Saiten elektrisch geladen, Verstärker-Erdung, Strom etc.

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twentiethcentury
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Hallo zusammen,

zu dem Thema gibt es zwar schon einiges im Netz, aber so richtig weitergeholfen hat mir bisher nichts.

Folgendes:
Meine E-Gitarre (billige Squier Strat) surrt neuerdings an meinem Amp (Laney LC15R) stärker als sie es sonst tat, und sobald ich meine Finger auf die Saiten, Mechaniken, den Steg oder die Steckerbuchse lege, knackt es kurz und das Surren wird leiser.
Ich als Elektrolaie hatte den Eindruck, die Saiten wären elektrisch geladen.

Was ich festgestellt habe, ist dass dieser Effekt mit dem Knacken und Surren aufhört, sobald ich mit der anderen Hand die Metallleiste am Verstärker anpacke, an der die Potis dran sind. Wenn ich dann gleichzeitig die Mechaniken oder Saiten berühre, tut sich nichts, und Surren tut's auch kaum noch. Worauf lässt das schließen?
Stromschläge hatte ich bisher noch nicht.

Danke schonmal,
Jan
 
Eigenschaft
 
Das lässt darauf schließen, dass die Gitarre, wie jede andere auch, über die Saiten und damit den Gitarristen geerdet ist. Wenn du die Saiten anfasst, werden Störgeräusche besser unterdrückt. Wenn du gleichzeitig noch das vermutlich ebenfalls geerdete Ampgehäuse anlangst, ist die Erdung noch besser und Störgeräusche werden noch besser unterdrückt.
 
Was du nicht sagst..
Ok, und dass das nun stärker geworden ist, liegt... am Elektrosmog in meinem Zimmer? Am Stromnetz? Spiele jetzt seit 13 Jahren Gitarre und so sehr ist mir das noch nie aufgefallen. Bin allerdings jetzt vor kurzem umgezogen, daher könnte es wirklich am Umfeld liegen.
Wieso erdet man den Krams dann nicht einfach über den Verstärker?
Naja, danke auf jeden Fall. Dann mach ich mir jetzt keinen Kopf mehr drum.
 
Das darf ein Technikexperter beantworten, da fühle ich mich dann auch nicht mehr ausreichend qualifiziert :D
 
Kann es sein, das das Erdungskabel in deiner Strat Verkabelung sich gelöst hat? Schraub mal die hintere Abdeckung der Tremolofedern ab und schau dir das mal an.
 
Dann dürfte das Berühren der Saiten aber keinen Einfluss auf das Brummen haben.
 
mal eine andere Gitarre und ein anderes Kabel dranhängen oder den Amp mal in anderen Räumen/Steckdosen ausprobieren. Wenn sich nicht ändert, mal probeweise bei Freunden einstöpseln. Ich habe auch schon an einigen Lacations "schlechten Strom" gehabt und mußte mit/gegen Nebengeräusche kämpfen.
 
Kein Ampproblem, sondern ein Gitarrenproblem.
Ich habe dasselbe Spielchen zur Zeit bei einer billig Strat, seitdem ich Sie auseinander gebaut habe.
In dem Moment wenn du die Saiten oder die Bridge berührst, erdest du das Instrument, daher knackt es kurz und das Surren verschwindet.
Typisches Oldtimerproblem: Korodierte Massekontakte. Einfach das schwarze Kabel vom Federhalter verfolgen und schauen ob es überhaupt an einem Massepunkt hängt.



Mehr Infos findest du hier.
 
*Edit*
Dass die Störgeräsuche schlimmer werden liegt aber eventuell an äußeren Einflüssen. Am Verstärker fungiert deine Gitarre (genauer die Saiten) als Antenne. Setz dich mal vor deinen PC mit dem Instrument umgeschnallt. Schalte einen einzelnen Tonabnehmer ein und bewege deine Maus. Du wirst die Bewegung im Amp hören können. Was noch der absolute Overkill für Single Coils ist, sind schnurlose Telefone. Aber bei der Sendeleistung, die die Dinger haben kann man damit auch Suppe warm machen. Da werden also in der neuen Umgebung mehr technische Geräte Ihre Wellen ins Nirvana senden, also vorher.


Der Witz ist aber, das solche Feedback- und Störgeräusche verschwinden wenn du die Gitarre in einem ganz bestimmten Winkel zum Amp hältst (Blind Spot / Toter Winkel), solange du sie nicht bewegst. :)
 

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