Künstlerbeleuchtung wie richtig ?

von Foxbrother, 23.01.11.

  1. Foxbrother

    Foxbrother Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.11   #1
    Hallo
    hatte gestern eine Veranstaltung wo ich ein Double auf der Bühne " anstrahlen mußte" .Verwendete 2 Scanner von hinten oben als Spot sowie einen Bühenfluter von unten.Das Resultat war grauenhaft.Die Künstlerin ist grundsätzlich aus dem Licht gegangen weil es blendete. DSC_0105_(1024_x_768).jpg So sah die Bühne aus.(Diemsion) Man kann auf der Bühne nur mit Stativen Arbeiten .Die Künslerin singt ca einen Meter vom Bühnenrand vorne .Nächste Enfernung ca. 20 Meter auf einem Balkon wo man Equitment (Followspot aufstlellen kann) Wie würdet ihr die Sache machen.Ich nahm kein Followspot weil ich dachte der blendet doch viel zu stark mein Fehler müssen das Künstler abkommen?Na dann last mich lernen schreibt mir wie es richtig geht .Budget für eine prof.Beleuchter hat der Veranstalter nicht.
     
  2. Mac55

    Mac55 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.11   #2
    Also, grundsätzlich kommt Weißlicht von vorne, Buntlicht (Showlicht) von hinten. Das hast du ja auch so schon umgesetzt. Ich finde die allgemeine Grundstimmung der Bühne auch nicht schlecht. Das mit dem Grün kommt (zumindest auf dem Foto) nicht schlecht aus.

    Jetzt kommt das Problem des Weißlichts - grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich jemand geblendet fühlt, immer. Ein Fluter von unten (!) ist sicher die schlechteste Lösung, da dort a) der "Blendfaktor" sehr hoch ist und b) die Ausleuchtung nicht professionell wirkt.

    Optimal ist natürlich eine Traverse vor der Bühne mit 3-4 Stufenlinsen (Arri etc.). Diese leuchten dann von schräg oben (Abgrenzung durch Torblenden). Da da wahrscheinlich das Budget nicht für ausreicht, war die Idee mit dem Follow sicher nicht schlecht. Wenn er höher als die Bühnenkante ist, blendet er zwar, aber nicht so gewaltig. Damit kannst du einen schönen Fokus auf die Sängerin setzen.
     
  3. Foxbrother

    Foxbrother Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.11   #3
    Danke klingt logisch braucht die Bedienung eines Verfolgers viel Übung was kann man Falsch machen ?
     
  4. Robert S.

    Robert S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.11   #4
    Wie bereits gesagt ist das Licht von unten keine Gute Idee, halte dir mal eine Taschenlampe ans Kinn. Das wäre der Extremfall wie es wirkt

    Wenn der Follow ungefähr in einem 40-50° winkel auf die Bühne scheint blendet er am wenigsten.
    Kommt er mit einem geringeren Winkel blendet er extrem.
    Bei einem höheren Winkel kommt der "Taschenlampen-Effekt" von vorhin zu Vorschein.

    Alternativ kannst du auch Links und Rechts an den Bühnenrand noch 2 Stative stellen. Je nach dem Wie es mit dem Budget aus sieht mit Par Scheinwerfern oder mit Stufenlinsen

    Was ist den das hinten in der Mitte zwischen den zwei Scannern?

    Und das Blenden bekommt man eigentlich nie ganz weg



    /E:
    Verfolger lassen sich relativ leicht bedienen
    Wichtig ist das du immer etwas spiel um die person hast, also den Lichtkegel etwas größer als nötig damit die Person nicht gleich aus dem Licht läuft un man noch schnell genug nachgehen kann

    Viele Verfolger wackeln extrem wenn man sie festhält. Dadurch ensteht ein extrem zitternder Lichtkegel was nicht schön aussieht.
    Also lieber in ruhe lassen!
     
  5. jw-lighting

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    Erstellt: 23.01.11   #5
    Da hilft die Investition in gutes Equipment, insbesondere ein Gutes Verfolgerstativ!

    Für Frontlicht braucht man übrigens nicht immer gleich eine Front-Truss aufzufahren. 2 Stative, an der Seite, vorne an der Bühnenkante mit jeweils 2 Stufenlinsen (notfalls PAR mit Kolbenbrenner und Frostfolie...) machen da schon was her. Da die seitlich stehen, blenden Sie auch nicht so sehr. Und dann über Kreuz leuchten: linkes Stativ strahlt auf die rechte Bühnenseite, und andersrum.

    Was das Blenden allgemein angeht. Sicher liegt es auch am Techniker, möglichst blendfrei zu leuchten. Meine Erfahrung ist aber auch, dass viele Künstler in den Scheinwerfer gucken, und sich dann wundern, das Sie geblendet werden. Oder Sie wollen gesehen werden, können es aber partu nicht haben, das man sie anleuchtet. Da gehört es auch ein wenig zur Professionalität des Künstlers, das Licht zu ignorieren. So zumindest meine Meinung.

    LG :)
     
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  6. Foxbrother

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    Erstellt: 24.01.11   #6
    Danke für die guten Antworten im März habe ich meine 2. mache dann paar Bilder für euch . :))
     
  7. Harry

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    Erstellt: 24.01.11   #7
    Die Vorgehensweise wurde gut und richtig erklärt :)
    Das weiße Licht von unten ist No Go.
    Dem Künstler musst du sagen: Nicht ins Licht gucken - oder machen Sie das zu Hause auch so? :)
     
  8. patricius

    patricius Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.11   #8
    Hallo ihr .P
    dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu:

    Der Künstler wird von oben angestrahlt... von unten geht garnicht... Evtl für einen speziellen Effekt, dass der Schauspieler / Künslter sich im Licht räkelt (kennt man, wenn man auf den, im Boden eingelassenen, Gebäudespots steht)

    Was ich dazu noch sagen kann: Wenn man wirklich gut und kontinuierlich angestrahlt wird, dann wird die Bühne / das Schauspiel / das Instrument viel wichtiger, weil man das Publikum weniger wahrnimmt! (Lampenfieber wird so reduziert)!

    Ansonsten: Bis auf den Kleinkrams der links auf der Bühne steht, sieht es doch schon ganz gut aus =) weiter so :great:

    Lg =)
    patricius
     

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