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Saiten mit weichem Klang für "Western"gitarren

  1. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von Hessie James

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    Hy,

    das "Saitenthema" hat mich jetzt auch gepackt. Ich möchte eigendlich den Kauf meiner nächsten Gitarre zusammen mit dem Saitenthema kombinieren und so weit wie möglich vorher klären.

    Ich stehe auch auf optimale Bespielbarkeit und liebe auch eher den silbrigen, feinen Klang (kein Picking, Plectrum, strumming und solo)

    Ich gehe noch einen Schritt weiter und denke an 010ner Sätze (evtl. auch Elixir)

    Meine Frage: Damit es nicht zu dünn klingt, kann man das dann so kompensieren, indem man eine Gitarre kauft die eher "zu starke" bässe hat, wie z.B. Martin D1. Oder kommt dann ein total "falsches" Klangbild heraus!??

    Noch ne weitere Frage im Zusammenhang mit drei Faktoren
    dünne Saiten - Bespielbarkeit - Saitenlage

    Ich habe gehört das je dünner die Saiten sind je höher muß die Saitenlage sein. Das würde doch heißen, das es wenig bis gar nichts bringt, wenn man (leicht bespielbare) dünne Satien hat - und die Saitenlage dafür erhöhen muß. Oder umgekehrt: bei mittleren Saiten kann ich mit der niedrigsten Saitenlage spielen. ?

    Bischen verwirrend. Ich denke der threadsteller hat auch was von der Beantwortung der Fragen. Entschuldigung also, daß ich so reingeplatzt bin!

    Gruß vom
    Hessie James
    - Hessen ist überall - ;-)

  2. #17
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    Zitat von Hessie James Beitrag anzeigen
    Meine Frage: Damit es nicht zu dünn klingt, kann man das dann so kompensieren, indem man eine Gitarre kauft die eher "zu starke" bässe hat
    Ich denke, dass tricksen nicht so viel bringt. Mich bringt es bei solchen fragen oft weiter, wenn ich die angedachte lösung ins extreme extrapoliere. In deinem fall also z.b. 07er saiten auf einen kontrabass spannen. Da erkennst du auch ohne praktischen versuch, dass mit so dünnen saiten so viel holz und luft nicht effektiv in schwingung versetzt werden kann. Des resultat würde sehr sicher kläglich ausfallen. Der umgekehrte fall, einen 16er satz auf eine ukulele zu spannen bringt auch nichts, weil das arme kleine instrument gar nicht in der lage wäre, den wumms sauber aufzulösen.

    Westerngitarren sind nunmal meist so gebaut, dass sie mit ~11er bis ~13er sätzen am besten klingen. Wenn du sie ausserhalb ihrer spezifikation betreibst, bezahlst du deinen erhöhten spielkomfort irgendwo auch mit reduzierter performance.
    Zitat von Hessie James Beitrag anzeigen
    Ich habe gehört das je dünner die Saiten sind je höher muß die Saitenlage sein.
    Ja und nein. Wenn du mit einem 10er satz die gleiche lautstärke erreichen willst wie mit einem 12er, dann wirst du sehr viel härter strummen/picken müssen. Härteres strummen auf weicheren saiten bedeutet, dass die saiten beim schwingen stärker auslenken, also mehr platz brauchen -> höhere saitenlage, sonst schepperts. Wenn du aber einfach entsprechend leiser spielst (wieder: die saiten ihrer spezifikation entsprechend anwendest ), dann geht es auch mit flacher saitenlage.

    Gruss, Ben

  3. #18
    Registrierter Benutzer Avatar von Hessie James

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    Also, ich spiele ja schon eher länger Gitarre, kann ne Gitarre auch einstellen, auch wenn es an den Stahlstab geht. Bei den weichen Saiten muß ich e bisserrl lockern, so dass das Griffbrett nicht zu weit nach hinten gezogen wird – ja dass sogar eine ganz leichte Krümmung nach vorne besteht. Trotzdem habe ich noch kleine Deffizite an Erfahrung, da ich schon sehr lange mit meinen durchschnitts Girarren (Fender E-Gitarre, aber akk. 6, 12 saitig „nur“ gute noName Produkte mit mass. Decke, aber nix besonderes) spiele. Andere Gitarristen haben schon ihre 5. 10. oder 20. Gitarre! Viele Saiten getestet usw.

    Auch die Saiten sind auf den ak.Gitarre eine Ewigkeit drauf.
    Ich glaube das auf meiner 6-saitigen Akk.Gitarre sogar 09ner E-Gitarrensaiten drauf sind. Oder 10ner Silk and Steel, die sollen ja auch einen geringen Zug haben!
    Wie gesagt spiele ich auch solo darauf. Der Klang ist sehr seidig, aber insgesamt darf der Sound endlich ein bisschen standesgemäßer sein. Ohne Tonabnehmer will ich 4- 800 ausgeben. Ist auch nicht viel, aber heutzutage bekommt man für diesen Preis verglichen mit früher, sehr anständige Instrumente!

    Die Extreme die Du aufgeführt hast sind offensichtlich aber ich denke sie sind bei den Gitarre – ob jetzt 12er oder 10ner nicht so groß – eben nicht so extrem. Aber ich weiß was Du damit sagen willst. Ich denke noch an die frühen Crosby, Stills, Nash and Young – die hatten riesige Jumbo´s und Dreadnougst mit eben diesem weichen silbrigen, dünnen Klang!
    Last but least, ich habe mal auf meine 6-saitige einen 10ner Satz Phosphor Bronze geschraubt – das war mir noch zu harrsch zu hart im sound, es war mir nicht seidig genug!

    Also vielleicht silk and steel Saiten oder nur "Bronze". Sie sollen auch einen leichteren Zug als die mit dem "phosphor" vorne dran.

    Gruß
    HessieJ.
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  4. #19
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    Zitat von Hessie James Beitrag anzeigen
    Wie gesagt spiele ich auch solo darauf. Der Klang ist sehr seidig, aber insgesamt darf der Sound endlich ein bisschen standesgemäßer sein.
    Was in deinen ohren "seidig" oder "standesgemäss" klingt, ist natürlich sehr subjektiv. Vielleicht macht es sinn, die sache zweistufig anzugehen: Erst findest du einmal heraus, welche saiten genau klanglich und fingertechnisch und von der zugkraft her am besten zu deiner art zu spielen passen. Und wenn du die dann gefunden hast, suchst einen freundlichen händler, der sich vielleicht breitschlagen lässt, genau deine wunschsaiten auf die gitarren zu ziehen, welche du testen möchtest (die engere wahl). Ob der das aber für umme macht, weiss ich nicht, hier wo ich lebe, müsste ich dafür bezahlen. Wenn es aber um ein instrument geht, mit dem du danach zehn oder zwanzig oder noch mehr jahre lang freude haben wirst, lohnt sich das vielleicht für dich.

    Und von dem "phosphor" würde ich mich jetzt nicht abschrecken lassen, die vermehrte zugkraft ist zwar spürbar, aber faktisch sind das gegenüber 80/20ern nur ein paar gramm pro saite.

    Beispiel D'Addario
    10-47 Phosphor Bronze - Zugkraft gesamt 61.27kg
    10-47 80/20 Bronze - Zugkraft gesamt 59.78kg
    11-47 Silk and Steel - Zugkraft gesamt 54.97kg

    Eine andere betrachtung wäre die zugkraftverteilung wert. Bei vielen handelsüblichen sätzen haben einzelne saiten wesentlich höhere züge als der rest, was das greifen erschwert. Hier nochmals der 80/20 d'Addario-satz als beispiel:
    Code:
    Note	inches	kg
    E	0.010	7.35
    B	0.014	8.07
    G	0.023	12.34
    D	0.030	11.88
    A	0.039	11.11
    E	0.047	9.03
    Hier sieht man gut, dass die D- und G-saiten wesentlich mehr kraft verlangen als der rest, was beim greifen, vor allem von barrés, spürbar wird. Wenn du dich hier im zubehör-ufo umschaust, gab es kürzlich den einen oder anderen beitrag von benutzerin @Richelle, wo sie saitensätze mit regelmässiger verteilten zugkräften vorschlägt. Solche müssten sich im grunde einfacher spielen lassen und dadurch könntest du vielleicht eine saitenstärke höher gehen, eben "standesgemäss", ohne komfort und bespielbarkeit zu verlieren

    Gruss, Ben

  5. #20
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    Danke Ben, das waren sehr detaillierte Angaben, die ich so noch nie betrachtet habe. Wie ja schon gesagt - gespielt habe ich viel, aber mit so ausführlichen Details rund um die Gitarre mich nie beschäftigt.

    Mit "standesgemäß" meinte ich nicht einen bestimmten (subjektiven) Sound, sondern im Verhältnis zu meinem spielerischen Können, und meinen nicht standesgemäßen Gitarren. Und auch im Verhältnis zu dem was andere ausgeben (völlig zu Recht!!). Das passt bei mir nicht, womit ich nicht angeberisch sagen bin, daß ich der beste Gitarrist bin.
    (Und da ist ja nicht nur der Sound der Gitarre, sondern auch die Mechaniken, die Stimmstabilität und vieles mehr!)

    Liebe Grüße
    Hessie James

    P.S.: Als "Endschuldigung" für meine "Nachlässigkeit" sei noch erwähnt, daß ich zwar mit der Gitarre angefangen habe (ist immer noch ein wichtiges Instrument für mich) aber auch Piano, Synth, Keyboard und Akkordeon spiele. Und neben dem Üben muß ich mich bei diesen Instrumenten auch um Bedienung, Technik, Verstärkung, versch. Modellen, Neuerungen usw. beschäftigen. (Oh, ich verfluche das manchmal)
    - Hessen ist überall - ;-)

  6. #21
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    Zitat von Hessie James Beitrag anzeigen
    Als "Endschuldigung" für meine "Nachlässigkeit" sei noch erwähnt,...
    Falsch! Wenn du musik gemacht hast, anstatt in internet-foren darüber zu quasseln, wie es wäre, wenn du es denn tätest, dann hast du alles richtig gemacht, einen grund, sich zu entschuldigen, gibt es nicht.

    Gruss, Ben

  7. #22
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    Zitat von Hessie James Beitrag anzeigen
    Ich denke noch an die frühen Crosby, Stills, Nash and Young – die hatten riesige Jumbo´s und Dreadnougst mit eben diesem weichen silbrigen, dünnen Klang!
    Vor allem zu Letzterem gibt's ja Einiges an Info's (z.B. hier) - die dafür spricht, dass der Sound mehr mit den Instrumenten als den Saiten zu tun hatte...
    Ausserdem habe ich mal in einem Interview mit Crosby gelesen, dass sie bei den ersten Aufnahmen alles nach Gehör gestimmt haben. Das Ergebnis soll ein besonderer Sound gewesen sein, den er - wenn mich nicht alles täuscht - als "schwebend" bezeichnete.
    Gehöre zur unbedarften Bevölkerung und bin Opfer der "gigantischen globalen Meinungsmache-Maschinerie"

  8. #23
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    Alles klar, Neil spielt also meist Martin 6 strings, benutz 012er Saiten mit extrem flacher Saitenlage - und er stimmt sie tiefer (dadurch haben 012er natürlich auch weniger Zug)

    Ich liebe Neil Young, aber ich meinte mehr den Sound von CSN & (sometimes) Young
    - Hessen ist überall - ;-)

  9. #24
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    Zitat von Hessie James Beitrag anzeigen
    ich meinte mehr den Sound von CSN & (sometimes) Young
    Young hat - wie auf der verlinkten Seite nachzulesen - eine seiner berühmt-berüchtigten Martins von eben jenem Stephen Stills.
    Und Crosby spielte lt. =Crosby]Interview in den sechziger Jahren na was wohl? Eine Martin D-18 und eine D-45...
    Gehöre zur unbedarften Bevölkerung und bin Opfer der "gigantischen globalen Meinungsmache-Maschinerie"

  10. #25
    Registrierter Benutzer Avatar von realCop

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    Zitat von Hessie James Beitrag anzeigen
    Ich stehe auch auf optimale Bespielbarkeit und liebe auch eher den silbrigen, feinen Klang (kein Picking, Plectrum, strumming und solo)

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    Hallo,

    ich würde die folgenden Saiten in Erwägung ziehen, wenn du wirklich nen weicheren Sound möchtest:

    1. Adamas Silk&Steel

    2. Martin MFX 130 Silk&Steel Phosphor Bronze (11-er)

    --> allerdings solltest du bedenken, daß solche Saiten nicht die Kraft und Lautstärke entwickeln, wie die "normalen" Saiten - d.h. es wird letztlich immer ein Kompromiss sein, der dir ganz persönlich liegen muss...

    Und wg. der Stärke:
    10-er Saiten spiele ich auf der E-Git. und dort ist es o.k. - auf der Akustik-Git. würde ich nicht unter 11-er gehen, selbst als reine Bühnengitarre, die nicht unplugged gespielt wird, sonst klingt´s mir zu dünn und schepperig...

    Einen recht guten Kompromiss (für mich) sind die Elixir Phosphor-Bronze. Die klingen durch den Teflonschlauch über der Wicklung nicht ganz so aggressiv und halten auch noch sehr lange...


    Gruß
    S´gibt Badische un´Unsymbadische...

  11. #26
    Registrierter Benutzer Threadersteller Avatar von Castlerock78

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    Die Threadüberschrift habe ich schlecht gewählt. Ich suchte ja Saiten die sich weich spielen lassen und nicht weich klingen.

    Und das es weich zu spielende Saiten gibt wie man sich das so im Kopf vorstellt habe ich mir sowieso abgeschminkt. Man muß da einfach immer und immer wieder durch und hoffen das die Finger irgendwann leicht taub werden in der Kuppe oder das die Hornhaut nicht wieder zu schnell abfällt

    Das was man sich mit leicht zu bespielen vorstellt gibts auf Stahlseiten Akustikgitarren wohl einfach nicht. Und es kommt ja immer nur auf den Tag an. Manchmal juckts die Finger beim spielen einfach gar nicht.
    Fender Telecaster Classic 60´s Olympic White
    Gibson Les Paul Standard Faded Tobacco Burst 50´s Neck- Seymour Duncan SH-12/Steg
    Cort EARTH 70 ENS
    Mesa Boogie DC-10 60/100Watt - Mesa Rectifier 4x12"

  12. #27
    Registrierter Benutzer Avatar von realCop

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    Nee - passt schon:

    Nimm 11-er als Kompromiss zw. Sound und leichterem Greifgefühl und entweder beschichtete Saiten oder die Silk&Steel, dann klappt´s auch mit den Fingerkuppen...!

    --> Regelmäßiges Spiel und die Zeit werden jedoch den größten Anteil daran haben...!!!
    S´gibt Badische un´Unsymbadische...

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