Woran erkennt man einen guten Geigenlehrer ?

von Viola94, 06.02.11.

  1. Viola94

    Viola94 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.11   #1
    Hallo !
    Ich spiele ja seit einem Jahr Geige.
    Jetzt habe ich auch eine schöne und gute Geige. :-)
    Meine Eltern jedoch meinen, dass ich keinen guten Lehrer habe.
    Mein Lehrer sagt, dass ein Inmstrument lernen eigentlich heißt, dass mab sich das Spielen selber beibringt.
    Meine Bogenführung ist seit dem Jahr nicht besser und ich fühle mich noch immer unsicher.
    Außerdem macht er sich nicht gerade viel Mühe.

    Woran erkennt man eig. gute Lehrer ?
    Und soll ich meinen wechseln ?

    LG Viola
     
  2. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop

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    Erstellt: 06.02.11   #2
    Hallo Viola,

    als ersten möchte ich behaupten, dass die meisten Streicher sich nach einem Jahr noch nicht (sehr) sicher fühlen. Sterichinstrumente sind einfach schwer zu lernen :nix:.
    M.E. erkennt man einen guten Lehrer daran, dass man das Gefühl hat etwas zu lernen, dass man gefordert, aber nicht überfordert wird und dass man seine Fragen beantwortet bekommt - wenn eine Art der Erklärung nicht reicht, dann halt eine andere Art vom Lehrer benutzt wird. Es kann sein, dass viel Freiheit "das Spielen selbst beibringen", für manche SchülerInnen richtig ist, für andere nicht. Wenn das Verhältnis SchülerIn - LehrerIn funktioniert, lernt man was, sonst muss der Unterrichtstil geändert werden oder halt der Lherer gewechslet werden. ABER: "Die Eltern" sind m.E. nicht die Instanz, um das bei einem Teenager zwingend richtig beurteilen zu können.
    Fragen: Denkst du, dass du genug lernst (für das, was du übst)? Denkst du, dass der Lehrer der richtige für dich ist? Hast du deinem Lehrer schon deine Probleme mit seinem Unterrichtstil erörtert?
    Wenn 3*ja, solltest du dich wirklich um einen anderen Lehrer kümmern, sonst ???

    Grüße C&B

    PS: Hast du deine Geige jetzt beim Geigenbauer gekauft?
     
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  3. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 06.02.11   #3
    Hi Viola,

    an der Musikschule, an der ich vor grauer Uhrzeit lernen durfte, war spätestens nach einem Vorspielabend klar,
    welcher Schüler bei welchem Lehrer Unterricht hatte.

    Jetzt weiß ich auch, warum die Lehrer so aufgeregt waren. (mindestens genauso aufgeregt, wie die Schüler :D )
    Das ist auch ne kleine Leistungsschau der Lehrer, wie ich heute weiß.

    Das ist bei nem selbständigen Einzel-Lehrer natürlich n bischen schwierig..
    Du kannst dich aber sicherlich umhören, wer da noch so alles Geige unterrichtet und ich denke, es sollte kein
    Problem sein, sich einen Unterricht mal bei einem Lehrer anzusehen. Wenns dort knistert und du mit großen
    Augen aus dem Zimmer gehst, dann weißt du bescheid.

    cheers, fiddle
     
  4. Viola94

    Viola94 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.11   #4
    Ich weiß ja auch, dass ich nach einem Jahr nicht wirklich gut spielen kann.
    Aber manchmal ist es schon komisch. Ich spiele ihm halt nur die Lieder vor und manchmal wiederholen wir die zusammen.
    Ich weiß auch nicht, wie ein Geigenlehrer die Geige richtig rüberbringen soll, aber meine Eltern sind ja wie immer schrecklich empört und so...
     
  5. Vester

    Vester E-Gitarren

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    Erstellt: 06.02.11   #5
    woran erkennt man einen guten Geigenlehrer...

    Hallo Viola,

    mein Geigenlehrer hat sehr viel auf die Haltung geachtet (mein rechter kleiner Finger stand immer ab und die Bogenführung war schrecklich).
    Es ging sehr um die richtige Handhabung des Instrumentes, dann natürlich die Spieltechniken, "Geige ist dritter Arm" und die ganzen Haltungssachen, Tonleitern und die schreckliche Theorie mit dem Quintenzirkel usw...

    Die Bogenführung war sehr wichtig, weil sonst natürlich die diversen Spieltechniken nicht funktionieren können, dann die Technik der linken Hand..usw.
    Ich kann mich auch nicht genau erinnern, ist schon 38 Jahre her.

    Ich weiß aber, dass mein Lehrer immer versuchte, eine möglichst gute technische Grundlage zu schaffen. Zumal "meine" Technik besser ging als die, die er mir beibringen wollte...aber er hatte natürlich Recht, wie ich später einsehen musste:)

    Als Schüler ist man ja geneigt, die "eigene" Bogenführung zu verbessern, weil sie einem ja logischerweise einfacher vorkommt.
    Mein Lehrer hatte also immer viel zu tun, mir meine angewöhnten Fehler "auszutreiben"
    Ich habe letztens eine alte Mitteilung gefunden: "Sehr geehrte Fam...., der Finger ihres Sohnes steht nach wie vor ab, bitte achten Sie bei den Hausaufgaben auf diese Sache"...

    Ob wir nach dem ersten Jahr schon gemeinsam spielten..hmm, ich glaube eher nicht. Natürlich spielten wir diese Übungen und lernen geht ja besser, wenn man auch ab und zu hört, wie es eigentlich sein soll. Aber Lieder spielen und dann zu sagen so und so soll es sein, wäre glaube ich etwas früh??

    Mitteilungen an die Eltern gab es 1x die Woche, um auch den Fortschritt mitteilen zu können. Die Eltern wollen ja wissen, wofür sie bezahlen und wie der Lehrer die Entwicklung sieht. Nun weiß ich nicht, ob dein Lehrer das macht. Ich fände es aber wertvoll, vor allem auch für deine Eltern. Denn sie können deinen Kenntnisstand durch anhören der einfachen Sachen bestimmt nur sehr subjektiv einschätzen, weil sie diverse Fehler vielleicht nicht sehen.

    Für das "selber beibringen" ist es meiner Meinung nach etwas früh - und er meinte sicherlich die zusätzliche Beschäftigung mit dem Instrument oder die Hausaufgaben:). Wenn nach einem Jahr die Bogenführung noch nicht klappt, ist eine wichtige Basis fürs Selberlernen noch nicht ausgeprägt genug.
    Es kommt also nicht aufs Repertoire an, sondern auf die technischen Grundlagen, finde ich.

    Vielleicht helfen dir diese Beiträge im Thread auch etwas, dich mit deinen Eltern darüber intensiver zu unterhalten. Sie werden ja sicherlich begründen, warum sie unzufrieden sind. Dass du dich nach einem Jahr unsicher fühlst ist übrigens völlig normal. Eine zufriedenstellende Sicherheit gab es bei mir erst nach vielen Jahren..
    (inzwischen ist es damit auch wieder vorbei)

    Viel Erfolg
     
  6. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 06.02.11   #6
    Hey Viola,

    geh doch mal zu nem Vorspielabend in ner Musikschule und hör zu.
    Frag einfach wielange wer spielt. Da bekommst du nen guten Überblick was etwa geht.
    Hilft ja nix, wenn du, oder deine Eltern weltfremde Ansichten über einen Könnensstand haben.

    cheers, fiddle
     
  7. Viola94

    Viola94 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.11   #7
    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. :-)

    Naja, also die Technik ist bei mir glaub ich wirklich nicht so blendend. Mein bogen zittert halt und er schwenkt beim Spielen gern mal und dadurch quietscht es. Und naja, letztesmal hat er mich irgendwie sowas über die Druckausübung auf den Bogen erzählt.
    Viell. gehe ich wirklich mal zu so nem Vorspiel. Und ich rede mal mit ihm...:gruebel:
     
  8. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 07.02.11   #8
    Noch was:

    Wenn du was nicht verstanden hast, dann frag!
    Ein guter Lehrer beantwortet das so oft, wie du diese Frage in dieser Häufigkeit selber nicht aushalten würdest,
    ohne dabei die Geduld zu verlieren :D

    Außerdem ist das ne Hilfe für den Lehrer. Das ist wichtig ^^

    trotzdem: viel Erfolg!


    cheers, fiddle
     
  9. pammi5

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    Erstellt: 08.02.11   #9

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