Wer hat Recording King RD-16 und Baton Rouge R14 C im Vergleich gespielt?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von tigro, 02.01.2012.

  1. tigro

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    Hallo!
    Ich suche seit längerem eine Western-Gitarre. Ich bin kein Anfänger, sondern spiele seit Ewigkeiten Gitarre, hauptsächlich elektrische. Klassische Gitarre hatte ich auch im Studium. Ich habe vor einiger Zeit in der Preisklasse um 500€ ausgiebig getestet: meine Favoriten waren damals die Yamaha LJ-6, eine vergleichbare Crafter und eine Stanford D46-G2. Aber schon die Taylor 114 hat alle anderen ausgestochen... Ich tendiere eher zu einer Grand Auditorium, und ein breiter Sattel kommt mir auch sehr gelegen. Ich spiele sowohl Fingerpicking (ohne Nägel) als auch mit Plektrum, und suche die Gitarre vor allem fürs Songwriting und das Spielen zu Hause (auch etwas Recording). Pickup/Preamp kann, muss aber nicht sein, da Mikrofone vorhanden sind. Klar ist: langfristig "muss" eine wirklich gute Akustische her, also eher weit jenseits der 500€ ;o) Aber trotz gegenwärtig knappem Budget brauche ich jetzt eine, da ich zur Zeit auf einer geliehenen Yamaha F370 spiele. Also habe ich den Preisbereich erst mal deutlich runter geschraubt, und bin dann auf die Baton Rouge und Recording King Gitarren gestoßen. Leider kann ich die hier in der Nähe (PLZ 45***) nirgends antesten (oder doch?), sondern müsste die blind bestellen.
    Hat jemand Gitarren von Baton Rouge und Recording King, vielleicht sogar die genannten, im Vergleich gespielt, und kann mir dazu etwas sagen?
    Danke euch schon mal!
    Zuletzt bearbeitet: 03.01.2012
  2. tigro

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    Nachdem ich nun viel zu viel Zeit mit hin und her überlegen verbracht habe, habe ich jetzt eine Entscheidung getroffen und die Recording King RD-06 blind bestellt. Ich war ja schon ausgiebig testen, und auf eine weitere "Odysse", nur jetzt in einem kleineren Preisrahmen, habe ich irgendwie keine Lust...
    Also: die Gitarre wird ausgiebig gespielt werden, es werden Songs drauf geschrieben, usw. Es ist ja nur ein Werkzeug; ganz einfach. -- Und die "Odyssee" erspare ich mir, bis ich im 500€-1000€ oder sogar 1000+€ Segment nach einer akustischen Gitarre "fürs Leben" suche. Und dann darf es auch eine Grand Auditorium mit Pickup werden ;o)

    Werde demnächst kurz meine Erfahrungen mit dieser Gitarre posten.

    ps. Bin ich froh, dass ich mich zusammengerissen habe und mich nun endlich wieder der Hauptsache widmen kann!:) Also: Fight your GAS! :great:
  3. tigro

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    Seit ein paar Tagen ist die Kleine nun da und wird ausgiebig gespielt.
    Erste Eindrücke: Holzmäßig wirklich gut verabeitet; schöne Decke, dünn lackiert - einwandfrei; das Binding ist Geschmackssache...
    Ingesamt eine schlichte, fein anmutende Gitarre. Die Einstellung war gut und die Spielbarkeit ist für mich sehr angenehm. Die "holzige" Haptik und Anmutung stimmen einfach. Ich nehme diese Gitarre nur zu gerne in die Hand und will drauf spielen - und genau dafür ist sie da :)
    Nicht ganz so fein ist die Bundierung: scharfe Kanten sind zwar nicht fühlbar, aber man sieht, dass die Bünde nicht hunderprozentig ins Griffbrett eingelassen sind und an den Griffbrettkanten etwas grob bearbeitet wurden; außerdem sind sie nicht gut poliert - es kratzt. In dieser "Disziplin" fällt sie sogar deutlich hinter die Yamaha F370 zurück. Beim nächsten Saitenwechsel werden die Bünde daher erst mal poliert und das Griffbrett geölt (und vielleicht hole ich sogar den Gummihammer raus...). Auch die Mechaniken sind sicherlich nicht die besten. Nun gut, irgendwo muss sich der Preis schließlich niederschlagen.
    Zum Glück nicht hier, denn klanglich erfüllt sie vollkommen ihren Zweck: Tendenziell eher hell und im Bass etwas schlank, macht sie sowohl beim Strumming als auch beim Fingerpicking eine gute Figur. Die Ansprache und Tonentfaltung sind für den Preis wirklich ausgezeichnet. Jedoch mit diesem Vorbehalt: ich mag den metallisch strahlenden klang ganz frischer Saiten ohnehin nicht sooo gern. Bleibt also abzwarten, wie sie mit "eingespielten" Saiten klingt. Grenzen hat sie z.B. bei kräftigem Strumming - ich bevorzuge ziemlich dicke Pleks und lange mitunter auch richtig zu: da macht sie irgendwann "dicht". Ich erinnere mich noch gut an meine letzte Shopping-Tour: das war genau der Punkt, wo z.B. die Yamahas aus der Lotus Serie einfach noch einen drauf legen konnten - aber die kosten ja auch fast das Dreifache.
    Bis auf den kleinen Makel in der Verarbeitung (Bundierung) eine wirklich feine Gitarre, die vor allem klanglich jeden Euro wert ist.
    Und nun darf sie bei mir gerne "altern", d.h. nachdunkeln und sich einschwingen. Ich denke, ich gebe sie nicht wieder her - es wird sich nur irgendwann eine ausgewachsene Schwester zu ihr gesellen.

    Das war also mein kleiner Honeymoon-Eindruck :)
  4. tigro

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    Kleiner Nachtrag: die Gitarre geht nächste Woche zurück zu thomann, um die Bünde überarbeiten zu lassen.
    Aber dennoch möchte ich die nach wie vor nicht mehr hergeben. Tolle Gitarre! Will ständig drauf spielen :)

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