Kommunismus

von max1, 29.11.07.

  1. max1

    max1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #1
    Tag,
    habe noch nichts gefunden per SuFu, also frag ich mal:
    Gibt es hier User die mit der kommunistischen Grundidee (Nicht mit ihren missglückten Umsetzungen) sympathisieren....Können ja hier mal schreiben oder allgemein Diskussionen zum Kommunismus anfangen.
     
  2. Sam Razr

    Sam Razr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #2
    also ich fand die marxistische Idee immer sehr interessant.
    Allerdings wage ich zu bezweifeln das es je klappen wird/würde.
     
  3. max1

    max1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #3
    wir sind noch nicht bereit...aber vllt eines tages....die idee einer kommunistischen utopie....
     
  4. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #4
    gute idee, wurde aber leider noch nciht umgesetzt..
     
  5. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #5
    ich glaube eine kommunistische welt würde soooooo langweilig sein...
     
  6. Wödan

    Wödan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #6
    Die Idee an sich ist vielleicht gut, aber nur so lange man sie nicht versucht umzusetzen, denn das geht in die Hose. Kommunismus hat noch nie funktioniert und wird so wie ich das sehe auch nie funktionieren. Von daher bin ich auch gegen eine Umsetzung.
     
  7. max1

    max1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #7
    Ich wäre dafür...allerdings nicht hier in Deutschland...man müsste irgendwo ganz neu anfangne können...
     
  8. [HWOS] g30rG

    [HWOS] g30rG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #8
    kommunismus funktioniert nicht... ihr denkt an eine rätedemokratie oder?
     
  9. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik

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    Erstellt: 29.11.07   #9
    "Was spricht eigentlich gegen den kommunismus? Er ist vernünftig - - - - -"
    Ich habs noch im ohr, aber leider sind die menschen nicht vernünftig, und so ist er im großen (in kleinen gruppen gleichgesinnter mag es anders sein) nicht möglich.
    "Jeder lebt nach seinen bedürfnissen", die voraussetzungen wären gegeben, eine hochtechnisierte gesellschaft produziert genug und die arbeitszeit könnte sinken, damit jeder an dem zu leistenden teil- und damit anspruch hat.
    Dem steht entgegen das privateigentum, nicht der besitz einer eigenen zahnbürste oder gar eines eigenen häuschens, sondern das an produktionsmitteln, grundbesitz, spekulationsobjekten und großen vermögen. Und so klafft die gesellschaft auseinander in habewasse und habenichtse, die einen bekommen mehr als sie brauchen (ich vermeide das wort "verdienen", denn arbeit wird von jeher sehr ungerecht und willkürlich aus machtpositionen heraus bewertet), die andern, schlechtbewerteten, verbrauchen ihr einkommen zum täglichen leben, das zu 100% als mieten, energie, gesundheitswesen, dienstleistungen, waren zu überhöhten preisen usw. wieder den habewassen zufließt, denn diese gruppe legt ihren überschuss gewinnbringend an von immobilien über aktien bis zum betreiben von pflegeheimen und bestattungsinstituten. Der habenichts wird "betreut" von der wiege bis zur bahre, der habewas kassiert vom schnuller bis zum sarg.
    Ein doppeltes und absichtsvoll undurchschaubares steuersystem sorgt dafür, dass die kluft größer wird und möglichst viel gemeingut in (wessen?) privathände übergeht.
    All dieses spielt sich mehr oder weniger anonym ab, vermögend zu sein, gar sehr vermögend, scheint als schande betrachtet zu werden, nur "unter sich" ist man stolz darauf.
    Neid? Seitdem hochprivilegierte, überversorgte, aber "sozial" im gruppennamen führende den pflegeheim-insassen ihr kärgliches taschengeld nicht gönnten und kürzten und nur unter den "kleinen" subventionen wie pendlerpauschale aufräumten und die großen in ruhe ließen, weiß ich nicht, wer was wem neidet.
    Keine furcht vor kommunismus, er kommt nicht!, denn ebendiese parteien, die dies alles vertreten und "vorwärtsbringen", werden immer und immer wieder gewählt.
     
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  10. [HWOS] g30rG

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    Erstellt: 29.11.07   #10
    ich schreib jetzt mal meine argmuente gegen die verwirklichung des kommunismus("verwirklichung des kommunismus" ist eigentlich ein paradoxon) im rätesystem. (gehts eigentlich noch anders?) eine rätedemokratie ist die radikalste form der volksherrschaft. der gemeinwille erdrückt die minderheiten! ausserdem findet man keine durchgehende politische linie... (stichwort imperatives mandat). sowas hat immer einen klassenkämpferischen charakter, zumindest bis die weltrevoulution vollendet ist, und das bedeutet gewalt und revolution. nicht wünschenswert imo. innerhalb der führung sollen sich keine parteien etc finden und die führungspersoenlichkeiten sollten teil der bevölkerung sein. man schaue sich kommunismus an, hat davon irgendwas schonmal funktioniert? auch nur ansatzweise? es bilden sich immer führungsgruppen. rätesystem i.e. kommunismus heißt also immer diktatur. das hat sogar der kommunisitsche ernst däumig gesagt, der im zentralen arbeiter und soldatenrat 1918 seine idee vertreten hat. es bildet sich also eine exekutive, obwohl doch im rätesystem alle gewalten in den räten zusammenfallen sollen. (allerdings findet däumig eine "bürgerliche diktatur" im parlamentarismus schlimmer.... find ich unlogisch sondergleichen, da in der parlamentarischen demokratie durch gewaltentrennung, beachtung von minderheiten usw eigentlich alles fairer ist)
    kommunismus geht immer einher mit sozialistischer wirtschaft. und da entfällt die konkurrenz, die für wachstum so wichtig ist. ausserdem müssen einige sachen überregional geregelt werden (zB überprüfung, großinvestitionen uswusf). das heißt dann auch enteignung von privatbesitz (fänd ich persoenlich mist). dem mensch im kommunismus werden umfassende kompetenzen zugetraut, er soll politisch engagiert und erfolgreich sein, verschiedenste pratkische fähigkeiten haben, nicht nach macht streben (tun aber komischerweise so viele kommunisten) und soll verschiedenste ämter und funktionen wahrnehmen können.
    ich persoenlich glaube nicht dass der mensch das alles kann, also lasse ich andere durch ein freies mandat in einer klaren linie mich repräsentieren.
    in einer arbeitergesellschaft sind solche ideen noch halbwegs verständlich, aber in unserer jetzigen gesellschaft braucht niemand mehr vom "revolutionären potential der arbeiter" sprechen, welche sozialstaatliches intervenieren fordern und eine "diktatur des bürgertums" (oO) verhindern wollen.

    fazit: komische idee die zum glück nie funktionieren wird. die weltrevolution wird immer wieder angekündigt, in manchen ländern durchgesetzt und dann verschoben, weil man sieht dass es nicht funktioniert^^. man kann kommunistische und sozialistische ideen imho gut und gerne begraben.
     
  11. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #11
    das es zu dem kommunismus kommt, den marx sich vorgestellt hat bezweifle ich auch stark. aber etwas ehr sozialismus könnte diesem land gewiss nicht schaden...
    e:und um auf meinen vorposter zu sprechen zu kommen: kommunismus heisst nicht diktatur. kommunismus und diktatur schließen sich aus....
     
  12. max1

    max1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #12
    Der Kommunismus wäre nur mit einem Volk, dass aus Leuten besteht, die früher Arm oder Arbeitslos waren möglich...wie man in dern 1930ern sah...nach der Wirtschaftskriese hatte die KPD einen gewaltigen Stimmaufschwung der ärmeren Bevölkerungsschicht....Nun ja aber da es genug reiche Leute gibt die ihren Besitz gerne behalten wollen...unmöglich...zumindest hier....
     
  13. Sockosophie

    Sockosophie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #13
    also viele leute aus meinen geschie lk halten mich für einen überzeugten kommunisten, obwohl ich das nicht so sehe ich denke ich will einfach nur das beste für das allegemeinwohl und gerechtigkeit für alle. zufällig findet man diese theorien im kommunismus, demnach wäre ich ein überzeuter sympahtisant, halte mich aber nicht an bestimmten pol. richtungen fest um so offen für andere sachen zu sein. jedoch sind halt meine überzeugungen und pol. vorstellungen stark links geprägt, dies aber in gewisser weise ungewollt. das liegt einfach daran das die ideen aus dieser ecke für mich die aktraktivsten sind.

    was die umsetztung verhindert glaube ich ist die denkweise der allgemeinheit weißen rasse. in der historie ist wohl noch nie ein afrikaner, asiat,latino bzw. indio, ..... mit seinen boot über den atlantik gekommen nach europa und hat versucht diesen kontinent für sich zu beanspruchen und die weißen menschen als sklaven zu halten. das waren bis jetzt nur weiße. ich finde das gibt schon zu denken übrig.
    allgemein stört mich auch diese ungeheure gier nach macht und möglicht viel kapital auszuschlagen ,auch wenn man damit andere unterdrückt( da fällt mir gerade der putin ein der jetztt öffentlich dazu aufruft seine partein zu wählen . halllo ?? gehts noch?! solche menschen handeln überhaupt nicht im sinne des volkes sonst sähe das ganz anders aus. verstehe sowieso nich wie man eine konservative/ rechte partei wählen kann. wäre ja so als wenn man nen vertrag unterschreibt , dass man wieder auf das niveau im mittelalter zurück kehren will.) ich zumindest glaube ,das wenn der mensch viel selbstloser handeln würde viele probleme der welt gelöst werden könnten. anstatt das gehalt von bahnchef mehdorn und co auf 300% zu erhöhen könnte man doch locker mit dem vielen geld die loführer zu frieden stellen, wenn es nicht die manager einsacken ( http://www.focus.de/finanzen/news/bahn-vorstand_aid_117429.html ich mein es wären zu zeit eine erhöhung um 700%).
    genau so müsste man auch im rest der welt verfahren dann wäre auch armut kein problem.
     
  14. [HWOS] g30rG

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    Erstellt: 29.11.07   #14
    kommunismus heißt diktatur! bis die weltrevolution vollendet ist heißt es das! der klassenkämpferische charakter der eine diktatur des gemeinwillens oder diktatur des proletariats wurde selbst von kommunisten festgestellt. ich verweise gerne auf Wolfgang Bartels und Ernst Däumig ;) Auch Gerhard A. Ritter wäre empfehlenswerte Literatur für dich.

    der biologe in mir lacht sich kaputt^^

    ist der gemeinwille im sinne des GESAMTEN volkes?^^ :rolleyes:

    kannst du das argument bitte etwas ausführen und begründen?
     
  15. max1

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    Erstellt: 29.11.07   #15
    Ursprünglich war aber von einer kommunistischen Räterepublik die Rede....beim Kommunismus sind alle gleich, wo ist da Platz für einen Diktator. Ich glaube du definierst das Wort "Diktator" falsch.
     
  16. [HWOS] g30rG

    [HWOS] g30rG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #16
    diktator ist nicht immer eine person. auch der gemeinwille (den rousseau so schön beschreibt) ist eine diktatur.
    es sind eben nicht alle gleich^^ oh mein gott dieser idealismus hier. lies dir nochmal meine argumentation durch ;)
     
  17. Sockosophie

    Sockosophie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #17
    von :[HWOS] g30rG
    genau da sehe auch das problem ,der mensch. man sollte komplett nach den willen des volkes handeln und gerecht sein und nicht nach reichtum oder mehr macht streben . wäre ich damalß stalin oder lenin gewesen wär die geschichte gannz anders gelaufen . die welt würde um einiges schöner sein.
     
  18. [HWOS] g30rG

    [HWOS] g30rG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #18
    zum willen des volkes... schau dir mal meinen letzten post und meine argumentation nochmal an.
     
  19. Sockosophie

    Sockosophie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #19
    als gemeinwillen würde ich bezeichnen womit der großteil der bevölkerung einverstnden, dessen wille aber rational bleibt. es ist wohl klar das man nicht alle türken aus deutschland schmeißen kann nur weil das ein paar rechts radikale wollen.
     
  20. [HWOS] g30rG

    [HWOS] g30rG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #20
    dazu muss ich mich auch nochmal äußern...
    die idee zur umsetzung des kommunismus war schon vor den 30ger jahren nicht wenig populär --> novemberrevolution 1918! bildung von arbeiter und soldatenräten etc. ich habe schon darauf verwiesen.
    dass die kpd erheblich wahlerfolge nach der wirtschaftskrise zu verzeichnen hatte wage ich zu bezweifeln.
    die bundeszentrale für politische bildung hat folgende zahlen zu den wahlergebnissen(in %) veröffentlicht:
    1924a 12,6
    1924b 8,9
    1928 10,6
    1930 13,1
    1932a 14,1
    1932b 16,2
    1933 12,3

    soviel dazu.... zu den reichen leuten die ihre besitz behalten wollen:
    brecht war sozialist und hat viel verdient. die rechte an seinen werken gibt er einem hessischen verlag und er selber sichert sein geld auch in den usa (nicht grad das kommunistischset land). in der ddr hatte er haus chauffeur und theater (also genauso gestellt wie der durchschnittsarbeiter.. naja fast...)
    sobald man selber betroffen ist von enteignung vergisst man schnell seine sozialistischen gedanken ;)
     

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