Spielen bei Zimmerlautstärke, ein neuer Ansatz!

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beuluskeulus
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moin, moin

man nehme
einen amp
128w (wegen der einfachheit halber)
einen speaker (recht durchschnittlich)
95 dB SPL
das ergibt eine laustärke von max
095db bei 01w
098db bei 02w
101db bei 04w
104db bei 08w
107db bei 16w
110db bei 32w
113db bei 64w
117db bei 128w
=> ganz schön laut und viel zu viel für zuhause(wenn man den die endstufenzerre einer röhre wünscht! vergleichbar mit einem düsenjet (siehe unten)

was ist wenn ich jetzt einen speaker mit nur 40 db SPL habe?
040db bei 01w
043db bei 02w
046db bei 04w
049db bei 08w
052db bei 16w
055db bei 32w
058db bei 64w
061db bei 128w
=> vergleichsweise leise und durchaus geeignet fürs wohnzimmer!

jetzt ist natürlich noch die frage ob es solche lautsprecher gibt die trotzdem so gefertigt sind das sie einen halbwegs gleichmäßigen/gitarrentauglichen frequenzgang haben! mir sind solche leider nicht bekannt!
wenn es aber solche gibt, währe eine gute box mit solchen speakern die perfekte ergänzung fürs soundstarke(qualität) üben zu hause!


so nun meine frage:

kenn hier irgendjemand solche lautsprecher?
die "schechtesten" (jedenfalls was spl angeht) gitarrenlautsprecher die ich gefunden habe liegen immerhin bei ca 98 db, die schlechtesten über haupt bei ca 90db! alle leider dafür komplett ungeeignet!

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Nachschlagen
 
Eigenschaft
 
Finde ich grundsätzlich einen guten Ansatz: statt kleinere AMps zu kaufen, lieber schwächere Lautsprecher zu probieren um den/die Amp(s) die einem am liebsten sind aber leider nur in "großer"(lauter) Ausführung gibt am Sweet Spot betreiben zu können.

Da habe ich auch schon öfter drüber nachgedacht; z.B. bei www.tube-town.de kann man unter Lautsprecher auch meistens deren Wirkungsgrad(Sensitivity) sehen; z.B. kleinere Jensen Speaker haben welche um die 95 dB /W, es gibt also schon Gitarrenlautsprecher mit geringerem Wirkungsgrad als 98dB...
allerdings werden die wohl auch völlig anders klingen als z.B. ein Vintage30 (hoher wirkungsgrad). Vielleicht hat hier jemand ein bisschen erfahrung und kann etwas sagen ob man z.B. mal das NMV 100Watt Marshall Top an schwächeren Speakern schön aufdrehen kann, ich habe da leider noch nicht viel ausprobieren können.

Zu der Zimmerlautstärke:
Ich denke dass ist wohl eher nicht möglich bzw. mit starken Soundeinbußen verbunden, es wird mit Sicherheit nicht so klingen wie man es von seinem Standard 12" Gitarrenlautsprecher gewohnt ist.

Allerdings wäre es als Maßnahme um den Amp im Proberaum oder auf der Bühne lauter machen zu können bestimmt nicht verkehrt. Ich bin schon länger auf der Suche nach einer leiseren Box...allerdings ist es schwierig so etwas zu finden und im Store auszutesten da heutzutage jede 2.Box v30 drinnen hat....

Andererseits benötigen natürlich gewisse Amps auch einen sehr stabilen Speaker um den gewünschten sound produzieren zu können, da wäre so etwas eher fehl am platz.
 
Ich denke nicht, dass es Lautsprecher mit einem derart geringen Wirkungsgrad, wie du gern haben möchtest, wirklich gibt. Wer weiß, ob es technisch überhaupt so ohne weiteres machbar wäre. Die Leistung, die ja trotzdem noch in die Schwingspule fließt, aber nicht in Schallenergie (also kinetische) umgewandelt wird, muss ja irgendwo hin. Also würde ein solcher Lautsprecher verdammt heiß werden. Obwohl, selbst 100W Verlustleistung sollte man bei der Größe eines Lautsprechers problemlos abführen können (notfalls mit nem 60db lauten Lüfter ;)).

Vielleicht würden diese Lautsprecher aus mechanischen Gründen (wie erreicht man eigentlich einen hohen Wirkungsgrad, wie einen niedrigen?) auch einfach nur scheisse klingen.

Und sehr wahrscheinlich ist auch kaum ein Hersteller daran interessiert, solche Lautsprecher zu entwickeln und herzustellen. Mit kleinen Zahlen lässt sich nicht werben, und die Nachfrage nach solchen Geräten stell ich mir auch nicht sonderlich hoch vor.
 
Die Gitarren-LS haben alle eine relativ hohe Güte (Pappmembran, harte Einspannung usw), daher wird das mit dem niedrigen Wirkungsgrad nichts.
Man kann den aber künstlich schlecht machen, mit einem Vorwiderstand. Dann sind wir bei den Silencern ala HotPlate oder Powerbrake usw...also kein neuer Ansatz.

MfG OneStone
 
Die niedrigsten Wirkungsgrade, die mir so untergekommen sind, liegen so bei 75-80dB. Und das sind dann meist kleine Hifibreitbänder oder Minitieftöner. Ich glaube nicht, dass man einen Gitarrenlautsprecher mit so niedrigem Wirkungsgrad bauen kann.
Eine Möglichkeit wäre vielleicht der Umweg über solche Hifispeaker, denen man dann natürlich per Simulation ähnliche Wiedergabeeigenschaften von Gitarrenlautsprechern verpassen müsste. Dabei wird natürlich auch die Belastbarkeit ein Problem.

Außerdem: Hör dir mal eine E-Gitarre bei 60dB an, das klingt nicht. Denn so ist die Dynamik viel zu sehr eingegrenzt. Das mag vielleicht bei den modernen Sounds nicht so schlimm sein, aber bei einer clean gespielten Strat? Des Weiteren ist das Hörempfinden bei 60dB ganz anders, als bei 120dB, sprich, der Sound hat viel weniger Bässe und Höhen für das Ohr.
 
@the flix: Wenn man schon simuliert, dann kann man sich das Ganze gleich sparen...
 
Stimmt auch wieder.
Was ist dann die Lösung? Isolationsbox und Monitore vielleicht?
 
Die Lösung ist, den Vorverstärker weit aufzudrehen und die Endstufe auf (fast) null einzustellen. Somit ergibt sich ein gut verzerrter Sound bei sehr niedrigem Geräuschpegel.
Das funktioniert bei meinem Valvestate 8080 so wunderbar, dass ich selbst nachts in meiner hellhörigen Mietswohnung Gitarre spielen kann, ohne dass ein Nachbar sich je beschwert hat.
 
Es ging um Röhrenamps und Endstufenzerre :D

Die Vorstufe kann ich auch ohne Ende aufreissen und den Master dann zudrehen, mit Endstufenzerre bei Zimmerlautstärke is dann aber recht wenig!

Gruß
 
Endstufenzerre und Zimmerlautstärke schliesst sich gegenseitig aus !! Aber um "in die Nähe" des Endstufenzerrklanges bei Zimmerlautstärke zu kommen, funktioniert meine oben genannte Lösung recht gut, besonders beim Valvestate 8080, da der Vorverstärker eine Röhre hat (Hybrid-Amp). Ansonsten geht eigentlich nur nen Powersoaker zwischen Amp & Box zu klemmen, wie OneStone schon gesagt hat . kostet allerdings auch um die 300-400 Euro...
 
das was ich damit erreichen will das der lautsprecher den gleichen sound erzeugt wie z.b. der berühmte vintage30 blos das die endlautstärke halt bei 60db liegt!

sprich hab den "guten jimmy" mit seinen voll aufgedrehten phallussymbolen als direktbeschallung^^ aufgenommen und wie bei cd aufnahme danach nur leise wieder abgespielt!
(quasi isobox abgenommen und über hifi wiedergegeben)

das das spielgefühl der 120 db verlohren geht ist klar, aber der sound müsste dann ja erhalten bleiben weil der speaker ja trozdem unter volllast läuft! das bekomme ich ja nicht mit nem powersoak o.ä. hin! da bekommt der speaker ein übersteuertes, im pegel nachträglich gesenktes signal! wird also nicht an der grenze betrieben!
wollte damit die soundeigenschaften eines "ächtzenden speakers" bei kleiner lautstärke haben!

was natürlich noch ne option wär (vermutlich aber genauso hoffnungslos) einen speaker der so wenig last verträgt das man mit nem powersoak ihn trozdem in den grenzbereich fahren kann! geringste belastbarkeit(w) die mir so einfällt wäre der greenback (25w) und das wär bei spl 95 immernoch über 100db! ^^müsste dann rechnerisch auf ca 0,00048828125w (1/2048w) unter volllast stehen um die ca 60db zu erreichen^^ naja kopfhörerspeaker halten wohl selbst mehr aus^^ und selbst wenn so fein kann man das signal eh nicht abschwächen/einstellen => vergessts


sonderlich große hoffnungen hatte ich nicht das es sowas gibt, aber versuchen kann mans ja mal! vielen dank für die antworten!:great:
 
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Die Lösung ist, den Vorverstärker weit aufzudrehen und die Endstufe auf (fast) null einzustellen. Somit ergibt sich ein gut verzerrter Sound bei sehr niedrigem Geräuschpegel.

:D Herzlichen Glückwunsch, du hast soeben den Sinn eines Mastervolume-Reglers erkannt :great:!!
Es geht hier nicht darum, die Endstufenzerre zu simulieren ... ich denke jeder von uns hat mindestens einen Amp mit Master zu Hause stehen. Nicht böse gemeint ;).
 
beuluekeulus schrieb:
das das spielgefühl der 120 db verlohren geht ist klar, aber der sound müsste dann ja erhalten bleiben weil der speaker ja trozdem unter volllast läuft!
Nein, der Sound bleibt nicht bestehen, weil das Ohr 60dB ganz anders wahrnimmt, als 120dB! Schau dir bei Wikipedia mal die Fletcher-Munson-Kurve an, dann weißt du, was ich meine. Eine Aufnahme klingt immer anders, als das Original.

Außerdem müsste der leise Speaker genau die gleichen Parameter haben, wie der laute, außer dem Wirkungsgrad. Wie soll das gehen, dass vor allem der Klirrfaktor gleich bleibt?
 
Wie schon gesagt. Es geht nicht, aus einfachen elektroakustischen Gründen (Güte!) und eben auch aufgrund der Psychoakustik. Schluss, bitte schließen...

MfG OneStone
 
Es ging um Röhrenamps und Endstufenzerre :D

Die Vorstufe kann ich auch ohne Ende aufreissen und den Master dann zudrehen, mit Endstufenzerre bei Zimmerlautstärke is dann aber recht wenig!

Gruß

Vielleicht bringt es was, wenn man ne leistungsschwache Enstufe (1-5 Watt) hat.
 
grünes blau;2938818 schrieb:
Vielleicht bringt es was, wenn man ne leistungsschwache Enstufe (1-5 Watt) hat.

1W an einer 106dB/1W/1m Box gibt auf 1m wieviel Schalldruck?

MfG OneStone
 
Um es mal in Anlehnung an einen bekannten deutschen Sänger zu sagen:
Ich mag Musik nur wenn sie laut ist. :great:

Und wer nachts im Schlafzimmer wegen Groupiemangel Gitarre spielen muß :redface::redface::redface:, soll sich einen POD, V-Amp etc. kaufen und Kopfhöhrer anstöpseln. Das klingt nämlich wirklich authentisch!:great:

Gruß auch an die Groupies,
Striker52
 
Ich hab nen GA5H von Harley Benton und der ist mit seinen 5 watt viel zu laut. Also aufdrehen ist nicht. Würde vielleicht nur nen Power Attentuator was nutzen. Gibts bei Tube Town als Bausatz. Oder eben ne Box mit wenig db wirkungsgrad, aber obs eine gibt mit so wenig ist wieder was anderes.


greetz
 

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