Geige mieten beim Geigenbauer oder im Web? :(

Dieses Thema im Forum "Instrumente und Zubehör" wurde erstellt von Stipo, 01.01.12.

  1. Stipo

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    Erstellt: 01.01.12   #1
    Da ich mich nun endgültig entschieden habe nicht mehr nach der Pfeife der Eltern zu reagieren, ergo mit denen in die Kirche gehen, Christ sein, einfach unrespektlose Dinge, will ich nun mit meinen 350 EURO vllt. selber eine eigene Geige haben.

    Kann ich für die Kohle sofort was kaufen? Eher nicht oder?

    Bei mieten siehts natürlich anders aus.

    Würde die Miete monatlich 15 euro kosten, könnt ich damit 23 Monate klar kommen, eine sehr lange Zeit, wo ich sicherlich sehr viel Erfahrung sammeln werde.
    Und sollte ich das dann wieder im Web mieten, ist glaub ich günstiger oder beim Geigenbauer?
    Was empfiehlt ihr?
    Das Geld für was anderes aufheben, und Geige später lernen, wenn ich eigenes Geld habe oder auf jeden Fall nicht aufhören mit der Violine?

    Gruß Stipo
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 01.01.12
  2. pammi5

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    Erstellt: 01.01.12   #2
    Geh erstmal zum Geigenbauer und rede mit ihm, was er vorschlägt, was es kostet. Frag ihn mal ob er auch "Billige Importgeigen aus dem Internet" überarbeitet. Meiner macht auch das und die "Musik-Steinbachgeige" meines Sohnes hat er für knapp 100 Euro ordetlich "getunt". Er verkauft auch Geigen von Gewa, die er selber noch bissel überarbeitet. Da kannste mit 350 Euro schon einiges bewegen und du kannst das Instrument anspielen, soweit du das kannst. Oder der GB spielt dir mal was an. Bei der 4/4 Größe kannste ja mal vergleichen was kostet Miete + Versicherung und was ist versichert oder er hat eine gebrauchte dute Schülergeige, die er wieder in Zahlung nimmt, wenn du dann eine Meistergeige brauchst. Ich würde nicht gleicht mit 'ner sauteuren Geige anfangen. Es gibt durchaus brauchbares zum Lernen in deiner Preisklasse. Ich weiß nicht in wieviel Jahren du Geld verdienst Aber die Miete + Versicherung ist weg. Wenn du eine günstige gebrauchte vom GB kriegst Kannst eine 350 Eurogeige sicherlich für 200 wieder verkaufen. Bogen und Zubehör brauchst du auch bei ner Mietgeige. Lese das Kleingedruckte gut durch! Da kommen z.T. ganz schöne Zusatzkosten auf dich zu.

    Oder lasse doch deine 13 Euro Miete und die 20 Euro Unterricht, was ist da das Problem? (Man kann auch in die Kirche gehen ohne Christ zu sein und umgekehrt) Diese günstige Angebot ist sicher ein "Kirchenangebot" oder?

    Mein Sohn hat eine eigene gebrauchte Gewa-Geige (Ideale), Unterricht in der Musikschule und wir zahlen für 1/2 Std. / Woche 450€ / Jahr incl. Theorieunterricht und Streicherensemble.

    PS am Rande, habe dein Alter nicht gefunden, wenn du nicht nach der Pfeife deiner Eltern reagieren willst. Wäre etwas leichter da deine Situation zu beurteilen. 14 oder 20 ist da ein gewaltiger Unterschied!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.01.12
  3. Stipo

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    Erstellt: 01.01.12   #3
    Bin 18 :)

    Da bleibt halt nur ausziehen.. nunja.. ich bin grad eh in der heißesten Ausbildungssuchephase..

    entweder Lokführer bei der Regio oder Bauzeichner... bevorzuge doch Lokführer...
     
  4. pammi5

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    Erstellt: 01.01.12   #4
    Dann würde ich was günstiges Kaufen, Verträge sind da nicht unbedingt das Beste, weil sich in dem Alter häufiger mal was ändern kann.

    (Bin 42 und habe drei Söhne: 21, 8 und 5 Jahre)
     
    Zuletzt bearbeitet: 01.01.12
  5. Stipo

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    Erstellt: 01.01.12   #5
    duu, der mietvertrag via internet ist jeden monat auf neu kündigbar.. da gibts kein 12 monate oder 24 monate min. abo ;) und die geige finde ich klingt sehr gut, sagt eben au die eine profispielerin ;) meine hat einen weichen, zarten klang.. wird bei filmmusik und klassik mehr harter klang oder weicher klang bevorzugt?
     
  6. suamor

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    Erstellt: 03.01.12   #6
    Beides :)
    Was meinst Du konkret mit weicher/härterer Klang ?
    Einflußgrößen sind da
    - Bogentechnik (die macht 90% aus)
    - wie gut die Geige im Raum trägt (d.h. Lautstärke am Ohr im Vergleich zur Lautstärke im Raum, sollte man mit mehreren Instrumenten vergleichen)
    - Saiten, Stahlsaiten klingen sehr hart, Darmseiten obertonreich und tendentiell weicher, die moderneren Synthetik-Varianten sind dazwischen, versuchen aber dem Klangbild der Darmsaite nahezukommen und dabei trotzdem gut den Klang zu tragen (bis auf die E-Saite, da muß man sich zwischen Darm und Stahl entscheiden).
    - Kolophonium: Das beeinflußt ebenfalls den Klang und die Lautstärke (vgl. Solo versus Orchestervarianten)

    Und bei den Stücken wird sowieso alles verlangt, hängt auch von der Interpretation ab. Von den bekannteren Stücken kann man auf youtube härter und weicher gespielte Varianten finden (soweit sich das generalisieren lässt).

    Mir ist schon aufgefallen, daß manche Solisten im Versuch, lauter zu sein, den Klang etwas vernachlässigen, das hört sich dann stellenweise nicht mehr so schön an:
    http://www.youtube.com/watch?v=yHX7xcAgnCI
    Technisch sehr gut, klanglich eher mittelmäßig.

    Gruß
     
  7. Stipo

    Stipo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.12   #7
    Kein Plan. Haha xD

    Die Lehrerin meinte nur das halt.. erinnere mich nicht mehr so doll.. Danke für die Info
     
  8. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 08.01.12   #8
    Tja. Da haben wir zunächst mal einen üblen Raum (Glasfronten), dann ein mieses Aufnahmegerät und
    eine Filmkompression, die noch ihr Übriges tut.
    Dem Mädel wollte ich jetzt nicht unterstellen, daß sie besonders powert.

    Das kann unter guten äußeren Umständen mit gleichem Equipment ganz anders klingen!

    Das Tempo ist jedenfalls grenzwertig. Ich finds jedenfalls nicht schön so.
    Bundesjugendspiele - schneller, höher, weiter.

    Bach hatte sich das sicher auch nicht in der Geschwindigkeit ausgedacht.


    cheers, fiddle
     
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  9. suamor

    suamor New Member

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    Erstellt: 08.01.12   #9
    Ja, die Mikrofon-Problematik ging mir auch durch den Kopf, das ist aber ohne weitere Infos schlecht zu beurteilen.
    Diese Thema merke ich auch bei TV-Aufnahmen leider viel zu häufig, daß der/die Musiker für den Raum eingeübt sind, dann aber allein durch die ungünstige Positionierung der Mikrofone die Aufnahme grottig klingt. Das ist ein sehr diffiziles Thema.
    Natürlich kann auch der Toningenieur ziemlich viel kaputt machen mit Kompressoren, Soli/Chor ggü Orchester viel zu stark ausgesteuert etc.

    An dem Beispiel kann man also schön sehen, wieviele Faktoren hier einen Einfluß haben auf den positiven oder negativen Eindruck einer Aufnahme haben können, vor allem wenn man nicht viel Ahnung von Aufnahmetechnik hat.

    Gruß
     
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  10. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 08.01.12   #10
    Genau!

    Und wenn man mit einem schwachen Halbwissen an die Mikrofonierung einer akustischen
    Geige für den Bühnen-Einsatz heran geht, dann klingts im günstigsten Fall genauso
    trocken/"drahtig" wie dieser YT-clip.
    Deshalb ist ne E-Geige bei sowas kriesensicherer und ich denke, in weiten Teilen überlegen.

    (also nicht: Bach Solo alleine im Saal, natürlich!)

    cheers, fiddle
     

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