Muse / Showbiz / 1999 / CD

Dieses Thema im Forum "CD / DVD Reviews" wurde erstellt von kox, 29.09.05.

  1. kox

    kox Registrierter Benutzer

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    Genre: Rock
    Label: Universal

    Bandmitglieder:

    Matthew Bellamy - Gesang, Gitarren, Piano
    Chris Wolstenholme - Bass, Gesang
    Dominic Howard - Schlagwerk


    Titelliste:

    1. Sunburn (3:54)
    2. Muscle Museum (4:24)
    3. Fillip (4:01)
    4. Falling Down (4:33)
    5. Cave (4:46)
    6. Showbiz (5:16)
    7. Unintended (3:57)
    8. Uno (3:38)
    9. Sober (4:04)
    10. Escape (3:31)
    11. Overdue (2:26)
    12. Hate This & I'll love you (5:17)

    Summe: 47:49

    Dies ist, abgesehen von einer EP mit einigen der auch auf diesem Album vorhandenen
    Titeln, das Debutalbum der Band Muse. Es wird oft der Vergleich zu Radiohead gezogen,
    was meiner Meinung nach aber überhaupt nicht passt, weder zum damaligen, noch zum
    jetzigen Stil Radioheads. Aber beide Sänger singen gern sehr hoch, was wohl für den
    billigen Vergleich für viele ausreicht. Aber nun play und los geht's!

    Sunburn
    Ein eingängiges und wunderschönes Klavierriff bestimmt dieses erste Lied und zeigt damit
    gleich die ersten Qualitäten des Sängers und Multiinstrumentalisten. In der Strophe
    gefühlvoll und zart, deftig und rockig im Refrain - super Einstieg!

    Muscle Museum
    Hier zieht sich ein markanter Basslauf durch das Lied, der groovt und zum Mitnicken
    anregt. Im Refrain wirds dann wieder lauter und der ganze Körper nickt.
    Man achte auf das Solo, was bemerkenswerterweise nicht von einer Gitarre gespielt,
    sondern eingesungen ist! Der höchste Ton ist ein D, auf der Gitarre im 22. Bund der hohen
    E-Saite! Soviel zu den stimmlichen Qualitäten.

    Fillip
    Ein solides rockiges Lied, das nicht mit den ersten beiden mithalten kann. Im Mittelteil
    eine ruhige klavierlastige Stelle, die Tendenz zu großer Dynamik und großen Gefühlen
    zeichnet sich hier schon ab.

    Falling Down
    Die erste "Ballade" des Albums, mit zarter Stimme wird zu zarter Gitarre gesungen, im
    Refrain brodelt es dann wieder ein wenig, ein sehr schönes Lied.

    Cave
    Ein weiteres rockiges Lied, diesmal mit heftiger Strophe und epischem Refrain, und wieder
    ein ruhiger Klavierpart vor dem Ende. Kein herausragendes Lied, aber geht gut ab.

    Showbiz
    Der Titelsong. Opus magnus des Albums. Ein düsteres Lied voller Energie, die schrittweise
    immer mehr rausgelassen wird. Es beginnt mit einem Tom und einem Fis, und von dort
    geht es immer weiter, crescendo bis zum Äußersten! Schweigen, geniessen und am Ende
    einfach mitschreien. Eindeutig der Höhepunkt!

    Unintended
    Nach diesem Knaller müssen sich erstmal alle entspannen. Dies geht am Besten mit einem
    ruhigen, komplett akustisch instrumentieren Liebeslied. Wunderschön und herzzerreissend.

    Uno
    Nachdem alle wieder Energie gesammelt haben, wird nun zum Tango gebeten! Rock und
    Tango sind hier liebevoll zu einem knalligen Lied vereint, bemerkenswert wieder die große
    Dynamik zwischen der dünn instrumentierten Strophe und dem krachenden Refrain.

    Sober
    Ab hier geht es leicht abwärts mit dem Album, mit den bereits gehörten Größen kann keins
    der folgenden Lieder mithalten. Sober ist ein weiterer solider Rocker zum Mitsingen und Nicken.

    Escape
    Hier wird es wieder ruhig und zum ersten mal dauerhaft zweistimmig. Aber die Ruhe
    währt nur bis zum Refrain, wo es wieder etwas lauter zu Werke geht.

    Overdue
    Wieder wird die Dynamik zelebriert, kein schlechter Song, geradlinig, rockig, ganz ok.

    Hate This & I'll love you
    Jetzt wird es nochmal groß und episch, ohne allerdings so zuzupacken wie bei Showbiz.
    Zeigt zum Abschluss nochmal, was die Band kann, nämlich sowohl wunderschön zart und
    romantisch, als auch rockend und knallig zu spielen.

    Fazit:
    Das Album hat Licht und Schattenseiten, einige Lieder haben nicht die kompositorische
    Qualität von Sunburn, Muscle Museum und Showbiz heran. Jedes Lied hat etwas, aber
    manche deutlich mehr als andere, deswegen gibt es 7/10 Punkten. Aber von dieser Band
    ist noch einiges zu erwarten! Und wenn ich Vergleiche anstellen müsste, würde ich sagen,
    so ähnlich würden Queen vielleicht klingen, wenn sie heute angefangen hätten, Musik zu machen.
     
  2. gangstafacka

    gangstafacka Registrierter Benutzer

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    Gleich die ganze Muse-Diskographie auf einen Schlag...
    wow, fleißig, fleißig, kox. Ich bin der Ansicht, dass schon allein dieser
    große Aufwand, der hier von dir betrieben wurde, eine Bewertung wert
    ist, und ich finde, dass einige sich daran mal ein Beispiel nehmen sollten *bewert* :great:

    Und zum Review:
    Ich hab' ja auch bereits ein Review hier verfasst und mir richtig Mühe dabei
    gegeben, aber bei deinem Review wird auch noch mal überdeutlich, dass
    du dich für das Review noch mal so richtig ins Zeug gelegt hast, Hochachtung.
    Das Review ist dir echt hervorragend gelungen; deinen kritischen Standpunkt
    hast du konsequent beibehalten können und hast den Leser nicht mit irgend
    welchen verbalen Augenwischereien zugesülzt, dich aber dennoch tiefgreifend
    mit der Materie auseinander gesetzt, anstatt an der Oberfläche zu kratzen,
    klasse :great:
    Ich besitze selbst das Album und nehme einen hohen Wiedererkennungswert
    des Albums in deinem Review war, womit dieses Review wirklich brauchbar
    ist und als meinungsbildende Quelle mit ruhigem Gewissen herangezogen
    werden kann :)
     
  3. kox

    kox Registrierter Benutzer

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    Danke schön! :)
    Das ermutigt mich, du bist also mitverantwortlich, falls hier noch mehr Rezis von mir kommen! ;)

    Kox
     

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