Sammelthread: Kommerz vs. Kultur - Petitionen zum Erhalt von Theatern, Clubs etc.

von tonstudio2, 19.01.10.

  1. tonstudio2

    tonstudio2 Mod Emeritus

    Im Board seit:
    24.10.05
    Beiträge:
    27.107
    Zustimmungen:
    2.484
    Kekse:
    113.951
    Erstellt: 19.01.10   #1
    Ein Hallo an alle Kulturinteressierten :)!

    In Wuppertal soll das Schauspielhaus aufgegeben werden, die Stadt muß sparen.

    In Eisenach hat der Niedergang des Theaters 1992 ganz genau so (!) angefangen, zunächst das Schauspiel entlassen (und 40% der technischen Mitarbeiter), dann das Orchester um ca. 20% reduziert, 2004 den Chor ausradiert, 2008 die Opernsänger sowie weitere 40% des Orchesters und die Hälfte der technischen und der Verwaltungsmitarbeiter entfernt...
    Jetzt haben wir noch rund 80 Mitarbeiter (von ursprünglich 330), davon 16 Tänzer/innen, 24 Orchestermusiker und 6 Schauspieler für das Kinder- und Jugendtheater, die anderen sind künstlerisches Hilfspersonal, Techniker aller Art und Verwaltung.

    Wie das nach 2012 aussehen könnte, wenn sich die Finanzierungsmühle ein weiteres Mal gedreht hat, kann sich sicher jeder leicht vorstellen :bad:.

    Aus Sicht dieser Erfahrungen kann ich nur allen, denen Theater und Kultur etwas bedeuten, ganz dringend raten, sich auf das Heftigste gegen solche Anfänge zu wehren, diese langsame Amputation eines Theaters, das Sterben Stück für Stück ist eine ganz fiese Art und Weise der Träger einer Theatereinrichtung, sich ihrer Verantwortung zu entziehen und dabei den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen :mad:.

    Da es, wie ich glaube, völlig egal ist, wo man etwas für die Kultur macht, Hauptsache: man macht! denn irgendwie brennt es überall mehr oder weniger schlimm...:(, erlaube ich mir, den eben via Facebook erhaltenen Aufruf hierher zu kopieren:

    Weitere Infos und auch zur Petition hier:

    http://www.wuppertal-wehrt-sich.de/

    ______________

    Ich arbeite seit 1983 am Landestheater Eisenach und habe wirklich viel erlebt.
    Aber selbst die bankrotte DDR-Regierung hatte mehr für die Theater und Orchester übrig, als die (glor)reiche Bundesrepublik, und darüber, daß in den Jahren 1933-43 ebenfalls kein Theater geschlossen werden mußte (außer in den letzten beiden Kriegsjahren) will ich auch lieber nicht nachdenken...

    Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn es gelänge, das Theatersterben aufzuhalten, zumindest zu bremsen...
     
  2. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User

    Im Board seit:
    05.01.07
    Beiträge:
    3.479
    Ort:
    Emsiges Land
    Zustimmungen:
    18
    Kekse:
    17.433
    Erstellt: 19.01.10   #2
    Habe gerade die Petition unterschrieben und hoffe, dass die Leute in Wuppertal mit ihrer Aktion Erfolg haben und viele sich mit ihnen solidarisieren.

    Angesichts der Entwicklungen im kulturellen Bereich, die in Deutschland seit einigen Jahren vor allem auf kommunal- und landespolitischer Ebene laufen, muss man sich nicht wundern, wenn durch weitere finanzielle Einsparungen und Kürzungen die Professionalität im Bereich Theater, Schauspiel, Oper und Konzert nach und nach verlorengeht.
    Das unersetzliche Live-Erlebnis gibt es dann für den Interessierten irgendwann nicht mehr in Wohnortnähe, sondern nur noch zentral in Großstädten mit Weltstars auf der Bühne, zu unbezahlbaren Eintrittspreisen und mit einem riesigen Zeitaufwand.

    Durch das schleichende Tot-Sparen der Theater in den verschiedenen Regionen Deutschlands wird der kulturellen Bildung die Breite genommen und lediglich eine Spitze übrig bleiben, die auf einige wenige zentrale Punkte beschränkt ist.
    Schlechte Aussichten, wenn das so weitergeht...
     
  3. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik

    Im Board seit:
    21.05.05
    Beiträge:
    4.733
    Ort:
    March-Hugstetten, nächster vorort: Freiburg/Breisg
    Zustimmungen:
    1.273
    Kekse:
    34.671
    Erstellt: 19.01.10   #3
    Das ist eine lange, verwickelte und traurige geschichte. Es ist lange her, dass theater von eigenen einnahmen lebten, am abend wurde die kasse geteilt, wenn nicht der kassierer vorher mit ihr durchgebrannt war. Den residenzstädten verdanken wir die vielzahl der hoftheater, von denen etliche bis heute als staatstheater überlebt haben, dazu gesellten sich im 19.jh. die bürgerlichen stadttheater. Theater wurde zum subventionstheater, die kosten stiegen, aber ein teil wurde eingespielt, doch unter den drei sparten herrschte wenig harmonie: das schauspiel beanspruchte die "intellektuell/ideologisch/aktuelle" führungsrolle, die oper machte "große kunst", und beide blickten auf die operette herab, die das meiste geld brachte. Nun ist die operette tot (ich höre gerade, dass in Kiel "Die lustige witwe" für volle häuser gesorgt hat), für oper fehlt das personal und im schauspiel gibt man nicht, was dem publikum gefällt, sondern experimentiert, und kommt ein "zugstück" auf die bühne, erkennt man es nicht wieder, worunter auch die oper zusehends leidet.
    Es kommt vieles zusammen, die veränderung der gesellschaft, leichter zugang zu unterhaltung durch andere medien, der musical-boom, der an den theatern vorbeiging, die vernachlässigung der eigenen klientel. Großstädte mit fremdenverkehr halten sich noch, aber wen soll ein amputiertes kleinstadt- theater noch anlocken?
    Bühnenkünstlerische berufe sind wenig beliebt, schon lange kommt man nicht ohne "zugereiste" aus, auf der bühne wie im orchester. Mangelt es an begabungen oder der motivation, hart und diszipliniert ohne erfolgsgarantie zu arbeiten?
    Zuletzt eine grundfrage: was hat das theater heute zu sagen, was für impulse gehen von dort aus, wo sind ergreifende, mitreißende, neue stücke, wo die kommunikation von bühne und "pit"? Das frage ich als jemand, der mit theaterbesuchen aufgewachsen ist und etliche jahre diesem medium gewidmet hat. Mir fällt eine bemerkung aus Goethes theaterroman ein: dem schauspiel-begeisterten Wihelm Meister wird klar, dass er trotz all seines bemühens "um hohle nüsse" gespielt hat und tritt von der bühne ab.
    Alles hat folgen: weniger theater, weniger zuwendung, weniger ausbildung, weniger möglichkeiten, sich in der praxis zu erproben. Artensterben überall.
    Ein schwacher trost: für eine zahlungskräftige oberschicht gibt es immer genügend festivals, um deren repräsentative bedürfnisse zu befriedigen, besonders die oper kehrt zu ihren ursprüngen zurück. Warum kaviar fürs volk, wenn das pommes vorzieht?
     
  4. tonstudio2

    tonstudio2 Mod Emeritus

    Im Board seit:
    24.10.05
    Beiträge:
    27.107
    Zustimmungen:
    2.484
    Kekse:
    113.951
    Erstellt: 19.01.10   #4
    @ Effjott: :great: :)

    Und ich weiß, daß das seit einem Jahr in unserem 'Partnertheater' Meiningen ebenso ist, die Damen unseres Ballettes sind fast öfter dort als hier in Eisenach, daher die Information aus erster Hand ;).
    Im Eisenacher Theater der 90er Jahre definitiv nicht, die Liste ist lang, ich zähl sie heute abend nicht mehr auf, das Klientel kam nach der Grenzöffnung sowieso mehr aus dem hessischen Umfeld - und wurde gut bedient, bis es der Stadt"führung" nicht mehr paßte. Straßenausbau war wichtiger, kein Wunder, wenn man einen Hoch- und Tiefbau-Ingenieur zum Bürgermeister macht :eek:
    Meinst Du? Ich seh das anders, die Mitglieder unseres ehemaligen Jugendklubs hatten Schwierigkeiten, an den guten Schulen angenommen zu werden, ganz und gar nicht, weil sie selbst schlecht gewesen wären, sondern weil die Menge der Bewerber exorbitant war...
    Zugereiste machen es für die Hälfte der Gage, haben keinen Anspruch auf Urlaubsgeld und sind in vielen Fällen nicht nur preiswert, sondern wirklich billig, zumindest hier.
    Wo sollen sie den herkommen, wenn nur noch Profilierung der Regisseure angesagt ist?
    Neue Stücke müßten erst mal geschrieben werden, und wenn sie schon geschrieben sein sollten, müßte ein Dramaturg sie sich mal durchlesen...zumindest die Oper ruht sich häufig auf Vorhandenem, welches meistens krampfhaft modernisiert wird, anstatt dieses zu bewahren und zu erhalten und der Neuen Klassik eine Plattform zu geben, aus.

    Man kann das auch anders machen, ich habe es noch erlebt :).

    Richtig, die Neue Oper Erfurt, das Prestigeobjekt des ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel, muß ja schließlich von irgendwem bezahlt werden, und da paßt es ja ganz gut, daß die Politiker der Zonenrandstadt Eisenach ihr Theater nie gemocht haben :cool:.
    Naja, nicht ganz richtig, wie war das noch mit dem "Bildungsauftrag der Theater"...?

    Ach ja! Es war einmal.......
     
  5. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros

    Im Board seit:
    30.10.06
    Beiträge:
    6.705
    Ort:
    NRW
    Zustimmungen:
    695
    Kekse:
    22.037
    Erstellt: 20.01.10   #5
    Hallo,

    auch ich kann nur wiederholen, was ich schon mal an anderer Stelle gesagt habe: Kultur kann kein reiner Gewinnbetrieb sein! Wo Politiker beginnen, an der Kultur zu sparen, zerstören sie einen wesentlichen, wichtigen Teil unserer Gesellschaft. Und man merkt erst, was man hatte, wenn es nicht mehr da ist. Das große Vergnügen, namhafte Schauspieler, z. B. Horst Tappert, wenn auch "nur" im Rahmen von Tourneeproduktionen, bei uns auf einer absoluten Kleinstadtbühne gesehen zu haben, hatte ich gottseidank. Aber zur damaligen Zeit hatten die Kommunen auch noch finanzielle Mittel zur Verfügung...
    Wer also kann, möge die Veranstaltung in Wuppertal besuchen, damit die Lokalpolitik sieht, daß sehr wohl Interesse und Bedarf an Schauspiel und Musik besteht.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  6. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus

    Im Board seit:
    02.05.08
    Beiträge:
    2.363
    Ort:
    Bensheim
    Zustimmungen:
    9
    Kekse:
    38.144
    Erstellt: 20.01.10   #6
    Hmmm....also so wie ich die bisherigen Ausführungen in diesem Thread verstanden habe trifft auf Theater u.ä. Kultureinrichtungen zu, dass sie sich aus zwei Quellen finanzieren:

    a) ihren Einnahmen aus dem Kartenverkauf
    b) aus öffentlichen Mitteln (Subventionen)

    Wenn ich das falsch verstanden habe bitte ich um Korrektur. :)

    Meine Frage ist: Was ist die Legitimation für die Subventionierung?

    Hier wurde schon angedeutet, dass Kultur ein wichtiges, ein schützens- und unterstützenswertes Gut sei und das dies quasi die Legitimation darstellt. Was den ersten Teil anbelangt sehe ich das ebenso, nicht überzeugt bin ich jedoch von der Schlußfolgerung im letzten Teilsatz. Ist das Theater tatsächlich ein öffentliches Gut mit allen Eigenschaften die dieser Art von Gütern innewohnen?

    Warum kann man diese Subventionen nicht ersatzlos streichen und einfach darauf vertrauen, dass wenn ausreichend Bedarf an solchen Einrichtungen besteht sich auch die entsprechende Zahlungsbereitschaft und mithin ein adäquates Angebot einstellen?

    Und im Umkehrschluß: Wenn dieser Bedarf eben nicht besteht, wäre es dann nicht eine Zumutung für den Steuerzahler dafür zur Kasse gebeten zu werden?

    Wenn es wirklich so ist, dass Theater für das kulturelle Leben unabdinglich ist und letzteres zwingend vom Staat massiv gefördert werden MUSS, warum dann nicht gleich Theaterbesuche für alle Bürger verpflichtend verordnen und bei Nichtbesuch mit Strafen ahnden? Ein überspitztes Szenario, ich weiß, aber es verdeutlicht mein Problem mit der Thematik.


    Es stellt sich die Frage, ob es dem Theater in der DDR bzw im 3. Reich/2. Weltkrieg besser* ging obwohl die Zeiten/Finanzen damals schlechter waren oder ob sie von der Seite des Staates absichtlich am Leben gehalten wurden eben weil die Zeiten so schlecht waren und weil sie dem jeweiligen System nützten.



    *"besser" hier nur bezogen auf die Nicht-Schließung
     
  7. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros

    Im Board seit:
    30.10.06
    Beiträge:
    6.705
    Ort:
    NRW
    Zustimmungen:
    695
    Kekse:
    22.037
    Erstellt: 20.01.10   #7
    Hallo,

    da stellst Du eine wirklich sehr interessante Frage. Da sich Folgen der aktuellen Krise aber ebenso wie finanzielle Sünden der Vergangenheit letztlich vor allem im Portemonnaie der "kleinen Leute" deutlicher bemerkbar machen (erst jüngst wurde eine Studie veröffentlicht, nach der das Realeinkommen gegenüber einem Vergleichszeitraum in den Neunzigern tatsächlich gesunken ist), werden die vermutlich erst mal andere Bedürfnisse des täglichen Bedarfs stillen und dann wenig bis nichts mehr an Finanzmitteln für unsubventioniertes Theater übrig haben. Das würde ja dann vermutlich auch in die Preisregionen der festinstallierten Musicals hineinreichen...

    Und auf der anderen Seite: Vielleicht weiß man ja gar nicht, daß man "Kulturbedarf" hat, wenn man sich nie ins Theater oder die Oper getraut hat, vielleicht, weil es zu "altväterlich" erschien? In Aachen gibt es zum Beispiel schon lange ein Projekt, bei dem sich ganze Schulklassen für einen Tag mit dem Sinfonieorchester anmelden können. Sie bekommen kindgerechte Präsentation des Instrumentariums, erleben ein Stück der Probenarbeit mit (und somit, wie die fertige Aufführung überhaupt entsteht) und bekommen dann auch noch ein kleines Konzert mit. Ich habe mir von Eingeweihten sagen lassen, daß der Anteil der jungen Gesichter bei den Konzerten teilweise beträchtlich nach oben gegangen ist...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  8. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus

    Im Board seit:
    02.05.08
    Beiträge:
    2.363
    Ort:
    Bensheim
    Zustimmungen:
    9
    Kekse:
    38.144
    Erstellt: 20.01.10   #8

    Du stellst fest dass das Realeinkommen gesunken ist, so dass weniger davon für Theaterbesuche u.ä. verwendet werden kann bzw wird. Würden die Subventionen wegfallen hätte das in der Tat wohl verheerende Auswirkungen auf Kulturinstitutionen wie eben das Theater.

    In dieser Einschätzung gehen wir konform, dennoch trifft es nicht den Kern meiner Frage.

    Gerade WEIL die Situation so ist wie sie zZt. ist, wäre es für den Steuerzahler nicht nachvollziehbar die Subventionen (die ja wie gesagt ohnehin von fragwürdiger Berechtigung sind) [wieder] anzuheben. Das hätte nämlich zur Folge, dass es zwar den Theatern besser ginge, dass aber andererseits der Steuerzahler weniger Geld für die Dinge aufwenden könnte die ihm offensichtlich wichtiger erscheinen als Theaterbesuche.


    Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass man ein Bedarf nach Dingen hat, die nicht zu den Grundbedürfnissen gehören, die man nicht kennt bzw selbst noch nie erfahren hat und die in der öffentlichen Meinung vielleicht eher als spießig und langweilig abgestempelt werden.

    Fraglich ist, ob eine Subventionierung dieses Bedürfnis zu wecken vermag. Man könnte damit argumentieren, dass dadurch mehr Geld für Werbezwecke zur Verfügung stünde.

    Andererseits könnte man einwenden, dass vielleicht gerade "die Not erfinderisch macht". Soll heissen: In den Jahren, in denen die Subventionen noch höher waren bestand vielleicht weniger Anreiz für die Intendanten ihren Fokus auf die Jugendwerbung (=zukünftige potentielle Besucher/Zahler) zu legen, eben weil ein gewisser Grundstock schon vorhanden war und darüber hinaus nur das zahlungskräftige vermögende Publikum (meist im fortgeschrittenen Alter) beworben wurde.
    Durch die Kürzung des Subventionen und das langsame Aussterben derjenigen die nicht mit dem Fernsehen aufgewachsen sind (die also, so unterstelle ich mal, eine höher Affinität zur Bühnendarstellung haben) ist es nun also für die Intendanten notwendig geworden, neue potentielle Interessengruppen zu erschließen bzw nach neuen Wegen zu suchen Besuche zu generieren.
    Das Beispiel das Du genannt hast ist da sehr löblich und ich hoffe das es auch in Zukunft von Erfolg gekrönt ist. Aber wenn man es unter diesem Aspekt betrachtet könnte es eben auch ein Zeichen dafür sein, dass sich nur etwas bewegt wenn die bisher sicher geglaubten Finanzen (Subventionen) wegbrechen.
     
  9. tonstudio2

    tonstudio2 Mod Emeritus

    Im Board seit:
    24.10.05
    Beiträge:
    27.107
    Zustimmungen:
    2.484
    Kekse:
    113.951
    Erstellt: 21.01.10   #9
    Zu den Subventionen mal so ein paar Zahlen (ungefähr und aus der Erinnerung):

    Eigenanteil durch Kartenverkauf und Gastspielreisen: ~10% des Gesamtetats

    Subvention pro verkaufter Eintrittskarte: ~100-200€

    Wenn die Subvention wegfiele, könnte sich kaum jemand (auch ohne Wirtschaftskrise) einen Theaterbesuch leisten, schon gar nicht eine 4köpfige Familie, die in der Adventszeit in's Weihnachtsmärchen gehen möchte...

    Bei uns kostet ein Jahresabonnement für 8 Premieren je nach Platzgruppe zwischen 80 und 155€, das Familienabo für 8 Sonntagsvorstellungen, 15 Uhr, zw. 60 und 116€, ein einfacher Opernbesuch zw. 11,50 und 22€.
     
  10. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus

    Im Board seit:
    02.05.08
    Beiträge:
    2.363
    Ort:
    Bensheim
    Zustimmungen:
    9
    Kekse:
    38.144
    Erstellt: 21.01.10   #10
    Sorry, aber findest Du es nicht etwas vermessen unter diesen Voraussetzungen weitere Subventionen zu fordern? Das grenzt doch eigentlich schon fast an Verrückheit.

    Wäre es nicht an der Zeit einzusehen, dass dieser ganze Subventionsmist einfach nur dem Steuerzahler das Geld aus der Tasche zieht für eine Leistung die a) von den meisten ohnehin nicht in Anspruch genommen wird, an der also kaum Bedarf besteht und die b) von den Leistungserbringern noch nicht mal annähernd unter den Kriterien der Wirtschaftlichkeit erbracht wird.

    Ich muss gestehen, dass mich das sogar schon fast ein bißchen wütend macht. Unter diesen Voraussetzungen kann ein vernünftiger Mensch doch eigentlich nur fordern, dass Theatersubventionen ersatzlos gestrichen werden, so dass das dadurch eingesparte Geld wieder für freie Konsumentscheidungen der Steuerzahler zur Verfügung steht.

    Die meisten Theater würden dadurch natürlich sterben, aber das ist allemal besser als wenn deren Subventionierung das Heer der Steuerzahler langsam aber sicher ausbluten lassen würde.
     
  11. tonstudio2

    tonstudio2 Mod Emeritus

    Im Board seit:
    24.10.05
    Beiträge:
    27.107
    Zustimmungen:
    2.484
    Kekse:
    113.951
    Erstellt: 21.01.10   #11
    Sry, da ich in diesem Falle stark voreingenommen bin, kann ich dazu nichts sagen.

    Eine Vermutung: die Subvention der Banken hat den Steuerzahler wesentlich mehr gekostet.

    Keine Vermutung: die Subvention der Bundeswehr kostet den Steuerzahler unendlich viel mehr.

    Eine vage Erinnerung: ich hab mal bei einer Podiumsdiskussion die Zahl 1 gehört, da ist der Gesamtanteil der kulturellen Ausgaben der Bundesregierung in Prozent.

    Es ist definitiv nicht die Kunst und Kultur, die den Steuerzahler ausbluten läßt.


    Edit:

    1 ist zu hoch angesetzt:
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/008/1600815.pdf
    Seite 2

    Edit2:

    nicht ganz neu, aber trotzdem:
    http://209.85.135.132/search?q=cach...l der kulturausgaben&cd=3&hl=de&ct=clnk&gl=de
     
  12. Samuel_Groth

    Samuel_Groth Mod Emeritus

    Im Board seit:
    02.05.08
    Beiträge:
    2.363
    Ort:
    Bensheim
    Zustimmungen:
    9
    Kekse:
    38.144
    Erstellt: 21.01.10   #12
    Das kann ich nachvollziehen. Ehrlich gesagt habe ich auch schon die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen weil ich hier so herumstänkere. Ich kann verstehen dass Du als Betroffener es nicht gerne siehst wenn ich hier so quer schieße. Dennoch halte ich es schon auch für wichtig mal die andere Seite der Medaille zu betrachten.

    Beides ist zutreffend. Da ich Dich bisher aber als intelligenten Diskutanten kennengelernt habe, gehe ich davon aus, dass Dir bewusst ist, dass das keine validen Argumente gegen meine These und für die Fortsetzung der Subventionierung von Theatern u.ä. sind.

    "Wenn der Staat da viel größeren Mist baut, dann kann er ja wohl auch ein bißchen Murks im Kultursektor machen". Eigentlich nicht haltbar, oder?

    Stimmt. Von daher war meine obige Aussage auch in der Tat schon an der Grenze zur Polemik...oder darüber hinaus. Fakt ist aber - und da ändern die von Dir nun vorgebrachten Zahlen auch nichts - dass es nicht nachvollziehbar ist, weshalb Theaterbesuche generell überhaupt subventioniert werden sollten.
    Und da ist es dann auch egal, ob dafür 1% vom BIP oder 0,0000001% aufgewendet werden....das macht die Sache im Kern einfach nicht richtiger.

    ABER: Dein Verweis auf die anderen, finanziell gewichtigeren, Missstände sollte zumindest Anlass sein sich zunächst auf diese zu konzentrieren und diese auszumerzen bevor man dann daran geht sich die Kultursubventionen vorzuknöpfen.

    Und daher lasse ich von nun ab diesen Thread in Ruhe und wende mich dringenderen Dingen zu. Wenn dennoch Gegenargumente gegen meine Position auftauchen sollten, werde ich mich natürlich gerne damit befassen. :)
     
  13. tonstudio2

    tonstudio2 Mod Emeritus

    Im Board seit:
    24.10.05
    Beiträge:
    27.107
    Zustimmungen:
    2.484
    Kekse:
    113.951
    Erstellt: 21.01.10   #13
    Du sprichst mit Deinen Argumenten ja eigentlich eine Grundsatzfrage an: Sinn, Zweck und Finanzierung der Breitenkultur.
    Das stört mich nicht, da es den Thread oben hält und solange jeder den Eingangspost liest und vielleicht auch die Petition unterzeichnet, ist das durchaus in meinem Sinne :).
    Schwierig wenn man als Betroffener mittendrin steht, aber stimmt schon, richtige Argumente waren das nicht, nur das Aufzeigen der Relationen, genau wie Du weiter unten schreibst ;).
    Dringender? Hm :gruebel:. Auch das ist relativ ;).
    Gegenargumente fallen sicher nicht nur mir schwer zu schreiben, obwohl ich in so manchen Debatten um den Sinn und die Zukunft von Stadttheatern die Mikrofone bedient habe, es waren auch etwas höherrangige Fachleute wie Bernd Kauffmann dabei (die anderen Namen hab ich vergessen, und es würde vermulich auch nichts nutzen, meine Archiv-CDs mit den ganzen Mitschnitten der Veranstaltungen zu durchwühlen).

    Quintessenz des Ganzen ist eigentlich: der Vorteil einer Sadt, ein funktionierendes Theater zu besitzen, ist nicht oder nur extrem schwer in Zahlen auszudrücken, das geht damit los, daß frau vor dem Opernbesuch nochmal zum Friseur geht, bis hin zu dem Glas Sekt in der Pause, das Restaurantessen nach der Vorstellung und der Fahrt mit dem Taxi nach hause... "weicher Standortfaktor" wird das genannt.

    Bei einem Neujahrsempfang des Eisenacher Gewerbevereins hatte der Gastredner gesagt, daß manche Firmen, bevor sie sich in einer Stadt ansiedeln, kontrollieren, ob und welches kulturelle Angebot ihren Mitarbeitern zur Verfügung steht.

    Erst recht nicht in Zahlen erfassbar sind die Auswirkungen, die eine musische Bildung der Kinder und Jugendlichen auf Dauer hat, denn damit hat ein Stadttheater sehr viel zu tun. Ich wüßte nicht, wie das gemessen werden könnte. Die fiktive Behauptung, daß, wer nie ins Theater gegangen sei, ein Neonazi wird, ist natürlich unhaltbar, aber das Sprichwort: "Wo man singt, da laß dich nieder; böse Menschen haben keine Lieder" hat sicherlich eine gewisse Basis.

    Ein Deutschland ohne, ich nenn's mal: Breitentheater? Ich möchte es mir nicht vorstellen und wenn wir schon dabei sind, dann streichen wir doch auch gleich die Förderung des Breitensports von der Bildfläche :).

    Kleine Theater sind nämlich auch oft das Sprungbrett für begabte Künstler, die hier ihre erste Erfahrungen sammeln, bevor sie an den großen Häusern und im TV auftreten.

    Interessante Vita dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Delmare
    und noch eine: http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Schock

    und viele andere mehr.
     
  14. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik

    Im Board seit:
    21.05.05
    Beiträge:
    4.733
    Ort:
    March-Hugstetten, nächster vorort: Freiburg/Breisg
    Zustimmungen:
    1.273
    Kekse:
    34.671
    Erstellt: 21.01.10   #14
    Ich bin bei dem thema auch nicht ganz unbefangen, daher nur einige bemerkungen.
    Allzu reichlich sprudelnde subventionen hatten/haben zur folge, dass theaterleute sich in spielplan und darbietung mehr um selbstdarstellung als um die bedürfnisse der zuschauer bemühen.
    Keine oder zu wenig erwecken den alten spruch "nehmt die wäsche weg, die komödianten kommen!", nämlich als schauspieler und musikanten noch keine "ehrlichen leute" waren und nicht innerhalb der stadtmauern nächtigen durften.
    Will man das zahlreiche personal, darunter spezialisten und meister ihres fachs (die meisten sieht man nicht) angemessen bezahlen, kämen horrende eintrittsgelder heraus. Auf der anderen seite sehe ich kunst in jedweder form auch nicht in besten händen von mehrheiten, die qualität und können nicht zu schätzen wissen. Nicht jeder mag "klassische" musik, " klassischen" tanz und bel-canto-gesang, ihm genügt ein honky-tonky-klavier, striptease und schlagergeplärr.
    Jede kultur ist an eine sie "tragende" schicht gebunden, und reißt der faden ab, ist er schwer wieder anzuknüpfen. Und ob literatur, theater, musik: ich sehe nur noch einen dünnen faden, der sich durch unsere gesellschaft zieht, dafür einen breiten strom von massenkultur.
    Ich wehre mich gegen urteil, verurteilung und wertungen in diesem bereich, aber von gold bis buchstäblichem dreck ist alles vertreten, alles hat eine funktion und seine liebhaber, und der markt wirds richten. Wohl ist mir dabei nicht.

    PS: ich wehre mich auch gegen die missachtung unseres berufs, von dem die meisten glauben, er sei nur allotria, weil es allzuviel allotria gibt, was sie aber nicht unterscheiden können. Große, manchmal sehr kleine stars sind freilich nicht zu übersehen, da greift man schon einmal ins portemonnaie, um "dabei zu sein". Wenn drei tenöre ihre standard-liedeln um die wette brüllen, ist es ein großes ereignis, mit 5 oder 10 geht es noch besser!
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.10
  15. tonstudio2

    tonstudio2 Mod Emeritus

    Im Board seit:
    24.10.05
    Beiträge:
    27.107
    Zustimmungen:
    2.484
    Kekse:
    113.951
    Erstellt: 21.01.10   #15
    Lieber Günter, das ist ein sehr schöner Beitrag von Dir, wenn auch nicht zu einem so schönen Thema ;).
    Der Faden ist schon sehr zerfasert, vielfach bereits gerissen. Ich glaube, es ist sogar unmöglich, die Enden wieder zu knüpfen.
    Hier würde mich mal interessieren, wie Du 'Massenkultur' auslegst.
    Ich habe bislang eigentlich aus der Erfahrung unseres Theaters die Stadttheater als massenkulturtauglich gesehen, aber ich denke nicht, daß Du das so meinst ;).

    Es gibt ja auch hier eine Menge Schultheatergruppen, Vereine, Laienchöre, die alle eine Berechtigung haben, aber wenn ich die Kulturseite der Zeitung so anschaue, hab ich manchmal den Eindruck, daß diese wichtiger als das Theater sind?
    Der Markt hat auch die Wirtschaftskrise angerichtet ;).
    (ok, das war ein polemischer Seitenhieb :).)

    Ich weiß nicht wirklich, woran es liegt, aber vieles, was nun (nach der Amputation unseres Ensembles) auf unseren Brettern stattfindet, tendiert eher in Richtung Dreck. Vielleicht haben wir nicht mehr die Mittel, gute Regisseure, gute Darsteller und Sänger einzukaufen, ein gutes Orchester ist ohne Blechbläser und mit nur 24 Musikern sowieso nicht machbar.
    Vor etwa drei Jahren habe ich im Veranstaltungs-Sub immer mal eine Empfehlung schreiben können, jetzt traue ich mich das nicht mehr, es könnte zu leicht blamabel werden :eek:
     
  16. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik

    Im Board seit:
    21.05.05
    Beiträge:
    4.733
    Ort:
    March-Hugstetten, nächster vorort: Freiburg/Breisg
    Zustimmungen:
    1.273
    Kekse:
    34.671
    Erstellt: 22.01.10   #16
    Ich will keine wertediskussion entfachen, eine gesellschaft (oder ihre repräsentanten) muss entscheiden, was sie bewahrt und was nicht.
    Goethe und Schiller werden weniger gelesen als klatsch-und-tratsch-zeitungen, schließen wir deshalb das Archiv in Weimar und die gedenkstätten in Marbach? Nur eine minderheit nutzt bibliotheken, museen, schwimmbäder, und gibt es wirklich über 41 155 000 fußballfans, sodass der aufwand sich lohnt und rechnet ?
    Wendete man das mehrheitsprinzip konsequent an, würden wahrscheinlich auch alle schulen geschlossen.
    Es waren die künste und die künstler, die einem lande eine unverwechselbare identität gaben, Norweger lieben ihren Grieg, Finnen ihren Sibelius, Tschechen ihren Smetana, was wäre Salzburg ohne Mozart, Wien ohne Beethoven und Johann Strauß?
    Berlin ohne theater, was für ein verlust an attraktivität !
    Ich möchte hier den anteil der künste an der entwicklung der menschheit nicht abhandeln, das tun und experimentieren über notwendigkeiten hinaus ist kein entbehrlicher luxus.
    Es gibt viele fehlentwicklungen, stargagen müssen nicht ins unermessliche steigen, aber sie orientieren sich "nach dem markt", und da ist ein sänger oder instrumentalist selten so viel wert wie ein fußballspieler, doch nicht alles, was sich auf spielfeld oder bühne abspielt, ist das geld oder der rede wert. Hochmut, selbstbeweihräucherung, götzenanbetung und starkult sind unangebracht, zeigen mangel an urteilskraft, aber wenn ein volk bildung vernachlässigt, auf musische und damit auf die erkenntnis von ästhetischen werten gar verzichtet, wird es die folgen zu spüren bekommen.
    Wer kennt nicht den"freudschen" lapsus eines theaterdirektors: "Ich lasse aus meiner schmiere doch kein theater machen!" Die Neuberin vertrieb den harlekin mit seinen obszönen späßen von der bühne, kommt er in anderer form wieder?

    Summa: ärgert euch nicht, wenn ihr für etwas zahlt, was ihr nicht nutzt, es gibt weit kostspieligere und nutzlosere posten im etat, besser noch, nutzt das angebot, solange es besteht und erschließt es euren kindern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.01.10
  17. tonstudio2

    tonstudio2 Mod Emeritus

    Im Board seit:
    24.10.05
    Beiträge:
    27.107
    Zustimmungen:
    2.484
    Kekse:
    113.951
    Erstellt: 18.10.10   #17
    Besuchen Sie Europa - solange es noch steht!

    Es ist mal wieder soweit - nunmehr in Leipzig, der Heldenstadt, deren engagierte Einwohner die einzige friedliche deutsche Revolution in's Rollen brachten...1989...

    Es muß gespart werden, auch in Sachsen, und wo läßt es sich einfacher sparen als an der Kultur? Allerdings läßt es sich auch nirgendwo uneffizienter sparen als an der eh schon unterfinanzierten Kultur. Aber lest selbst:

    http://www.openpetition.de/petition/zeichnen/kulturraumgesetz-sachsen

    Wenn man die Petition unterschreiben möchte, muß man seinen Namen und Adresse angeben, kann allerdings ein Häkchen setzen, damit das nicht öffentlich angezeigt wird. Dann steht man in der Liste der Unterzeichnenden als "Anonymus".
    Die Angabe der Email ist freiwillig, wenn man kein Interesse an dem Ergebnis hat, kann man sich das schenken...

    Wenn das so weitergeht, bleiben vielleicht drei Theater in Deutschland übrig: Berlin, München und Hamburg, der Rest wird kaputtgespart und abgeschafft. Da hat man dann zwar ein Gebäude, eine schöne Bühne und drei Techniker, aber kein Ensemble mehr, welches diese Bühne füllen könnte... Und einmal im Monat kommen diverse Tingeltangeltruppen aus Polen etcpp...:

    http://www.eisenach-city.de/Regiona...2010/Nabucco_Creuzburg/Nabucco_Creuzburg.html
     
  18. peter55

    peter55 Akustikgitarren, Off-Topic

    Im Board seit:
    29.01.07
    Beiträge:
    37.373
    Ort:
    40°44'54"N 73°59'8"W
    Zustimmungen:
    4.634
    Kekse:
    152.067
    Erstellt: 18.10.10   #18
    ... done ... :(
     
  19. Mod-Paul

    Mod-Paul Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.08.08
    Beiträge:
    2.873
    Ort:
    One step beyond
    Zustimmungen:
    994
    Kekse:
    28.594
    Erstellt: 19.10.10   #19
    Auch ich habe unterschrieben und kann nur noch hoffen.
     
  20. Bierpirat

    Bierpirat Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.11.09
    Beiträge:
    316
    Zustimmungen:
    12
    Kekse:
    700
    Erstellt: 19.10.10   #20
    Ja, die Thematik ist auch hier bei uns in Rudolstadt am Theater äußerst Präsent. Ich denke das ganz große Problem liegt daran, dass die Leute einfach keine Lust mehr haben, ins Theater zu gehen. Lieber wird sich mit 3-D Brille vor den Fernseher gesetzt und irgend ein Film geschaut.

    Traurig aber wahr. Die Theater müssen einfach irgendwie diesen verstaubten Touch wegbekommen, wieder attraktiv werden für jung und alt. Das Angebot besteht zwar( es
    Gibt unzählige Inszenierungen, die für Jugendliche interessant sind), aber keiner weiß von Ihnen.

    Wahrscheinlich muss man erst TV-Werbung schalten, um Leute darauf aufmerksam zu machen...
     

Diese Seite empfehlen