Guitar Summit - wer kommt?

  • Ersteller hack_meck
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Die Quest hat auch meinen Reisekoffer-Check so grade mit Improvisation bestanden ..

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Und was Bespielbarkeit und auch Sounds anbelangt, ist sie definitiv mehr als ein skurriles Spielzeug 👍.

Gruß
Martin
 
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Du hast exakt die mitgenommen? ;)
 
...die Ibanez Q54, die beim Ibanez Stand war, hatte eine exzellente Bespielbarkeit und grandiose Soundmöglichkeiten.

Wenn die nicht so komisch aussehen würde, das Teil müsste ich mir zulegen, sensationell gut....
Ja, ich war auch positiv überrascht über die Ibanez. Vorher hatte ich den Strandberg Stand besucht und eine Headless von denen in der Hand gehalten. Jedoch kam ich wegen dem asymmetrischen Hals sowie den nicht gerade verlaufenden Bünden nicht zurecht.
Auf dem Ibanez-Stand hat es mir die Gitarre die eins links der Q54 sehr angetan: Die Ibanez Itchi10.
Ich fand es vom optischen sehr ansprechend und von der Ergonomie.
 
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Fandet ihr?
Ich bin bei der Ibanez Q54 auch hängengeblieben und habe sie gestern recht ausgiebig getestet.
Die Bespielbarkeit war wirklich gut und sehr ergonomisch, jedoch Soundmäßig für mich eine Katastrophe.
Ich habe Sie über den Kemper und den Engl am Stand gespielt und der Sound war vor allem im Vergleich zu "normalen" Gitarren leider einfach nur dünn und undynamisch.
Das selbe Problem hatte ich auch schon mit der Ibanez S Serie. Es schwingt einfach nichts und es klingt irgendwie tot.

Für ein drittel des Preises würde sie eine solide Reisegitarre abgeben, aber 999€ wäre ich persönlich nicht bereit zu bezahlen.
 
.... jedoch Soundmäßig für mich eine Katastrophe.
Ich habe Sie über den Kemper und den Engl am Stand gespielt und der Sound war vor allem im Vergleich zu "normalen" Gitarren leider einfach nur dünn und undynamisch.
Vielleicht ist das so, aber das so zu beurteilen, wenn man über Kopfhörer spielt, halte ich für mehr als gewagt....
 
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Es schwingt einfach nichts und es klingt irgendwie tot.
Bei meiner Q54 habe ich die vollkommen gegenteilige Erfahrung gemacht, das Teil schwingt für mich sehr intensiv und fühlbar, siehe auch mein Review dazu (Link in Signatur).
 
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...Ich bin bei der Ibanez Q54 auch hängengeblieben und habe sie gestern recht ausgiebig getestet.
Die Bespielbarkeit war wirklich gut und sehr ergonomisch, jedoch Soundmäßig für mich eine Katastrophe[...]Für ein drittel des Preises würde sie eine solide Reisegitarre abgeben, aber 999€ wäre ich persönlich nicht bereit zu bezahlen.
Dann probiere mal die Headless von Eart Guitar. Die gibt es zeitweise für ein Drittel des Preises der Ibanez Q-Serie. Leider waren die auf der Summit nicht vertreten.
 
Grund: Vollzitat reduziert
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Was die Kopfhörer betrifft, spiele ich nur sehr selten drüber, deshalb ist mir diese Spielsituation auch eher fremd. Ich empfinde es aber so, dass das mehr den Sound im engeren Sinn betrifft. Ob die Gitarre jetzt das Vintage-Soundbedürfnis in allen Details befriedigt, wird man sicher besser über einen guten Amp - möglichsten den eigenen - beurteilen können. Gerade Defizite in Sachen Attack, Obertonentwicklung und Schwingungsverhalten fallen mMn aber schon auf, vor allem wenn man noch andere Gitarren über die gleiche Abhöre vergleicht.

Die Kemper-Profile auf dem Ibanez-Stand fand ich allerdings schon sehr einseitig gewählt. Absolut gesehen waren die sehr gut, aber für meine Ohren alles betont modern bis Metal, selbst der Cleansound. Ich kann verstehen, dass die Standorganisation die Auswahl der Profile beschränkt (bei Yamaha/Line6 zB fand ich mich erstmal in irgendeinem Untermenu mit total verkorksten Einstellungen...), aber wollte man da nicht immer weg vom "Metal-Only"-Image? Mit der AS-Semi, die ich angespielt habe, hat das zB so gar nicht harmoniert. Die Röhren-Alternative war dann ein Engl Ironball; es spricht für sich, dass selbst der dafür erheblich besser funktionierte.

Gruß, bagotrix
 
Vielleicht ist das so, aber das so zu beurteilen, wenn man über Kopfhörer spielt, halte ich für mehr als gewagt....
Da gebe ich dir recht, jedoch bin ich Kopfhörersound genauso gewohnt wie einen Ampsound.
Genau deshalb habe ich auf beiden Amps mit den selben Einstellungen unterschiedliche Modelle verglichen und im Vergleich war das eben meine subjektive Meinung.

Bei meiner Q54 habe ich die vollkommen gegenteilige Erfahrung gemacht, das Teil schwingt für mich sehr intensiv und fühlbar, siehe auch mein Review dazu (Link in Signatur).
Interessantes Review.
Ich bin eben viel Holz gewohnt und spiele eher "fleischige" Gitarren oder zumindest Semi-Hollowbodys. Ich habe das Gefühl dass bei den von mir normalerweise gespielten Gitarren eben um einiges mehr schwingt.
Ich hatte auch eine Ibanez S520 die sich ähnlich wie die Q54 verhalten hat.
Wenig Resonant, dünner Sound, undynamisch.
Das ist mein Subjektiver Eindruck und es kann je nach Musikrichtung auch gewünscht sein, aber für mich war es ein Grund wieso die S520 gehen musste. Ich hab sie einfach nicht gerne gespielt.

Dann probiere mal die Headless von Eart Guitar. Die gibt es zeitweise für ein Drittel des Preises der Ibanez Q-Serie. Leider waren die auf der Summit nicht vertreten.
Falls sich das ergeben sollte mache ich das gerne. Danke für den Tipp.

Gerade Defizite in Sachen Attack, Obertonentwicklung und Schwingungsverhalten fallen mMn aber schon auf, vor allem wenn man noch andere Gitarren über die gleiche Abhöre vergleicht.
Genau das ist es was ich meinte. Ist es dir auch so aufgefallen?

Die Kemper-Profile auf dem Ibanez-Stand fand ich allerdings schon sehr einseitig gewählt. Absolut gesehen waren die sehr gut, aber für meine Ohren alles betont modern bis Metal, selbst der Cleansound. Ich kann verstehen, dass die Standorganisation die Auswahl der Profile beschränkt (bei Yamaha/Line6 zB fand ich mich erstmal in irgendeinem Untermenu mit total verkorksten Einstellungen...), aber wollte man da nicht immer weg vom "Metal-Only"-Image? Mit der AS-Semi, die ich angespielt habe, hat das zB so gar nicht harmoniert. Die Röhren-Alternative war dann ein Engl Ironball; es spricht für sich, dass selbst der dafür erheblich besser funktionierte.
Ja das stimmt, ich bin dann auch lieber beim Engl geblieben. Die Kemper Profile waren mir um einiges zu einseitig.
 
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Hallo zusammen,

nachdem auch wir erst gestern Abend von der Summit zurückgekehrt sind, möchte ich auch noch ein kleines Feedback abgeben.

Vorweg:
Ich war bislang auf allen bislang stattfindenden Summits und auch immer an allen drei Tagen, insofern hat mich auch der Vergleich zu den früheren Summits interessiert. Spoiler: Da hat sich nicht viel verändert. ;-)

Das größte Kompliment möchte und muss ich aber erstmal meiner Frau machen, die zwar auch etwas Gitarre spielt, aber längst nicht so "nerdy" unterwegs ist wie ich. Mein Schatz hat da sehr geduldig durchgehalten. Respekt!

Wie sind meine Eindrücke?
Wie in jedem Jahr fand ich die Atmosphäre recht entspannt, angenehm und an (fast) allen Ständen traf ich auch in diesem Jahr wieder auf sehr freundliche und motivierte Aussteller. Bei Yamaha hatte ich allerdings gleich zwei mal das Gefühl als Besucher und potentieller Kunde eher lästig zu sein. Aber vielleicht hatte ich da auch einfach zweimal den falschen Zeitpunkt erwischt. War mir in diesem Fall auch eher weniger wichtig. ;-)

Allerdings war bei mir ganz persönlich in diesem Jahr doch einiges anders als sonst.
Natürlich gab es dort ganz wunderbare Instrumente, sowohl bei den akustischen Gitarren, als auch bei den E-Gitarren. Auch bei den Amps gab es zwei oder drei, die ich irgenwie ganz lecker fand. Insgesamt waren es vielleicht auch fünf oder sechs Gitarren, die mich schon neugierig gemacht haben.

Aber insgesamt gab es für mich ganz persönlich gar nicht so sehr viel spannendes und neues zu entdecken.
Natürlich kann da die Veranstaltung nichts dafür. ;-) Ich denke dass das auch sehr daran liegt, dass sich da mein Weltbild da insgesamt ein wenig verändert hat.

Was natürlich immer toll ist, das ist die Gelegenheit dort Bekannte und Freunde zu treffen und oder auch neue Leute kennen zu lernen. Als Ergebnis aus netten Gesprächen dort, denke ich z.B. darüber nach im nächsten Jahr hier in meiner Region mal Workshops anzubieten. Allerdings als Veranstalter/Organisator. ;-)
In diesem Jahr hatte ich auch mehr Workshops (keine Masterclass) als sonst besucht. Mein Fazit ist da eher zwiespältig. Das reichte von "extrem flach" über "flach aber unterhaltsam", bis hin zu "recht interessant".

Einige Künstler waren aber musikalisch aber einfach toll und wirklich schön zu erleben. Die teilweise extrem überfüllten Räume waren dabei aber wirklich äußerst unangenehm. Um einen Sitzplatz zu bekommen war es manchmal sinnvoll schon zumindest ein Teil von einem weniger nachgefragten Workshop anzuschauen um dann einfach sitzen zu bleiben. Den Raum verlassen habe ich bei einem einzigen Vortrag. "Workshop", konnte man das definitiv nicht nennen. Ich habe die Zeit gestoppt und nach dem Thomas Blug (den ich sehr schätze!) es auch nach 25 Minuten noch nicht geschafft hatte irgendetwas sinnvolles über sein neues Schätzchen zu erzählen, da habe ich dann auf die folgenden 20 Minuten auch gut verzichten können.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass der Summit für mich eher eine Gelegenheit war um nette Gespräche zu führen und um Sachen "anzuschauen". Wie eine wirklich hochwertige akustische Gitarre von manchen Gitarrenbauern tatsächlich klingt, das konnte ich z.B. selbst im obersten Stockwerk auch nicht mehr so richtig hören. Wobei die Lautstärke dort insgesamt schon eher gering war. Trotzdem ist es natürlich ein Möglichkeit neue Gitarren und Gitarrenbauer kennenzulernen und zumindest neugierig zu werden.

Auch das ist ja ein wichtiges Ziel solch einer Veranstaltung. Wobei ich selbst eigentlich schon sehr viele der Hersteller aus der akustischen Szene kenne und kannte. Auch aus den früheren Veraunstaltungen.

Das einige große und größere Firmen wie Fender, Gibson und auch einige Andere nicht vertreten waren, dass hat mich persönlich überhaupt nicht gestört.

Die Amp-Zone war so gruselig, wie auch in den Jahren zuvor. Da hätte ich in diesem Jahr tatsächlich gern mal einen Amp ausprobiert, aber das war kaum möglich. Da ballerten ständig irgendwelche Happy-Mäddel-Freaks in definitiv gesundheitsschädlichen Lautstärken rum und es liefen teilweise drei Amps in einem Raum gleichzeitig. Fürchterlich! Das braucht doch kein Mensch.

Zum Abendprogramm:
Auf Cardinal Black hatte ich mich gefreut.
Nach zwei Nummern konnte ich aber den recht lauten Sound-Matsch nicht mehr ertragen und bin raus. Schade! Ist eine tolle Band.
Dafür war Mike Daws z.B. sehr cool. Auch wenn ich den bereits schon live gesehen hatte.

Was mir überhaupt nicht gefallen hat, dass hat jetzt weniger mit Instrumenten und Ausstellern zu tun, sondern das war das wirklich schlechte und erbärmliche Catering im Innenbereich durch das Dorint Hotel. Dafür dafür war es aber wenigstens teuer. ;-)

Am Samstag war es mir persönlich dann auch schon deutlich zu voll! Das macht dann nicht mehr so sehr viel Spaß.
Ein befreundeter Gitarrenbauer, der in diesem Jahr nicht dabei war, bat mich mal ein bisschen die Stimmung einzuholen und mal bei anderen zu erfragen wie so die Entwicklung ist, auch hinsichtlich der Preise (Hölzer, Parts, etc.)

Fazit: Heftig! Auch in dieser Brache wird vieles teuer.
Einige sprachen von mindestes 25% bis 30% Prozent, allein in den letzten zwei oder drei Monaten. Ansonsten scheint die Stimmung noch ganz gut zu sein, wobei natürlich zu Zeit schon jeder auch sehr gespannt auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung schaut. (Nur mal am Rande: 2,50 der Liter für E10 bei unserer Rückfahrt am Sonntag)

Meine wichtigste Erkenntnis bezieht sich aber eigentlich mehr auf die Musik und ich denke das ist gut so:

1. Weniger ist oft mehr. Manchmal braucht es gar nicht so viel "Akrobatik" auf der Gitarre.
2. "Schön spielen" ist wichtiger als komplizierte Sachen zu basteln.
3. Groove rules... ;-)
4. Ich muss mich mal wieder mehr mit alternativen Tunings beschäftigen. (Habe auch noch einen Partial-Capo gekauft)
5. Caspar Esmann ist wirklich klasse und ein supernetter Typ.
6. Sophie (ursprünglich hier aus meiner Gegend) ist mit ihren erst 25 Jahren so was von gut geworden und macht eine ganz wunderbare Musik. Hammer!
7. Ich habe bereits sehr gute Instrumente.

Insgesamt sind wir am Sonntag recht zufrieden nach Hause gefahren und haben uns erstmal ordetlich von unserem Kater ausschimpfen lassen.
Ich selbst dachte aber auch schon ein bisschen, ab nach Hause....."endlich wieder geile Gitarren". ;-)

Ansonsten muss ich jetzt an mir arbeiten. An der Gitarre natürlich auch, aber im Moment habe ich den begründeten Eindruck, dass die erhöhte Aufnahme eher kontraproduktiver Lebensmittel und diverser Getränke jetzt erstmal etwas Arbeit an meinem Körper erfordert.
Wir waren insgesamt schon seit Mittwoch unterwegs und die Hotels und das abendliche Essen haben ihre Spuren hinterlassen. ;-)

Hier auch nochmal besten Dank für das Ticket!
 
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Die Kemper-Profile auf dem Ibanez-Stand fand ich allerdings schon sehr einseitig gewählt.

Ich habe zu dem Thema nachgefragt. Da war nicht nur eine Bank (rechts/links) belegt, sondern mehrere (hoch/runter).

Das wollen sie nächstes Jahr besser machen (ne Tafel, bessere Benennung … )

Gruß
Martin
 
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Die Amp-Zone war so gruselig, wie auch in den Jahren zuvor. Da hätte ich in diesem Jahr tatsächlich gern mal einen Amp ausprobiert, aber das war kaum möglich. Da ballerten ständig irgendwelche Happy-Mäddel-Freaks in definitiv gesundheitsschädlichen Lautstärken rum und es liefen teilweise drei Amps in einem Raum gleichzeitig. Fürchterlich! Das braucht doch kein Mensch.
Stimmt, das habe ich bei meinem kurzen Rückblick komplett vergessen, obwohl ich es erwähnen wollte.
Die Amp-Zone war wirklich furchtbar und kaum auszuhalten.
Ich habe versucht zwei Amps zu testen, aber ich konnte mir kein Urteil bilden da von allen Seiten Krach kam, und das war nicht nur die Metalfraktion.
Falls es da in Zukunft keine bessere Lösung gibt als alle Amps in drei großen Räumen die nicht voneinander abgeschirmt sind zu verteilen und so viele Leute gleichzeitig an Amps zu lassen dann kann ich da sehr gerne drauf verzichten.

Gleiches gilt wie bereits mehrfach erwähnt für fast alle "Workshops".
Entweder sollte man die Titel anpassen und von "Metal Guitar Workshop" oder "Rock- und Metalsound Secrets" in Demonstration und Fragerunde oder alternativ den Vortragenden eine klare Vorgabe geben die so auch umgesetzt werden sollte.
So hätte ich in Summe ein paar Stunden sinnvoller nutzen können.
 
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Gleiches gilt wie bereits mehrfach erwähnt für fast alle "Workshops".
Entweder sollte man die Titel anpassen und von "Metal Guitar Workshop" oder "Rock- und Metalsound Secrets" in Demonstration und Fragerunde oder alternativ den Vortragenden eine klare Vorgabe geben die so auch umgesetzt werden sollte.
So hätte ich in Summe ein paar Stunden sinnvoller nutzen können.
Alex Scholpp hatte da ja scho bissi was durchblicken lassen. Diesen Titel hatte sich "der Jürgen von Shure" einfallen lassen und er muss sich jetzt überlegen, was er da macht. "Also spiel ich euch mal nen Song." und dann hat er sein Rig vorgestellt und da das auf der Headphone Stage stattfand ging Q&A ja gar nicht.
 
Die Amp-Zone war wirklich furchtbar und kaum auszuhalten.
Ich habe versucht zwei Amps zu testen, aber ich konnte mir kein Urteil bilden da von allen Seiten Krach kam, und das war nicht nur die Metalfraktion.
Absolut Deiner Meinung, das geht so gar nicht. In dem Punkt gibts für mich den mit Abstand größten Änderungsbedarf.

Ja, das Ampete-Umschaltsystem ist ne tolle Sache - aber eben nur dann, wenn ein (ein!) Kunde im Musikgeschäft wirklich ernsthaft einen Amp und/oder eine Box sucht, und der Verkäufer ihm so den direkten Vergleich bieten kann. Für eine Publikumsmesse ist dieser an sich tolle Testaufbau aber leider komplett ungeeignet.

Denn auf den Guitar Summit geht man ja nicht für einen intensiven Einzelvergleich - dazu sind einfach zu viel zu viele andere Gitarristen da, die auch mal gerne einen der Amps anspielen wollen. Hier sollte für die Organisation im Fokus stehen, dass möglichst viele Musiker sich einen Eindruck von neuen oder selten zu findenden Geräten verschaffen können.

Das ist aber komplett unmöglich, wenn a) alles in einem Raum steht und sich b) einige Mucker freuen, endlich mal akustische Körperverletzung mit einem (im Ernst!) 250 Watt-Röhrenamp betreiben zu können, weil sie das im eigenen Proberaum und auf der Bühne nicht dürfen. :bang:Ich fand das extrem kindisch und rücksichtslos.

Der Erkenntnisgewinn geht dabei doch gegen Null, wenn man nicht regelmäßig auf Bühnen der Größenordnung Wacken bis Rock am Ring spielt, und gleichzeitig wurden eine Menge interessierter Kollegen mal eben eine dreiviertel Stunde (!) lang daran gehindert, auch nur oberflächlich für 5 Minuten in ein paar Amps reinzuhören. Ich kann das nur als Lust an der Provokation interpretieren. Mir erschien es fast, als würden einige nur darauf warten, dass sich endlich einer beschwert, um ihn dann als Rock'n'Roll-untaugliches Weichei runterlaufen lassen zu können.

Mal ehrlich: keiner von Euch hätte so lange in derartig bestialischer Lautstärke gespielt, wenn er alleine mit dem Amp gewesen wäre, oder?

In dem Raum mit den Combos und kleineren Boxen war es leider auch nicht viel besser, weil es unserer Spezies anscheinend doch ein bissl an Rücksichtnahme und Selbstbeschränkung mangelt. Da setzt man sich hin, um sich mal ein Bild zu machen, wie sich denn die vielen kleinen Schalter an dem wunderbaren Fuchs-Amp denn so auswirken und ob die musikalisch nutzbar sind, ganz zivil in Musikladen-Lautstärke. Ich hätte ja auch größtes Verständnis dafür, wenn nun ein anderer 5 Meter weiter ähnliches am dortigen Amp ausprobiert - ist halt so auf ner Messe, und mehr als einen ersten Eindruck von Spielgefühl, Gainbereich und Soundmöglichkeiten kann man sich da halt nicht verschaffen. Aber nein, nach spätestens 2 Minuten muss immer jemand kommen, der offensichtlich nur eines wissen will: WIE LAUT GEHT DER AMP DENN?

Ich bin ja in selber in der "am besten 2 Fullstacks pro Gitarre"-Zeit musikalisch sozialisiert worden, und bis heute würde ich nur äußerst ungern ohne "richtigen" Amp auf der Bühne stehen. Ich habe also echt Verständnis dafür, auch mal die Sau rauszulassen, aber doch bitte nicht beim Guitar Summit.

Ich denke bzw. hoffe, dass hier auch Leute aus der Riege der Aussteller und Organisatoren mitlesen, um sich ein Bild zu machen. Also muss ich das hier mal loswerden:

Da hat man nun drei riesige Räume, zig Amps und zig Gitarristen, die sie antesten wollen - aber realistisch betrachtet kann immer nur ein einziger Musiker einen Amp so antesten, dass er sich auch hört, und der Gewinner ist dabei immer der rücksichtsloseste. Und alle anderen sitzen mit ner Gitarre vor einem der anderen Amps und hoffen, dass der mal irgendwann genug hat.

So sehr ich begeistert bin, dass es diese Veranstaltung überhaupt gibt - bitte, bitte, bitte stellt die Amps in einzelne Soundkabinen, und vergebt vielleicht 10 Minuten-Tickets, wenn der Andrang zu groß wird. In der jetzigen Form verfehlt das jedenfalls seinen Zweck. Denn dürfte ja wohl darin bestehen, Musiker für die Amps zu begeistern und nicht darin, ihnen eine Gummizelle zum Austoben zu spendieren.

Gruß, bagotrix
 
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Danke, @bagotrix, Du hast es auf den Punkt gebracht. Jeder will in der Amp Zone mal zeigen, wie virtuos und timingsicher er vor allen Leuten E-Gitarre spielen den Master-Volume-Regler ganz nach rechts drehen kann.
 
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Ich war am Sonntag da, die Zeit ist so schnell vergangen, unglaublich.
Für mich war das persönliche Highlight der Stand von Ted – Guitars, einem Gitarrenhersteller aus Bordeaux-Ein super sympathischer Typ, der Gitarren mit einem Aluminium Corpus (hohl) baut mit einem Hals aus heimischen Hölzern. Sound mäßig war ich überwältigt – leider gerade nicht genug Geld für eine Neuanschaffung vorhanden. Werde wohl in den nächsten Jahren mal nach Bordeaux fahren müssen…
insgesamt hatte ich viele nette Gespräche mit tollen Menschen.
Gerne hätte ich auch die Vintage Telecaster von Sigi braun sofort mitgenommen. Insgesamt war ich sehr angetan davon, dass sämtliche Hersteller sehr freundlich waren und einen alles haben ausprobieren lassen und sich über jedes Interesse gefreut haben (insbesondere Tausch!) Ganz anders als damals bei der Musikmesse In Frankfurt. Genial fand ich auch das Sound Konzept, das ist einfach nicht so laut wie damals auf der Musikmesse. Leider konnte ich nur am Sonntag da sein, denn nach gefühlt 1 Stunde war der Tag schon um. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die Freikarte, ich hatte einen Riesenspaß!
 
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Das ist aber komplett unmöglich, wenn a) alles in einem Raum steht und sich b) einige Mucker freuen, endlich mal akustische Körperverletzung mit einem (im Ernst!) 250 Watt-Röhrenamp betreiben zu können, weil sie das im eigenen Proberaum und auf der Bühne nicht dürfen. :bang:Ich fand das extrem kindisch und rücksichtslos.

Der Erkenntnisgewinn geht dabei doch gegen Null, wenn man nicht regelmäßig auf Bühnen der Größenordnung Wacken bis Rock am Ring spielt, und gleichzeitig wurden eine Menge interessierter Kollegen mal eben eine dreiviertel Stunde (!) lang daran gehindert, auch nur oberflächlich für 5 Minuten in ein paar Amps reinzuhören. Ich kann das nur als Lust an der Provokation interpretieren. Mir erschien es fast, als würden einige nur darauf warten, dass sich endlich einer beschwert, um ihn dann als Rock'n'Roll-untaugliches Weichei runterlaufen lassen zu können.

Tatsächlich war ich ein wenig enttäuscht dass ich die "Demonstration" des JPTR FX Titan 250 verpasst habe.
Nach der Schilderung dann vielleicht doch weniger nun.

Ich persönlich hätte in der Tat gerne mal gehört wie sich geballte 250 Watt Röhrenpower anhören.

Aber vielleicht wäre das eher eine Demonstration für eine der Bühnen mit einem Zeitslot wie die anderen Workshops gewesen.
Dann hätte es niemanden am Amptesten blockiert und die Interessierten hätten von vorne rein gewusst was sie dort zu diesem Zeitpunkt erwartet.

Ich persönlich habe in meiner Hochphase einen Engl Rackhead mit 2x35 Watt gespielt. In Proberaum und Bühne auf maximal 30% der Lautstärke.
Zwischendurch dachte ich mal ich muss auch so einen Peavey 6505+ haben, weil den damals ja jeder gespielt hat.
Dann musste ich feststellen, dass 100 Watt ohne Powersoak einfach scheiße klingen wenn ich ihn auf die Lautstärke einstelle um noch was von meinen Mitmusikern und dem Schlagzeug hören zu wollen.
Zum Glück war das Topteil erstmal nur geliehen.
Danach bin ich auf einen Orange TH30H im 15 Watt Modus umgestiegen und mittlerweile bin ich großer Fan meines Boss Katana 100 und auch der reicht auf der 50 Watt Einstellung und Volume unter 50%.

Daher kann ich es nachvollziehen dass es sehr interessant ist mal 250 Watt auszufahren und zu erleben wie sich das anhört und anfühlt.
Für mich persönlich selbst in meiner Metalhochphase weder im Proberaum, noch auf der Bühne denkbar, noch praktikabel.
 
Das mit den ganzen Kopfhörern dort kann ich schon verstehen.
Ich erinnere mich nur ungern an die früheren Musikmesssen in Frankfurt. ;-)

Die ToneKing Amps habe ich dort z.B. auch mal kurz mit den Micky-Mouse Öhrchen ausprobiert.
Am Sonntag saß da tatsächlich mal kurz keiner davor. ;-)

Aber gerade da hätte ich schon gern mal die echten Speaker gehört und gefühlt. Ich denke man muss sich einfach damit abfinden, dass das auf solchen Veranstaltung aber einfach keinen Sinn macht. Unter dem Strich finde ich das schon richtig so.

Wenn ich wirklich so ein Amp kaufen will, dann würde ich auch lieber mit meiner/n eigenen Gitarren und meinem kleinen Stressbrett in einem Laden aufschlagen.
Alles Andere ist ja auch immer mehr nur so ein erster Eindruck.
 
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