Schecter Damien Elite 7 FR vs. Ibanez RGD7320Z-BKF

von rammsteintypie, 23.01.12.

  1. rammsteintypie

    rammsteintypie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.12   #1
    Liebe Community,

    Ich spiele seit einiger Zeit Leadgitarre in einer technisch ziemlich versierten Metal/Deathcore Band. Da es bald an die Aufnahmen gehen soll, werde ich nicht drum herumkommen mir eine Gitarre anzuschaffen, die für tiefere Tunings gebaut wurde. Da ich auch viele Solos spiele erscheint mir die Idee einer Bariton-7 Saiter zunächst besser als eine normale Bariton. Im gewünschten Preisbereich (knapp unter 1000€) sind mir zwei Gitarren besonders aufgefallen:
    Schecter Damien Elite 7 FR (http://www.musik-produktiv.de/de/schecter-damien-elite-7-fr.html)
    und die
    Ibanez RGD7320Z-BKF (http://www.musik-produktiv.de/de/ibanez-rgd-serie-rgd7320z-bkf.html).
    Beide Gitarren haben eine 26.5" Mensur und scheinen sich daher sehr gut für unser Konzept zu eignen.
    Ich weiß dass mein Gefühl beim Spielen der Gitarre letztendlich das Wichtigste ist. Würde aber dennoch gerne von euch und euren Erfahrungen mit den Gitarren hören. (Besonders in Hinsicht auf Metal/Core-artige Sounds im Drop A Tuning oder tiefer)

    (Erwähnenswert wäre vllt auch dass es mir nicht in erster Linie um die Stock PUs geht, da ich ohnehin vorhabe diese durch Bare Knuckle Painkiller und Aftermath zu ersetzen)

    Chris
     
    Zuletzt bearbeitet: 23.01.12
  2. Khisanth

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    Erstellt: 29.01.12   #2
    Hey
    dir hat ja nach einer Woche noch keiner geschrieben ;) schauen wir mal ob du noch Bedarf auf eine Antwort hast.
    Also vorweg, die Ibanez habe ich noch nicht in der Hand gehabt, die Schecter Damien Elite FR spiele ich selber aber als 6 Saiter in einer technisch auch nicht ganz unversierten Death-Metal Band. Also ich muss echt sagen, dass die Schecter trotz FR und geschraubten Hals gut Sustain mit sich bringt. Das Floyd Rose Special ist auch nicht von schlechten Eltern, schon vom Werk eingestellt ließ sich mit dem Hebel jegliches Gejammer ohne Verstimmung anstellen. Die Gitarre ist super verarbeitet und könnte meiner Meinung nach (wenn man mit anderen Gitarren vergleicht) auch in einer höheren Preisklasse angesiedelt sein. Der Klang ist schön vulominös und klar (auch ohne Verstärkung), Riffs und Leads kommen auch mit den eingebauten EMGs sauber und definiert durch!
    Ich könnte mir jedoch für dein Vorhaben folgendes denken:
    Da du dir das ganze dann als 7-Saiter holen möchtest könnte die Schecter gerade bei "frickeligen" schnellen Riffs oder anspruchsvollen Soli einen spielerischen Nachteil mit sich bringen. Es ist natürlich überhaupt alles eine Frage was dir gefällt, aber die Schecter hat einen leicht dickeren Hals als die regulären RG Gitarren von Ibanez. Also würde ich vermuten, dass dies im Vergleich zu der Ibanez RGD auch so ist. Ich habe bei meiner 6 saitigen Schecter absolut kein Problem bei schnelleren Riffs oder Sweepings mit der Halsdicke, könnte mir aber vorstellen, dass dies bei einem durch 7 Saiten resultierenden breiteren Hals der Fall sein könnte. Meine Schecter hatte in der Werkeinstellung auch eine leicht höhere Saitenlage als meine vorige Ibanez aus der S-Serie. Stell dir aber hier wirklich nur einen minimalen Unterschied vor, spielerisch hatte es für mich absolut keine Nachteile, mir schien es sogar als hätte ich mehr "Bewegungsfreiheit" ohne spielerische Einbußungen zu verbuchen.
    Also im Endeffekt ist es alles eine Frage des persönlichen Spielempfindens. Mit einer Ibanez wirst du nie etwas falsch machen, diese haben immer eine super Saitenlage, haben einen flachen Flitze-Hals und sind super verarbeitet.
    Je nachdem wie exzessiv du das Floyd Rose nutzen wirst, würde ich mich noch über das FR welches in der Ibanez eingebaut ist informieren. Da du die Gitarre ja massiv runterstimmen willst, wirst du mit der Nachjustierung des Floyd Rose natürlich noch deinen Spaß haben, aber das wär bei nem original Floyd Rose nicht anders ;)
    Ich habe das Floyd Rose Special auf meiner Schecter in Drop C zumindest wieder gut hinbiegen können!
    Ich wage zu behaupten, dass die Schecter Soundtechnisch etwas weiter vorne liegt. Dies war zumindest meine Erfahrung, der Korpus ist etwas massiver als der einer flachen Ibanez, dies folgert mehr Volumen. Also ich kann dir nur empfehlen beide Instrumente mal anzuspielen und lass dich von meinen Vermutungen bzgl. breiterem Hals und somit schlechterer Bespielbarkeit nicht abschrecken, Gitarristen wie Jeff Loomis kriegen auf 7Saitern von Schectern auch alles mögliche hin. Als 6 Saiter würde ich die Schecter aber in jedem Falle vorziehen!
    Du kannst mit beiden Instrumenten absolut nichts falsch machen. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich wie gesagt beide mal testspielen oder entscheide dich ansonsten nach dem Aussehen ;)
    Da du die PUs eh auswechseln wirst, wird sich hier zwischen den beiden Gitarren ja auch nichts weiter tun.

    Ich hoffe ich konnte dir soweit weiterhelfen, wenn du nach spezielle Fragen zur Schecter hast schieß los ;)
     
  3. rammsteintypie

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    Erstellt: 29.01.12   #3
    Wow danke für deine Antwort.^^
    Ich habe mir auch immer gedacht, Schecter sei in dieser Preisklasse besser als Ibanez... ich kenne keine Schecter ,die (für mich) mit ner Prestige mithalten kann aber die stand hier ja auch nicht zur Debatte. Ich habe beide Gitarren angespielt und bin von der Schecter ziemlich enttäuscht gewesen... Die EMGs kamen nicht sehr gut durch... war kein voller Klang drin. Die Ibanez hingegen fand ich vom Handling her ungewohnt schlecht.. vom Sound her aber super. Ich habe mich dazu entschieden auf das Prestigemodell der RGD Serie als 7 Saiter zu sparen... kostet nur 300-400 euro mehr und ist wesentlich besser was Handling und Sound betrifft.
     
  4. Khisanth

    Khisanth Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.12   #4
    kein Ding für die Antwort ;) das mit den EMGs kann ich nachvollziehen. Die klingen finde ich allgemein relativ muffig. Klar gut Output haben die und Harmonics kriegt man damit auch gut durch, aber mir fehlt auch die Brillianz. Da ich das durch Amp und Effekte relativ gut kompensieren kann sind die aus Kostengründen aber erstmal dringeblieben. Aber die Pickups wolltest du doch eh auswechseln oder nicht? was sprach bei dir noch gegen die Schecter? Aber wenn du bereit bist den Zuschlag für die Prestige in Kauf zu nehmen, dann würde ich dir auch aufjedenfall dazu raten! Da weißt du auf jedenfall was du hast! Meiner Meinung nach sind die Schecter in dieser Preisklasse echt ne Bombe, aber mit einer Ibanez Prestige wiederum nicht zu vergleichen.
    Ich wünsche dir weiter dann noch viel Erfolg bei der Gitarrenwahl und dann auch im Studio! ;)
     
  5. MortalSin

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    Erstellt: 30.01.12   #5
    au mann, sorry das ich mich einmischen muß aber, ich habe echt noch nie sowas schlechtes von den Emg´s gehört wie hier.

    Ich finde gerade bei 7saitern kommen die richtig geil durch und muffig sind die überhaupt nicht.......und Output haben die weniger als die Gibson Burstbucker pro auf meiner Les Paul....also ich weiß ja nicht was hier die Probleme sind, wahrscheinlich der "Ich muss alleine Hammergeilklingen-aber in der Bänd hört man mich nicht mehr"..... oder keine Ahnung.

    Aber im Studio wirst es dann merken was gut ist und was nicht, und was ist so toll an der Ibanez Prestige ? Da kannst die gleich für min 200tacken noch Tonabnehmer besorgen. Naja mußt du selber wissen, ich würde mir das nochmal überlegen und den Emg noch ne Chance geben ....gerade im Mix und bei Aufnahmen sind die eigentlich echt sehr gut.
     
  6. 7even

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    Erstellt: 30.01.12   #6
    Wenn ihm die EMGs nicht gefallen, soll er es lassen. Er weiß doch scheinbar was ihm gefällt? Und der Unterschied von RGD7320 zur Prestige ist gewaltig. Das lohnt sich allemal, denn die RGD 2127Z ist ein extrem gutes Instrument.
     
  7. Khisanth

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    Erstellt: 30.01.12   #7
    Also ich denke es ist relativ klar, dass Sound totale Geschmackssache ist. Und ich für meinen Teil finde, dass die Emg´s im Vergleich zu den Blackouts z.B. oder auch vielen passiven Pickups wie SH 4 oder SH 6 eher "muffig" klingt. Das soll im keinsten Fall heißen, dass die EMGs total muffig klingen und total schlechte PUs sind! Absolut nicht! Die werden nicht ohne Grund so oft verbaut und auch verwendet. Ich würde mit denen auch nicht immernoch spielen wenn sie so grottenschlecht wären ;) Für meinen Geschmack bzw. meine Soundvorstellung gibt es aber nunmal bessere PUs. Ich habe die EMGs schonmal im direkten Vergleich zu einer baugleichen Gitarre mit den Seymour Duncan Blackouts getestet auf verschiedenste Weisen: Clean, Crunch, Hi Gain, Lead, direkt von Gitarre ins Interface und bin dort einfach zu dem Ergebnis gekommen, dass die Blackouts mehr Brillianz und transparenteren Sound liefern.
    Niemand hat hier die EMGs schlecht geredet, so empfinde ich das zumindest.
    Bei 7-Saitern weiß ich nicht wie die sich machen, denke aber, dass die relativ baugleich sein werden ;)
    Ich weiß aber nun nicht, wie man über unsere Debatte über den Grundsound von Emgs auf die Sound-/Durchsetzungsprobleme im Bandgeschehen schließen möchte?
     
  8. MortalSin

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    Erstellt: 30.01.12   #8
    klar, ihr habt alle recht.

    Ich meine ja nur das die dinger ihre Berechtigung im Metal Sound haben und das bestimmt seinen Grund hat. Ich hab auch schon viele Pu´s durch und bin bei den 7saitern wieder bei Emg gelandet, das ist so wie ein Tubescreamer vor dem Amp....es ist einfach tighter nur das ich keinen mehr brauche.
     
  9. Khisanth

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    Erstellt: 31.01.12   #9
    Ist ja auch richtig! Die Emgs sind schon gute Teile ;) gerade für Metal, für Funk,Blues, Jazz etc würde ich die nicht empfehlen da die auch im Cleanbetrieb des Amps eine leichte Grundzerre liefern, dass ist bei den Blackouts aber nicht anders ;) Ist wie gesagt nur eben Geschmackssache und natürlich sollte man sich überlegen ob man bei einer eh schon teuren Gitarre nochmal knapp 200€ extra für neue PUs ausgibt oder ob man nicht doch mit den Stock Pus zufrieden ist.
     
  10. ExiLia

    ExiLia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.12   #10
    Ich kenn die Ibanez nur als 6 Saitige Version. Sagt mir da auch eher weniger zu, da der Sound doch etwas dünn erscheint. Wenn du da aber eh an den PUs rumbasteln willst, fällt der Kritikpunkt ja schonmal raus. Von der Bespielbarkeit her isses eben ne Ibanez mit Wizard 3 Halsprofil ( und ders echt geil).
    Schecter find ich im Bereich der 7 Saiter enorm stark. Mein Favourite in der hinsicht ist aber die Jeff Loomis Schecter. Die lässt sich echt klasse bespielen und hat reichlich power.
     

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