Welches Gerät, um Raumresonanzen auszugleichen?

Dieses Thema im Forum "PA-Effektgeräte & Controller" wurde erstellt von pressi, 29.01.11.

  1. pressi

    pressi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.11   #1
    Welche Geräte können bei semi-professionellen Anwendungen verwendet werden, um Raumresonanzen zu bekämpfen?
    Es geht darum um eine Band PA bis 500 Pax, dessen Setup immer gleich ist.
    Ich habe dazu in einem Workshop gelesen, das dazu PEQ oder auch Feedback-Killer verwendet werden können.
    Zur Not kann ich auch den 10 Bandigen PEQ unseres alten Roland Pultes nehmen, dessen Güte des Q ist aber auf 16 begrenzt, und die Handhabung ist auch nicht gerade die beste.
    Auf die schnelle fallen mir da nur die Behringer Geräte der FBQ oder DCX Serien ein. Würden diese ausreichen?
    Was sonst? Ideal wäre auch ein Digital Eingang, damit ich vom Master des Digitalpultes gleich Digital bleiben könnte...
     
  2. der onk

    der onk HCA PA-Technik

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    Erstellt: 29.01.11   #2
    Es kommt drauf an. Gängig ist ein Terzband-EQ für diese Anwendung, weil eben schnell zu bedienen und die Filterung auf einen Blick zu erkennen. Ebenso kann man mit einem vollparametrischen EQ arbeiten, der effektiver ist, aber nicht ganz so schnell im Zugriff. Mit zunehmender Digitalisierung der Setups finden sich solche EQs oftmals nicht mehr als externes Gerät, sondern sitzen im Controller oder Digitalpult. Letzteres bringt mich zum Punkt: Hat Dein Digipult denn keinen EQ im Master? Um ein paar Resonanzen zu killen braucht man ja nicht so viele Bänder...

    Wenn Du über den Behringer DCX nachdenkst, gehe ich mal davon aus, daß Du aktuell keinen Controller verwendest. In dem Fall wäre der DCX natürlich ein guter Ersatz für eine Aktivweiche, wobei man allerdings sehen muß, daß er durch limitierte Rechenleistung nur eine begrenzte Anzahl an Filtern setzen kann und das Gerät nicht darauf ausgelegt ist, im laufenden Betrieb EQ-Änderungen vorzunehmen.


    domg
     
  3. pressi

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    Erstellt: 30.01.11   #3
    Wie Du richtig getippt hast, haben wir noch keinen System-Controller.
    Wir benutzen Aktive Lautsprecher von KS Audio, und sind mit den eingebauten Weichen recht gut zufrieden.
    Allerdings gab es auch schon Situationen, wo ein Controller von Vorteil gewesen wäre. z.B. Delay-Line, oder eben Frequenzanpassungen.
    Unser altes Roland Digitalpult VM 7200 hat schon Master-EQ, welcher auch im Einsatz ist, ist aber von der Bedienbarkeit her nicht optimal.
    Da wir wirklich nie Probleme mit Feedback haben, fällt eigentlich die schnelle Zugriffsmöglichkeit weg.
    Da wir von Inear wieder zu konventionellem Monitoring gewechselt haben, fehlen uns dazu auch noch passende EQ, da auch da das alte Roland-Pult nur beschränkte Möglichkeiten hat. Habe es Gestern Abend wieder bemerkt. Wäre schon toll, wenn man die Frequenzen, die von der Front zurückdrücken, auf den Monitoren etwas zurückdrehen könnte, um die Präsenz zu verbessern. Feedbackprobleme haben wir auch da nie.
    Möchte aber auch nicht ein ganzes Rack füllen mit teuren 2HE Terzband-EQ's da wir 5 Monitore haben, 4 davon bäuchten eine EQ.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.01.11
  4. Rockopa

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    Erstellt: 30.01.11   #4
    Für die Mischpultsumme kannst Du ja auch den DEQ 2496 nehmen der ist deutlich komfortabler als der reine Controller und hat auch mehr Einstellmöglichkeiten.
    Für die Monitore da soll es mal einen EQ von Alesis gegeben haben mit dem man 8 Quellen bearbeiten konnte oder war es Peavey,weiss ich leider nicht mehr genau.
    Solltest Du doch die 3 HE Variante der EQ bevorzugen ,es ist massenhaft gutes analoges Material auf dem Markt zu sensationell günstigen Preisen (etwas suchen und Geduld vorraus gesetzt) da viel auf digitale Pulte umsteigen und etliche Sideracks aufgelöst werden.
     
  5. der onk

    der onk HCA PA-Technik

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    Erstellt: 30.01.11   #5
    Alesis DEQ830 nennt (nannte???) sich das Gerät. Hatte ich zu Zeiten unseres analogen FoH/Sideracks eine Saison im Einsatz. Der EQ hatte ein Problem mit der maximalen Absenkung einzelner Bänder, wobei ich nicht sagen kann, ob das das Problem beheben sollende, zeitweilig angekündigte Firmwareupdate vor Einstellung der Produktion (ich denke, es werden nur noch Restposten verkauft...) noch erfolgte oder die Sache im Sande verlaufen ist.

    Wenn man nicht gezwungen ist, Absenkungen über 8dB vorzunehmen und keinen schnellen Zugriff benötigt (Kanal auswählen - Band auswählen - Gain per Rasterpoti absenken), erhält man auf kleinstem Raum einen rauscharmen EQ, der sich auch über ADAT einbinden lässt.

    Wir hatten das Gerät für FoH, Summenmitschnitt und IEM-Monitoring im Einsatz (bei letzterem war eben auch die Speicherfähigkeit sehr angenehm), so daß die langsame Bedienung verglichen mit einem fader-bestückten Terzband-EQ nicht ins Gewicht viel. Wenn Ihr keinerlei Feedback-Probleme habt, die zackiges Eingreifen erfordern, wäre der DEQ830 wohl eine Empfehlung.


    domg
     
  6. pressi

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    Erstellt: 30.01.11   #6
    Der Alesis DEQ830 wäre da vielleicht wirklich eine Lösung.
    Verstehe ich das richtig? Der kann per ADAT mit den Ausgängen des Mischpultes verbunden werden, und dient somit gleichzeitig als DA-Wandler?
    Kann das bearbeitete Signal dann an den analogen Ausgängen abgegriffen werden?
    Bin mir nur nicht sicher. Müssen ADAT Ein/Ausgänge nicht auf das selbe Gerät gehen? Ich meine, am ADAT Eingang des Mischpultes hängt schon ein ADA800.
    Könnte jetzt am ADAT Ausgang noch dar DEQ830 angeschlossen werden?
     
  7. der onk

    der onk HCA PA-Technik

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    Erstellt: 30.01.11   #7
    So isses. Man kann den DEQ auch als AD/DA-Wandler benutzen. In Eurem Fall halt als DA-Wandler, der die vom Pult per ADAT ankommenden Monitorwege entzerrt und via Analogausgänge an die entsprechenden Amps schickt. Auch die Summe könnt Ihr so bearbeiten - man muß den EQ ja nicht zwingend einschleifen.

    ADAT In und Out vom Pult müssen nicht zwingend an dasselbe Gerät gehen. Wenn Ihr allerdings den Behringer nicht mit einem ADAT-Eingangssignal versorgt, könnt Ihr ihn nicht per Lichtleiter syncen und so müsste in dieser Konstellation der ADA8000 als Master laufen. Ob das Pult das mag, kann ich nicht sagen. Mag das Pult selbiges nicht, müsste man halt per BNC die Wordclock ziehen (zumindest vom Pult zum Behringer). Wordclock-Out hat das Roland ja, oder?


    domg
     
  8. pressi

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    Erstellt: 30.01.11   #8
    OK, Danke

    Das müsste ich dann mal probieren.
    Das ist so eine Sache mit dem ADAT beim Roland. Da ja Roland früher ihr eigenes System hatten (R-Bus), musste zum anschliessen von ADAT oder Tascam Schnittstellen eine weitere Schnittstelle angeschafft werden. Diese haben wir, und soviel ich weis ist da auch Wordclock vorhanden.
    Was mir geblieben ist beim konfigureren des ADA 8000, ich musste in und out verbinden bei den Lichtleiterkabeln, damit das sync funktionierte.
    Ist hald nicht so mein Spezialgebiet mit ADAT&Co
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31.01.11
  9. der onk

    der onk HCA PA-Technik

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    Erstellt: 30.01.11   #9
    Habe jetzt mal die BDA vom Roland angekuckt...

    Wie ich das sehe, hattest Du das Pult als Master und dadurch lief der ADA8000 natürlich nur, wenn er sowohl an ADAT-In, als auch -Out angeschlossen war. Da der DEQ830 nur via ADAT synchronisiert werden kann, würde ich empfehlen, das Pult weiterhin als Master laufen zu lassen, den DEQ an den ADAT-Out zu hängen und dem ADA8000 eine Wordclock-Verbindung zum Pult (oder besser gesagt Rack) zu legen. An der Rückseite des ADA8000 den Schiebeschalter auf Slave per Wordclock stellen und dann sollte das laufen.


    domg
     
  10. pressi

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    Erstellt: 30.01.11   #10
    Vielen Dank für Deine Mühe.

    So werde ich es versuchen, falls ich noch ein Gerät finde.
    Habe noch ein aktuelles Inserat in der Nähe von mir gefunden, mal schauen....

    LG
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31.01.11
  11. pressi

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    Erstellt: 12.02.11   #11
    Melde mich nochmals kurz, Betreff des Alesis DEQ 830.

    Habe per Zufall noch einen gefunden, aus dem Jahre 2009. Tadelloser Zustand ohne Kratzer.

    Er ist jetzt mal testweise mit Lichtleiter ans Roland Pult gekoppelt. Bis jetzt nichts negatives festgestellt, weder beim rauschen, noch bearbeiteten Frequenzen. Natürlich ohne pingeliges messen, einfach per Ohr über die PA. Wenn ich da kein Unterschied höre, ist es OK für mich. Habe auch verglichen mit dem Master des Rolandpultes, kein hörbarer Unterschied. Kann sein das der Pegel etwas leiser ist. kommt darauf an, wie sich die Multiouts des Roland Pultes verhalten. Ob da bei Faderstellung auf 0dB auch das ausgegeben wird, oder ob dazu die Fader Vollaufgezogen werden müssen auf den digitalen Wert 127. Ich weis, das ja bei digital eigentlich bei 0dB schluss ist.
     
  12. pressi

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    Erstellt: 13.02.11   #12
    erkennt der AESIS DEQ 830 selber, ob der Ausgang Digital oder Analog ist?
    Ich habe die Analogen Ausgänge nun verbunden, da kommt auch das Signal raus, das ich erwarte.
    Da jetzt natürlich, wie der onk schon schrieb, das ADA 8000 nicht mehr gesynct wird, weil das Pult Master ist, habe ich, weil spontan kein Wordclock Kabel vorhanden war, einfach mal vom DEQ mit Lichtleiter auf den ADA 8000 weitergeschleift.
    Nun geht auch das ADA 8000 wieder nachdem ich es auf ADAT slave legte.
    Versuchsweise habe ich auch geschaut, ob an den ADA 8000 Outs auch ein Signal anliegt, die sind aber tot. Das brauche ich auch nicht.
    Da ich aber neugierig bin, würden die ADA outs funktionieren, wenn ich am DEQ die analogen outs leer lasse?
    hätte es eigentlich getestet, wenn die Kabel besser zugänglich wären :)
    In dem Fall leitet der DEQ das sync Signal in jedem Fall weiter?
     

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