Star Wars Episode 7

  • Ersteller DrScythe
  • Erstellt am
Nimm noch die Midichlorianer dazu, dann hast du die oberflächlichsten und offensichtlichsten Kritikpunkte. Aber die Probleme liegen viel tiefer. :gruebel:

Wenn ich mich recht erinnere, werden die dreimal in der Prequeltrilogie erwähnt. Meiner Ansicht nach das Neue "Die Macht ist stark, in diesem da", ein Ansatz einfach zu erklären (weil auf einmal meßbar), dass Anakin eben mächtiger sein kann als Yoda.


Dann wird es nicht besser. Das ganze Handlungsgerüst ist löchrig wie ein Schweizer Käse. TPM funktioniert als Film einfach nicht. :gruebel:

Kann man sich mal angucken, hat IMHO einen höheren Unterhaltungswert als die Prequeltrilogie: http://redlettermedia.com/plinkett/star-wars/

Alex

Bist du bei der OT genauso kritisch?

Wie kommt es, dass die Droiden erst von Plünderern eingesackt werden und dann ausgerechnet in die Hände des Zwillingsbruders der um Hilfe rufenden Leia kommen?

Wie kommt es, dass die Stormtrooper sich bei der Kontrolle der Straßen von einer verriegelten Tür abhalten lassen?

Die Befreiung von Han in ROTJ hat so absonderlich viele "if"s und "when"s: wenn R2 nicht als Droide auf die Barke gesendet worden wäre, hätte Luke sein Lichtschwert nicht bekommen.

Die Rebellen auf dem Waldmond haben meine Zeit die Scouts zu umgehen, aber es reicht um von Teddybären gefangen zu werden, die werden "gemachtdingsbumst", lassen sich die Saga in Kurzvariante und mit Sound FX von C3PO erklären.... Und trotzdem sie die ganze Nacht dort verbringen, sind sie dennoch pünktlich bei der Bodenstation?

Und 30 Jahre vor Games of Thrones der Bruderkurs in ESB... Obwohl zumindest in der Postproduktion sowohl schon klar war, dass das Geschwister sind? Come on, das wirkt ja auch ein wenig konstruiert.


Mein Blick (und vermutlich der, der meisten aus unserer Generation, ist "getrübt", ich war da noch Kind und mir waren die AT-ATs, X-Wing, TIE-Fighter, Star Destroyer wichtig, die coolen Lichtschwerter (in den vom Vergleich zu den später gedrehten Filmen fast statischen Lichtschwertkämpfen.

TPM: klar, nach der gewonnenen Wette hatte Qui Gon den Racer ja noch, warum tauscht er den nicht gegen Shmi aus? (Weil dann der Verlust für Anakin nicht da wäre).

Plotholes dürften in den meisten Filmen zu finden sein, ich bin aber nicht der Ansicht, dass es in den Prequels wirklich wesentlich mehr sind als in der OT (oder auch in der noch nicht fertigen Sequeltrilogie).
 
Es geht doch gar nicht um irgendwelche speziellen Plotholes, die gibt es auch in der OT zur Genüge. Es geht um allgemein schlechtes Handwerk beim Filmemachen.
 
Bist du bei der OT genauso kritisch? [...] Come on, das wirkt ja auch ein wenig konstruiert.

Klar, das bezweifelt auch keiner. Dass Luke zwanzig Jahre unter seinem richtigen Namen bei seinem Onkel lebt, während sein Vater und Obi- Wan ihn solange völlig ignorieren, ist allein schon eine fragwürdige Konstruktion. Vader fällt es nicht mal auf, als die Rettungskapsel mit den Droiden dort notlandet. Im westernartigen Plot von ANH konnte man Lukes Werdegang und die Wiederbegegnung von Vader und Obi- Wan als genretypische schicksalhafte Zufälle stehen lassen, es wird aber durch die Retcon in ESB nachträglich unglaubwürdig, als Vader plötzlich Lukes Vater sein soll. Schon klar.

Trotzdem sehe ich Unterschiede: Bei der OT habe ich den Eindruck, als ob die Figuren besser funktioniert haben. Palpatine ist in meinen Augen die einzige interessante Figur in den Prequels. Maul darf (wie Boba in der OT) kaum was machen oder sagen. Jango ist Boba, bloß im falschen Film. Yoda ist eine Karikatur seiner selbst. Amidala, Qui- Gon, Mace, Dooku, Grievous und alle anderen sind bloß eigenschaftslose Abziehbilder. Dass Anakins und Obi- Wans Charaktereigenschaften regelmäßig vertauscht werden, macht es nicht besser. Ich finde weder Anakins Liebesgeschichte noch seinen inneren Konflikt nachvollziehbar und glaubwürdig. Im Grunde sind mir alle Figuren der Prequel- Trilogie völlig gleichgültig. Kenobis und Vaders Tod haben mich betroffen gemacht, aber weder Qui- Gons noch Maces Tod haben mich innerlich angerührt. Als die Rebellen gegen den Todesstern flogen, habe ich ihnen alle Daumen gedrückt. Aber bei einem Kampf von Klonen gegen Roboter ist mir eigentlich völlig wumpe, wer gewinnt oder verliert.

Dagegen sind die Figuren der OT Archetypen: Der Bauernjunge, der zum Helden wird. Der idealistische alte Ritter im Exil. Die stolze, entführte Prinzessin. Der plappernde Barde und sein kluger, stiller Freund. Der heimat- und gesetzlose Streuner. Der große, treue und etwas naive Kumpel. Der weise Zauberer auf dem fernen Berg. Der schwarze Ritter. Der böse König. Der Gangsterboss. Der Kopfgeldjäger. Der ehrlich gewordene Gauner. Die Ausgestoßenen im Sherwood Forest. Das ist Kino - gib mir Popcorn.

TPM ist in meinen Augen ein kinderorientierter Werbefilm für das "Podracer"- Computerspiel. AOTC ist eine unglaubwürdig konstruierte Liebesgeschichte, bei deren Finale sich Yoda in eine albern herumhüpfende Lichtschwertratte verwandelt, und ROTS bindet die Fäden mehr schlecht als recht zusammen. Sorry.

Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Vielleicht hat es der eine oder andere schon gesehen:
Ein gutartiger Mr Plinkett.

Er hat es sich vor drei Wochen wohl wieder anders überlegt :D




ab Minute 56.

"my first reaction was admiredly positive one, thats because I was on vicodin,
but as the dust settles, some cracks appeared.

No so much in plotholes or shitty execution, cause its a fun well made movie.
The crackes are in the mystery thats behind it. Unlike Yoda, I´m able to sense the dark side"
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben