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Wie könnte eine kleine Band jetzt vorgehen?

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parklife
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Eine Situation:
Eine Band ist gerade im Studio und sie wartet jetzt auf den endgültigen Mix bzw. das Master. Die Band hat schon kleinere "Erfolge" mit Vorgänger Bands und/oder Solo vorzuweisen und mit eben dieser neuen Band wollen sie alles möglichst richtig und professionell machen. Die Songs die sie gerade aufnahmen sind durchwegs sehr ordentlich und 3 davon besitzen auch eine gewisse Eingängigkeit und wurden auch so arrangiert.. dass es durchaus realistisch erscheint dass sie zumindest im lokalen Radio bzw. verschiedenen Veranstaltungen gerne gespielt würden. Die Band plant für das erste mal mit ca 500 Exemplaren des Albums die sollte ein kleiner Erfolg eintreten sofort nachgepresst würden...
Die Band käme sagen wir mal aus Norditalien schreiben ihre Songs aber auf Deutsch. Es bestünde eine sehr realistische Chance dass sie auch in Österreich auf kleinen Indie Sendern gespielt würden und vielleicht "sogar" in Deutschland. Man möchte sich auch bei I tunes und ähnlichem Online Portalen anmelden keiner der Band kennt sich jedoch sonderlich aus im Internet oder Rechtswesen. Was sollte die Band eurer Meinung nach unbedingt machen oder unterlassen (z.B. Akm anmelden? Siae für Italien ? in Deutschland anmelden? und wenn ja wo?..) Einer der Studio Betreiber in dem die Band aufnimmt meinte auch dass man bei Anmeldung eines Album auch angeben muss wie viel jeder der Band prozentual von einem möglichen Gewinn bekommen würde. Wie sollte man sich das aufteilen? Die Kosten der Aufnahme wurden fair auf alle vier aufgeteilt. Sollte man dies dann auch zwingend bei den Einnahmen mit dem Album ? Zumal die Einnahmen realistisch betrachtet wohl eh "nur" irgendwo im vierstelligen Bereich liegen dürften... Andererseits hat die Band einen fixen Songschreiber der die Songs(und auch die Texte), auf seiner Gitarre, "schreibt" und die Band ihn dann begleitet. Maximal der Pianist oder der Lead Gitarrist der Band macht ab und an einen kleinen Vorschlag und dann auch nur ob der Strukturierung der Songs oder ähnliches. Würdet ihr nehmen wir mal an ihr währt der Gitarrist dieser Band dann freiwillig dem Sänger Songwriter mehr Prozente zugestehen obwohl dieser in einem ersten Anfall von Selbstlosigkeit sagte für ihn ginge es auch in Ordnung wenn alle 5 der Band genau 20% erhalten würden..
 
Eigenschaft
 
Realistisch gesehen macht es mehr sinn, das Geld bei Seite zu legen und damit dann die nächste Produktion zu bezahlen.

Wenn studio angenommen 2000 Euro kostet, CD Pressung 1000 Euro und artwork ne kiste bier beim Kumpel seid ihr bei einem selbstkostenpreis von 6 Euro pro CD.
angenommen ihr verkauft die CD für 10 Euro (mehr zahlen die leute für die CD einer Labellosen Undergroundband eh nicht), dann müsstet ihr 300 CDs verkaufen um auf null zu kommen. Dann gehen zum einen Eigenexemplare weg, zum anderen Promo und Werbeexemplare für magazine und Veranstalter und schwuppsdiwupps sind nochmal 50 bis 100 Tonträger weg.
wenn ihr also nochmal die restlichen 100 CDs verkauft, dann seid ihr gerade so 1000 Euro im Plus, ob sich da ein Aufteilen lohnt wage ich zu bezweifeln.

so zumindest meine Meinung *ggg*
 
Wenn die Band wirklich auf Erfolg aus ist, fest daran glaubt und investieren will, würde ich zu einer Partnerschaft mit einem Musikunternehmen raten, das die Veröffentlichung musikwirtschaftlich betreut. Da geht es um Marketing und Promotion, aber auch um Kontakte, an die man über Personen in der Musikbranche kommt. Um sich erfolgreich im Musikgeschäft zu bewegen braucht man Wissen und viel Erfahrung. Wenn man das nicht selber hat, muss man es sich extern ins Boot holen. Allein für die Vermarktung einer Veröffentlichung würde ich zB das doppelte der Produktionskosten investieren, aber um zu wissen wo man das am besten einsetzt, braucht man die Erfahrung von vielen bereits erfolgreich durchgeführten VÖs.

Im Gegensatz zu Plattenverträgen muss man zwar für diese Dienstleistung bezahlen, aber dafür hat man alles selbst in der Hand und auch der finanzielle Erfolg geht komplett in die Tasche der Band.
 
Wenn Ihr CDs verkauft, fallen erst einmal Einnahmen an, die Ihr beim FA versteuern müsstet. Selbst wenn der Gewinn gleich Null ist, wenn man die Ausgaben gegenrechnet, ergibt sich dies erst nach einer GuV. Und auch, wenn Ihr die Einnahmen/den Gewinn nicht ausschüttet, sondern beiseite legt und in weitere Aufnahmen reinvestiert, müsste man das zumindest offiziell anmelden. eine GbR würde sich hier anbieten, und die regelt dann auch die Gewinnverhältniss, wer wieviel vom Kuchen bekommt, wer für etwaige Dinge haftet, etc. Von einer Gewerbesteuerpflicht ist man bei den Umsätzen noch weit entfernt, sollte aber zumindest den Punkt Finanzamt nicht unberücksichtigt lassen. Just my 5ct...
 
Wenn die Band wirklich auf Erfolg aus ist, fest daran glaubt und investieren will, würde ich zu einer Partnerschaft mit einem Musikunternehmen raten, das die Veröffentlichung musikwirtschaftlich betreut. Da geht es um Marketing und Promotion, aber auch um Kontakte, an die man über Personen in der Musikbranche kommt. Um sich erfolgreich im Musikgeschäft zu bewegen braucht man Wissen und viel Erfahrung. Wenn man das nicht selber hat, muss man es sich extern ins Boot holen. Allein für die Vermarktung einer Veröffentlichung würde ich zB das doppelte der Produktionskosten investieren, aber um zu wissen wo man das am besten einsetzt, braucht man die Erfahrung von vielen bereits erfolgreich durchgeführten VÖs.

Im Gegensatz zu Plattenverträgen muss man zwar für diese Dienstleistung bezahlen, aber dafür hat man alles selbst in der Hand und auch der finanzielle Erfolg geht komplett in die Tasche der Band.


Sowas hat sich die Band auch schon überlegt jedoch hatten sie doch arge Bedenken ob sich sowas auszahlen würde... Wie gesagt sie sind in diesen Dingen absolut unerfahren. Was wäre evtl. ein solches Unternehmen das mit Sicherheit gut und souverän arbeiten würden? Und dass auch noch möglichst zu einem fairen Preis...
Zu Sebi: Die Band geht im schlechtesten Fall von 400 verkauften Einheiten aus (innerhalb eines Jahres) vermutlich werden sie aber nachbestellen dürfen. Zusätzlich bekommt man ja auch etwas wenn ein Song von einem im Radio oder sonstwo gespielt wird.?

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Was bedeutet: FA? GuV? GbR? Ich kenne diese Begriffe nicht. Liegt vielleicht auch daran dass ich, wie die Band aus unserem Beispiel, kein deutscher Staatsbürger bin.?
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerhard Eichberger


Also, wie man die Lizenzeinnahmen untereinander aufteilt, sollte man sich vorher schon ausmachen, damit es dann keine Streiterei gibt.

In Österreich ist es so: Wenn ein Lied bei der Austro Mechana bzw. bei der AKM angemeldet wird, dann muß man Textautor(en) und Komponist(en) angeben.

Also, bei DEEP PURPLE war in der ersten Mark-II-Besetzung auf den Platten bei jedem Lied Folgendes als Autoren angegeben: Blackmore-Gillan-Glover-Lord-Paice
Ich glaube aber nicht, daß alle fünf miteinander die Lieder geschrieben haben. Wahrscheinlich haben die sich das so ausgemacht, daß jeder Musiker als Komponist eingetragen wurde, damit die Lizenzen gleichmäßig verteilt werden.

Bei AC/DC stand auf den ersten Platten meist "Young, Young & Scott" und ab "Back In Black" stand dann eben "Young, Young & Johnson". Dies auch bei "Hells Bells", obwohl dieses Lied noch zu Bon-Scott-Zeiten geschrieben wurde (es gibt eine Liveaufnahme auf einem Bootleg, wo es noch der Bon Scott singt). Da hat man auf der Platte den Brian Johnson (der das Lied ja auf "Back In Black" singt) angegeben. Wohl deshalb, weil ja der verstorbene Bon Scott nichts mehr von den Lizenzen hat.

Die österreichische Band LÖWENHERZ hat mit dem damaligen Gitarristen ein Lied komponiert, das "Pennies For Action" heißt. Dann ging dieser Gitarrist nach Amerika. Die Band hat daraufhin das Lied in "Iron For Blood" umgetauft und den jetzigen Gitarristen als Komponisten angegebnen. Seitdem wird eben nur mehr "Iron For Blood" gespielt. (Ich gehe davon aus, daß diese Vorgangsweise mit dem alten Gitarristen abgesprochen worden ist - die Überweisung der Lizenzen von der AKM nach Amerika würde soviel Bankgebühren kosten, daß der alte Gitarrist für die Überweisung was draufzahlen müßte.)

Soweit also nur ein paar Beispiele, wie man sowas regeln kann.

Wichtig ist meiner Meinung nach allerdings, daß Ihr Euch zuerst mal miteinander ausmacht, wie die Lizenzeinnahmen und die CD-Einnahmen zu behandeln sind. Nicht, daß es darüber dann noch Streit gibt.

Ob es in Italien das Rechtskonstrukt "Gesellschaft nach bürgerlichem Recht" gibt, weiß ich nicht. Hier die diesbezüglichen Angaben zu Österreich:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_nach_bürgerlichem_Recht_(Österreich)

Wichtig ist zu wissen, daß es bei der "Gesellschaft nach bürgerlichem Recht" (zumindest nach österreichischem Recht) eine Haftung zur ungeteilten Hand für alle Teilhaber gibt und diese Haftung auch vertraglich nicht ausgeschlossen werden kann. (Das wissen Viele nicht.)

Es wäre sinnvoll, wenn Ihr Euch eine kleine Plattengesellschaft sucht. Hört Euch da doch mal in Eurer Gegend um.
Muß aber natürlich nicht sein. Die Band DIE DOCTORS haben fünf CDs herausgebracht und sind bei keiner Plattengesellschaft. Die haben zwei Webseiten, eine alte und eine neue. Die neue finde ich momentan nicht im Netz, die alte ist diese hier:
http://members.aon.at/doctors/home.htm


Gerhard
 
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Was bedeutet: FA? GuV? GbR? Ich kenne diese Begriffe nicht. Liegt vielleicht auch daran dass ich, wie die Band aus unserem Beispiel, kein deutscher Staatsbürger bin.?

FA = Finanzamt
GuV = Gewinn- und Verlustrechnung
GbR = Gesellschaft bürgerlichen Rechts
 
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Ich habe selbst eine CD produziert, allerdings ohne den Hintergrund, damit jemals ernsthaft Geld zu verdienen, sondern nur "um es mal gemacht zu haben".
Im Mp3-YouTube-Spotify-Zeitalter kann eine CD höchstens als Demo dienen oder vielleicht als Souvenir, das der eine oder andere Fan nach dem Gig mit nach Hause nimmt (mit Autogramm darauf).
Geht aber eher davon aus, daß ihr von Dingern so gut wie nichts verkauft, eine CD ist heute wohl eine Prestigesache, damit man was eigenes in der Hand hat.

Abgesehen davon ist ein 1000er für die Pressung von 500 CDs auch nicht die Welt, wenn man es durch ein paar Leute teilt - oder was kostet ein Gitarrenamp, die P.A. etc.?
Überlegt euch eher, wie ihr die Kosten teilt, bis zu den Gewinnen habt ihr noch genügend Zeit.

In Deutschland MUSS man für die Produktion einer CD ca. einen Euro an die GEMA (Gesellschaft für Musikalische Aufführungsrechte) abführen. Das Geld bekommt -abzüglich unverschämt hoher Verwaltungsgebühren- der Urheber der jeweiligen Songs (Musik und Text zu je 50%).
Wenn man seine eigenen Songs in Deutschland produziert, sollte unbedingt einer als Komponist und Texter GEMA-Mitglied sein, damit man wenigstens ca. 90% der Kohle wieder zurückerhält. Ihr könnt ja untereinander vertraglich festlegen, wer wieviel % von den Tantiemen (auch für Airplays, Konzerte) bekommt. Wenn ihr eigene Songs z.B. in einer 1000-Mann-Halle spielt, muß der Veranstalter GEMA-Gebühren abführen und ihr bekommt dann (nach ungefähr einem Jahr) die Tantiemen dafür. Ist niemand Mitglied, verfallen alle Abgaben und wandern in den GEMA-Topf. Das wird dann an alle GEMA-Mitglieder ausgeschüttet und zwar nicht pro Kopf, sondern danach, wieviel Tantiemen derjenige sonst so bekommt. Das heißt: Ralph Siegel & Dieter Bohlen sind dann immer ganz dick dabei.
Ich weiß nicht, wie das mit Italien und Österreich läuft, ob die GEMA dort auch tätig ist, ob es vergleichbare Institutionen gibt, aber man sollte nicht sein Geld an die verschenken, die es ohnehin nicht nötig haben.

Zum Vertrieb:
Es gibt einige Unternehmen, die Musik an alle Online-Portale, Streaming-Dienste usw. weitergeben. Ich selbst bin bei www.feiyr.com und denke, daß die vertriebsmäßig einen ganz guten Job machen. Feiyr ist zwar eher auf Dance-Musik spezialisiert, bedient aber auch alle anderen Musikrichtungen. Manche speziellen Dance-Features braucht man ja nicht wahrzunehmen! (Bemusterung durch Beatport o.ä.)
Der Upload zu iTunes, Musicload, Spotify & Co. kostet erstmal so gut wie gar nichts.
Dann kann man aber auch gewisse Promotion-Tools kaufen, wie z.B. YouTube-Klicks (Ich dachte immer, eine Million Klicks wären was besonderes...harrr harr!), Facebook-"Likes", Versand an Radiosender, Werbung auf iTunes und anderen Portalen u.v.a.m. Ich denke mal, daß das ganz vernünftige Dienstleistungen sind, die -meiner Meinung nach- vom Preis sehr realistisch sind. Klar, kann da theoretisch noch der eine oder andere Tausender draufgehen, aber von nichts kommt nichts.
Es gibt sicher noch andere ähnliche Unternehmen (gibt's eigentlich Zimbalam noch?), aber über die kann ich nichts aus Erfahrung berichten.

Und noch was: ein Plattenvertrag ist in vielen Fällen nichts anderes als ein Kredit zu Wucherzinsen. Die Plattenfirma schießt Geld vor, dreht gerne mal ein überteuertes Video (z.B. sogar in Ameeeeerika!!!) mit Profi-Tänzerinnen usw. und ihr dürft das Ganze dann abarbeiten. Und wenn die Verkäufe dann doch nicht so toll sind, bleibt ihr schön auf einem Haufen Schulden sitzen.
Also: besser Geld von Oma oder der Bank leihen (in Deutschland sind die Zinsen besonders niedrig) und so viel wie möglich selbermachen und nie, nie, niemals irgendwelche Rechte verkaufen!

Ausnahme: Vielleicht habt ihr einen "geborenen Verkäufer" im Freundeskreis, der bereit ist, sich die Hacken abzulaufen, für Gigs zu sorgen usw. (und vielleicht kann der auch ein Mischpult bedienen). So jemand ist Gold wert, der sollte an den Einnahmen mindestens gleichwertig beteiligt sein.

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P.S.: Übrigens, bei Spotify "verdient" man ca. 1/10 Cent pro Song pro Play, d.h. wenn ein Song 1.000mal abgespielt wird, hat man schon einen satten Euro verdient.
Als Klamotten-Näher in Bangladesh verdient man sicher um einiges mehr, aber nichtsdestotrotz kommt man wahrscheinlich an Spotify & Co. nicht mehr vorbei und sei es nur, daß man dort seine Songs quasi als Demo eingestellt hat. Könnte ja sein, daß der eine oder andere Spotify-Hörer aufs Konzert kommt.

Wer also einem Musiker etwas Gutes tun möchte, sollte den adaptierten Rat des großen Frank N. Furter befolgen: "Don't stream it - buy it!"
 
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In Deutschland MUSS man für die Produktion einer CD ca. einen Euro an die GEMA (Gesellschaft für Musikalische Aufführungsrechte) abführen. Das Geld bekommt -abzüglich unverschämt hoher Verwaltungsgebühren- der Urheber der jeweiligen Songs (Musik und Text zu je 50%).
Wenn man seine eigenen Songs in Deutschland produziert, sollte unbedingt einer als Komponist und Texter GEMA-Mitglied sein, damit man wenigstens ca. 90% der Kohle wieder zurückerhält. Ihr könnt ja untereinander vertraglich festlegen, wer wieviel % von den Tantiemen (auch für Airplays, Konzerte) bekommt. Wenn ihr eigene Songs z.B. in einer 1000-Mann-Halle spielt, muß der Veranstalter GEMA-Gebühren abführen und ihr bekommt dann (nach ungefähr einem Jahr) die Tantiemen dafür. Ist niemand Mitglied, verfallen alle Abgaben und wandern in den GEMA-Topf. Das wird dann an alle GEMA-Mitglieder ausgeschüttet und zwar nicht pro Kopf, sondern danach, wieviel Tantiemen derjenige sonst so bekommt. Das heißt: Ralph Siegel & Dieter Bohlen sind dann immer ganz dick dabei.
nein, für die vervielfältigung fallen nur GEMA-gebühren an, wenn der urheber der vervielfältigten werke mitglied der GEMA oder einer ihr angeschlossenen verwertungsgesellschaft im ausland ist. stammen die werke von nicht-GEMA-mitgliedern, so ist für die vervielfältigung ein freistellungsantrag an die GEMA zu stellen, die damit bescheinigt, dass die vervielfältigungsrechte nicht von ihr wahrgenommen werden und somit keine gebühren anfallen.

eine GEMA-mitgliedschaft pauschal zu empfehlen halte ich für gefährlich und falsch. da das aber nicht zum thema gehört, verweise ich auf diese threads, in welchen das alles schon diskutiert und dargelegt wurde:

https://www.musiker-board.de/musikbusiness-recht-mupr/353226-gema-pro-contra.html
https://www.musiker-board.de/musikb...len-bei-verkauf-selbstproduzierten-beats.html



@parklife: ich hab die eine PN geschrieben!
 
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...Wenn man seine eigenen Songs in Deutschland produziert, sollte unbedingt einer als Komponist und Texter GEMA-Mitglied sein, damit man wenigstens ca. 90% der Kohle wieder zurückerhält. Ihr könnt ja untereinander vertraglich festlegen, wer wieviel % von den Tantiemen (auch für Airplays, Konzerte) bekommt. Wenn ihr eigene Songs z.B. in einer 1000-Mann-Halle spielt, muß der Veranstalter GEMA-Gebühren abführen und ihr bekommt dann (nach ungefähr einem Jahr) die Tantiemen dafür. Ist niemand Mitglied, verfallen alle Abgaben und wandern in den GEMA-Topf. ...
Wie kommst Du auf 90%? Ein Bekannter von mir hat eine Reihe von Konzerten in Deutschland gemacht, ausschließlich seine eigene Musik, und er ordentliches Mitglied bei der GEMA, sowie seine Songs bei der GEMA angemeldet. Er wunderte sich, dass er als Veranstalter für die Konzerte, Gebühren an die GEMA abführen musste, weil er ja ausschließlich seine eigenen Songs gespielt hat, ist aber davon ausgegangen, dass er das Geld durch die Tantiemen am Jahresende wieder bekommt, hat er auch, wobei 80% von seinen Abgaben als Verwaltungskosten bei der GEMA auf der Strecke geblieben sind. Da muss man sich doch ehrlich an den Kopf fassen, oder? Und jetzt kommst Du mit 90% die man wiederbekommt? Mein Bekannter hat gerade mal 20% zurückbekommen...
 
Ich habe je ca. 90% der GEMA-Abgaben für insgesamt zwei selbstproduzierte CD zurückerhalten, daher kommt die Aussage.

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nein, für die vervielfältigung fallen nur GEMA-gebühren an, wenn der urheber der vervielfältigten werke mitglied der GEMA oder einer ihr angeschlossenen verwertungsgesellschaft im ausland ist. stammen die werke von nicht-GEMA-mitgliedern, so ist für die vervielfältigung ein freistellungsantrag an die GEMA zu stellen, die damit bescheinigt, dass die vervielfältigungsrechte nicht von ihr wahrgenommen werden und somit keine gebühren anfallen.

eine GEMA-mitgliedschaft pauschal zu empfehlen halte ich für gefährlich und falsch. da das aber nicht zum thema gehört, verweise ich auf diese threads, in welchen das alles schon diskutiert und dargelegt wurde:

https://www.musiker-board.de/musikbusiness-recht-mupr/353226-gema-pro-contra.html
https://www.musiker-board.de/musikb...len-bei-verkauf-selbstproduzierten-beats.html



@parklife: ich hab die eine PN geschrieben!


Richtig: man kann die GEMA natürlich außen vor lassen, wenn man den CD-Hersteller davon überzeugt, daß keine GEMA-angemeldeten (Cover-) Stücke auf der CD vorhanden sind. Nur wär's ziemlich schade, wenn man mit einem nichtlizensierten Song durch einen dummen Zufall einen Hit z.B. in Süddeutschland landet, das Ding dann z.B. regional auf sämtlichen privaten Radiostationen ein paar Wochen lang gespielt wird, ja vielleicht sogar ab und zu im Öffentlich-Rechtlichen...
Muß man dann alle Radiosender von sich aus wochenlang durchhören und anschreiben (...Sie haben da am soundsovielten um soundsoviel Uhr...) oder kommen die via ISRC automatisch auf einen zu und fragen automatisch nach der Bankverbindung, wohin sie die Tantiemen überweisen sollen?
Woher wissen die Radiostationen denn, welche Songs bei der GEMA gemeldet sind und welche nicht?

Hier ging's ja um eine fiktive Nicht-Cover-Band, die sich berechtigt Hoffnungen macht, selbstproduzierte Stücke Live und im Radio/TV unterzubringen, ich halte es daher für empfehlenswert, seine Urheberrechte vertreten zu lassen, da es kaum möglich sein wird, ohne Verwertungsgesellschaft alle möglichen Airplays "abzugrasen".
Ich weiß offengestanden nicht, ob ein Veranstalter die GEMA-Abgaben in Deutschland weglassen kann, bzw. keine GEMA-Medlung machen muß, wenn ausschließlich GEMA-freies Material gespielt wird, das kostet wahrscheinlich einiges an Überzeugungskraft - und wehe es ist dann doch mal ein Cover-Stück dabei...
Naja und irgendwann in ferner Zukunft wird's die GEMA vielleicht sogar schaffen, daß die Urheber auch für YouTube-Plays und Spotify/Deezer etc. etwas bekommen.

Ich bin nun wirklich kein Fan dieses Mega-Wasserkopfunternehmens, aber ich wüßte auch nicht, wie man als Komponist ohne Verlag (oder wen auch immer!) im Rücken anderweitig zu seinen völlig berechtigten Tantiemen kommen sollte.
Musiker jammern zurecht, daß man von Tonträgerverkäufen normalerweise nicht leben kann, warum sollte man nicht wenigstens das vorhandene System ausnutzen, bevor man überhaupt nichts davon hat?
Wie gesagt: ich rede nicht von Coverbands, sondern von Musikern, die eigene Stücke produzieren/spielen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also angenommen alle Komponisten der Band sind Keine Mitglieder irgendeiner Verwertungsgesellschaft (für Deutschland Gema), dann muss man auch keine Gebühren an die Gema abführen. wozu auch? sie vertreten ja dann auch nicht deine Rechte.

die Geschicht von Rollo kann ich auch unterstreichen, ich kenne bisher keinen, der von der Gema Profitiert hat, aber viele, die dadurch Nachteile hatten.
Die Gema hat einen Verteilungsschlüssel, nachdem die Tatjemen aufgeteilt werden. man sollte den erstmal intensiv verinnerlichen und danach entscheiden, ob sich eine Mitgliedschaft tatsächlich lohnt.

Beispiel 1 (sehr Verlagemeinert)
Angenommen du Veranstaltest ein Konzert für deine Band und musst 1000 Euro Gebühren abführen und bekommst am Jahresende von diesen 1000 Euro 200 Euro zurück, dann hast du an die Gema 800 Euro gezahlt die du nie Wieder siehst.
Angenommen du hättest die selbe Veranstaltung gemacht und wärst kein Gemamitglied gewesen, dann hättest du die 1000 Euro von vorn herein behalten.

Beispiel 2 (ebenfalls sehr verallgemeinert)
du hast eine Band und du hast deutschlandweit 300 Coverbands, die Lieder von dir Covern und 10 Tribute Bands, die ausschließlich deine Musikl covern, dann sieht das wieder anders aus, da du von jeder Veranstaltung wo deine Musik gecovert wurde profitierst (sofern die Coverbands die Musikfolgen richtig ausfüllen)
 
Wie bereits oben geschrieben gehört die GEMA-Diskussion nicht in diesen Thread, sondern in die entsprechenden, oben verlinkten Themen. Danke.
 
S
  • Gelöscht von UranusEXP
  • Grund: Userwunsch

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