Wachsschicht auf Geige

  • Ersteller Kylwalda
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:D Man hat mir heute schon einmal mit dem "weißen Wagen" "gedroht." :)
 
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Na, eine gewisse "Klatsche" haben wir doch alle......
Finde ich aber gar nicht schlimm, solange man keinem weh tut.

....aus dem Restholz wieder eine Geige baust.....
Viel schärfer finde ich aber noch die Wieder- oder Weiterverwendung des Bleistiftes... Das nenne ich konsequent!

Natürlich passt auch Kylwaldas strikte Weigerung dazu, über einen neuen Obersattel nachzudenken, weil der doch schon so viel erlebt haben muss....super!
Meine Autoreifen würde ich am liebsten auch behalten, nachdem sie mich 120 000 km treu begleitet haben, egal, was der TÜV dazu sagt, dann nenne ich sie eben Folklore-Reifen.....:D
Fiddles Bemerkung mit der erhellenden Erkenntnis beim Abziehen des Griffbretts ist auch meine Meinung. Ich hätte da noch zwei Spraydosen in schwarz zum Nachbessern , einmal matt und einmal lack.

Halte uns auf dem Laufenden, ich jedenfalls mag sowas!
Bis jetzt : sehr unterhaltsam! Unbedingt weitermachen!!!!!!

robbert
 
Letztes Bild ist super! Alle mal genauer hinschauen bitte.

- keine oberen Eckklötze, unten dafür sowas ähnliches drind.
Das gibts auch in der Variante: unten nur als Blende, also innen hohl.

Sowas wurde nur im Vogtland gemacht (Manufaktur) und es gibt nur einen Grund:
durch die F-Löcher und durch das Endknopf-Loch inspiziert, sieht man Ecken mit Klötzen.
Die oberne kann man selbst mit einem Zahnarzt-Spiegel nicht sehen.
Es ist eine Täuschung. Eckklötze -> höhere Qualität.

Deswegen muß die Geige aber nicht zwangsläufig schlecht sein.
Aber diese hier ist trotzdem ein Manufakturinstrument aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
aus dem Vogtland und ein schönes Bastel-Objekt, das uns in diesem thread gut auf Trab hält :D

Baulicher Hintergrund:
dieser Zargenkranz wurde in einer Außenform errichtet, oder frei "aufgeschachtelt".
Beides sind übliche Bauformen der Vogtländer Tradition.
Bei einer Innenform (wie in der intalienischen, oder französischen Schule) kann man keinen Zergenkranz bauen ohne Eckklötze.
Das geht einfach nicht!

Diese Eckklötze wurden eventuell sogar nachträglich eingepasst, nachdem der Zargenkranz bereits fertig verleimt war.

cheers, fiddle
 
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fiddle, ich bin begeistert, was Du bei der Fotoqualität noch an Infos raushaust. Wollte doch eigentlich bloß lustige Bilder bieten, wo doch gerade die "lustigen" Tage beginnen. Vielen, vielen Dank dafür!!!
Robbert, ich werde Stimmstock und Sattel auf jeden Fall erneuern. Nur halt den Sattel nicht aus Neuware. Das Griffbrett ist schon aus Ebenholz, aber Danke für das Angebot mit der Farbe. ;)
 
Und? Schon erste Wetten abgeschlossen, wann das schrullige Irrlicht endlich ein Einsehen hat, und diesen Unfug sein läßt? :D

Seien wir mal ehrlich, die letzten Bilder (damals direkt nach der Öffnung mit der ollen-Kamera aufgenommen) waren unterirdisch, und weniger zur Identifikation als zum "Schocken" gedacht. Somit waren die Ecken ja nun nicht wirklich gut zu erkennen, … daher hier mal ein aktuelles Bild einer Ecke:

IMG_0205.jpg

Und hier mal ein Bild von einer Ecke mit "Blende", wie fiddle sie oben beschrieben hatte. Hab´ grad mal die Decke bei der Dummie-Geige abgenommen:

IMG_0197.jpg

So, jetzt zur Schachtel:
Die Fuge der Bodenplatte klafft(e) ebenfalls auseinander, der Unterklotz war gespalten, sowie ein Span aus der Bodenplatte rausgebrochen.
Da sie, wie ich erfuhr, mal bei einer Proberaum-Auflösung ans Tageslicht gelangte, könnte ich mir vorstellen, daß länger andauernde Feuchtigkeit in Ehe mit starken Temperaturschwankungen (ständiges "Arbeiten" des Holzes) dazu geführt haben könnte, daß die Fugen sich geöffnet und dadurch auch den Klotz auseinandergetrieben haben. Würde auch den Schimmel erklären. Feuchtigkeit und Schimmel sind ja erfahrungsgemäß `beliebte´ Proberaumprobleme. (Rock/Funk/Metal etc—Proberäume oft in Kellern, stillgelegten Werksgebäuden etc. -> schlecht zu klimatisieren)

Hier mal die Verbiegung, - die "ambivalente Beziehung " :D (fiddle, sehr gut "gemerkelt") der Platten:

IMG_0156.jpg

Bringe ich den Rand auf gleiche Höhe steht´s in der Mitte über. Das mit dem Fotografieren ist wirklich hilfreich; so ist mir erst bei Betrachtung mit Vergrößerung aufgefallen, wie schlecht ich den Span wieder eingeleimt habe.

IMG_0194.jpg
(Ich finde übrigens, ich treffe das Zielobjekt immer besser beim Fotografieren. Bin schon gespannt auf mein Abschlussbild,.. mit "Klöppeldeckchen":whistle:….)

Durch die Verbiegung ist sie auch (kaum sichtbar) kürzer als die andere Platte. Kann ich also so erstmal noch nicht verleimen. Selbst wenn es mir möglich wäre, sie so zu zwingen, hätte ich Bedenken, ob das Holz nicht im Laufe der Zeit wieder in die vorherige Form "streben" (Wir wissen natürlich alle, dass Materie kein Bestreben hat.) würde, und die Fuge sich erneut öffnet. Also Gipsabdruck vom Boden einer anderen Geige gemacht, der diesem in der Form sehr sehr nahe kommt, und den genässten Boden "hineingezwungen". Dann immer wieder genässt, gefönt, genässt, gefönt, ….,…
Ich habe die Idee, dass das Holz sich so wieder dauerhaft in Form bringen läßt, und die linke Seite sich wieder soweit "streckt", einen sauberen Abschluss mit der rechten zu bilden, und auch dauerhaft in der Form bleibt.
Kann das hinkommen, oder ist das zu naiv gedacht?

Ha, ich hab´ sogar den alten Obersattel vom Kontrabass bekommen:


IMG_0189.jpg

Grüße
Kylwalda
 
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Und? Schon erste Wetten abgeschlossen, wann das schrullige Irrlicht endlich ein Einsehen hat, und diesen Unfug sein läßt? :D

JA :)!!! Aber ich finde keinen, der sagt, dass du es sein lässt :( ;)

Und nach diesen Fotos wird es immer unwahrscheinlicher :(


DU schaffst das :great: Sieht echt gut aus, was du machst! - Hast du eigentlich berufliche Vorbildung im Bereich Holzgebastel?
 
Nein, aber ich hatte einen sehr geduldigen Vater, der mir als Kind abends im Werkkeller immer mal was gezeigt hat, und dessen Selbstgespräche ich als Aufforderung zum Mitdenken verstand :D. Eigentlich komme ich ursprünglich eher aus der "freischaffenden" Fahrradschrauberei.

Danke für Euer Vertrauen, das macht mir Mut! :)
 
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Und hier mal ein Bild von einer Ecke mit "Blende", wie fiddle sie oben beschrieben hatte.

Jo, das is ne Blende.

Dein Projekt is Monster - ich möcht's nicht machen müssen..
(obwohl.. wenn ich ne Woche keinen K-Bass dafür rumwuchten müßte, wär ich sofort dabei ;) )

Bei Decke und Boden geht man eigentlich so vor:
- Risse / Fugen mittels Rissklammern leimen so daß alles mal wieder beisammen ist.
- dann Gipsabguss
- diesen nacharbeiden
- mehrere Tage Wölbungskorrektur, Einspannen in nachgearbeiteter Gipsform (passender Sandsack)
- anschließend Stimmfutter / Bassbalken-Futter + Belegen in Gipsform
- Randdoublierung, falls erforderlich (u.U. partiell)

Bei der Geige werden die Zargen und Ecken noch ein Spass werden.
(und das Zusammenfügen mit Decke und Boden..) (( Monster-Arbeit! ))

schöne Bilder! Interessante Arbeit von Dir und nicht ungeschickt!


cheers, fiddle
 
Ja, ich habe die Schachtel jetzt schon die ganze Zeit im Gipsabdruck von der anderen Geige liegen. Der untere Teil passt auch hervorragend hinein so. Ich nässe und föhne zwischendurch immer mal wieder, und setzte die Zwingen mal so, mal so. Heute zwischendurch mal rausgenommen und zusammengehalten. Sah nicht schlecht aus. Ein Schreiner sagte mir heute, das könne ich vergessen…mh, aber ich bin ja dickköpfig und denke an diese "Wasserleichen", die man schließlich auch wieder zusammenbekommen hat, und einen Wasserschaden-Strat-Hals habe ich auf die Weise (über Wochen eingespannt) auch wieder hinbekommen. Der ist seit über 10 Jahren absolut "in Form".
Na ja, Rissklammer habe ich ja nicht, aber ne andere Idee. Werdet ihr sehen. Was ist eine Randdoublierung? Randfutter?
Hier mal ein aktuelles Bild

IMG_0223.jpg

Zargen und Ecken? Meinst Du das "hier passt garnix mehr übereinander Spielchen" ? Oder was kommt da noch auf mich zu? Bassbalkenfutter ? :gruebel: Ich suche gleich erstmal meinen "Möckl" :)
 
Hi Kylwalda,

ne Randdoublierung ist nur dann notwendig, wenn von der Original-Decke (meistens Decke) zu viel abgesplittert ist, fehlt,
oder die gesmate Statik etwas fragwürdig aussieht. (Adergraben ist tief, fragil, Holz weich, marode)
Ich mußte mal eine ringsrum machen: Kompletter Rand Abhobeln (Leim-Seite) und eine Gitarrendecke aufleimen.
Mestens wird sowas nur partiell gemacht bei alten Brüchen, die nicht gut repariert waren, beim Öffnen zu viel gesplittert ist, oder, oder..

Die Zusatzarbeit ist der erneute Grundierungs- und Lackaufbau nach dem Leimen. Das is ne Äkschn.
Bei Dir siehts so aus, als wär das nicht nötig.

Ein Futter ist frisches Holz in ne Wanne eingepasst. Braucht man an den Stellen, wo was drüber muß.
Z.B. Bassbalken oder Stimmstock.
Ansonsten helfen auch Rissbelege, aber das hängt vom Fall ab.
Eine Decke, zugepflastert mit vielen Rissbelegen, schwingt auch nicht mehr toll.

Unter einem Bassbalken immer Futter, unter der Stimmstock-Position auch.
Je nach Riss-Vielfalt, kann man mit einem Futter einige Belege einsparen, indem man das Futter größer dimensioniert.
Das ist alles sehr Fall-abhängig.

Belege immer aus dem gleichen Holz, wie die Klangplatte und wenn geöffnet mit Kreide anpassen.


cheers, fiddle


p.s.der Schreiner ahnt vielleicht, was das für ne Äkschn ist, weiß aber kaum was über die
Restaurations-Möglichkeiten bzw. Metoden. Für ihn ist ein Fall zuerst wirtschaftlich zu betrachten.
(das mach ich auch, jeden Tag..) Und da bleibt leider kaum gescheite Reparatur übrig, da unwirtschaftlich.
(so gerne ich auch sowas mache..)
Schreiner haben hauptsächlich mit geraden Brettern zu tun - Wölbungen sind n bischen tricky -
da hörts dan halt auf. Keine Abschätzigkeit - einfach anderes terrain.
 
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Hi fiddle, hab´ Dank für Deine weiteren Erläuterungen!

Kurze Frühlingsgrüße allerseits !

IMG_0192.jpg

IMG_0240.jpg

IMG_0255.jpg;)


Das Wort zum Sonntag spricht Heraklit:
IMG_0259.jpg

"Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen"

Grüße
Kylwalda
 
Nein, - ich habe sie nicht ersäuft, und nu ist Urlaub und Zeit, den Wohnzimmertisch wieder mit der Bastelplatte zu decken.

robbert, ich hoffe, Du bist nach den obigen Bildern nicht enttäuscht, daß ich Deiner so interessant kreativen Lesart meines Vorhabens nicht entsprechen und mich um einen (möglichst!) spieltauglichen Sattel bemühen werde. Möglicherweise ist meine gelebte Romantik bei aller Verspieltheit und `Historien´-Würdigung doch etwas trivialer geerdet, als Du es zu lesen vermeintest? :gruebel:

GeiGit, bislang dachte ich, dieser ->:p Smiley wäre ein Clowny; wollte Dir in #17 natürlich nicht die Zunge rausstrecken, sondern meine voranstehende Aussage als selbstironische Faxerei kennzeichnen. Sorry, falls das irgendwie befremdlich rübergekommen sein sollte.

fiddle, finde ich übrigens ganz schön gut, daß Du als Profi Dir noch genug Bastlergeist bewahrt hast, mich in meinem sicherlich nicht ganz vernünftigen Vorhaben ernst zu nehmen. :) Ein großes Danke dafür! Trägt nicht unwesentlich zur Motivation bei, zumal mich neulich bei einem kapitalen Missgeschick doch dezent der Gedanke an Kapitulation gestreift hatte. Dazu aber mehr an anderer Stelle.

Nun habe ich die Schachtel ja ´ne ganze Zeit im Gipsbett für die Verleimung vorbereitend "geformt". Irgendwann verfiel ich auch noch auf die Idee, mit ganz stark verdünntem Knochenleim zu tränken. Ob´s hilft??? Na, schaden wird´s schon nicht. Vielleicht hat sie dann ja irgendwann auch diesen legendären "Stradivari-Pilz" :D. Mit dem Ergebnis relativ zufrieden, hoffe ich nur, daß das Holz sich nicht einfallen läßt, in einigen Monaten wieder Fugen-Unfug zu betreiben.

Zunächst noch Bilder davon, wie sie hier eintraf:
Wachsgeige, hinten.jpgWachsgeige, hinten 2.jpg

(Die Fuge klaffte recht weit Richtung Oberklotz, habe ich sicherheitshalber auch mit Aceton gereinigt, weil der Lackabtrag mich stutzig gemacht hatte. Dabei hat sie sich dann auch gleich bis zum Klotz geöffnet.)

IMG_0311.jpgIMG_0309.jpg
(hier jetzt bloß nicht nach irgendeiner Abfolgelogik suchen, sind zwei Bilder von zwei Tagen Hin u. Her)

Da ich ja keine Rissklammern habe, nahm ich eben Schraubzwingen, und bin,- wegen zu weniger passender Zwingen -, Schritt für Schritt vorgegangen. Dabei immer eine kleine Strecke der vorherigen Leimung wieder angeweicht und erhitzt. Eine Aktion, die wegen ständigen Wieder-Öffnens und Korrigierens alleine zwei Tage gedauert hat. Uuaaaah, wirklich "Monster". Auch wenn man alle Abläufe vorher "trocken" simuliert hat, - es bleibt eine Sportveranstaltung. Und wirklich sauber ist das Ergebnis auch nicht geworden. Für den untersten Bereich werde ich es gleich mal mit Kettenspannern probieren, da hier ja Schraubzwingen nicht mehr packen können, und mein Modell

Rissleimung, Löwenkopfgeige.jpg
"Rissklammer de la Staubsaugerrohr" zu kraftlos für eine Fuge ist.

Seltsamerweise gibt´s da so einige Stellen, die außen gut abschließend aussehen, innen aber garnicht, und umgekehrt. Aber ich denke, nach zwei Tagen sollte man es auch gut sein lassen, - in diesem Falle!
Während der Leimtrocknungszeiten habe ich mir das Griffbrett schon mal angesehen. Wenn´s fertig "abgezogen" (mit Klinge aus E-Hobel, macht richtig viel Spaß und erzeugt einen behaglichen authentischen A- Hobel-Klang :D) ist, werde ich entscheiden, ob´s nochmal draufkommt. Zu dünn sollte es ja auch nicht sein.

IMG_0317.jpgIMG_0316.jpg

fiddle, Du meintest: "Bassbalken-Futter eigentlich immer". Wie ist dieses "immer" zu verstehen? Immer, wenn an einer Decke größere Reparaturen stattfinden? Wäre das hier bei dieser Geige denn prinzipiell auch erforderlich? Der Bassbalken sitzt - bisher- eigentlich noch super.

Das Gips-Himmelbett beginne ich jetzt erst, weil dafür benötigtes Werkzeug noch in einem `anderen´ Projekt steckte…

Grüße
Kylwalda
 
>>Möglicherweise ist meine gelebte Romantik bei aller Verspieltheit und `Historien´-Würdigung doch etwas trivialer geerdet, als Du es zu lesen vermeintest?

uhh, madame, bei so einöör Audrücksweisö bin isch gurz daffor misch nackig uund flach zu machöön. :D

>>fiddle, Du meintest: "Bassbalken-Futter eigentlich immer". Wie ist dieses "immer" zu verstehen?

Nee, da hast du was falsch verstanden. Wo kein Riss, da auch kein Futter nötig.
Bassbalkenfutter braucht man, wenn Beläge, auf Grund der Nähe zum Bassbalken, nicht möglich sind.

Du machst das hier ziemlich gut!
Ich hätte die Mittelfuge nachgehobelt - das ist alles andere als einfach und verlangt eine sauber eingerichtete Rauhbank,
aber so könnte der Riss komplett geschlossen werden.
Das wird dir nicht gelingen, dafür ist die Fuge zu stark verzogen. Vermutlich war das schon Beim ersten Fugen nicht ok.
Aber du kannst sie annähernd mit deiner Methode zubekommen und sie wird sicherer mit passenden Belägen.

Holz ist wie ne launische Frau. Wenn es sicht verwindet, dann tut es das und du kannst nichts dagegen machen!
Man muß die Spannungspunkte glätten und es ergibt ein harmonische Verbindung.
Mein Gesellenstück war eine Mörder-Zikke! Ich durfte dreimal fugen.
(60 Jahre alt, Furz-trocken und hat gesaugt wie ein Weltmeister)
((ein Schelm, wer jetzt frivoles denkt..))

:D


cheers, fiddle
 
fiddle, hast Du etwa gelauscht? Du warst nicht gemeint, aber bitte, wenn Du Dich nackig machen möchtest…. nur zu, ich guck auch wohlerzogen weg. :D

Na ja, mit zickigen Frauen habe ich reichlich Erfahrung, …. nein, nicht wie Ihr jetzt denkt…,-und werde jetzt nicht bei diesem Geiglein klein beigeben, auch wenn ich jetzt den Staubsaugerbeutel nach einem 4x7mm großen Holzsplitter durchsuchen muß. :eek::weep:
 
GeiGit, bislang dachte ich, dieser ->:p Smiley wäre ein Clowny; wollte Dir in #17 natürlich nicht die Zunge rausstrecken, sondern meine voranstehende Aussage als selbstironische Faxerei kennzeichnen. Sorry, falls das irgendwie befremdlich rübergekommen sein sollte.
Hallo Kylwalda, er sieht ja auch voll wie ein geschminkter Clown aus :)
Ich würde sowas nie krumm nehmen, vorallem nicht bei Smileys... die kann man ganz leicht nicht verstehen, oder falsch verstehen :)
Ich lese hier gerne Deinen interessanten Bericht und hätte bei der Geige schon lange aufgegeben - also meine absolute Hochachtung :hat:
Vor einer Geige und deren Wert wurde mir von meinem Opa damals ein großer Respekt "anerzogen". Ich durfte seine Geige als Teenie nicht mal im Kasten tragen, da er Angst hatte, dass ich damit anstoße, oder dass sie mir runterfällt...
Naja, es war auch eine Guarneri mit dem Wert eines kleinen Hauses, da kann ich ihn schon verstehen :) Ich weiß noch, als er sie sich geleistet hatte und dann stolz mir was vorspielte und mich gefragt hat: "Na, was sagst du?"
Und ich hatte es nur an der anderen Holzart der Wirbel, des Saitenhalters und der Kinnstütze überhaupt gemerkt, dass es eine andere Geige war :confused: Klar klang sie echt gut, aber das tat seine vorige Geige auch schon! Er war eben ein echt guter Geiger und konnte auch auf meiner Geige schön spielen (das war ja auch mal die Geige, auf der er studiert hatte).
Ich fand die Preise für die Geigen alter Meister schon immer total übertrieben. Klar sind die einzigartig und es waren echte Meister ihrer Kunst.
Ich lese gerade von Martin Schleske "Der Klang" und verstehe wieviel Zeit und Können tatsächlich in so einer Geige steckt. Deshalb sind die Preise für eine gute Geige vom modernen Geigenbauer, der sein Handwerk liebt und versteht auch absolut ok! Den würde ich auch lieber unterstützen, wie einen Besitzer einer alten Meistergeige, der sie als Wertanlage sieht.
Naja. Mit der Prägung war für mich die Geige auch echt etwas, worauf man aufpassen muss. Wo man nix dran ändert und die Finger von lässt :)
Deshalb finde ich es sehr lehreich hier von Dir und von fiddle einen Einblick in die Geigenbauarbeit zu bekommen:great:
Mach weiter, lass Dich nicht entmutigen und ich hoffe, dass Du den Splitter gefunden hast.
 
Hier die Klinge aus dem Elektrohobel als Alternative zu nicht vorhandenem Geigenbauerhobel und übrigens spielerischer response auf Deine A-Schuhe aus nem anderen Thread, fiddle. Sicherheitshalber. :)

IMG_0329.jpg

Hi GeiGit,
Danke für Deine Ermutigung :) und den Respekt für Geigen kenne ich so auch. An meine "Familien-Geige" z.B. würde ich nie drangehen. Meine erste Geigenbastelei geschah genau aus dem Grunde, ihr Proberaumaufenthalte zu ersparen. Mitunter geht´s auf Proben oder Sessions (komme eher aus dem Rockbereich) ja etwas `unübersichtlich´ zu. Doch denke ich, eine Geige, die soooo geschrottet ist, wie z.B. diese hier…bevor so eine in die Mülltonne geht, kann sich da jeder drantrauen. Finde ich, auch wenn ich trotzdem mein Bestes gebe. Nein, den Splitter habe ich leider auch im Staubsaugerbeutel nicht gefunden, aber ich suche weiter….

p.s. mein Opa hatte sich das Geigespielen selbst beigebracht auf einer von seinem Sohn (meinem Onkel) selbstgebauten Geige. Du siehst, mir wurde väterlicherseits gleichzeitig auch eine gewisse "Angstfreiheit" mitgeschenkt…was ich aber auch so langsam erst begreife.
 
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Hy Kylwalda, gern geschehen:)
Ich spiele "Worshiprock" (Lincoln Brewster, Casting Crowns, Matt Redman usw.) mit Geige und E-Gitarre. Seit ich meine E-Geige habe, bin ich auch unerschrocken und baue an ihr herum. Aber eben "nur" ein neuer Steg, ein eingebauter Funk, eine ausgebauter Preamp, neue Blenden für Poti und Buchse. Und die Geige kann auch gerne am selbstgebauten Halter am Mikrofonständer hängen, da auch bei uns "mal jemand über's Kabel stolpern" könnte :)
Meine E-Gitarre habe ich mit 16 komplett selbst gebaut und bin auch gelernter Schreinermeister und Holztechniker.
Trotzdem traue ich mich nicht an meiner "guten" akustischen Geige den Halswinkel zu korrigieren.
Die lag leider mal an einem heißen Sommertag vor einigen Jahren im Kofferraum bei meinem Bruder (abends war Bandprobe) :weep: und dabei ist sie wohl so warm geworden, dass der Hautleim weich wurde und sich Decke und / oder Bodenleimung leicht verschoben hat. Auf jeden Fall war danach der Halswinkel flacher und der Saitenabstand viel zu groß. Sie klingt immer noch gut, die Verleimung ist geschlossen. Ich habe dann den Steg oben um einige Milimeter abgenommen, damit die Saitenlage wieder besser wird, aber mehr kann ich nicht abnehmen, da sonst die Bogenhaare zu schnell auf G- und E-Saite am Korpus streifen :weep:Nun müsste entweder das Griffbrett runter und ein Keil dazwischen, oder eben die Decke und/oder der Boden runter, der Halswinkel korrigiert und alles wieder zusammengeleimt werden.... Nix, was ich selbst machen könnte und auch nix, wo ich momentan das Geld für den Geigenbauer hätte. Ich weiß auch nicht, ob sich das lohnen würde, ob es erfolgreich wäre und ob nachher nicht der Klang schlechter wäre...
Also lebe ich mit der Einschränkung :(
Ist aber nicht sooo schlimm, da ich eh fast nur noch die E-Geige spiele, deren Saitenabstand passt :)
 
Ähhh.. Kylwalda..

wenn du tatsächlich an ein nachhobeln der Mittelfuge denkst, sollte ich vielleicht noch etwas erwähnen,
bevor du den Elektrohobel mit 1000 Watt? anwirfst.. (i say captain, you say Watt..)

Ich denke an einen Spanabhub im 100stel Millimeterbereich.
Das ergibt am Schluß, beide Seiten addiert, weniger als ein drittel Millimeter.
Ich rede von Hobelspänen, durch die man durchkucken kann.

cheers, fiddle

- - - aktualisiert - - -

Die lag leider mal an einem heißen Sommertag vor einigen Jahren im Kofferraum bei meinem Bruder (abends war Bandprobe) und dabei ist sie wohl so warm geworden, dass der Hautleim weich wurde und sich Decke und / oder Bodenleimung leicht verschoben hat. Auf jeden Fall war danach der Halswinkel flacher und der Saitenabstand viel zu groß. Sie klingt immer noch gut, die Verleimung ist geschlossen.

Das könnte ich mir mal anschauen.
Es gibt auch die Möglichkeit, daß sich nur das Griffbrett verzogen hat.
Bei einer Kofferraum-Hitze von über 60°C gehen an einer Geige unter Spannung noch ganz andere Stellen auseinander.
Ich halte es daher für eher unwahrscheinlich, da du das nicht erwähnt hast.

Ich hatte vor ner Woche ne Geige, die in Italien im Auto gebacken wurde.
Das war die bislang aufwändigste Lackretusche, die ich bei T gemacht habe.
(Die Leimverbindungen waren nicht offen, oder "verrutscht" - das hätte ich entdeckt)

Heißleim geht bei Hitze komplett auf. Da verrutscht nix. Sowas gibts nur bei Ponal.


cheers, fiddle
 
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Das könnte ich mir mal anschauen.
Es gibt auch die Möglichkeit, daß sich nur das Griffbrett verzogen hat.
Bei einer Kofferraum-Hitze von über 60°C gehen an einer Geige unter Spannung noch ganz andere Stellen auseinander.
Ich halte es daher für eher unwahrscheinlich, da du das nicht erwähnt hast...
...Heißleim geht bei Hitze komplett auf. Da verrutscht nix. Sowas gibts nur bei Ponal.
das wäre ja echt klasse fiddle, wenn Du Dir das mal anschaust! Dann wüsste ich vielleicht, was Sache ist und welche Lösung es gäbe.
Wie gesagt, für mich sichtbar war nur der flachere Halswinkel. Boden und Decke haben sich nicht gelöst und die Leimung scheint in Ordnung. Vielleicht ist die Zarge direkt am oberen Klotz, wo der Hals eingeleimt ist nicht mehr ganz rechtwinklig. Kann der Klotz sich verziehen und damit den Halswinkel flacher machen?:gruebel:
Der "Kofferraum-Backofen" ist auch echt schon viele Jahre her... ca. 1994. Ich habe mich an den Winkel gewöhnt. Durch die E-Geige merke ich jedoch wie gut das sein könnte :)
 
Aber fiddle, mit nur der Klinge vom E-Hobel bearbeite ich doch das Griffbrett. Das ist ja das Feine, so als Klinge,- dann also A (Akustik)- Hobel -, macht sie ein sehr angenehmes Arbeitsgeräusch. Über sowas freue ich mich halt immer mindestens so, wie über einen hübschen Dialekt/Akzent :), davon ab, daß sie für mich eine gute Alternative zum fehlenden Hobel ist.

Mit einer lärmenden wieviel auch immer "Watt Monstrosität" gehe ich doch nicht an meine schöne Fuge.
Ein Nachhobeln der Fugenkanten hielte ich nach meinen Möglichkeiten und meinem handwerklichen Vermögen auch für illusorisch. Die Bodenplatte ist übrigens im (hoffentlich) letzten Leimungsdurchgang…

IMG_0338.jpgIMG_0339.jpg
(Die Schraubzwingen haben hier nur noch unterstützende Aufgabe. Der unterste Bereich ließ sich über Schraubzwingen nicht richtig Holz an Holz bringen, da man da unten ja keine ansetzen kann. Das allerunterste Stückchen immer noch nicht, aber nu, da steht nachher eh der Unterklotz drauf)

… und dieser blöde Holzsplitter ist immer noch nicht wieder aufgetaucht, was jetzt wirklich mächtige Probleme aufwirft, die mich tatsächlich so richtig fies ärgern…aber ich mache weiter. Wäre sie für mich, würde ich jetzt aufhören, aber sie sooo zurückzugeben, verbietet der Anstand. Auch bei so einer Geige. Bilder vom Malheur gibt´s erst nach Entschärfung.

GeiGit, bei einer Geige, die Du z.B. irgendwo aus dem Sperrmüll ziehst, würdest Du Dich bestimmt auch an den Halswinkel trauen. Gerade mit Deinem beruflichen Hintergrund und dem E-Gitarrenbau :great:. Die "guten" Instrumente umgibt halt so eine Unantastbarkeit, -was ja auch gut ist. Erzähl(t) doch mal, wenn Du bei fiddle warst, was es mit der Geige gegeben hat. Finde ich auch interessant.

Cool, zwei Platten haben zu einem "Komplex" zusammengefunden, zugegeben - mit etwas Wellengang.

IMG_0341.jpgIMG_0342.jpgIMG_0345.jpgIMG_0346.jpgIMG_0347.jpg

IMG_0344.jpgIMG_0348.jpg

Wieso gibt´s hier eigentlich keinen Tanz-Smiley? Zur Feier gibt´s heut abend nen Weinchen, benötige eh noch Kork für die Deckenleimung.
 
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