Bauch/-Körpergefühl beim Singen

Ansichtssache ;) Euphorie durch singen beschreibt für mich eine Art der Trance ;)

Vielleicht schreibt Kenshi noch etwas dazu, der scheint sich mit der Thematik besser auszukennen.
 
Ansichtssache ;) Euphorie durch singen beschreibt für mich eine Art der Trance ;)

Euphoire beschreibt für mich Hochgefühl. Trance ist laut Wiki ein schlafähnlicher, aber eventuell hochkonzentrierter Bewusstseinszustand, den man durch sehr unterschiedliche Zustände hervorgerufen werden kann (Drogen, Spiritualität, Ekstase, Schmerz, Hypnose .. etc).

Ich nehme das Hochgefühl, das gefällt mir besser.
 
Trance ist laut Wiki ein schlafähnlicher, aber eventuell hochkonzentrierter Bewusstseinszustand, den man durch sehr unterschiedliche Zustände hervorgerufen werden kann (Drogen, Spiritualität, Ekstase, Schmerz, Hypnose .. etc).

Ja, genau. Und Drogen und Sport z.B. können Euphorie auslösen (Opiate, Runner's High). Das schließt sich nicht aus. Auch singen kann sie eben auslösen, genauso, wie es Trance auslösen kann. Diese Begriffe hängen alle irgendwie miteinander zusammen.
 
Genaugenommen sind Trance und Hochgefühl nicht weit auseinander. Was in beiden Situationen passiert ist, dass die oberflächlichen Gedanken und Gefühle verstummen und Platzmachen für etwas größeres, tieferes.
Ob man dabei jetzt Euphorie oder Frieden empfindet ist, denke ich, Typabhängig.

Tatsächlich gibt es aber so viele unterschiedliche Formen der Kontemplation (also der Versenkung in etwas), dass die Grenzen dort wirklich sehr fließend sind. Ob man jetzt singt, meditiert, spazieren geht, sport macht, chantet oder sich selbst geißelt - am Schluss stößt du auf etwas, das größer ist, als du selbst.

Das mit der Siesta fand ich übrigens sehr interessant. Allerdings will auch eine Siesta gelernt sein. Ich kenn' viele Leute (mich eingeschlossen) die nach 'nem Mittagsschläfchen erst recht richtig erledigt sind, weil sie einfach zu stark und zu tief wegpennen.
Thomas Eddison hat das früher wohl so gehandhabt, dass er sich in einem Liegestuhl auf die Veranda gesetzt hat und sich einen Penny auf die Stirn gelegt hat. Wenn er eingeschlafen ist, ist der Penny auf den Boden gefallen und hat dafür gesorgt, dass er nicht komplett einschläft sondern nur tief entspannt.
 
Da bin ich wieder :)

Ich war jetzt übers Wochenende verreist und bin ganz überrascht wie viele Antworten das Thema hat. Ich bedanke mich bei allen dafür :)
Es war mir ja immer klar das man irgendwie loslassen muss, es fällt mir nur oft wirklich schwer nicht darüber nachzudenken, was ich gerade mache.
Wie kann ich mir denn sicher sein, dass ich die Techniken verinnerlicht habe die ich anwende, das ist dann immer die Frage die in meinem Kopf umherschwirrt.

Desweiteren empfinde ich es oft als Problem zu singen, wenn jemand anders noch im Haus ist(ich wohne in einer WG). Bei Auftritten oder Proben habe ich dieses Problem nicht, das man ja gewissermaßen erwartet, dass ich singe. Aber ich will zuhause niemandem auf die Nerven gehen.. das ist auch so etwas was bei mir Hemmungen hervorruft, und mich daran hindert einfach loszulassen...
 
Hallo Bambuk....

Ich dachte ich gebe auch mal meinen Sempf dazu.. :)

Also ich bin der Meinung das man im Gesang nicht zu verkopft arbeiten sollte. Ich halte sehr viel davon was Reid und Hussler (2 der größten Gesangslehrer unserer Zeit) gesagt haben: Der Mensch ist mehr zum Singen denn zum Sprechen geboren und es geht darum diese natürlichkeit zu finden, zu stärken und zu trainieren. Schon 1723 hat Tosi in seinem werk: "Opinioni de' cantori antichi e moderni" einen weg zum "Leichten singen" vorgeschlagen und beschrieben. Dieses wurde über viele viele Jahrhunderte angewendet. Mit meinen Schülern arbeite ich daher auch selber viel an Lockerheit, daran Töne entstehen zu lassen und nicht zu Produzieren,,,,
Es gibt Techniken die dir echt helfen könnten einen besseren zugang zu deinem Körper zu finden. Authogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation (atem oder auch Yoga) oder auch z.B. Feldenkreis. Dies dient dazu wieder zu lernen auf deinen Körper zu hören. Ich möchte dich hier anregen auch beim Üben darauf zu achten was sich gut anfühlt und was was sich nicht gut anfühlt. Meiner meinung nach ist eine der Hauptaufgaben eines Gesangslehrers dieses empfinden zu wecken und zu stärken. Was diene Hemmungen angeht in der WG zu singen: Es gibt etwas das sich sängerische Disposition oder auch Dispokinesis nennt. Das ist super ^^ Es hilft dabei einem Sänger oder auch Schauspieler seine hmmmm ich sage mal "eingebildetheit" zu finden ;)
Wenn du etwas machst dass jedem Menschen so vertraut ist wie Singen dann ist es auch wichtig zu lernen damit umzugehen dass sie die nase vor einen Kiekser rümpfen oder komisch gucken wenn du mal daneben liegst. Das alles mit der nötigen einstellung und haltung abzufangen. Das bedeutet nicht dass du ein Überhebliches A....loch sein sollst sondern das du lernst wie wichtig das üben ist und das üben nichts mit Schön singen zu tun hat. Das müssen deine nachbarn, dein Umpfeld und deine Familie und Freunde halt ertragen.

Es ist nicht leicht von einem Sänger zu einem Künstler zu werden. Aber es gehört halt auch dazu das man dazu steht was man macht und sich zuhause dabei fühlt.

Also was ich dir raten kann: Sieh zu dass du einen guten zugang zu deinem körper und deinen gefühlen bekommst. Hier können dir auch Schauspieltechniken helfen by the way oder eben das was oben beschrieben ist. Lass dir nicht von WG bewohnern oder nachbarn den Kopf zermatern. Ich unterrichte zum beispiel nicht nur in meiner schule sondern auch oft bei mir zuhause um mit meinen schülern zu Trainieren dass sie da durch müssen. Üben ist wichtig und dann ist es egal wo. Manchmal animiere ich meine schüler dazu wild fremde menschen oder freunde einzuladen ihnen beim unterricht zuzuschauen. Das nimmt ein wenig die Hemmungen. Ich selber habe in meinem Studium auch dauernd irgendwen mitgeschleift. Immerhin findet man immer leute die gucken wollen wie so etwas geht. Damit fallen echt die Hemmungen. Übungen kann man übrigens auch im Park oder so machen :) Ich weiß das klingt krass. Aber wenn man das ein paar mal gemacht hat ist das ein riesen schritt in richtung Disposition. Lass dir von deinem Lehrer oder deiner Lehrerin helfen dich zu entspannen. Nichts zu wollen sondern einfach etwas raus zu lassen. Auch als Pop sänger finde ich kann es helfen mal Kolleraturen zu üben denn da kommst du mit denken echt nicht weiter ;) Da musst du die Töne fließen lassen sonst harken die Kolleraturen. Knall dir den Kopf nicht so mit technik zu, das ist die Aufgabe deines Lehrers....Am besten ist es wenn du deinen Spaß, deine Liebe und deine Energie in den Gesang steckst und guckst was passiert.

Die frage wie du sicher sein kannst ob die Technik stimmt ist recht einfach zu beantworten: Klappt es oder klappt es nicht :) Fühlst du dich wohl beim singen? Ist die Technik richtig für dich oder bremst sie dich nur? Solche fragen machen sinn...oder auch die Frage: was kann ich anders machen? was geht noch? Wenn ich eines als Gesangslehrer gelernt und verstanden habe: Es gibt nicht DIE Technik....Was heißt, ich glaube nicht daran dass eine Sache für alle schüler funktuiniert. Es geht darum ausprobieren, neugierig sein und auf sich zu achten. Ich als gesangslehrer muss dann nur gucken ob es auch "Gesund" ist. Also Anatomisch und Funktional und das ist mal total individuell. Wenn man sich mit der Anatomie und den Muskeln die man zum singen braucht auseinandersetzt, dann lernt man ziemlich schnell was geht und was nicht geht. z.B. hast du immer einen gegenspieler. Die Oberen heber hängen mit den Senkern auf der anderen seite des Kehlkopfes zusammen. wenn man jatzt versucht zuviel druck auf die Heber zu geben und die Senker nicht gut ausgebildet sind dann können sie nicht dagegen halten. Das erzeugt einen Kehligen sound. Ausserdem fühlt sich das nicht toll für einen Sänger an. Wenn du mal so richtig "knödelst" also singst wie Kermit merkst du dass dein Kehlkopf nach oben gedrückt wird und so der Rachenraum sich verkürzt. Das erzeugt den Sound. Aber an solchen dingen kann man als Gesangslehrer und Sänger erkennen was nicht stimmt und was man machen muss um es los zu werden...
Nur knall dir den Kopf nicht zu damit :)

Ich hoffe das konnte dir ein wenig helfen. solltest du Konkrete fragen haben beantworte ich diese auch gerne....
 
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Hallo Bambuk....

Ich dachte ich gebe auch mal meinen Sempf dazu..

Also ich bin der Meinung das man im Gesang nicht zu verkopft arbeiten sollte. Ich halte sehr viel davon was Reid und Hussler (2 der größten Gesangslehrer unserer Zeit) gesagt haben: Der Mensch ist mehr zum Singen denn zum Sprechen geboren und es geht darum diese natürlichkeit zu finden, zu stärken und zu trainieren. Schon 1723 hat Tosi in seinem werk: "Opinioni de' cantori antichi e moderni" einen weg zum "Leichten singen" vorgeschlagen und beschrieben. Dieses wurde über viele viele Jahrhunderte angewendet. Mit meinen Schülern arbeite ich daher auch selber viel an Lockerheit, daran Töne entstehen zu lassen und nicht zu Produzieren,,,,
Es gibt Techniken die dir echt helfen könnten einen besseren zugang zu deinem Körper zu finden. Authogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation (atem oder auch Yoga) oder auch z.B. Feldenkreis. Dies dient dazu wieder zu lernen auf deinen Körper zu hören. Ich möchte dich hier anregen auch beim Üben darauf zu achten was sich gut anfühlt und was was sich nicht gut anfühlt. Meiner meinung nach ist eine der Hauptaufgaben eines Gesangslehrers dieses empfinden zu wecken und zu stärken. Was diene Hemmungen angeht in der WG zu singen: Es gibt etwas das sich sängerische Disposition oder auch Dispokinesis nennt. Das ist super ^^ Es hilft dabei einem Sänger oder auch Schauspieler seine hmmmm ich sage mal "eingebildetheit" zu finden
Wenn du etwas machst dass jedem Menschen so vertraut ist wie Singen dann ist es auch wichtig zu lernen damit umzugehen dass sie die nase vor einen Kiekser rümpfen oder komisch gucken wenn du mal daneben liegst. Das alles mit der nötigen einstellung und haltung abzufangen. Das bedeutet nicht dass du ein Überhebliches A....loch sein sollst sondern das du lernst wie wichtig das üben ist und das üben nichts mit Schön singen zu tun hat. Das müssen deine nachbarn, dein Umpfeld und deine Familie und Freunde halt ertragen.

Es ist nicht leicht von einem Sänger zu einem Künstler zu werden. Aber es gehört halt auch dazu das man dazu steht was man macht und sich zuhause dabei fühlt.

Also was ich dir raten kann: Sieh zu dass du einen guten zugang zu deinem körper und deinen gefühlen bekommst. Hier können dir auch Schauspieltechniken helfen by the way oder eben das was oben beschrieben ist. Lass dir nicht von WG bewohnern oder nachbarn den Kopf zermatern. Ich unterrichte zum beispiel nicht nur in meiner schule sondern auch oft bei mir zuhause um mit meinen schülern zu Trainieren dass sie da durch müssen. Üben ist wichtig und dann ist es egal wo. Manchmal animiere ich meine schüler dazu wild fremde menschen oder freunde einzuladen ihnen beim unterricht zuzuschauen. Das nimmt ein wenig die Hemmungen. Ich selber habe in meinem Studium auch dauernd irgendwen mitgeschleift. Immerhin findet man immer leute die gucken wollen wie so etwas geht. Damit fallen echt die Hemmungen. Übungen kann man übrigens auch im Park oder so machen Ich weiß das klingt krass. Aber wenn man das ein paar mal gemacht hat ist das ein riesen schritt in richtung Disposition. Lass dir von deinem Lehrer oder deiner Lehrerin helfen dich zu entspannen. Nichts zu wollen sondern einfach etwas raus zu lassen. Auch als Pop sänger finde ich kann es helfen mal Kolleraturen zu üben denn da kommst du mit denken echt nicht weiter Da musst du die Töne fließen lassen sonst harken die Kolleraturen. Knall dir den Kopf nicht so mit technik zu, das ist die Aufgabe deines Lehrers....Am besten ist es wenn du deinen Spaß, deine Liebe und deine Energie in den Gesang steckst und guckst was passiert.

Die frage wie du sicher sein kannst ob die Technik stimmt ist recht einfach zu beantworten: Klappt es oder klappt es nicht Fühlst du dich wohl beim singen? Ist die Technik richtig für dich oder bremst sie dich nur? Solche fragen machen sinn...oder auch die Frage: was kann ich anders machen? was geht noch? Wenn ich eines als Gesangslehrer gelernt und verstanden habe: Es gibt nicht DIE Technik....Was heißt, ich glaube nicht daran dass eine Sache für alle schüler funktuiniert. Es geht darum ausprobieren, neugierig sein und auf sich zu achten. Ich als gesangslehrer muss dann nur gucken ob es auch "Gesund" ist. Also Anatomisch und Funktional und das ist mal total individuell. Wenn man sich mit der Anatomie und den Muskeln die man zum singen braucht auseinandersetzt, dann lernt man ziemlich schnell was geht und was nicht geht. z.B. hast du immer einen gegenspieler. Die Oberen heber hängen mit den Senkern auf der anderen seite des Kehlkopfes zusammen. wenn man jatzt versucht zuviel druck auf die Heber zu geben und die Senker nicht gut ausgebildet sind dann können sie nicht dagegen halten. Das erzeugt einen Kehligen sound. Ausserdem fühlt sich das nicht toll für einen Sänger an. Wenn du mal so richtig "knödelst" also singst wie Kermit merkst du dass dein Kehlkopf nach oben gedrückt wird und so der Rachenraum sich verkürzt. Das erzeugt den Sound. Aber an solchen dingen kann man als Gesangslehrer und Sänger erkennen was nicht stimmt und was man machen muss um es los zu werden...
Nur knall dir den Kopf nicht zu damit

Ich hoffe das konnte dir ein wenig helfen. solltest du Konkrete fragen haben beantworte ich diese auch gerne....

Soll heißen: Bleib entspannt! Üb weiter! ^^
 
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