Left Hand Open, wer spielt Hi-Hat mit links...

von Halle112, 15.01.10.

  1. Halle112

    Halle112 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.10   #1
    Hallo zusammen,

    seit einem knappen Jahr spiele ich (wieder) Schlagzeug. Meine bisherigen Übungen spielte ich alle konventionel mit gekreutzen Armen.

    Jetzt überlege ich mir ob es nich am besten wäre noch frühzeitig mich umzustellen und das Hi-Hat mit der linken Hand, also open handed zu spielen.

    Wer macht das, wer hat umgestellt und welche Vorteile seht ihr darin?

    Grüße
    Euer Neuling
     
  2. BumTac

    BumTac Helpful & Friendly User

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    Erstellt: 15.01.10   #2
    Wurde schon häufig diskutiert, es gibt ja auch durchaus prominente Vorbilder dafür (Simon Philipps).
    Der schlagende Vorteil ist die freie rechte Hand, mit der dann neben der Snare auch die Toms noch wunderbarst bedient werden können. Und natürlich gewinnt man ein erhebliches Maß an zusätzlicher Unabhängigkeit in der Hand/Fuß Koordination. Prima Sache, finde ich.
    Richtig Können tue ich es nicht, hie und da spiele ich mal open handed, aber nur bei Vierteln auf der HiHat, bei Achteln wird´s schon etwas unsauber, das will trainiert werden... dazu habe ich aber keine Lust!
     
  3. Resi61

    Resi61 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.10   #3
    Hallo Neuling!
    Ich "arbeite" gerade an meiner eigenen open-handed-playing Umstellung. Ist ein hartes Stück :mad:, aber nach ca einem Vierteljahr kann ich sagen: Es lohnt sich absolut!! :D
    Mal von den Vorteilen die BumTac schon erwähnt hat abgesehen, ist es in meinen Augen die effektivste Möglichkeit, generell die linke Hand zu stärken (ob man das OHP jetzt konsequent umsetzt, also komplett umstellt oder nicht).
    Wenn Du es probieren willst, empfehle ich Dir wärmstens das Buch von Claus Hessler und Dom Famularo: Open Handed Playing. Das führt Dich systematisch durch alle Facetten des OHP und ist Übestoff für was weiß ich wie lang! (Für meine Übekapazität müsste ich das vermutlich in Jahren rechnen!)
     
  4. Dreadnought

    Dreadnought Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.10   #4
    Vor allem hat man dann nicht mehr so das DoFuMa-Hihatmaschine-Positionierungsproblem da der linke Arm nach links heraus ja nunmal auch mehr Bewegungsfreiheit hat.

    Andere sehr teure Methode ist ne gute Remote Hihat, meines Wissens kann man aber nur die von DW wirklich benutzen und die kostet SO ein Schweinemoos -.-
     
  5. slim g

    slim g Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.10   #5
    Damit hatte ich anfangs auch Probleme.

    Aaaaaber (entscheidende Erkenntnis):

    Habe dann zunächst nur ein Ridebecken auf die linke Seite gestellt, um mich generell an den Seitenwechsel zu gewöhnen und als das mit Achteln, Sechzehnteln, etc. lief, hab mich mich dann an die HiHat gewagt, die mit der linken Hand wirklich schwieriger zu bewältigen ist.

    Jetzt klappts und ich bin ein glücklicher, glücklicher Junge.
     
  6. h4x0r

    h4x0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.10   #6
    Ich spiel auch open handed, allerdings steht mein Set zusätzlich noch auf links, weiß nicht wieso aber ich komm anders nicht so gut klar, kann zwar auch auf nem normalen Rechtshänderset spielen aber irgendwie komm ich so am besten klar, die Vorteile sind meiner Meinung nach, dass man gut zwischendurch von der HiHat aufs Ride wechseln kann und halt die linke (bzw. bei andern die rechte) Hand freier ist für kleine Akzente auf Toms oder Becken
    Gruß, Jan
     
  7. Halle112

    Halle112 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.10   #7
    hab jetzt zusätzlich zum 20er Ride noch ein 18er links hinterm Hi-Hat positioniert um auch das zu üben, macht irgendwie auch Spaß beim Spiel mal over cross und open zu w echseln. ich bleib drann kommt recht gut für die linke Hand zum üben
     
  8. drumtheater736

    drumtheater736 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.10   #8
    Hi,

    ich weiß man kann darüber streiten ob es besser ist open hand direkt zu üben wenn man sowieso anfänger ist. natürlich kann man dadurch auch seine linke hand besser trainieren.

    aber wie bekommt es am besten hin oder einfach gesagt, wie komme ich am ökonomischsten schnell zum ziel.

    ich denke man sollte erstmal wirklich die schwächere hand für sich trainieren
    damit kann ich erstmal meine ganze konzentration nur darauf setzen.

    wenn die hand schonmal so funktioniert, dass man 1/4 und 1/8 sauber spielen kann also mit dynamik und kontrolliert dann kann man sich langsam an snare und bass wagen.

    also alles step by step.

    LG

    DT
     
  9. rschulz

    rschulz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.10   #9
    Ich habe mich mit dem open-handed auch beschäftigt, habe aber arge Probleme damit, da meine rechte Hand einfach Führ-Hand sein möchte. Ich werde es weiter versuchen, für mich ist der schlagende Vorteil, dass es sich bei vielen Fills natürlicher anfühlt, in sie hinein zu wechseln und wieder heraus.
     
  10. benner

    benner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.10   #10
    Ich spiele Open-handed, wenn es sich anbietet. Sprich, keine allzu schnelle HiHat. Auf diese Weise trainiere ich das quasi nebenbei und komme zumindest ein Stück weit von meinem rechtsgeführten Denken weg. Wir haben oft Passagen mit schneller DoubleBass und langsamen Händen in unseren Liedern, besonders da bietet sich das an. Hauptursache für Open-handed ist bei mir der Wunsch, meine linke Hand etwas zu stärken. Sei es, um bei Bedarf auf "linksführend" spielen zu können, oder einfach um mehr Sicherheit und Geschwindigkeit zu erreichen.
     
  11. Drumming_Lin

    Drumming_Lin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.10   #11
    Also ich spiele openhandet eigentlich nur wenn ich visuell was reizen möchte. Ausserderm, so finde ich, Spielt man mit der linken Hand als Rechtshänder nunmal mehr so Art "Stacato" kommt dadurch das man ja mit der rechten Hand normaler weise den Down&Up Stroke (Moeller-Technikl) verwendet um so mehr groove reinzubekommen. Das is oft ganz nützlich wenn man die Beat wirkung erhöhen will heisst weniger Hüfte sondern mehr Kopf schütteln!

    Ausserdem wie schon erwähnt es ist gut um unabhängigkeit zu trainieren und man hat für schnelle Tomwechsel und schnellen Hihat passagen einfach die rechte hatnd was bequemer ist. Sieht man perfekt an "...And justice for all" - Metallica. Das ist zum Beispiel ein gecoverter Song wo ich diese Technick mit Liebe einsetze.
     
  12. drumtheater736

    drumtheater736 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.10   #12
    Hi,

    Tut man das??? Down/up stroke hat sovielmit möller zu tun wie eine kuh mit nem huhn.
    down/up stroke wird mit dem handgelenk ausgeführt. beim müler hat man den peitschenschlag, mit dem man versucht so viel ernergie wie möglich an den stock zu geben dass er 2 3 ++ rebounds saubere rebounds macht.

    also der möller ist schwer zu kontrollieren wenn es an grooven geht.

    ich denke auch nicht dass die möllertechnik viel hilft seine schwächere hand zu trainieren,
    da sind die ganzen handgelenk sachen besser.
    wer nur open hand spielen will um seine schwächere hand zu trainieren zäumt in meinen augen das pferd von hinten auf.
    es gibt weitaus bessere übungen um die hände zu trainieren. das sind eben solche sachen wo man viele schläge spielen muss wie pyramide oder rudiments mit akzenten,
    das macht in meinen augen mehr sinn.
    wenn dann beide hände gut funktionieren werdet ihr euch wundern wieviel einfacher es ist, dann mal die hände zu wechseln.

    wenn man die füsse auch noch gleich mittrainiert, ist es als koordinationsübung nicht schlecht das ganze set auf links umzubauen und dann die übungen die man mit rechts spielen kann auch mit links zu spielen.

    ich denke wenn man gleich als anfänger so spielen will, überlastet man sich, denn man muss sich auf so vieles gleichzeitig konzentrieren.

    Lg

    DT
     
  13. Jürgen K

    Jürgen K Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.10   #13
    Hallo,

    neben den unbekannten Herren Billy Cobham, Simon Phillips, Claus Hessler und Dom Famularo machen das auch ich.
    Beim mir lag es zunächst daran, dass mir das kreuzweise irgendwie auf den Keks ging, da klopfte ich mir immer auf die Pfoten und irgendwie fand ich das auch eher unergonomisch.
    Nebenbei las ich damals immer wieder von Trommlern in Leserbriefen von Magazinen, dass ja ihre linke Hand so furchtbar schwach wäre. Da dachte ich, dass es nicht schaden könne, mal was mit links zu machen.
    Das Ride-Becken hatte ich allerdings jahrelang rechts, schließlich sieht das links ja doof aus und die rechte Hand will ja auch nicht zum dummen Klopfen auf das kleine Trömmelchen verdammt sein.
    Ich schlage auch mein linkes Crash-Becken gerne mit links und das rechte mit rechts an. Für mich irgendwie logisch.
    Die Mehrheit macht das alles anders.

    Grüße
    Jürgen
     
  14. VERITAS

    VERITAS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.10   #14
    Ich hab mich nach ner langen Zeit ,aus gewissen Gründen "umgewöhnt".
    Hatte lange Zeit (größtenteils durch Arbeitsbelastung) eine Sehnenscheidentzündung
    im rechten Handgelenk und hatte ein paar Monate,zur Behandlung,eine Schiene.
    Selbstverständlich wollt ich nicht aufs Spielen verzichten.Hab dann ne ganze Zeit lang
    simple Sachen einhändig gespielt was der linken Hand echt zugute kam.

    Letztendlich spiel ich aber trotzdem meist nur open handed wenn ich zb. eben diese
    (vorallem innere)intensität haben will,stichwort blastbeats
    (ohne jetzt hier irgw. Diskussionen hinaufbeschwören zu wollen:p)etc.

    Ist vielleicht auch nur ne Kopfsache. :)
     
  15. DrumTiL

    DrumTiL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.10   #15
    Also ich lerne persöhnlich bei einem möller-meister, claus hessler..
    schon von anfang an spiele ich O-H, und wenn man es seit den anfängen so lernt, geht es einem locker von der hand
    wie schon mehrmals hier erwähnt, ist es einfach nur klasse de rechte hand frei zuhaben, man kann also die hihat weiterspielen, und toms bedienen, wo man mit der kreuztechnik die hihat auf und zu macht mit dem fuß..
    ich habe aber auch noch nie verstanden was einem die kreuztechnik bringt...
    aber open handed rult! :D
     
  16. Miranthil

    Miranthil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.10   #16
    naja der gedanke ist dass du - da man theoretisch bassdrum mehr nutzt als hihat - deinen starken fuss am basspedal hast...gleichzeitig sollst du aber auch eher mit deinem starken arm die hh spielen...woraus sich dann die crossover-technik ergibt =)
    ich persönlich spiel auch open-handed...aber nur dadurch dass ich als rechtshänder mein set im linkshänderaufbau spiele...
     
  17. koinplan

    koinplan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.10   #17
    Also ich kanns zwar nicht richtig^^ nur versuch ichs ab und an wenn ich mich einfach mal hinsetzt und allein irgendwas runter spiel ist einfach ein gutes training der linken hand mir hat auch eine übung von einem kumpel geholfen die der nutzt um seine finger unabhängig beim gitarrespielen zu bewegen^^ man muss auch einfach was ausprobieren ist find ich ein gutes training aber so in der band wär das jetzt für mich nicht das ideale ^^ und ich find es sieht ungewohnt aus^^

    also versuch was dir besser liegt das kreuzen ist ja hauptsächlich daraus entstanden das die meisten rechtshänder sind^^ also die stärkere Hand dann auch die durchgehnden parts spielt.
     
  18. Drummerle

    Drummerle Helpful & Friendly User

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    Erstellt: 08.06.10   #18
    nur mal so gesagt.......ich war letztens bei einem workshop mit simon philipps, und da kam die selbe frage aus dem publikum...warum spielst du O-H?
    Die antwort war echt lustich:
    Als er auf OH umgestellt hat, wollte er es aus rein optischen gründen....er meinte, damals war er noch jung und sein set sollte möglichst gut und groß aussehen. Nur das kleinste Tom über der hihat passte nicht in die reihe, weil die hihat im weg war (passt halt nicht ganz wenn man 4 toms über der bd hat)....dann hat er die hihat runtergeschraubt, damit alle toms im richtigen winkel vor ihm gut spielbar waren.....nur leider war da die hihat so tief, dass er sie mit rechts nicht mehr spielen konnte.....also hat er auf open handet umgestellt und das trainiert, weil ihm die optik seines settes so wichtig war.... das es spielerisch ein paar vorteile hat, kam erst später:rolleyes:

    Drummerle
     
  19. drumtheater736

    drumtheater736 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.10   #19
    Hi,

    alles ein frage der gewohnheit, wenn es wirklich soviel besser wäre würden solche perfektionisten wie weckl harrison minnemann greb usw.
    alle umsteigen, tun sie aber nicht. :gruebel:

    LG

    DT
     
  20. Urknall

    Urknall Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.12   #20
    Hallo!

    Auch wenn es ein alter Thread ist, ist das Thema doch immer wieder aktuell. Ich beschäftigte mich einige Wochen mit der Frage open-handed oder cross.
    Als Linkshänder habe ich zunächst das Set "links herum" aufgebaut. Also die HH rechts, und klassischerweise gekreuzt gespielt. Mein Problem war , wie bei vielen, jedoch die Bedienung der Hängetoms, weil der linke Arm halt im Weg war.
    Dann hab ich es mit "open-handed" probiert (immer noch Linkshänder-Set). Sicherlich ist es Übung sich umzustellen, da die linke Hand immer wieder die HH-Schläge mitmachen wollte. Nach drei-vier Tagen dann doch wieder cross-handed gespielt, denn das Spielgefühl war einfach besser.
    Dann habe ich das Set mal "normal" aufgebaut" (HH links usw.) und "open-handed" gespielt. Also konnte meine linke Hand wieder schön die HH bedienen. Klappte sehr gut.
    Nachteil: Ich bin auch Linksfüßer. Die verdammte Bassdrum wollte nicht so wie ich. Auch das ist natürlich Übungssache, doch erreicht man je das Feeling wie auf dem "Hauptfuß"?

    Ich spiele ca. 30 Jahre Gitarre. Rechtshändergitarre als Linkshänder. Im Grunde ist immer ein gewisses Restdefizit in der rechten Hand geblieben.
    Coole Rhythmen musste ich mir immer mit mehr Aufwand erlernen (Feeling der rechten Hand kam/kommt bei mir nicht an das Feeling der linken Hand heran).

    Dann habe ich mal Folgendes probiert:
    Da ich ein billiges E-Drum spiele, konnte ich das Set durch die Kabel ganz anders aufbauen um "mein" open-handed spiel zu realisieren: Set "normal" aufgebaut (HH also wieder links), das Ride direkt neben der HH. Statt HH-Controller das Bassdrum-Kickpad aufgebaut (=linker Fuß spielt Bassdrum) und da wo die BD-Fußmaschine stand, stand dann der HH-Crontroller (also in der Mitte des Sets).
    Das war perfekt :-) !!
    Im Sommer kaufe ich mir aber ein akkustisches Set - will heissen: So kann ich das nicht machen. Also besser nicht daran gewöhnen. Schließlich kann ich schlecht die HH zwischen die Toms plazieren.

    Jetzt spiele ich wieder ein Linkshänder-Set, gekreuzt. Im Grunde kommt es auf das selber heraus: Lernen und gewöhnen. Entweder - wie jetzt - die Toms richtig und gut zu bedienen, wenn ich "cross-handed" spiele, bei "open handed", die rechte Hand für die HH lernen oder (beim Setaufbau "normal" auf rechts) den rechten Fuß für die BD.
    Man tauscht also nur eine Unbequemlichkeit gegen die andere.
    Die vielfältigen Möglichkeiten der open-handed-Spielweise sind schon besser (damit meine ich aber nicht, das durchhämmern der HH ...... finde ich nur streckenweise gut und passt nicht immer zum Gesamtbild eines Beats, finde ich)

    Dennoch habe ich mich - für mein Wohlbefinden - zunächst für das gekreutze Spiel entschieden. Eben so lange, bis sich mein (etwas absurder) "Traumaufbau" (Set rechts, BD links neben der HH *siehe oben*) auf einem akkustischen Set realisieren lässt.

    Grüße
    Urknall
     
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