Welche Gitarre für mehr Druck / tiefe Frequenzen ? (Budget 800 €)

  • Ersteller r.schmitz
  • Erstellt am
R
r.schmitz
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
14.02.21
Registriert
27.11.15
Beiträge
4
Kekse
0
Hallo liebe Gemeinde,

ich habe folgendes Problem:

Ich bin ein aus dem Punk kommender Singer-/Songwriter und habe das Problem, dass bei relativ lauter Stimme, sowie ziemlich hart angeschlagener Gitarre letztere zu wenig Druck hat.
Klar ich weiß, ich könnte natürlich sehr viel weniger stark anschlagen, bzw. grundsätzlich abgenommen spielen, leiser singen usw.
Alles super Sachen, die ich bei anderen Projekten auch verfolge, beim oben beschriebenen aber nicht funktionieren, bzw. grundlegende Stilmittel beschnitten würden.
Es geht also also nicht anders als komplett unverstärkt. Basta !

Ich habe mir vor 1 1/5 Jahren eine 'TAYLOR 114 CE' gekauft mit der ich vom handling her absolut zufrieden bin.
Wie gesagt ist es allerdings so, dass unter sehr schnellen, lauten Anschlag untenrum deutlich was fehlt.
Einerseits könnte die Gitarre grundsätzlich noch lauter sein,
zweitens mehr tiefere Frequenzen haben. Bei der Taylor kommen meiner Meinung nach vor allem mittlere und hohe Mitten, sowie Höhen sehr klar raus.
Ich brauche eine neue Gitarre, die deutlich mehr Druck aufweist.

Habe vor 2 Monaten auf tour mit jemandem gesprochen, der mir sagte, ich solle mich mal über verschiedene Hölzer in der Decke informieren. Mehr Dichte, weniger Dichte
Leider habe ich dazu nicht so viel gefunden, bzw. mich nicht durchkämpfen können, bei all den unterschiedlichsten Gitarren, die es da so gibt.


Daher meine konkreten Fragen:

Welches Holz wäre für mein Anliegen geeignet?

Sollte ich mir grundsätzlich Gedanken über eine Jumbo Form machen, wegen größere Gitarre lauter und so?

Könnt ihr mir Gitarren empfehlen, die für meine Ansprüche optimal wären (so bis max. 800€)?


Vielen Dank schonmal,
Ralf
 
Eigenschaft
 
Das ist nicht nur ein Holzproblem.
Das ist ein Problem des Korpusvolumens und der Saitenmasse.
Du brauchst richtig viel Volumen, weil Du richtig viel Luft bewegen musst. Dafuer brauchst Du richtig viel Energie, also richtig fette Seiten.
Für Deinen Fall würde ich entweder was eher hoch klingendes nehmen - damit rutscht Du nach oben aus der Stimmfrequenz raus, oder halt eine Baritone.
Baritones haben eine laaange Menszur und fette Saiten und geben Dir deswegen auch untenrum richtig Druck.
Aber....
"Zu viel" im Niedrigfrequenten Bereich klingt dann sehr schnell nach Matsch. Klangmatsch. Ich wuerde eher mal den Capo auf III, V oder VII setzen und die Gitarre nach oben aus dem Mix nehmen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Danke für die schnelle Antwort.

Dicke Saiten spiele ich schon seit mehreren Jahren.
Mittlerweile spiele ich auch sehr wenige Songs ohne Capo (II oder V)

Auch mit Capo ist der Sound schnell "pappig" und zu dünn.
 
Wie hast du die Gitarre denn verstärkt?

Hast du mal versucht, mit einem grafischen Equalizer die hohen Frequenzen abzumildern?



:hat:
 
Naja, ne Taylor 114CE ist halt einfach ziemlich weit weg von "Bassmonster" ;-)
Daher überrascht das nicht umbedingt, wenn dir das zuwenig ist.
Ganz generell würde ich in Richtung Jumbo/Dread gucken und vor allem folgendes machen:
Nimm zum Testen jemanden mit und sing da ruhig im Laden. Denn es geht ja hier anscheinend primär darum, dass Gitarre und Stimme harmonieren.
Da ist vor allem eben wichtig, was vorne bei rauskommt. Evtl auch mal vorher andere Leute fragen, wie sie das momentan wahrnehmen. Kann ja durchaus sein, dass dir das nur so vorkommt, dass es zuwenig Bässe sind.
Es ist unheimlich schwierig beurteilen zu wollen, wie es beim Publikum klingt, wenn man selbst spielt und singt. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, weil du ja prinzipiell vor dir stehen müsstest, um dich zu hören ;-)
Deswegen ist mein Tipp: lass wen anders hören, dem du vertraust.

Zweiter Tipp: Experimentiere mal mit Anschlagtechnik und anderen Plektren: je dicker, desto Bass. Wenn es dir da fehlt, hilft vielleicht schon ein Plektrum, dass deutlich über 1mm liegt.
Anschlagstechnisch kann man z.b. mit Palm-Muting durchaus "mehr Bass" simulieren, allerdings auf Kosten der Knackigkeit und des Sustains. Aber auch verschiedene Anschlagwinkel vom Plektrum können da viel ausmachen.

Das Thema Deckenhölzer seh ich ehrlich gesagt eher weniger.. ohnehin haben eh geschätzte 80% aller Westerngitarren Fichtendecken..
.. und da gibt es von viel Bass bis wenig Bass alles Mögliche.
Ich bin hier bei Corkonian und würde auch eher Richtung Form gucken, wenn es denn wirklich eine neue Gitarre sein soll.
Bei 800€ bist du mMn aber in so einem Übergangsbereich, wo man eher nix Halbes und nix Ganzes bekommt, deshalb da keine Empfehlung von mir. (Mag aber auch einfach meine selektive Wahrnehmung sein)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Probiere mal als Gegenpol eine Dread mit Mahagonidecke, also D15--Style. Sigma, oder manchmal sogar für etwas mehr als Deinen MaxBetrag gebraucht von Martin. Dann hast Du einen Gegenpol und kannst evtl. weiter suchen.
 
Die passende Dreadnought oder Jumbo könnte das Problem lösen ...
z.B. im Budget eine Guild D150 ...
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben