[Review] Korg Kaoss Pad 3

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von oberlutz, 13.02.11.

  1. oberlutz

    oberlutz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.11   #1
    Hallo liebe Gemeinde,

    auch wenn die vierte Generation des Kaoss Pad schon in den Startlöchern steht, möchte ich hier und heute einen kleinen persönlichen Erfahrungsbericht des Korg Kaoss Pad 3
    [​IMG]
    zum Besten geben.
    Ich habe das Gerät erst eine Woche, arbeite aber täglich damit und bin so begeistert, dass ich jetzt meine ersten Eindrücke schildern muss.

    Äußeres
    Das Pad kommt beinahe quadratisch daher und ist mit 21 x 22 cm nicht wirklich klein, aber handlich. Es passt gut auf den Schreibtisch :)
    Das Gehäuse ist aus einer stabilen Metalllegierung und wirkt stabil. Die Gummibuttons sind stabil verarbeitet und halten vermutlich den rauhen Bühnenalltag aus. Die drei Drehregler sind aus Kunststoff, der Knopf zur Tempo-/Programmauswahl ist mit einer Pushfunktion versehen und insgesamt sehen die Knöpfe instabiler aus, aber sie scheinen gut durchzuhalten. Am wackeligsten wirkt der Fader für FX Release, da muss die Zeit sehen, wie er durchhält.
    Der Touchscreen ist robust und sehr gut zu bedienen.
    Auf der Rückseite finden sich Cinch Line In/Out, MIDI In /Out, USB und der Netzschalter, vorn kann man Kopfhörer und ein Mikro mit 6,3mm Klinkenstecker anschließen und dort finden sich jeweils auch der Lautstärke bzw. Pegelregler. Ebenfalls vorn findet sich der SD Karten Slot.

    Effekte
    Ich benutze das KP3 als Synthesizereffektgerät und Sampler.
    Über die Anzahl und Art der Effekte möchte ich mich hier nicht ausbreiten, die Auflistung findet ihr hier: http://www.korg.de/produkte/produci...duktinfo/kp3-produktinfo-spezifikationen.html

    Insgesamt stehen 128 Effekte zur Auswahl, die man mit dem rechten Knopf auswählt.
    Einige Effekte sind BPM-synchron, das Tempo kann man mit einem Druck auf den Button auswählen.
    Es gibt auch eine AutoBPM Funktion, die konnte ich Live noch nicht ausprobieren.
    Die Qualität der Effekte ist unstrittig, die Intensität lässt sich über den FX Depth-Regler einstellen.
    Der Touchscreen dient der Effektsteuerung. Dabei sind die Parameter auf X und Y Achse verteilt, z.B LFO Speed auf X-Achse, LowPassFilter auf Y-Achse. Somit kann man mit einem Wisch über das Pad die Effekte zügig verändern, das ist toll.
    Der "Wisch" über das Pad lässt sich mittels der Pad Motion Funktion aufzeichnen und ermöglicht so, z.B bei einem Pad Sound Filtersweeps ohne die Finger von den Tasten zu nehmen.

    Mittels Hold Funktion lässt sich ein Effektzustand festhalten, wenn man den Button nicht betätigt, wirkt der Effekt nur, wenn der Finger auf dem Pad liegt.

    Drums und Synthsounds
    Es stehen 6 verschiedene Drums zur Auswahl, die ersten in der Liste spielen ein paar Patterns ab, auf der X-Achse steuert man die Komplexität, auf der Y-Achse liegen Effekte. Die Drumpattern sind nicht sonderlich abwechslungsreich, aber sie bilden eine gute Grundlage fürs Samplen und Improvisiern, ich nutze sie als besseres Metronom.
    Die Synthsounds lassen sich nur über das Pad steuern und nicht über den MIDI Eingang. Mit der Padsteuerung komme ich persönlich nicht klar, daher nutze ich die Sounds kaum, auch wenn sie nicht schlecht sind.

    Sampler
    Mittels Sampling und Resampling lassen sich beim KP3 externe und interne Sounds samplen. Dabei stehen maximal 16 Takte zur Verfügung. Das gesamplete Material lässt sich auf der maximal 2GB großen SD Karte abspeichern und davon auch wieder laden. Beim Ausschalten löscht sich der interne Speicher. Es gibt maximal 4 Samplebänke.
    Da ich noch nie mit einem Sampler gearbeitet habe, war ich von dieser Funktion total begeistert und habe unzählige Einsatzmöglichkeiten gefunden. Die Samples lassen sich bearbeiten und als Loop oder Oneshot definieren. Mir fehlt allerdings der Vergleich zu anderen Samplern.

    Restliches
    Viele Funktionen sind nur über den Shift Button zu erreichen, beim Speichern und Laden und bei der Samplebearbeitung stellt das kein Problem dar, allerdings beim Resampling nervt das doch, da man eigentlich drei Hände braucht. Das LED Display stellt die Grundfunktionen einigermaßen übersichtlich dar.
    Das KP3 lässt sich auch als DAW Kontroller gebrauchen, ich habs noch nicht probiert.

    Editor
    Mittels USB lässt sich das KP an den PC anschließen. Im USB Modus wird der Zugriff auf die SD Karte möglich, auf der die Samples und Setups abgespeichert sind. Wenn man den USB Modus nicht aktiviert, kann man mittels Editorsoftware, die beiliegt, Samples in den internen Speicher laden, wav und aif Dateien werden akzeptiert und zügig konvertiert.

    Pro

    • viele gute Effekte
    • intuitive Bedienbarkeit
    • großartige Soundqualität
    • tolle Samplingfunktion
    Kontra

    • gelegentlich umständliche Bedienung
    • MIDI dient nur zu Synchronisation und für Kontrollerfunktionen

    Fazit
    Ich habe längst noch nicht alle Möglichkeiten des Gerätes ausgeschöpft und bin bereitd jetzt sehr begeistert.
    Als Liveeffektgerät gibt es wohl nichts Besseres und die Samplingfunktion hat mich umgehauen.

    Vielen Dank fürs Lesen,
    Lutz
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.02.11
  2. Hattona

    Hattona Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.11   #2
    Danke für die ausführliche Bewertung von dem Korg Kaoss Pad. Ich denke, ich werde mir dieses Gerät auch in den nächsten Tagen bestellen, da ich ein großes Einsatzgebiet dafür besitze. Zum Beispiel könnte ich ja damit Musik starten, wenn ich bei einem Onlineradio auf Sendung gehe. Denke für den Preis ist das perfekt.

    Liebe Grüße,
    Hattona.
     
  3. Mysterion

    Mysterion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.11   #3
    Den KaossilatorPro kann man auch nur empfehlen.
    Ich habe neuerdings ein Setup bestehend aus NI Maschine fuer Drums, Tenori/On fuer Melodien und KaossilatorPro und KaossPad3 zum improvisieren, und ich war noch nie zufriedener mit dem Workflow...ist schon erstaunlich, wie angenehm es ist, so zu arbeiten. Im Gegensatz zum einspielen mit Tastatur und DAW hat das Produzieren so eher was von einem Jam und macht einfach nur...Spass!
     

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