Stickbezeichnungen

Dieses Thema im Forum "FAQ and Workshop [Drums]" wurde erstellt von 00Schneider, 23.04.2006.

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  1. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History

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    Aktuelle Bezeichnungen

    Neben den traditonellen Typen hat jede Firma auch eigene Beziechnungnen eingeführt. Diese sind nicht auf andere Firmen übertragbar, z.B. 707 (Simon Phillips) oder 721 (Minnemann) von Pro Mark, Quantum 1000 von Regal Tip oder auch Shedder, Powerhouse von Vater.

    Traditionelle Bezeichnungen

    Traditionelle Typenbezeichnungn sind z.B. 3S, 2B, 5B, 5A und 7A. Diese Ziffern stammen von den ersten Generationen von Drumsticks, bei denen jedes Modell Zahl und Buchstabe bekam die Größe und Anwendung beschreiben. Die genauen Abmessungen weichen je nach Firma etwas ab, bemerkbar vor allem bei Taper (Abschrägung, Verjüngung) und Kopf.



    Bedeutung der Ziffern

    Die Zahl

    Die Zahl ist eine Kennzahl für den Umfang des Stocks. Im Allgemeinen gilt: je Größer die Zahl desto kleiner der Umfang, und umgekehrt.
    So ist 7A dünner als 5A und dieser dünner als 2B. Die Ausnahme ist z.B. ein 3S, der dicker ist als ein 2B.


    Der Buchstabe

    S steht für "Street Apllications", also "Straßenanwendung", womit Drum Corps und Maching Bands (Spielmannszüge) gemeint sind. Diese Stöcke hatten die größten Durchmesser und Ausmaße ihrer Zeit, was für die Lautstärke und Klangausbreitung von Vortiel war, die in diesen Stilen erwünscht waren.

    B in der Bezeichnung deutet auf einen Stock hin, der für Band-Anwendungen wie Blaskapellen und Symphonieorchester gedacht war. Mit einem geringeren Umfang als S-Modelle waren sie leichter zu kontrollieren und dadurch auch sehr beliebt bei Anfängern. Auch heute noch ist ein 2B oder 5B ein guter Stick zum anfangen.

    A steht für Ochester. A-Stöcke waren für Big Band oder Tanzorchester gedacht. Durch den geringeren Umfang als B-Stöcke eigneten sie sich gut für leichteres Spiel.

    Moment, "B" für Band, "S" für Street, aber "A" für Ochestra?
    Laut Bill Ludwig Jr. kam das so: Die Firma Ludwig war die erste Firma die Sticks in Massenproduktion herstellte und dafür moderne Maschinen nutzte. William F. Ludwig Sr. gefiel das gedruckte "O" einfach optisch nicht, ein A sagte einfach viel mehr zu. Danach übernahmen die anderen Firma das A einfach.
    Dies ist aber nur eine Geschichte, die manch anderer auch gerne anzweifelt. Der "Modern Drummer" beantwortet diese Frage einmal folgendermaßen: Der Ursprung für die A-Bezeichnung ist etwas vage. Hauptsächlich wurden damit Sticks bezeichnet, die nicht S oder B waren. Es mag für "all-purpose" gestanden haben, also universell einsetzbar, eher möglich ist auch dass es eben der erste Buchstabe im Alphabet ist und somit für jeden leicht zu merken.


    Wichtig ist dazu zu sagen, dass die Größen nicht genormt sind, sie unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Nicht nur in Länge (length) und Dicke (diameter), sondern auch in der Verjüngung (Taper - Zulauf von dick nach dünn am Schaft) und dem Kopf (Tip).
    Außerdem wächst jeder Baum anders, Holz kann nie genau gleich sein.


    Quelle:
    www.pearldrum.com/2002_techspeak/drumsticks.asp


    Und nützliche Tipps zum Stickkauf gibt's dort:
    www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=80606
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