH bevorzugen, genau aus den schon von Dir genannten Gründen! Sollten mal 2 Signale anliegen und das Ding bekommt das nicht auf die Reihe das Hauptsignal zu erkennen....
Die 20 Tacken Mehraufwand sollten sowas wert sein.

Wie gesagt, ich bin immer skeptisch bei langen HDMI-Kabeln. Anscheind funktionieren diese Lösungen mit 30m Kabel und integriertem Repeater aber tatsächlich brauchbar. So lange du am FOH einfach das Kabel rausschauen lässt und nicht noch eine Steckstelle zwischendrin brauchst, dürfte das schon passen.

Diese Skepsis kann ich Dir wirklich nehmen, Roland das funktioniert ganz locker. Nimm nicht die allerbilligsten Kabel, etwas aus dem Mittelfeld sollte gut genug sein. Wie gesagt ich setze zur Sicherheit ab 25 Metern immer einen Aufholverstärker dazwischen, da auch nicht das billigste und immer mit Stromversorgung 230 V, es gibt wohl auch anderes, aber das lass lieber! Mit dieser Methode habe ich schon in einer Kirche über 100 Meter locker verlegt, vor über 7 Jahren und bis heute läuft das dort top!

Klar kann man auch im Profisektor was machen und das angesprochene SDI, ist eine Supersache, wenn man wie weiter oben angesprochen eine ganz andere Auslastung hat und das Ganze sich auch amortisiert, da sollte man auch so etwas verbauen, aber in Deinem Fall braucht es so etwas ganz sicher nicht. Das treibt die Kosten nach oben und du wirst in 10 Jahren noch fragen was das ist, weil du es einfach nicht brauchst.

Bodentanks, wo gibts sowas bzw. wie schaut das einbautechnisch aus?

So etwas gibt es in gut sortierten Fachabteilungen. Und man muß schon genau wissen was man da will. Auf die schnelle findest du da nämlich nicht das was du brauchst. Bei mir hat das auch ein oder zwei Jahre gebraucht bis ich das richtige System drauf hatte. Du kannst da bei OBO Bettermannmal schauen. das Zauberwort heißt Unterflur oder Hohlbodentanksysteme. :)
Sowas baue ich u.a auch ein. Die Firma Ackermann Elektriksysteme hat z.B. sowas auch im Programm leider nicht im Internet. Meistens setze ich OBO Bettermann oder Ackermannsysteme ein, die sind am flexibelsten und man kann darin auch andere Inlaytrays (Einsätze) verwenden, weil die genormt sind. Einschubtiefen sind dort bis zu 20 cm möglich, das ist tief genug, meistens schon viel zu tief. Man kann dieses System in die gewünschte Höhe einrasten und auch bei Wartungsarbeiten oder sonstigem wieder leicht herausholen. Das gute daran ist, das alles genormt ist, geht dir mal ein Deckel oder eine Einhängung kaputt, dann kannst Du sie ruck zuck ersetzen, und der Service von denen ist auch noch super!

Fertig findet man Lösungen am Ehesten im Elektrofachhandel. Das sind dann halt so die 0815-Geschichten, die als "Massenware" bestenfalls Strom und Netzwerk bieten. Für Multimediageschichten gibts dann wieder überteuerte Spezialrahmen, und wirklich montagefreundlich ist das alles meistens nicht, da extrem flach, weil auf den Einbau im normalen betonierten Fußboden ausgelegt.

Im Bühnenbereich, wo "nach unten" i.d.R. Platz ist, lässt man sich daher meist stumpf vom Schreiner ein Quadrat aus dem Boden raussägen, das mit Aluleisten schön eingefasst wird (wenn überhaupt). Unter dem entstandenen Loch werden dann ringsum noch Holz- oder Metallleisten angebracht, denn irgendwo muss der entstandene Deckel ja später aufliegen.

Unten drunter kommt mit einem L-Winkel dann ein "Versatzkasten", das kann im einfachsten Fall auch eine größere Verteilerdose aus schlagfestem Kunststoff oder ein Brüstungskanal sein; wenn man's ein wenig edler will halt was aus Alu. Mit dem Stufenbohrer D-Size-Löcher für XLR/Ethercon/Powercon/D-Size HDMI/whatever reingebrüllt und feddich. Eigentlich überhaupt kein Hexenwerk, macht einem das Leben aber massiv leichter.

UND genau das sind die Lösungen von denen ich dir abrate, das sind stümperhafte Amateurlösungen mit denen du nicht zufrieden sein wirst. Lass so etwas lieber sein, das wirst du spätestens beim 3. Einstecken eines XLR Kabels dort bereuen!
Wenn Du Tischler bist kannst Du das ja versuchen, aber auch dann garantiere ich nicht auf eine dauerhafte Lösung!
Finger weg von solchen Ratschlägen!

Bzgl. dem Link zu deinem Schalterboard, ich habe geplant, einen Elektrokasten (Haustechnik) an die Wand
des FoH zu schrauben, wo ich die einzelnen Stromkreise mit Schutzschaltern abfangen und einzeln schalten kann... keine gute Idee?

Kann man machen, aber bedenke, das man im Elektrobereich einen Fachmann benötigt!!!


Greets Wolle
 
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es gibt auch beamer, die netzwerkfähig und als uPnP-Renderer agieren können. Da brauchts zum Videoübertragen nur ein Cat5 oder WLan. Dan sind Videokabellängen nicht mehr soo das Thema.
 

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