Muss ich mir da Sorgen machen?

von maxi94, 09.10.10.

  1. maxi94

    maxi94 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.10   #1
    Hallo,
    heute beim Cello üben ist mir bei meinem Cello was am Stachel aufgefallen: Als ich ihn hinauszog ist mir aufgefallen, das er in leichter schgräglage zum Cello steht (Bild 1 und 2). Ich mein damit, dass da Luft zwischen ist. Kann dadurch irgendwie das Holz überbelastet werden? Oder kann er auch rausfallen, und sich folglich die Saiten alle entspannen und das der Stimmstock umfällt?

    Ich hab dann erstmal weitergeübt und mir darüber keinen Kopf mehr gemacht. Das Telefon klingelte und ich stellte das Cello seitlich ab (auf der Zarge), ans Telefon gegangen. Danach bin ich wieder hochgekommen und wollte das Cello aufheben das tat ich auch mit zwei Händen (eine am Hals und die andere am Unteren Teil des Cellos) und dann geschah es; ich hab das Cello vorne fallen gelassen und der forder Teil krachte etwa aus 4cm höhe auf den Laminatboden. Ich sofort wieder aufgehoben und geguckt, was kaputt gegangen ist. Überraschender weise sah ich auf den ersten Blick nichts und brauchte kurze Zeit bis mir ein kleiner Fehler an der linken Zarge auffiel (Bild 3 und 4). Beim Cello müssen kleine Splitter weggeflogen sein (Bild 1, P1 und P2). Das Holz sieht ansonsten so aus, als hätte es keinen riss nur der Lack hat einen kleinen, wenn ma es im Licht betrachtet. Auch sind da, wo das Holz wegebrochen ist, jeweils ein kleines Loch zu sehen, welches, aber nich viel größer als einen mm ist. Ich hätte meine Lehrerin um Hilfe gefragt, da aber gestern die Ferien begonnen haben, sehe ich sie erst in 2,5 Wochen wieder. Darum frag ich hier: Ist es schlimm? muss ich angst haben, das was passieren kann, sich der Boden löst, irgendwelche Risse entstehen oder sonst was? Bitte Helft mir.
    Gruß Maxi
     

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    Zuletzt bearbeitet: 09.10.10
  2. cello und bass

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    Erstellt: 10.10.10   #2
    Hallo maxi,

    bei meinem Schülercello sind einige solcher Risse vorhanden durch Umfaller,... da ist seit Jahren nichts passiert

    Garantieren kann ich aber für nichts, im Zweifelsfalle geh zum Geigenbauer (oder warte auf fiddle hier im Board ;))

    Grüße C&B
     
  3. maxi94

    maxi94 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.10   #3
    Das hat mich jetzt schonmal ein wenig beruhigt :) Meine Hauptsorge ist halt einfach nur, dass durch die zwei kleinen Löcher sich ausbreiten. Ist dieser fiddle ein User?
    Gruß Maxi
     
  4. fiddle

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    Erstellt: 11.10.10   #4
    Hi Maxi,

    hier bin ich :D. (ich habe Geigenbau gelernt, von daher weiß ich ein paar Sachen)

    Ich habe mir die Lackstellen mal angeschaut. Das ist nicht schlimm. Es kann immer wieder vorkommen, daß kleine Stellen vom Lack abplatzen. An dieser Stelle, der Zusammenschluß von Boden und Zarge, könnten Leimreste vorhanden sein, über die dann später überlackiert oder retuschiert wurden. Die Verbindung des Lacks könnte dadurch etwas schwach sein. Außerdem wird auch oft an dieser Stelle künstliche Patina aufgebracht, die später auch wieder mit Lack überzogen wurde. Das gibt dann einen etwas dickeren "Pamp" aus Patina+Lack, der härtet im Lauf der Zeit aus, wird spröde und zieht sich etwas zusammen -> eine kleine Erschütterung und dann kann schonmal was abplatzen. (wenige Pinselstriche beim nächsten Besuch beim Geigenbauer).

    p.s. es gibt noch andere Ursachen für schwache Lackstellen: Leimreste auf Lack, Unterschiedliche Lackstärken durchs Polieren, Lackkonsitenz nur vom Originallack und/oder von nachträglichem Retuschierlack.

    Ob jetzt bei dem Sturz was aufgegangen ist, kann ich nicht sagen. Wenns irgendwo scheppert, ist auch was offen. Wenn nix scheppert ist alles in Ordnung, auch wenn ne klitzekleine Stelle offen sein sollte. Da muß man nicht gleich panisch werden ;)

    Zum Stachel: das ist auch nix ungewöhnliches, daß der Stachel mit dem Endknopf zusammen etwas schief steht. Der Endknopf wird (genau wie die Wirbel) über einen Konus eingepaßt. Am Endknopf wird in der Regel nichts nachgearbeitet, da kaum einer solch einen großen Wirbelschneider besitzt. Wenn ein neuer Stachel nachträglich eingesetzt wird, muß man kucken, wie man diesen am besten eingepaßt bekommt. Ist das alte Loch zu groß, als daß man es über die gesamte Länge mit der Reibahle ausschaben kann bzw. die Tiefe für den Stachel zu früh erreicht wird (und der alte Konus flacher ist, als der neue), dann hängt der Konus hinten (im Unterklotz) etwas in der Luft -> der Stachel wird unter dem Zug der Anhängesaite schief. Das kann man, wenns nur leicht ist, etwas mit Sandpapier korrigieren. Wenn es aber garnicht passen würde, dann würde man dieses Loch zunächst ausbuchsen und den Stachel neu einpassen.

    Wenn dein Cello nicht scheppert und der Stachel gut sitzt (auch wenn leicht schief), gibts keinen Grund zur Beunruhigung. So lassen.


    cheers, fiddle
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.10.10
  5. maxi94

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    Erstellt: 13.10.10   #5
    vielen Dank für die Antwort, jetzt kann ich ruhiger schlafen:rolleyes: Ich mach nächsten Januar mein Berufspraktikum beim Geigenbauer, ich freu mich schon total drauf. Da kann ich ih ja auch nochaml zu Lacken und allem in Ruhe ausfragen:D
    Vielen Dank,
    Maxi
     
  6. cello und bass

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    Erstellt: 13.10.10   #6
    :cool: ich würde mich über einen Bericht von dir freuen - gerne im Streicher-Talk (oder im http://www.musiker-board.de/f488-ausbildung-studium-muth/ , da wäre es auch richtig)

    Grüße C&B
     
  7. maxi94

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    Erstellt: 14.10.10   #7
    Ich muss nen Bericht über meine Zeit dort schreiben, ich kann ih ja hier hochladen.
     

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