Westerngitarre vom Gitarrenbauer? (bis 2500 Euro)

von graupapagei2001, 06.11.11.

  1. graupapagei2001

    graupapagei2001 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.11   #1
    Hallo an Alle,
    bin neu hier und auf der Suche nach einer neuen Westerngitarre. Biher spiele ich eine Taylor 210, möchte mir jedoch eine neue, wärmer und voller (aber weicher) klingende Gitarre zulegen. Meine Preisvorstellung liegt bei etwa EUR 2.000,00. Mein Gitarrenlehrer meinte, dass ich für diesen Preis zum Gitarrenbauer (evtl. Dreizehnter) gehen und keine von der Stange kaufen soll.
    Habe mal den "Fragebogen" von "Aquarius" ausgefüllt, vielleicht möchte sich jemand damit befassen. Vorab schon mal vielen Dank für Eure Mühe.
    Mich würde noch interssieren, wie das beim Gitarrenbauer abläuft. Müsste auch keine "gebaut" bekommen, könnte mir vorstellen, eine dort vorrätige Gitarre zu nehmen, falls sie zu mir passt. Sind meine Vorstellungen realistisch?
    Liebe Grüße
    Graupapagei2001

    (1) Welches Budget steht dir zur Verfügung?
    bis _____2.500_____ €



    (2) Wie schätzt du dich spieltechnisch ein?
    Also eher Anfänger, Fortgeschrittener, erfahrener Gitarrist oder sogar Profi (Berufsmusiker)?

    ___fortgeschrittener Anfänger ;-)___________________________ ____________



    (3) Suchst Du eine Gitarre für einen bestimmten Stil ?
    (z.B. Fingerpicking, Schlagbegleitung (Strumming), überwiegend Plektrum)

    __Fingerpicking____________________________ ___________



    (4) Wo setzt du das Instrument primär ein?
    (nur zuhause, auf der Bühne, im Studio...)

    ____zu Hause bzw. im Unterricht__________________________ ____________________



    (5) Soll es eine Westerngitarre, Klassische (Nylon) Gitarre, 12-String, oder sonstiges sein?

    _____Westerngitarre_________________________ ____________________



    (6) Welche Griffbrettbreite würdest du bevorzugen?
    (42-43mm entsprechen am ehesten einem E-Gitarrengriffbrett, 43-45mm sind die Standardbreiten bei Stahlsaitengitarren, 46mm ist ein nicht so häufiges breites Stahlsaitengriffbrett. ab 48-52mm beginnen Griffbretter von klassischen Gitarren.)

    ___________46 mm________________



    (7) Eher einen dicken Hals oder einen schlanken?
    (hier geht es nicht um die Breite sondern das Volumen des Halses)
    _______keine Vorstellung____________________



    (8) Hast Du schon eine Vorstellung, wie Deine Gitarre klingen soll?
    (silbrig, knackig, percussiv, weich, hell, dunkel, verschwommen, definiert)
    ______________________________ ____weich, vollmundig________________



    (9) Bei Steelstrings oder auch "Western"gitarren: welche Korpustypen kommen für dich in Frage?


    Ich bin auf der Suche nach einer kleineren Gitarre, welche Form, bin ich nicht schlüssig bzw. kenne ich mich gar nicht aus. Bin im Besitz einer Taylor 210 dreaghtnout, die mir zu groß und unhandlich ist.

    (10) Welche Features sind dir besonders wichtig?
    [x ] Massive Decke
    [x ] Massiver Boden
    [x ] Massive Zarge
    [x ] hochwertige Mechaniken
    [ ] Cut-Away
    (um bei Soli die Lagen jenseits des 15.(!) Bundes greifen zu können. Beispiel ohne / Beispiel mit)
    [ ] Pickup/Preamp System
    (also ein Tonabnehmersystem für das optionale Spielen über einen Verstärker)
    [ ] sonstiges: ______________________________ __________

    (11) Hast Du Wünsche bezüglich der Holzsorten??

    nein, nur dass die Gitarre warm klingen soll und mir gefällt ;-). Sorry, bin eine Frau

    (12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik?

    _vielleicht eine kleine Perlmuttintarsie oder eine Verzierung um das Schallloch


    (13) Sonst noch was? Extrawünsche?
    ______________________________ _________________
     
  2. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.11   #2
    Geh zum Bauer.
    Nein, geh' oder sprich mit mehreren Bauern.
    Hoere Dir das an, was die bauen.
    Spiel denen das vor, was Du willst.
    Fuer DAS Geld kannst Du un der Rezession vom Bauer was besseres bekommen als von der Stange.
     
  3. *flo*

    *flo* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.11   #3
    Hi

    eine Gitarren bauen lassen ist sicher eine gute Option, allerdings solltest du
    klare Vorstellungen haben.
    Neben Korpusform, Klangrichtung sind aber auch Halsprofil, Sattelbreite,
    Springspracing am Sattel UND Steg wichtige Kriterien die bei verbauten 2500€ absolut
    passen sollten.
    Da gibts je nach Hersteller merkbare Unterschiede auch wenns auf dem Papier
    identisch/ähnlich aussieht.

    Wenn du da keine klaren Vorstellungen hast, würde ich erst mal Seriengitarren als Präferenz testen.

    *flo*
     
  4. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User

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    Erstellt: 06.11.11   #4
    Es gibt Bauer, die einen kleinen Vorrat an Gitarren haben. Andere bauen eigentlich nur auf Bestellung, so dass die Vorstellung, eine "vorrätige" Gitarre zu finden, nur bedingt realistisch ist. Preislich bist Du in einer Region, in der nicht alle Bauer was anbieten :o
    Egal wie: Du solltest auf jeden Fall ersma viele höherwertige Gitarren - auch von der Stange - anspielen, um die "Lücken" im Fragebogen füllen zu können (z.B. was die Korpusform angeht). Und erst danach Corkonians Rat folgen ;)
    EDIT: Upps, *flo* schreibt schnell :mad:
     
  5. KH1969

    KH1969 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.11   #5
    Ich würde Dir auch raten erstmal einen gut sortierten Gitarrenladen aufzusuchen und Dich mal quer durch das Angebot zu spielen. In dem Preisrahmen gibt es auch von der Stange schon sehr gute Gitarren. Wenn Dir nichts von der Stange gefällt, wirst Du danach zumindest sagen können, was Du genau willst (denn das hat Dir bei den Stangengitarren gefehlt z.B. Halsdicke, Halsform, Klang, Korpusform, Holzkombination, 12-fret oder 14-fret etc.). Das wird Dir dann helfen, wenn Du zum Gitarrenbauer gehst. Wie Saitentsauber schon schrieb, ist das Angebot an Gitarrenbauern in Deinem Preislimit überschaubar. Die meisten Bauer steigen höher ein.
     
  6. *flo*

    *flo* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.11   #6
    ..und es gibt auch noch die Alternative von machen Gitarrenbauern (Herstellern) wie z.B.
    Lakewood, BSG, Stoll, Standardmodelle anzuspielen und evtl. passend modifiziert im
    Customshop zu bestellen

    *flo*
     
  7. graupapagei2001

    graupapagei2001 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.11   #7
    Danke für Eure Hilfe und die spontanen Antworten.
    Mein Problem ist, dass ich glaube ich selber nicht weiß, was ich will, nur was ich nicht will (mag daran liegen, ,dass ich eine Frau bin ;-). War bereits mehrfach vor Ort in einem großen Laden, auch mit guten und teuren Gitarren, aber nichts hat mich überzeugt. Deshalb hatte ich die Hoffnung, dass mir der Gitarrenbauer weiterhelfen kann. Habe noch das Problem, dass ich nicht wirkllich etwas auswendig spielen kann (natürlich kann ich einige Akkordfolgen picken, aber das ist ja nicht wirklich gespielt) und habe "vor Ort" Angst, ich könnte mich blamieren. Höre immer, wie andere spielen (auswendig) und bin total beeindruckt. Wie macht Ihr das? Kann doch nicht mit meinen Notenblätter oder sonstigem auftauchen und spielen, oder doch?
    Sehe schon, das wird ein langer Weg zu "meiner" Gitarre. Als ich mir vor 2 Jahren meine Taylor gekauft habe, dachte ich schon, dass es die richtige ist. Nur letztendlich ist sie wirklich zu groß für mich und deshalb frage ich mich, ob das der Verkäufer bzw. der "Experte", den ich damals dabei hatte, dies nicht hätte merken müssen. (wenn ich es selbst schon nicht merke, dachte damals, dass ich mich schon noch daran gewöhen würde) ;-) Trugschluss, wie ich jetzt weiß. Trotzdem liebe ich sie nach wie vor und würde sie auch nicht hergeben. Aber jetzt möchte ich was, das halt wirklich zu mir passt und einfach wärmer und weicher klingt.
    Liebe Grüße
    Graupapagei2001
     
  8. *flo*

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    Erstellt: 06.11.11   #8
    Na
    du wirst doch ein paar Stücke/Passagen auswendig hinkriegen.
    Bei mir gehts meist erst dann ziemlich fehlerfrei, wenn ich es auswendig spielen kann.
    Such dir Passagen aus, bei denen du mit den Griffen/Fingersätzen auf deiner
    Taylor Probleme hast und teste ob es mit anderen Gitarren (Halsprofil, Sattelbreite etc.)
    besser geht, dann kommtst du schon in die richtige Richtung.
    Und ums Blamieren würde ich mich nicht kümmern.

    *flo*
     
  9. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.11   #9
    :D ...das kenn ich nur zu gut, aber den 2.Teil, den mit der 'Blamage' hab ich komplett abgelegt.
    Ist mir vollkommen egal. Ich spiel 'meinen Kram' und der muss keinem gefallen, ausser mir.

    Man kann sich da auch (anfangs) was in die Tasche lügen, indem man sich vor Augen hält, dass viele tolle Zupfer das nur können, weil sie quasi einer Dressur folgen... und ihnen selbst vielleicht gar nichts einfallen würde... was ja auch nicht soooo toll ist.
    Klar, ist ein wenig gemein und auch ein bischen grosskotzig - aber es hilft.
    Irgendwann ist man über den Punkt weg und sieht sich nicht mehr im Wettbewerb.
    Ich hab das auch nicht bewusst so gemacht, aber den Prozess würde ich in etwa so beschreiben.

    Bei mir läuft das so ab, dass ich ein Instrument in die Hand nehme, ein paar Töne drauf spiele und darauf achte, wie es reagiert.
    Oft ist das schon nach 30 Sekunden erledigt und das Teil wieder weggehängt.
    Ansonsten ist erstmal Interesse geweckt und ich versuche einen Eindruck von der Klangbreite zu bekommen.
    Hohe/tiefe Lagen, Resonanzen/deadspots, Tonentfaltung auf verschiedene Anschläge, natürlich auch wie sie in der Hand liegt.
    Bei der Tonkontrolle bin ich echt pingelig. Das kann ein wenig dauern...

    In der Regel ist das der Zeitpunkt, wo das Instrument anfängt 'Charakter' zu zeigen
    (ich setze der Einfachheit halber mal ein positives Testexemplar voraus)
    dann werden aus den 'Kontrolltönen' kleine Läufe, Melodie(chen), vielleicht ein markanter Rhythmus.
    Es fängt an Lust auf mehr zu machen. (wenn nicht, häng ich sie dann weg)
    Und wenn's richtig gut läuft, fällt mir just in dem Moment ganz viel Neues ein, was ich noch nie gespielt habe...
    Dann hab ich ein Auge drauf, dass sie kein anderer 'wegnehmen' kann... :p
    und probiere ein paar andere... meist zieht's mich dann zu dem 'ausgesuchten' Exemplar zurück.
    Noch ein bischen hin- und her.
    Und wenn sich dann sowas wie Trennungsschmerz einstellt bei der Vorstellung den Laden zu verlassen...
    wird sie gekauft - sonst war's ne nette Hörerfahrung :D

    cheers, Tom
     
  10. saitentsauber

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    Erstellt: 06.11.11   #10
    Kurz und knapp: Wenn Du bereit bist, 2000+ in nem Laden oder wo auch immer zu lassen, kannst Du das! Ausrufezeichen!
    Nochma zum Vorgehen: Du warst schon unterwegs und hast Dich umgetan, aber nichts hat Dich überzeugt. Soweit nichts Aussergewöhnliches - aber hast Du dabei was gelernt, etwa dass die und die Korpusform Dir besser liegt, die und die Holzkombination(en) und Halsform(en) klanglich für Dich die Nase(n) vorn hat/haben?
     
  11. Vester

    Vester E-Gitarren

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    Erstellt: 06.11.11   #11
    Hallo graupapagei,

    wenn ich 2500 Euro zur Verfügung hätte, würde ich auf jeden Fall auch die "Stangenware" testen. Die vielen alten Hersteller (Martin, Gibson u.v.m.) bauen mit Sicherheit Gitarren, die es locker mit einer Gitarre vom Gitarrenbauer aufnehmen können.

    Mit dem Begriff Gitarrenbauer verbindet man ja immer ein Höchstmaß an Qualität. Ich behaupte mal ganz frech, dass dieses nicht immer so sein muss.
    Es gibt genügend Leute, die so einen Auftrag durchaus recht oberflächlich abarbeiten. Kommt immer drauf an, vor allem auch, ob er deine Wünsche richtig versteht und umsetzt.

    Was das Antesten im Laden angeht: Es gab da mal einen Thread zu, leider finde ich ihn nicht.
    Von den Spielkünsten einiger Leute solltest du dich nicht beeindrucken lassen. Viele üben ewig ihr Stückchen, um dann dort zu glänzen - und kaufen trotzdem nichts (lt. Aussage meines Händlers:))

    Ich würde mir die Gitarre genau ansehen und erstmal den Gesamteindruck checken. Dann würde ich in der Preisklasse auf jeden Fall darauf achten, wie sie eingestellt ist; Saitenlage, Halskrümmung, Abstand der Saiten am ersten Bund, Versatz der Saiten in Relation zum Griffbrett (falls da was schief läuft), auch mal schräg am Hals entlang kucken, ob er eine leichte Kurve bildet oder einen Knick hat (wie mein G&L-Bass) usw.
    Kurz und gut: alles prüfen...und zur Not nimmst jemanden mit, der sich damit auskennt.

    Dann würde ich sie spielen, einfach einige Akkorde über alle Saiten immer höher - um zu sehen ab wann es nicht mehr harmonisch klingt, Fingerpicking-Spiel (da fällt einem immer eine Improvisation ein) und alles mit der Ruhe, um sich damit anzufreunden... Was den Klang angeht- zusätzlich kannst du ja den Verkäufer was spielen lassen. Dem machts Spaß und du hörst das Instrument auch mal von vorne.

    wenn alles o.k. ist und sie gefällt - ggfls. kaufen.

    Viel Erfolg
     

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