Kaufberatung Einsteigergeige

Dieses Thema im Forum "Instrumente und Zubehör" wurde erstellt von xpecct, 24.01.10.

  1. xpecct

    xpecct Registrierter Benutzer

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    Hallo Liebe Musiker! :)

    Ich spiele schon sehr lange Gitarre und Klavier auch. Nun spiele ich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mit Geige zu beginnen, damit wär ich einfach vielseitiger und dieses Instrument gefällt mir einfach total!

    Problem ist, dass ich bald in eine Zeit komme, in der es knapp werden könnte, den Geigenunterricht kontinuierlich fortzusetzen. Also habe ich Angst, nicht dabeizubleiben, deshalb müsst ihr verstehen, dass ich nicht soooo viel Geld für das erste Instrument investieren möchte, aber ein eigenes Instrument sollte es schon sein.

    Hauptsächlich geht es mir natürlich um den Klang und um die Bespielbarkeit. Ich habe mich schon ein wenig hier im Internet umgesehen und ein paar Instrumente gefunden, die für einen Einstieg reichen sollten, es wär toll wenn ihr die mal kommentieren könntet!

    http://www.thomann.de/de/alfred_stingl_violinset_as_160_v_44.htm

    http://www.thomann.de/de/karl_hoefner_special_edition_44.htm

    http://www.thomann.de/de/gewa_violingarnitur_student.htm


    Vielen Dank und bitte habt Verständnis! :)
  2. MetalCellist

    MetalCellist Registrierter Benutzer

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    Kurzgesagt, da die Frage sehr oft auftaucht, diese Instrumente sind Müll und parktisch unspielbar. Besser wäre es sich ein Instrument zu leihen. Wenn du z.b. in einer Musikschule anfängst unterricht zu nehmen verleihen die es oft sehr günstig, alternativ verleihen Geigenbauer Instrumente. Ohne Unterricht ist es generell sehr schwierig ein Streichinstrument zu lernen.

    Interessant zu dem Thema:
    http://www.musiker-board.de/vb/inst...-neues-instrument-bitte-vorher-anspielen.html
    http://www.musiker-board.de/vb/instrumente-zubeh-r/365929-cello-thomann.html
  3. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    hi xpecct,

    naja "Müll" halte ich für leicht übertrieben. (ich betone: leicht!)
    (ich habe auch schon Geigen für den 20fachen Preis von denen in der Hand gehabt
    und ich würde sagen, die wären gleichwertig gewesen. Schlechte Neu-Italiener :igitt:)

    Ein paar Fakten, um die Verhältnisse gerade zu rücken:
    - das Tonholz vom Händler kostet in D für ne Geige ca. 120 Euro, halbwegs brauchbar.
    - daran hat kein Geigenbauer in Europa jemals Hand angelegt.
    - die Geräte werden zu 80% gefräst (muß an sich noch nicht schlecht sein)
    - zum Schluß kommt da ein Spritzlack drauf (muß auch noch nicht schlecht sein)

    Meine Erfahrung mit diesen Geräten: (habe ne Zeit lang als GB gearbeitet)
    Diese Teile sind im Auslieferungszustand nicht wirklich spielbar.
    Da muß noch einiges nachgebessert werden wie z.B. Stimme, Steg, Obersattel, Griffbrett,
    Wirbel (ganz wichtig!). Kosten: minimum nochmal 100 Euro.

    Wenn das eingerichtet ist, wird diese Geige spielbar sein, aber vom Klang darf man
    keine großen Ergüsse erwarten. Da fast alles maschinell gemacht wurde, sind die
    Holzstärken etwas stärker dimensioniert. Meistens kann das nicht richtig frei schwingen.

    Und weil hier immer vom "Anspielen" getönt wird:
    Eine Stradivari mit einer Ausrüstung made in China (Steg/Stimme/usw.) wird anfangs
    auch nicht vernünftig klingen. Wie soll man das dann beurteilen??
    Das geht meiner Meinung nach erst, nachdem sie beim Geigenbauer war.

    Wenn du dich trotzdem für T. entscheidest, frage erst mal bei nem Geigenbauer
    was Wirbel/Obersattel/Stimme/Steg machen kosten.
    Und bei der Gelegenheit frage ihn gleich mal, ober er ne günstige Anfängergeige hat.

    Mir gefällt, wenn schon, die erste noch am besten. Mit diesen "vintage-Spritz"-Dingern
    kann ich mich ned anfreunden. (milde formuliert)


    cheers, fiddle
  4. pammi5

    pammi5 Registrierter Benutzer

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    Nun, das hin und her der Billiginstrumente.

    Ich als vollständiger Violinspiel- und Geigenbaulaie habe einen Sohn, der seit 1,5 Jahren Violine spielt. Ich wollte selber mit lernen, mir fehlt aber die Zeit.

    Sohn bekam zum Anfang ein 1/8 Steinbach 60€ Geigenset. Das war sogar relativ brauchbar und für 8-telgröße guter Klang. Ich, 1/4 Jahr später selbes Set in 4/4 Größe bestellt. Es kommen Töne raus und ich freue mich! Spielen kann ich sowieso nicht, aber dem Kleinen mal was erklären geht. Der Geigenlehrer schmunzelte als er die Geige sah.

    Mal weiter: 2te Geige 1/4 Größe für meinen Sohn:
    3 Sets bestellt in der Kategorie 100-150€. Der Geigenlehrer durfte wählen. Er nahm die billigste, war auch etwas zu groß geraten (dadurch mehr Volumen, mehr Klang). Die Bögen taugen alles eh nichts hat er gesagt. 2 Monate drauf gelernt, konnte er bestimmte Dinge nicht gut lernen, da das Instrument die Feinheiten nicht wiedergab, die es hätte wiedergeben sollen.
    2. Bogen gekauft, beim Geigenbauer neue Saiten drauf, neuer Saitenhalter, neuer Steg. - Summe nochmal über 100€. Dann dank fiddles Hilfe die e-Saite ausgetrickst. Guckst du! Nun der Geigenlehrer sagte, als ich meinte die nächste müsse dann wohl um die 300-400€ kosten, wir leihen eine Gute, das ist viel besser. OK ne halbe spielt man ja auch nur 2-3 Jahre.

    Fazit ist: Was ordentliches kostet Geld.

    Mein Tipp: bestell alle 3 (mußt vorher bezahlen, kriegste aber wieder) und such dir die Schönste raus. Wenn du dann richtig spielen kannst, kannst die zum Dekorieren nehmen oder verhökerst die bei 123 und kaufst dir ne Gute (wenn du das Geld dann hast)

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