Wie nennt man die qietschend/röhrenden Töne?

Dieses Thema im Forum "Schwerpunkt Metal" wurde erstellt von NuMetal92, 10.11.11.

  1. NuMetal92

    NuMetal92 Registrierter Benutzer

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    Weiß jemand wie man die häufig im Crossover/Nu-Metal auftretenden Sound nennt und diese spielt? Ich meine solche Töne wie bei Why Try von Limp Bizkit im Intro oder Digital Bath von den Deftones (02:54).
    Klingt ja nicht ganz nach typischen Harmonics ..
     
  2. nicowinkel

    nicowinkel Registrierter Benutzer

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    Habs mir angehört und behaupte einfach mal, du diese Klänge nicht mit deine Gitarre hinbekommst.
    So wie dieser ganze Nu-"Metal" Kram im Studio bearbeitet wird hört es sich noch nicht mal mehr nach Gitarre an.

    Btw: Limb Bizkit spielen das noch nicht einmal live, sondern lassen es vom Band laufen:

    http://www.youtube.com/watch?v=fVuHdjbbr0Q

    :rofl:
     
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  3. wolfesnacht

    wolfesnacht Registrierter Benutzer

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    Kann mich nur anschließen, ohne Effekte läuft das wohl nicht ab ;-)

    Na ja, jedem das seine kann ich dazu nur sagen.

    P.S. Willkommen im Forum ;-)
     
  4. PetetheRock

    PetetheRock Registrierter Benutzer

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    MEINST DU DAS, WAS AUCH BEI ZAKK WYLDE OF ZU HÖREN IST ? Das nennt man pinch harmonics und kann man mit dem Plektrum erzeugen, indem man beim Saitenanschlag das Plektrum ganz schnell gegegn die Saite dreht.
     
  5. wolfesnacht

    wolfesnacht Registrierter Benutzer

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    Das sind doch keine Pinch Harmonics in diesen Liedern. Ich habs mir 3x mal angehört und darauf geachtet...ich finde da keine bei der besagten Zeit oder im Limp Bizkit Lied.
     
  6. 36 cRaZyFiSt

    36 cRaZyFiSt Registrierter Benutzer

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    Also Why Try hab ich mir grad angehört.. ich bin mir absolut sicher, dass sich das
    mit den richtigen Effekten umsetzen lässt.

    Das von den Deftones ist allerdings wirklich keine Gitarre. Is doch eher ein Windgeräusch?
     
  7. wolfesnacht

    wolfesnacht Registrierter Benutzer

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    hm, vllt ein Flanger in Kombination mit nem Rotary und nen Chorus....richtig eingestellt könnte man sowas sicher hinbekommen...evtl. auch ein Ring Modulator.
     
  8. ChasmofmySoul

    ChasmofmySoul Registrierter Benutzer

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    ich denke dass so geräusche mit den richtigen effekten und der richtigen spieltechnik auch af der gitarre möglich sind...
    ich habe eben mal rumprobiert und habe ähnliche sounds so hinbekommen:
    why try von limp bizkit: schnellen wechselschlag mit verzerrtem mittigen sound, krasser rotary effekt und aktiviertem wah in hinterster position

    und für einen ähnlichen effekt wie das deftones ding habe ich das selbe steup benutzt, aber habe über den bridge PU einen schnelle hin und her bewegung des picks über die saite so wie einen pickscratch gemacht...


    hier is der link zum sound:
    http://soundcloud.com/roli91/limp-bizkit-why-try-intro

    den anderen sound werd ich bei gelegenheit auch noch hochladen

    setup dabei war:
    Gitarre: Jackson COW 7 /w EMG 81/7 (Drop B Tuning)
    Amp: Line 6 Flextone HD rectified modelling
    EQ: Gain: 5/10, Bass: 3/10, Mid: 8/10, Treble 10/10 (Boost on)
    Effekt: Rotary Speaker, Effect Tweak: 10/10, Wah aktiviert und in hinterster position

    aufgenommen über Line out
     
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  9. Slashjuenger

    Slashjuenger Registrierter Benutzer

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    Kann sein, dass ich dir helfen kann. ich habe mir das bei Live-konzerten diverser Bands, u.a. auch den Deftones angeschaut. Es handelt sich nicht um einen direkten Effekt. Man spielt mit dem Plektrum die Saiten nicht innerhalb der Mensur, also zwischen Sattel und Brücke, sondern den Bereich zwischen Sattel und Mechaniken an, also alles das, was mit dem Grifbrett noch lange nichts zutun hat. Klingt komisch, ist aber so. Denn auch dieser Bereich erzeugt eine Schwingung, die an die volle Länge der Saiten innerhalb der Mensur weitergegeben wird. Da die Saitenlänge aufgrund des geringen Abstands bei den Auflagepunkten nur sehr kurz ist (Mechanikkopf zu Sattel) ist der Ton außergewöhnlich hoch und noch dazu dissonant, weil die Saitenlängen hier ja nicht an die Bund-Systematik eines Griffbretts gekoppelt sind. Bei ordentlicher Verzerrung gibt das dann diesen ziemlich kranken Sound. Mach ich sehr gerne mal :)

    ein anderes Beispiel dafür, dass die Saiten auch hinter dem Sattel noch Töne erzeugen: Bei ungewöhnlich Tief gestimmten Instrumenten ist es häufig so, dass man die Saiten hinter dem Sattel mitklingen hört, weil die gesamte Hals-Korpus-Konstruktion durch die Dicke der Saiten viel stärker in Wallung gerät und diese Schwingung eben auch an alle Bereiche weitergibt. So schwingen dann auch die Saiten hinter dem Sattel. Nicht weiter tragisch, nur kann es gerade bei Palmmutes sehr deutlich hörbar werden, dass da "freie Radikale" in den gespielten Tönen sind. Aus diesem Grund klemmen sich viele Gitarristen der Böse-und-Hart-Fraktion auch häufig ein Stück Stoff vor den Sattel oder zwirbeln einen Gummi um die Kopfplatte und dämpfen so die Saiten zwischen Sattel und Mechaniken ab.

    Es ist allerdings auch immer von der Gitarre an sich abhängig, wie diese Schwingungen übertragen werden. Und es ist auch nicht unbedingt zwingend erforderlich, dass das Instrument tiefer gestimmt ist. Bei meiner Carvin in Standardstimmung habe ich den Effekt zT auch. Er kann dabei selbst bei Gitarren der gleichen Modellreihe auftreten, wovon eine nachklingt und die nächst schon wieder nicht.
     
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  10. NuMetal92

    NuMetal92 Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank an alle Bemühungen, war teilweise echt sehr hilfreich. Ich war mir aber von Anfang an sicher, dass das ganze auch auf der Gitarre eingespielt wurde. Ist wohl eher nicht typisch für Borland, Carpenter oder anderen Gitarristen ihres Genres, dass ganze nachträglich im Studio zu bearbeiten. Gerade deswegen liebe ich diese Musik so, weil einfach zwischen den verschiedensten Technicken variiert wird.
     
  11. The_Dark_Lord

    The_Dark_Lord Registrierter Benutzer

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    Ahm, eigentlich ist die nachträgliche Bearbeitung im Studio ein WESENTLICHER Faktor beim Nu Metal-Sound.
    Bei Wes Borland sowieso.
     
  12. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Ich würde das ausweiten:
    Nachbearbeitung im Studio ist ein WESENTLICHER Faktor bei fast allem, was heute in den Läden steht ;)
     
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  13. NuMetal92

    NuMetal92 Registrierter Benutzer

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    jo würd ich auch sagen. naja borland bringt aber auch live nen gewaltigen sound rüber, also nachbearbeitung hin oder her. klar im studio kann man doch noch einiges machen, aber 80% liegen wohl immer noch am spieler selbst. Irgendwie bekomm ich dieses "Kreischen" aber immer noch nicht so wirklich hin. Der Sound ist ja auch bei Heavy Cross von Gossip kurz vor dem ersten Refrain zu hören. Kann mir vl jemand sagen, wie man diese Töne nennt?
     
  14. 36 cRaZyFiSt

    36 cRaZyFiSt Registrierter Benutzer

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    Cool, jetzt weiß ich auch mal wie dieser Song heißt :D

    Der Effekt is ganz einfach.. Da ist einfach ne Menge Reverb drin. Ich denk als Ton greifste da am besten einfach mal eine beliebige Disonanz

    E]-
    H]-4
    G]-7
    D]-
    A]-
    E]-
     
    2 Person(en) gefällt das.
  15. NuMetal92

    NuMetal92 Registrierter Benutzer

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    Ok, ich werd das ganz mal ausprobieren, sobald ich jetzt endlich mal meinen RV-5 erhalte! :D
     
  16. NuMetal92

    NuMetal92 Registrierter Benutzer

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    Ok, das Rätsel ist gelüftet, bin dann eher durch Zufall und noch n bisschen probieren drauf gekommen. So wie Slashjuenger schon gesagt hat, der Sound wird tatsächlich zwischen Sattel und Mechaniken erzeugt. Dazu im High Gain Bereich des Amps noch eins drauf setzen mit einem Verzerrer und richtig viel Sustain reinhauen. So klingts genau wie bei den Deftones oder Heavy Cross! Danke nochmal!
     

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