Noten schreiben durch Spielen ?

von Gsus665, 07.02.11.

  1. Gsus665

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    Erstellt: 07.02.11   #1
    Mahlzeit :)

    Ich benötige ein Programm um mein digitales Piano (Roland FP-7) an meinen Rechner anschließen kann (Ubuntu) und das es mir ermöglicht möglichst korrekt Noten mitzuschreiben.

    Sprich ich spiele was auf dem Klavier und der PC schreibt die Noten auf die ich grade so von mir gebe, möglichst komplett, also nicht nur Notenhöhe sondern auch Notenwert, Pausenerkennung etc. etc.

    Das ein PC da vermutlich ganz schöne Schwierigkeiten bekommt wenn der Spieler vielleicht auch noch ein wenig Ausdruck durch Dynamik rein bringt kann ich mir denken ^^ Aber Hauptsache wäre, dass ich die Noten im Groben da stehen hätte.

    Ich leite nämlich noch einen Musikverein und würde da unheimlich gern Stücke für arrangieren oder selbst schreiben, hab aber nie wirklich Notenschreiben gelernt und bin an einigen Versuchen verzweifelt ^^

    So könnte ich mich hinsetzen, die Melodie die ich im Kopf oder schon mal grob vorgezeichnet hab einfach SPIELEN und die Kiste schreibt von selbst...

    Gibt es so was ?
    Wenns sein muss würd ich mir dafür sogar noch mal Windows holen falls es jetzt für Ubuntu nix gibt...
    Der Preis....naja es sollte nicht grade ein Programm sein das in profesionellen Tonstudios genutzt wird und 2000 € kostet ^^ also klar....günstig ist von Vorteil :)

    PS: erschwerend kommt hinzu, dass ich nicht DER PC Experte bin, es sollte also auch noch nicht ZU kompliziert sein.
    Am besten anschalten, auf "Verbinden" klicken, Ton-und Taktart eintragen und auf "Start" ...fertig... :)
     
  2. Tastendilettant

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    Erstellt: 07.02.11   #2
    Das kann so nicht funktionieren, da eine Software gleich auf mehrere Probleme stößt:
    - ohne Quantisierung wirst du haufenweise kleinste Pausen und entsprechend kleine Noten im Notenbild haben, es sei denn, du spielst präzise wie ein Roboter
    - mit Quantisierung musst du aufpassen, keine Noten- / Pausenwerte abseits der eingestellten Quantisierung zu spielen, da der Automatikmodus alles gnadenlos glatt bügelt
    - eine Software kann nicht zwischen linker und rechter Hand unterscheiden, d.h. du erhältst nur ein Notensystem, in das alle Noten hereingeschrieben werden: unbrauchbar

    Es gibt in Notationsprogrammen diverse Modi, um ein Einspielen per Tastatur zu ermöglichen, aber das hat dann nichts mehr mit flüssigem Klavierspiel zu tun und erfordert eigentlich immer Nacharbeit. Dynamikzeichen automatisch zu erkennen funktioniert in keinem mir bekannten Notationsprogramm, gleich welcher Art.
    Generell erfordern Notensatzprogramme eine gewisse Einarbeitungszeit, sind dann aber grundsätzlich gut bedienbar. Zum schnellen Festhalten von musikalischen Ideen ist ein leeres Notenblatt und ein Bleistift allerdings immer noch unschlagbar. Bei den Notensatzprogrammen geht es häufig auch nur darum, einen einigermaßen ansehnlichen Notensatz daheim am Rechner hinzubekommen. Zum Notenschreiben an sich: wer Noten lesen kann, sollte auch in der Lage sein, Noten schreiben zu können. Mit ein wenig Übung sollte das schon klappen.

    Notensatzprogramme wären z.B. Sibelius oder finale. Das sind die Platzhirsche, entsprechend teuer, aber es gibt auch günstigere Einsteigerversionen, allerdings mit reduziertem Funktionsumfang. Für Linux gibt es MuseScore (es gibt weitere für Linux, aber würde ich eher nicht empfehlen).

    Fazit: ganz so autamatisch, wie du es dir wünscht, gibt es leider nichts. Jedenfalls nichts, das mir bekannt wäre.
     
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    Erstellt: 07.02.11   #3
    Naja, nun jag ihn mal nicht gleich davon. Also mit preiswerteren Notationsprogrammen wie Score Perfect oder Primus kann man durchaus auch mehrstimmig in Echtzeit einspielen. Die härteste Arbeit besteht dabei eigentlich für den Pianisten rythmisch einigermaßen akzeptabel zu spielen....;)
    Aber ganz ohne Nacharbeit wird das nie werden. Wobei man ja sowieso das Stück noch auf eine ausdruckbare Form bringen muß.
     
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  4. Tastendilettant

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    Erstellt: 07.02.11   #4
    Ich jage doch niemanden davon. Was mich interessiert: wie funktioniert eine Mehrstimmigkeit beim Einspielen? Woher weiß die Software, welche Hand was spielt? Einige Bewegungen der Hände über die Oktaven oder gespielte Akkorde beider Hände in enger Lage und das Programm dürfte Schwierigkeiten haben, die jeweiligen Noten den beiden Systemen zuzuordnen. Von "Extremfällen" gekreuzter Hände mal ganz zu schweigen. ;)
     
  5. Pfeife

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    Erstellt: 07.02.11   #5
    Das funktioniert natürlich alles nicht, zaubern kann kein Computer.;)
    Man setzt einen split-Punkt, oberhalb dessen alles ins erste System kommt und unterhalb ins zweite. :D
     
  6. Gsus665

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    Erstellt: 08.02.11   #6
    :) schon mal danke für die guten Tips, werde mir das Linux-Programm mal besorgen :)


    Mehrstimmig muss es gar nicht sein, denn es ist ja für einen Verein gedacht, in dem jedes Instrument so wie so nur einen Ton nach dem anderen spielen kann ^^ Auch wenn eine mehrstimmige Flöte wirklich eine interessante Idee wäre :)

    Ne Spaß bei Seite ! Das man nachbearbeiten muss war mir eigentlich schon fast klar, aber wenn ich für 7 Stimmen Noten schreiben muss, dann bin ich für jedes bisschen automatische Hilfe dankbar ;)

    Denn wie gesagt, Noten lesen kann ich seit ich denken kann, aber schreiben ? Dauert bei mir ewig und bis dahin sind dann die Ideen auch schon wieder weg die ich hatte ^^

    Oft hat man ja auch Ideen beim einfach drauf los spielen und improvisieren....ich vergesse so was nur leider immer zügig :(

    Da Hilft mir wirklich jede Note die irgendwo in meinem PC aufgeschrieben wurde :) Bin etwas sehr...vergesslich was so was angeht...

    Und wie gesagt, Hauptarbeit ist für den Verein, und da sind nur Blasinstrumente, sprich, immer nur ein Ton :)
     
  7. Lightshow

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    Erstellt: 08.02.11   #7
    Hätte man einen Mac, so gibt es umsont GarageBand dazu. Mit diesem Programm geht das alles ziemlich gut, natürlich auch wie schon gesagt nicht ohne Nachbesserung. Das funktioniert über Midi, sodass er auch erkennt, wie stark man anschlägt. Ziemlich gut meines erachtens, ein Kabel von Midi auf USB gibt es auch für nicht so viel Geld. Mein Problem ist jedoch, dass ich für Windows kein vergleichbares Programm finden kann. Kennt vielleicht jemand eines?
     
  8. Tastendilettant

    Tastendilettant Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.11   #8
    Musescore gibt es auch für Windows. Mit dieser Software ist die Noteneingabe über ein angeschlossenes Midi Keyboard möglich. Nur die Dynamikzeichen muss man selbst setzen. Aber das ist meist ohnehin präziser und auch recht schnell gemacht.
     
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  9. zonquer

    zonquer HCA Trompete - MOD Brass

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    Erstellt: 09.02.11   #9
    Die PC Alternative zu Garage-Band wäre vielleicht am ehesten Band-In-A-Box von PG Music.
    http://www.bandinabox.com/de/

    Man muss nicht unbedingt die vollste Ausbaustufe und/oder neueste Version nehmen. Ich habe meine erste Software davon schon um 1994 gekauft und 2-3x "nachgerüstet". Derzeit habe ich neben einer aktuellen Version mit allem Schnickschnack auf dem "Musik-PC" immer noch das BIAB von 2002 in einer möglichst abgespeckten Fassung auf einem betagten Laptop (Grundversion mit reinem MIDI, nur wenige "Styles", die neueren Versionen kommen tonnenweise Add-Ons und Samples).
    Der Workflow ist mit der einfachsten Version bereits sehr gut. Man kann damit bei kürzester Einarbeitung sowohl ein- und mehrstimmig notieren, beliebig editieren und auch für diverse Besetzungen arrangieren.
    Der Notendruck ist passabel, aber natürlich nicht mit der Qualität von Finale und Sibelius vergleichbar.
    Als äußerst flexibles Play-Along für Improvisationsübungen ist das Programm jedoch für musizierende PC-Besitzer unübertroffen.

    Bei Finale gibt es neben dem Vollprogramm ebenfalls weniger aufwendige Ausgaben, die in der Praxis für die meisten Ansprüche bereits völlig ausreichen. Da muss man halt "von Hand" arrangieren, hat aber eine sehr gute Notation bis zum professionellen Niveau.
    http://www.klemm-music.de/coda/allegrovsfinale.htm
     

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