Review: Audix OM7

von Slider, 11.08.07.

  1. Slider

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    Erstellt: 11.08.07   #1
    Hallo Leute!

    Ich habe jetzt einige Monate mit meinem Beyerdynamic TGX-58 gesungen.
    Nun hatte ich Geld über und dachte: Ein neues MIkro wäre sicherlich mal ein Versucht wert und es reizte mich, mal einen Vergleich mit meinem jetzigen Mikro zu bekommen!

    Nun soweit gut...heute kam mein Mikro dann mit der Post...

    Ausgepackt...netter Karton...zum Mikro gibt es ein Datenblatt und Informationen über das OM7 und dazu noch eine passende Klemme.
    Ich konnte es mir nicht nehmen und bin gleich in Proberaum, um einen kleinen AB Test zu machen.

    Ich habe beide Mikrofone an unsere Anlage angeschlossen und erstmal eingepegelt...
    Man merkt gleich deutlich (so wie es im Manual steht), dass der Gainregler beim OM7 wesentlich höher muss.

    Vergleich: Sound:

    Das Beyerdynamic klingt ein ganzes Stück aggressiver als das OM7.
    Die Bässe und Höhen bei ca. 7-8 Khz sind ziemlich betont. Ingesamt klingt das Mikro sehr "voll".

    Das Audix hingegen klingt in den Höhen ein ganzes Stück seidiger und weicher. Es ist außerdem nicht ganz so aggressiv vom Verhalten her und klingt ein bisschen ausgewogener. Im Vergleich zum Beyerdynamic musste ich keine Bässe wegnehmen um einen "klareren" Sound zu erhalten...

    Vergleich: Feedbackanfälligkeit:

    In diesem Vergleich gewinnt das Audix, denn es ist unanfälliger und koppelt nicht so schnell.
    Auch wenn man die Hand vor das Mikro hält, dauert es lange bis man eine wirkliche Rückkopplung bekommt.

    Zur Info: Ich habe beide Mikros voher jeweils so eingepegelt, das sie kurz vor einer Rückkopplung standen, aber beim singen nicht gekoppelt haben!

    Soweit so gut...das Audix klingt angenehmer und nicht ganz so aggressiv und koppelt nicht so schnell.

    Nun muss man jedoch mal den Preisunterschied betrachten und merkt, dass das Audix ja fast 2mal so teuer ist.
    Wenn man beim TGX-58 ein wenig die 12Khz regler runterregelt erhält man einen ähnlichen Effekt und es koppelt ebenfalls kaum noch.

    Fazit:

    Ich komme zu dem Schluss, dass sich das Audix ohne EQ ausgewogener und schöner anhört als das Beyerdynamic.
    Jedoch kriegt man das Beyerdynamic mit ein wenig EQ vom klang fast genauso hin und bis jetzt bin ich fast der Meinung, dass sich der Aufpreis wirklich nicht lohnt!


    Jedoch muss ich hinzufügen, dass ich ja bis jetzt nur einen reinen AB Vergleich vorgenommen habe und das Mikro nun erst einmal beim Proben morgen testen werde.
    Wenn sich das OM7 dann besser schlägt als das TGX behalte ich es, ändert sich hingegen kaum was, werde ich es wieder zurückschicken.

    Einen Bericht dazu gibt es wohl morgen Abend ;)

    Ich hoffe mein kleiner Test war nett zu lesen,

    Euer Slider
     
  2. morry

    morry Mod Emeritus

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    Erstellt: 11.08.07   #2
    Hi, danke für diese Informationen!
    Mich würde das noch sehr interessieren:
    -Mischpult
    -Endstufe
    -Boxen
    -Größe des Proberaums
    -Mikro wird in der Hand gehalten / steckt am Ständer

    Wir nutzen ein OM2 und hatten ein OM3xb, beide sind sehr gute Mikrofone. Das OM3xb hab ich aber verkauft, da sich für mich ein SM58 eben besser anfühlte.
    Ich habe persönlich den Eindruck, dass die Audix Mikrofone ihre so oft gepriesenen Vorteile (wie z.B. die hohe Feedbackfestigkeit) erst im Zusammenspiel mit einer sehr hochwertigen Signalkette entfalten können. Diese Erfahrung mussten wir z.B. mit dem Audix D6 für die Bassdrum machen, dass in unseren Ohren einfach nicht den Sound eines AKG D112 übertreffen konnte. Kann aber eben wie gesagt auch an unserer damals relativ minderwertigen Signalkette gelegen haben.

    Viele Grüße
    Moritz
     
  3. Slider

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    Erstellt: 11.08.07   #3
    Ja das Problem befürchte ich auch...wir haben im Proberaum ein Behringer Mischpult (MX3242) und ne Power Maxx Endstufe und Behringer Boxen.

    Die Sachen langen, um im Proberaum einen brauchbaren Sound zu erzeugen (klangen im Vergleich zu den HK Premium sogar besser, man glaubt es kaum). Jedoch hatte ich dieses Preamp Problem auch schon gelesen...

    Größe des Raumes: ca. 35qm

    Das Mikrofon steht auf einem Ständer (spiele Gitarre und singe) ;)


    Grüße,

    Slider
     
  4. Astronautenkost

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    Erstellt: 11.08.07   #4
    Ich habe das OM7 wie das OM6 im Vergleichstest gehabt. Getestet wurde auf einer d&b A1/B1 1220 CO mit einem Soundcraftmischpult Venue. Zwar schon was älter aber hochwertig. Da konnte das OM7 und das OM6 sich von den anderen dynamischen Mitbewerbern wie Beta 58, SM58, Sennheiser e935 und e945 ganz klar absetzen. Und die Audixe waren ebenso sicher wie der Feedback Spezi CM 310 von Crown oder das noch relativ neue KSM9 von Shure.
     
  5. donay

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    Erstellt: 12.08.07   #5
    so, heute wird bei mir das erste mal mit dem audix om7 geprobt.. freu freu. habe zuhause mal mit dem monitor mit nem viel billigeren behringer (10euro;)) verglichen, aber musste zu meinem erstaunen feststellen, soooo grosse unterschiede gab es noch nicht. einzig der nahbesprechungseffekt ist natürlich extrem geil, denn muss ich noch ein bisschen kennelernen wie genau umgehen mit, aber dann denk ich ist das sehr geil. aber wie gesagt, heute gibts die erste probe mit und für das teil... bin ja gespannt.

    habe nur gelesen am besten wärs mit nem preamp. da habe ich aber NULL ahnung von...
     
  6. Astronautenkost

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    Erstellt: 12.08.07   #6
    Preamps sind auch pro Mikrokanal im Mischpult eingebaut, sonst würde man vom Mikro nicht viel hören. Je besser die Preamps, ob im Mischpult oder als einzelner Vorverstärker, desto besser das Signal. Die Topklasse kann ganz schön ins Geld gehen siehe Millennia. Mit dem Studio Projects geht es in etwa los. Ein wirklich gutes Mischpult kostet eben auch viel Geld siehe SSL oder Neve.
     
  7. donay

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    Erstellt: 12.08.07   #7
    sooo die erste bandprobe hat das om7 überlebt. anfangs war ich etwas enttäuscht, es koppelte fast gleich fest wie ein behringer für 10 euro, und der klang ist auch nicht viiiiel anders. der nahbesprechungseffekt ist jedoch sehr sehr hübsch.
    zur algemeinen lage muss man aber noch erwähnen, dass ich das mic DIREKT in den monitor eingesteckt habe (MIC IN), da unsere enstufen fehlten... mag also sehr gut sein das meine erfahrungen bei der nächsten probe mit mishpult und pa völlig anders ausfallen. ich hoffs zumindest;-)
     
  8. Astronautenkost

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    Erstellt: 13.08.07   #8
    Leute, Vergleiche einfach mal eben so mit Simpelstmaterial im Probenraum sind nicht besonders aussagefähig! Das muss schon mit Referenzmaterial sorgfältig unter exakt gleichen Bedingungen gearbeitet werden. Ohne Angabe über welche Box z.B. und welches andere Mikro nützt das sowieso gar nichts. Das dass OM7 nicht viel anders klingt als ein Billigbehringer, kann da nur am Ausgangsmaterial liegen. Oder an Deinen Ohren. ;)
     
  9. Campfire

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    Erstellt: 14.08.07   #9
    wichtig beim OM 7 ist in jedem Fall dass es mit sehr geringem Mikrofonabstand besungen werden muss (am besten Lippenkontakt) um seine Feedbackfestigkeit voll ausspielen zu können....
    bei weiterem Abstand ziehe ich z.B. ein AKG C535 vor....
     
  10. Deltafox

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    Erstellt: 15.08.07   #10
    naja, soweit schon klar, aber dann ist es dennoch für IHN/SIE nicht wirklich eine lohnenswerte Anschaffung (gewesen)

    natürlich sollte man dann differenzieren, bevor man verbreitet, das Mikro taugt nichts, aber eben auch nicht krampfhaft das Mikro unbedingt behalten, da es ja "besser" ist, sondern dann vielleicht doch wieder zurückschicken

    .. wollte ich nur einwerfen :)
     
  11. Astronautenkost

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    Erstellt: 15.08.07   #11
    @Deltafox
    Kommt drauf an was er/sie außer dem Probenraum noch vorhat. Oder irgenwann gibt es auch im Probenraum besseres Equipment.

    @Campfire
    Aber besser nicht im Probenraum oder auf der Bühne mit hoher Lautsstärke oder bei Black Metall. ;)
    Du hast recht, was den Lippenkontakt beim OM7 angeht.
     
  12. Campfire

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    Erstellt: 15.08.07   #12
    "Aber besser nicht im Probenraum oder auf der Bühne mit hoher Lautsstärke oder bei Black Metall"
    ja, stimmmt, dan könnte man sich Live die Mikrofonierung der restlichen Band so ziemlich sparen..... :-)
    ging jetzt bei weiterem Mikrofonabstand eher von Jazz oder so aus... :-)
    Die härteren Bands die ich bisher gemisct habe hatten mit engem Mikrofonkontakt bisher weniger ein Problem sobald sie über das Nieveau raus waren immer auf das Gitarrengriffbret schauen zu müssen.... :-)
     
  13. Slider

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    Erstellt: 15.08.07   #13
    Lippenkontakt mit dem Mikro habe ich immer ;)

    So habe das nun mal beim probengetestet und mein Eindruck ist eher positiv!
    Ohne EQ klang es schon sehr angenehm und setzte sich gut durch, Feedbackanfälligkeit war auch gut,. es koppelte bei hohen Lautstärken nicht.

    Ich denke ich werde das OM7 behalten und sehen....gerade Live wird sich sowas bezahlt machen, spätestens wenn wir am 8.9 über ein großes Allen&Heath Pult und 15KW Anlage spielen :p
     
  14. Astronautenkost

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    Erstellt: 15.08.07   #14
    Frei nach Gertrude Stein "Ein gutes Mikro ist ein gutes Mikro, ist ein gutes Mikro ..."
     
  15. donay

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    Erstellt: 26.09.07   #15
    Nach etlichen proben und heimherumschreiereien:
    PERFEKTes mikro für mich. unbedingt mit lippenkontakt singen, dann ists einfach nur 1A!
     
  16. slalomsims

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    Erstellt: 27.09.07   #16
    Das mit dem "Testen an "billigen" Material bringt nichts" kann ich nur nochmal bestätigen. Ich hatte das auch mal mit einem anderen Mikro (welches sag ich nich, das wird peinlich^^), da hab ich das Ding doch glatt mal an so einen Billig-Powermischer und 2 Billigboxen angeschlossen und mich dann gewundert, warum der Unterschied so gering ist.

    Spätestens, wenn ihr mal nen Gig habt, wo eine halbwegs vernünftige Anlage steht, wirst du dich über dein Mikro freuen, garantiert. Ich kenn datt! :great::D:great::D:great::D
     

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