Der Marshall JMD Userthread

  • Ersteller DieterWelzel
  • Erstellt am
Moin Farlow,

Examen gut hinter Dich gebracht?

Ich habe zwar noch einen Line6 POD X3Live bei mir rumstehen, aber der staubt zu. In den FX Loop habe ich den noch nicht gepackt. Generell wird empfohlen die sog. Vier-Kabel-Methode zu verwenden, wenn man den POD mit einem Amp verwendet. Ich habe aber mehrere Threads dazu gesehen, bei denen Gitarristen damit Klang- und/oder Rauschprobleme hatten. Scheint also nicht ganz einfach zu sein.

Weshalb sich die Lautstärke erhöht, wenn man den FX Loop Taster einschaltet, kann ich Dir technisch nicht erklären, aber ist definitiv so und nutzen auch einige Gitarristen aus dem Marshall Roadhouse Forum für Boost-Patches. Also ein Patch ohne FX Loop Taster für Rhythmus-Lautstärke und mit FX Loop Taster für Solo-Lautstärke. Du kannst stattdessen oder in Kombination damit aber auch Patches mit verschiedenen Volume-Einstellungen speichern.

Der Mix Regler ist für den Anteil des Signales über den FX Loop. Voll aufgedreht sind es 100% und ansonsten halt anteilig gemischt. Dadurch ist der Effektweg (FX Loop) sowohl seriell als auch parallel nutzbar (siehe auch die Bedienungsanleitung unter 8. Serieller/Paralleler Effektweg).

Beste Grüße
Dieter
 
Hallo Dieter,

vielen Dank für die Erläuterungen. Dann vergesse ich die Idee mit dem Pod wohl besser mal wieder.

Die Examen habe ich tatsächlich, soweit ich mich noch daran erinnern kann und mich nicht gewisse Albträume täuschen, ganz gut hinbekommen.
Ähhhh... das 1. Examen müsste in 1988 und das 2. Examen in 1992 gewesen sein :gruebel: :D

Aber gut, ich fasse es mal als Kompliment auf, dass ich noch so jung wirke. :great:
 
Hallo Dieter,

vielen Dank für die Erläuterungen. Dann vergesse ich die Idee mit dem Pod wohl besser mal wieder.
Hallo Farlow,

wenn Du Zeit hast, kannst Du es mal ausprobieren, aber die Schilderungen in Foren lassen eher mäßige Ergebnisse erwarten. Für den POD empfiehlt sich eher der Einsatz eines Fullrange-Amps bzw. einer Fullrunge-Box.

Beste Grüße
Dieter

Die Examen habe ich tatsächlich, soweit ich mich noch daran erinnern kann und mich nicht gewisse Albträume täuschen, ganz gut hinbekommen.
Ähhhh... das 1. Examen müsste in 1988 und das 2. Examen in 1992 gewesen sein :gruebel: :D

Aber gut, ich fasse es mal als Kompliment auf, dass ich noch so jung wirke. :great:

Sorry, dann hatte ich das falsch interpretiert. Ich dachte die Examina ständen gerade an. :eek:

Hast Dich also jung gehalten. ;)
 
Der Boost Charakter des FX loop ist nur vorhanden, wenn hinten der Mix Regler genau auf Mitten Stellung steht. Dreht man ihn in Richtung wet oder dry verschwindet der Effekt kontinuierlich. Der Taster mit der Einstellung der Empfindlichkeit hat keinen Einfluss.

Habe mal gelesen, dass man über den FX loop eigentlich nur Modulationseffekte einscheifen soll und keine Zerrer. . Von daher dürfte der POD im Loop nix bringen lt Theorie. Mal sehen, ob ich das irgendwann mal irgendwo testen kann. Auf -blauen Dunst- werde ich mir sicher kein Pod anschaffen.

Probiere es doch mal mit deinem X3. Wäre mal interessant zu wissen.

Apropos: was versteht man unter der 4 Kabel Methode?
 
Moin Farlow,

hier ein Video vom Line6-Support, das die 4-Kabel-Methode erklärt:




Und hier noch ein weiteres Video von einem User dazu:





Und hier ein paar Links zu Forenbeiträge mit Problemen, die dabei aufgetreten sind (verkabeln, pegeln, einstellen):



Mein Eindruck aus den Diskussionen in Foren:
Bei vielen Verstärkern scheinen sich Probleme mit der 4-Kabel-Methode und PODs lösen zu lassen. Erfahrungsberichte zur 4-Kabel-Methode mit einem POD und einem Marshall JMD:1 habe ich noch nicht gesehen. Mir selbst ist das zu umständlich/komplex und der POD X3L soll auch mehr rauschen als der POD 500 HD. Deshalb lasse ich persönlich die Finger davon. Darüber hinaus liegt mir die Programmierung des POD nicht. Am PC ging es, aber am Gerät selbst haben die Regler/Schalter zu viele Funktionen. Ich komme da besser mit der JMD-Lösung klar, die übrigens der Hughes & Kettner-Lösung beim Switchblade, Coreblade und Grandmeister sehr ähnlich ist.

Verzerrer und WahWah gehören übrigens definitiv zwischen Gitarre und Preamp, wobei mir persönlich die Verzerr-Möglichkeiten der Preamps des JMD:1 völlig ausreichen (Gain-Regler und 12 der 16 Preamps). Bei Modulationseffekten wie Flanger, Chorus etc kann man einfach ausprobieren, während Reverb und Delay auf jeden Fall in den FX Loop gehören.

Beste Grüße
Dieter
 
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Hey,

ich bin zwar eigentlich in der JVM-Ecke zu Hause und habe vom JMD gar keine Ahnung, aber da ich auch das POD X3 Live habe, dachte ich, vielleicht helfen meine Erfahrungen etwas weiter...

Ursprünglich habe ich mit dem POD meine Sounds komplett kreiert und den Amp - damals noch ein Marshall MG - komplett clean gelassen. Aber wer einen JVM hat, der nutzt natürlich lieber die verzerrten Sounds davon :D

Um es kurz zu machen: Ich wollte die 4-Kabel-Methode verwenden, damit ich Modulationseffekte, aber auch Wah-Wah, Booster etc. vom POD nutzen kann. Ich habe es auch von der Abstimmung her in Sachen Lautstärke, Effektkette etc. hinbekommen, ABER: Der POD klingt besser und dynamischer als ein Transistor-Verstärker, kann aber mit dem JVM nicht mithalten. Mit der 4KM habe ich mir wirklich fühl- und hörbar Dynamik, Transparenz und Höhen gestohlen, der Sound war einfach muffiger und komprimierter. Was ja auch logisch ist: Der Sound kommt analog ins Effektgerät, wird digitalisiert, dann geht's in eine Vollröhren-Vorstufe, wird im Einschleifweg wieder digitalisiert, um dann aber schlussendlich wieder in einer Vollröhren-Endstufe analog umgewandelt zu werden - da sind ja Verluste fast schon im wahrsten Sinne vorprogrammiert.

Mittlerweile nutze ich das POD nur noch im FX Loop. Die Loop ist beim JVM wie auch beim JMD parallel ausgelegt, man macht sich also den Original-Sound nicht kaputt. Außerdem ist die Loop mit dem Fußschalter aktivierbar, ich habe das POD also nur dann im Signalweg, wenn ich auch wirklich einen Modulationssound brauche, meist Tremolo, Chorus und/oder Delay - also Effekte, die ohnehin die Dynamik verändern, von daher sind gewisse Verluste dann ok. Mit der 4KM wäre das Effektgerät konstant und sogar doppelt im Signalweg, das kam für mich nicht mehr in Frage.

Ich habe letztendlich in den saueren, weil teuren, Apfel gebissen und mir ein Stimmgerät, Wah-Wah und ein Overdrive/Booster als einzelne Pedale zugelegt, um sie zwischen Gitarre und Verstärker zu verwenden. Grundsätzlich würde ich das auch empfehlen, wobei ich natürlich nicht weiß, wie POD und der JMD miteinander harmonieren. Da der JMD ja eine digitale Vorstufe hat, kann ich mir gut vorstellen, dass das wiederum ganz gut funktioniert.

Was ich aber auch mittlerweile oft gehört/gelesen habe, aber mangels eigener Erfahrung nicht bestätigen kann: Es gibt wohl Effektgeräte, die sich mit der 4KM sehr gut schlagen, z.B. das Boss GT-100. Ist aber letztendlich alles wie immer Geschmackssache und kann dir nur nach eigenem, ausgiebigem Test endgültig beantwortet werden....
 
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Hallo bennylu,

wie ist eigentlich das Ergebnis, wenn man eine amp Simulation vom Pod über den FX Loop verwendet mit einem Clean Kanal des JVM oder JMD?
Und was passiert, wenn man darüber hinaus noch eine Boxen Sim nutzt?

Erhält man bspw vom Marshall eigenen Zerrsound andere Zerrsounds oder aber z.B. einen cleanen Fender amp Sound?
 
Die Fragen sind nicht so ganz leicht zu beantworten.... deswegen erstmal grundsätzlich: Die Klinkenausgänge am POD X3 Live kann man in zwei verschiedenen Modi verwenden, Studio und Live. Studio wird empfohlen, wenn man direkt in ein Mischpult oder einen Recorder spielt, wobei es dafür auch die Studio-XLR-Ausgänge gibt, die das Signal auch noch symmetrieren, also PA-ready machen. Live soll man man nehmen, wenn man in einen Amp spielt. Von Live gibt es auch wieder verschiedene Einstellungen, je nach dem, ob man einen Combo hat und/oder ob man das Gerät vor einem Amp oder nach der Vorstufe verwendet.

Was aber das wichtigste ist: Im Live-Modus sind alle Boxensimulationen deaktiviert. Ich habe auch mit meinem JVM nur den Live-Modus verwendet, von daher kann ich dir absolut nicht sagen, ob die Simulation überhaupt gravierende Wirkungen hat. Ich würde aber behaupten, dass die reale Endstufe und die echte Box den Sound doch deutlich mehr färben als eine digitale Simulation.

Frage 2: Amp-Simulationen
Amp-Simulation mit dem mit POD bedeutet, dass der grundsätzliche Klangcharakter, Höhen/Mitten/Tiefen, EQ-Wirkung und Grad der Verzerrung nachgebildet werden. Das heißt natürlich, dass wenn man die Amp-Simulation wechselt, sich der Sound ändert, auch wenn man das Gerät in die Loop vom JVM hängt.

Die Amp-Simulationen funktionieren aber in der Loop nicht so gut, wie wenn man das POD vor dem Amp betreibt. Das liegt höchstwahrscheinlich an zwei Dingen:
1. Die Vorstufe des JVM (und jedes anderen Amp natürlich auch) färbt den Sound schon vor und die Endstufe danach tut das dann erneut
2. Die Verzerrung des POD wirkt ganz anders, wenn sie in der Loop hängt. Klar, der Output direkt aus einer Gitarre ist ganz anders, als wenn es kontrolliert aus einer Vorstufe abgegeben wird.

Die Sounds klingen also wirklich anders. Ich habe das POD auf fünf Weisen getestet: Vor und in der Loop eines Marshall MG, über eine PA und eben vor und in der Loop des JVM. Der MG, komplett Transistor, hat den Sound aus dem POD quasi 1:1 wiedergegeben, es klang also praktisch genau so wie das, was ich über die PA bekommen habe. Der JVM hat den Sound schon sehr gefärbt, schon als das POD zwischen Gitarre und Amp hing - in der Loop klingen die Simulationen dann endgültig volkommen anders.

Was ich damit sagen will: Man kann natürlich trotzdem einige gute Sounds aus dem POD holen, aber man kann den JVM nicht plötzlich wie einen Fender, einen MESA Boogie, einen Engl oder sonst wie klingen lassen. Mit viel Arbeit kommt man vielleicht ungefähr in die Nähe, aber der JVM und vor allem meine Box (eine 1960AV) haben so viel Charakter, dass man das immer heraushören wird.

Ich glaube mittlerweile, dass Multieffektgeräte, mit denen man wirklich verschiedene Amps simulieren will, nur unter folgenden Umständen wirklich funktionieren:
1. Man muss sie vor den Amp schalten und absolut gar keinen eigene Zerre/Soundveränderung aus dem Amp holen ODER
2. Man nutzt die 4-Kabel-Methode, überspringt quasi die Vorstufe und nutzt nur die Endstufe des Amps, wenn man eine Simulation aus dem Effektgerät haben (das geht, weil ja bei der 4KM die Vorstufe des Amps in der Effektschleife des Effektgeräts hängt und somit am Gerät selbst deaktiviert werden kann) ODER
3. Man hat einen Modelling- oder Transistor-Amp, der ohnehin darauf ausgelegt ist, mit vielen digitalen Simulationen zu arbeiten und im Clean nicht allzu viel markanten Charakter mitbringt ODER
4. Man spielt mit dem Effektgerät direkt in eine PA, weil die eben die verschiedenen Nuancen der Simulationen am besten wiedergeben kann.

Der andere Gitarrist in meiner Band erzeugt alle seine Sounds mit einem Boss-Effektgerät, einem älteren GT-10. Sein Amp ist ein Peavey Valveking an einer Peavey 4x12-Box, sein bevorzugter Sound auf dem Effektgerät heißt "MR 1960 Lead" oder so... das ist eine Marshall-Stack-Simulation. Den Sound, der aber aus der Box kommt, könnte niemand mit meinem Marshall verwechseln - man hört einfach immer ganz klar den komprimierteren, irgendwie "in sich geschlossenen" Sound raus, den der Peavey eben produziert.


So, sorry für so viel Text.... es kann natürlich gut sein, dass der JMD die Simulationen gut annimmt und wiedergibt, das kann ich schwer sagen. Ich habe nur, wie du oben lesen kannst, mit verschiedenen Amps und Geräten die Erfahrung gemacht, dass der natürliche Sound des echten Amps immer mehr zu Buche schlägt als eine Simulation - auch wenn es sich um wirklich gute Effektgeräte handelt.
 
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Hallo bennylu,
super Beitrag.

Da der JMD ein Modelling amp ist, dachte ich, man könnte mit dem line6 noch div. weitere Sounds kreieren, natürlich von der Basis der 4 bereits vorhandenen Clean Sounds.

Aber wie heisst es so schön, Probieren geht über Studieren, zumal alles auch noch Geschmackssache ist.
Mal schauen, ob ich das irgendwann mal teste. Dann werde ich meinen Eindruck posten.
 
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Hi bennylu,

Dein ausführlichen Beiträge waren auch für mich sehr hilfreich. :great:

Zu mir: Bisher reichen mir ja grundsätzlich die Marshallsounds, welche der JMD:1 bietet. Da habe ich noch viel auszuprobieren und zu entdecken.

Zusätzlich setze ich bisher lediglich bei wenigen Songs ein WahWah (T-Rex Gull Wah), ein AutoWah (Mad Professor Snow White) oder einen Flanger (tc electronic Vortex Flanger, damit ich auch bei verzerrten Sounds weiterhin das integrierte Noise Gate nutzen kann) ein.

Wenn ich mal typische Sounds eines anderen Amp-Herstellers (z.B. Fender oder MESA Boogie) möchte, dann würde ich wahrscheinlich erst mal entsprechende Pedale (Stompboxes) mit meinem JMD:1 ausprobieren, bevor ich mir noch einen kompletten Modelling-Amp in den Signalweg packe oder einen anderen Amp ausprobiere.

Nicht vergessen darf man dabei natürlich, dass die ganze Signalkette für den Klang verantwortlich ist. Da kann z.B. schon eine andere Gitarre ganz viel ausmachen.

Beste Grüße
Dieter
 
Gern geschehen :)

@Farlow:
Jup, genau das kann ich dir nur empfehlen! Einfach mal ausprobieren, wie sich Effektgeräte mit dem JMD vertragen. Ich glaube, Clean Sound Nr. 4 oder so ist doch der reine Sound des JMD ohne Simulationen, oder? Ich denke, das wäre der ideale Ausgangspunkt für die Experimente.

@Dieter:
Freut mich, dass es dir auch was gebracht hat! Von der Herangehensweise bin ich da ganz bei dir... bei mir ist das Mutlieffektgerät auch nur für wenige Effekte da plus ein externes WahWah und Overdrive, alles andere regle ich komplett über den Amp und meine beiden Gitarren. Aber das schöne an so einem Equipment ist für mich, dass man alle möglichen Sounds relativ gut erzeugen kann - in einer Coverband ist das Gold wert :)
 
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Hi bennylu,

Du kennst Dich dafür, dass Du den JMD:1 nicht hast, aber ganz schön gut damit aus. :great:

Ja, der cleane Kanal 4 (Natural) dürfte am Neutralsten sein und sich als Ausgangspunkt (starting point) für Experimente mit Zerr- und Boostpedalen empfehlen.

Durch die drei weiteren cleanen Kanäle 1 bis 3 sowie durch niedrige Gain-Einstellungen (1 bis max. 2) bei den Crunsh-Kanälen 5 (Vintage) und 6 (Classic) lassen sich da zumindest mit meinen Single Coils (Fender Strat N3 PUs) auch noch cleane weitere Sounds realisieren, mit denen man ebenfalls experimentieren kann.

Beste Grüße
Dieter
 
Ich benötige nochmal kurz Programmierhilfe:

Habe erst jetzt bemerkt, dass ich bislang den switch store modus nutze.
Nun habe ich nach -einiger Qual der Wahl- 4 Grundsounds erarbeitet bzw. gefunden, und zwar:
1. Clean
2. Crunch mit noisegate
3. Overdrive ala Doug Aldrich mit noisegate
4. Overdrive -modern- vom JVM mit noisegate

Die 4 Sounds sind auf Kanal 1-4 gespeichert.

Nun möchte ich im preset store modus folgendes programmieren:

1. Clean wie oben
a. mit zusätzlich Chorus
2. Crunch wie oben
a. wie oben nur mit höherer Lautstärke
3. Overdrive wie oben
a. dito mit höherer Lautstärke
4. Overdrive wie oben
a. dito mit höherer Lautstärke

Wie mache ich das, so dass ich einerseits die -schnelle- Übersicht (am footswitch) behalte und andererseits möglichst wenig schalten muss und ausserdem
nicht nochmal alles wieder einstellen muss?
 
Hi Farlow,

mit dem Marshall-Fußschalter sowie vielen MIDI-Fußschaltern hast Du "nur" vier Presets je Bank. D.h., Du kannst vier beliebige Presets in einer Bank speichern und die weiteren vier Presets musst Du dann in einer anderen Bank, z.B. der nächst höheren speichern.

Für den Wechsel in eine andere Bank musst Du mindestens einmal den Taster Bank hoch oder runter drücken und dann das jeweilige Preset 1 bis 4 dieser Bank auswählen, indem auch noch diesen Taster drückst. Sobald Du die Bank wechseln musst, kommst Du also nicht um mindestens zwei statt einem Tasteraufruf herum. Deshalb solltest Du Dir vorher Gedanken machen, wie Du für Dich die Presets am Günstigsten gruppierst. Am Besten schreibst Du Dir dabei Deine Einstellungen mit Angabe des Presets und der Bank auch groß auf ein Blatt und legst dies zu Deinem Fußschalter, so dass Du Deine Belegung im Bedarfsfalle auch jeder Zeit direkt wieder parat hast.

Beispiel: Wenn Du Deine Presets 1., 1.a., 2. und 2.a. in einem Song brauchst, dann würde ich die auch so als Preset 1 bis 4 in einer Bank abspeichern.

Brauchst Du mehr als vier Presets in einem Song, wirst Du zumindest einmal zwei Tasten mit dem Fuß bedienen müssen. Dabei kannst Du aber die Banktaste schon etwas vorher drücken, weil das noch nicht das Preset wechselt. Alternativ bleibt die relativ teuere Anschaffung eines MIDI-Footcontrollers mit mehr als vier Presets je Bank.
Hier könnte sich für Dich das Behringer FCB1010 anbieten.


Wenn Du dagegen mit vier Presets je Bank auskommst, aber für die Presets auch noch Text eingeben können möchtest, dann könnte als Luxusvariante das Voodoo Lab Ground Control Pro etwas für Dich sein.




Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

Beste Grüße
Dieter
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay.
Wenn ich meine 4 "Grundsounds" in der 1. Bank speichere und dann eine Bank hochschalte, bleibt dann das preset der 1. Bank oder jedes von mir vorher in Bank 1 gewählten presets gewählt bzw auch dann erhalten, wenn ich wieder 1.Bank herunterschalte?
 
Hallo Farlow,

ich bin mir nicht sicher, ob ich Deine Frage richtig verstehe. Aber wenn ich sie richtig verstanden habe, lautet die Antwort einfach ja!

Gespeicherte Presets werden nur überschrieben, wenn Du zuvor zweimal den Taster Footswitch / MIDI Program drückst, so dass die rote LED darin blinkt, und Du dann einen der vier Preset-Taster des Fußschalters drückst. Das kannst Du mit jedem Preset in jeder verfügbaren Bank machen. Beim Marshall-Fußschalter kannst Du jedoch "nur" 7 Bänke anwählen. Das ergibt dann insgesamt maximal 28 Speicherplätze.

Bei meinem MIDI-Footcontroller, dem Hughes & Kettner FSM 432 MK II, kann ich dagegen 32 Bänke anwählen. Das macht dann 128 Speicherplätze. :D

Wenn ich ehrlich bin, habe ich aber bisher noch nicht einmal die 28 Speicherplätze des Marshall-Fußschalters ausgereizt. Kann aber noch kommen. ;)

Beste Grüße
Dieter
 
Hallo Dieter,
sorry, ich habe wohl meine Frage zweideutig formuliert. Da ich nachher arbeiten muss, versuche ich es jetzt nochmal.

Vorab zum Hintergrund meiner Frage: Bis auf Sound 1 und 1a, möchte ich mit den übrigen einfach schnell auf Solo Lautstärke umschalten können und wieder zurück,
(wenn es machbar ist), Bank herauf und wieder herunter.

Beispiel: ich spiele Overdrive 3 (OD 3) mit Bank A1 und programmiere OD 3 mit höherer Lautstärke (OD 3a) auf Bank 2 bzw B2, genügt dann nicht ein Tritt auf Bank hoch oder wechselt der amp dann die presets und fängt wieder bei 1 (Clean) an, so dass ich dann doch 2x treten muss? Wie vorbeschrieben auch bei Bank runter?

Sorry nochmal: ich bin eine "Nachteule" :)
 
Hallo Farlow,

"Nachteule" ist ok und bei Gitarristen normal. ;)
Dass Du sonntags arbeiten musst, ist weniger schön.

Wenn Du schnell auf Solo-Lautstärke und wieder zurück schalten können möchtest, dann empfiehlt es sich aus meiner Sicht die jeweiligen Rhythmus- und Solo-Presets in der gleichen Bank abzuspeichern. Dann brauchst Du nur von einem Kanal auf den anderen mit dem Betätigen eines Tasters zu wechseln.
Beispiel: Lege OD 3 auf Bank B3 und den OD 3 mit höherer Lautstärke (OD 3a) auf Bank B4. Dann schaltest Du, wenn Du bereits in der Bank B bist, mit dem Taster 4 direkt den Solosound an und mit dem Taster 3 wechselst Du direkt zurück in den Rhythmussound.

Zu Deinem Beispiel:
Beispiel: ich spiele Overdrive 3 (OD 3) mit Bank A1 und programmiere OD 3 mit höherer Lautstärke (OD 3a) auf Bank 2 bzw B2, genügt dann nicht ein Tritt auf Bank hoch oder wechselt der amp dann die presets und fängt wieder bei 1 (Clean) an, so dass ich dann doch 2x treten muss? Wie vorbeschrieben auch bei Bank runter?

Für den Wechsel in eine Bank höher oder niedriger musst Du zweimal Taster treten. Wenn Du als mit dem Sound auf Bank A1 spielst und willst auf den Sound auf Bank B2 wechseln, dann musst Du im Preset Store Modus erst den Taster 6 für eine Bank hoch drücken und danach den Taster 2 für den Kanal 2 (-> B2). Zurück geht es dann über den Taster 5 für eine Bank runter und danach den Taster 1 für den Kanal 1 (-> A1). Der genutzte Kanal wird erst umgeschaltet, wenn Du einen der Kanaltaster 1 bis 4 betätigst (s.a. hierzu meine Ausführungen unter https://www.musiker-board.de/marshall-e-git/540981-marshall-jmd-userthread-3.html#post6890301). Probiere es einfach mal aus, damit Du damit vertraut wirst.

Beste Grüße
Dieter
 
Hallo Dieter,

habe es so gemacht wie du es beschrieben hast. Funktioniert blendend, wenn man sich erst einmal mit dem Ablauf vertraut gemacht hat.
Benutze nunmehr gerade einmal 2 Bänke.

Lassen sich eigentlich die werkseitigen presets löschen? Falls nicht, müsste ich die von mir ungenutzten werksseitigen presets zunächst mal auf Mute programmieren.

Ich frage deshalb, weil ich mich gestern Nacht mal verswitched hatte (1 Bank zu hoch, im Dunkeln halt schwer zu erkennen). Plötzlich hatte ich hier zuhause dann eine Megalautstärke. Zwar nur kurz bis ich meinen Fehler bemerkte, aber die armen Nachbarn sind womöglich aus dem Schlaf geschreckt. Gesagt haben sie noch nichts.

Im übrigen habe ich mir gebraucht noch den Digitech Sreaming Blues für wenige Euronen besorgt. In Kombination mit dem Digitech Bad Monkey einfach genial.
Bad Monkey als Clean Booster und dann kann der Screaming Blues richtig "schreien". Super Teil für nicht mal 20,--

Nochmals vielen Dank für die Hilfe

Grüsse
Olaf
 
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