Metal mit Stratocaster?

  • Ersteller DerGitarrist
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Ich hab jetzt keine Lust mir alles durchzulesen, aber als Anfänger kann man sich einfach folgende Dinge mal merken:
1. Die Gitarre ist der kleinste Teil von kompletten Sound den man erzeugt, natürlich gibt es große Unterschiede aber...
2. Der Verstärker verändert den Klang am meisten. Natürlich kannst du auch einen klassischen Amp so aufreißen das er
ordentlich drückt oder bzw. mit Fußtretern aufmotzen, dennoch ist der Grundsound vom Verstärker das was deinen Sound am meisten beeinflusst.
3. Die Tonabnehmer verändern den Sound natürlich auch, aber auch da gilt wieder: Total subjektives empfinden und ein SC kann auch mehr
zerren als ein HB. Kommt auf das Modell an und hat nicht zwingend was damit zu tun, dass es ein SC ist,
gibt ja auch die "Singlebucker" die zwar SC Format haben, aber dennoch Humbucker sind.
4. Wenn wir schon bei Nuancen sind: Das Holz der Gitarre beeinflusst den Sound maßgeblich und nicht nur unterschiedliche Hölzer beeinflussen den
Sound, sondern auch Dicke, Form und sogar der Lack kann den Sound verändern.

Es gibt noch 100 andere Dinge. Entscheidend für dein "Metal-Gitarre" ist aber lediglich ob du gut auf ihr spielen kannst und ob du
dich mit dem Spielgefühl/Sound und Aussehen anfreunden kannst. Und es gibt mehr als genug Metalgitarristen die auf Strats spielen.

Viel Spaß beim anspielen (das ist nämlich mit Abstand das wichtigste vor dem Kauf)!
 
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Lustiger Thread,

Metal auf 'ner Squier Strat muss nicht schlecht klingen, meine Squier Strat MIK hab ich (u.a.) mit 'nem SH-4 JB gepimpt,
damit kann man sowas von Metal... Ich finde die Diskussion immer wieder lustig.

Insbesondere die Einwände was man den Gitarren antut wenn man z.B. auf einer Tele kein Country spielt...
Leo mochte nie Rockmusik und wofür wurde die Strat benutzt? Häresie!

Metal war noch gar nicht erfunden, da haben die Leute eben diese Instrukemte genommen, die für Metal gar nicht gebaut gewesen sein konnten und haben darauf Metal gespielt.

Was iss wenn ich 'ne neue Musikrichtung erfinde? Erstmal ein Instrument dazu bauen oder die Hüter der heiligen Verwendungszwecke fragen???

Na denne viel Spaß.
fauler_Zauber
 
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Lustiger Thread,



Was iss wenn ich 'ne neue Musikrichtung erfinde? Erstmal ein Instrument dazu bauen oder die Hüter der heiligen Verwendungszwecke fragen???

Na denne viel Spaß.
fauler_Zauber
:rofl::great:
Der war gut
Ok Nimm ne 54 er strat mit original elektrik und dazu einen ..sagen wir bassman Amp , stell dann einen Metalgitarristen dran und du hast ne neue Musikrichtung :p

Ich Liebe Strats als die Genialste E-gitarren form überhaupt .."Form follows Funktion" Wurde selten SO Perfekt ausgeführt wie bei der Stratocaster ,gut , über die position des Volumepotis lässt sich streiten , ich drhe gerne ungewollt leiser beim spielen ..
Aber die Generelle Form dieses Instruments ist einfach Perfekt , ich kann Stundemlang Strats Spielen , völlig unverkrampft schmiegt sich dieses edele (wesen hätte ich beinahe geschrieben:redface:) Instrument an den Körper ..
Es ist ja ne 54er Roadworn mit Seymor duncan Humbucker (in singlecoil form , wollte mir die optik nicht versauen durch Standard Humbucker) und "leider" klingt sie in der Humbuckerposition (steg) mit Highgain /Metal zone II BRUTAL GEIL , die riffs knallen extrem rein , dafür hat sie dann aber eben nur die 21 Bünde was sie dann für Metal solos nur Bedingt tauglich macht (Ne Kirk ?) trotzdem spiele ich extrem gerne Metal riffs darauf .
Testet mal die Jeff Beck Custom Shop Strat an ....Das Tremolosystem ist bei diesem Modell ABSOLUT Perfekt und ansonsten ist das eine Absolut Moderne Axt
Mit der Stratocaster Kann man ALLES machen .
Falls hier les paul "Lover" mitlesen , NAtürlich mag ich auch die Dicken Gibson "Klötze" :rolleyes: Der Lester hat ebenfalls was Geniales geschaffen und was den Metal Sound angeht ..nun ja ,da ist die Paula schon etwas klassischer und Typischer , hab Letztens DIE Les Paul Schlechthin antesten dürfen , die "50s Anniversary 59er Les paul" mit dem GAAANZ Dicken Hals ,mit DEM Ding gehst du zum Baseball match , schlägst Homeruns und brauchst danach bestimmt nicht nachzustimmen (bei guten mechaniken) ..
Der Hals wär mir auf dauer jedenfalls zu dick , mit dem EVH 100 W top War das Aber SOWAS VON EXTREM LAUT UND GEIL !!!! (Ein Traum Leute , die Kombi , aber zusammen auch 5000 euro :eek:)


Leo Fender *10.08. 1909 - gest. 21.03.1991

- - - aktualisiert - - -



Er hier hat wohl nach ansicht einiger und auch nach meiner bescheidenen meinung , den Harten Übersteuerten sound , auf dem auch der noch extremere Metal sound basiert am Genialsten Kultiviert
When Hendrix Ripped off his Solos ..
Ich mein versucht euch den sound noch viel besser vorzustellen denn diese filmaufnahmen aus den 70ern hqaben soviele frequenzen weggeschnitten ...was GÄBE ich dafür nur EIN Einziges Konzert von Diesem GOTT gesehen zu haben !
Da kann man sagen was man will , ein Absoluter Magier an der Gitarre , hat die Licks zu Dutzenden produziert und den Amp /Übersteuerung Perfekt in seine Musik eingebaut .


Sucht das ganze Konzert "Jimi Plays Monterey" Schon der erste Song hat alles Weggehauen , eine dermaßen geniale Hard Rock Performance ..
Auf "Spanish Castle Magic" hat er die verzerrung ziemlich geil hinbekommen mit der Strat ..
(Schwer zu finden auf YT)
 
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Hmm... kann man mit einer Strat Metal spielen - einfache Frage, einfache Antwort: Ja!

Es gibt wie hier im Thread aufgeführt bereits zig bekannte Beispiele, die genau dies tun. Und letzendlich ist es ja auch wie hier ebenfalls schon erwähnt nicht nur die Gitarre alleine, die den Sound ausmacht. Mit nem entsprechendem Amp, Pickups, Effekten und auch der eigenen Spielweise kann man aus jeder Gitarre einen "Metalsound" rausholen.
Aber hier sollte einzig und alleine der eigene Geschmack entscheiden! Was für den einen ein geiler "Metalsound" (wie und womit auch immer erzeugt) ist, kann für einen anderen das genaue Gegenteil davon sein -Geschmäcker sind nun mal (zum Glück!) verschieden.
Was für mich bei einem Instrument neben dem Klang auch wesentlich entscheident ist, ist das Spielgefühl. Was nutzt einem die "am besten klingende Klampfe überhaupt", wenn sie sich in der Hand und beim Spielen einfach nicht richtig anfühlt.
Das Slipknot-Beispiel ist ja hier auch schon genannt worden: Jim Root ist einabsoluter Strat/Tele-Fan und hat sich sein Gear eben seinen Bedürfnissen angepasst.
Deswegen: Bevor man hier wenig sinnvolle, theoretische Diskussionen im Forum führt einfach selbst testen! Das sollte man sowieso immer tun.
Denn wenn man Leute nach einer Meinung fragt, sind die Antworten selten objektiv und schon gar nicht einheitlich - und damit ist mir persönlich immer wenig bis gar nicht geholfen ;)
Für Anregungen oder zum Erfahrungsaustausch ist das Ok und gut, aber man kauft sich ja keine Gitarre oder einen Verstärker, weil jemand gesagt hat, dass das Teil gut bzw. schlecht ist.
 
Ich habe schon vor gefühlten 100 Jahren meiner USA Std. einen Doppelspuler am Steg gegönnt - damit kann sie sich überall behaupten. Meine BC Rich USA Gunslinger hat auch einen SC am Hals und damit ist sie auch extrem vielseitig.
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@ Loggnar , ich hab ja wie gesagt auch diesen Humbucker aber als ich das http://www.acys-lounge.de/super-serial-wiring.html gesehen (und im youtube video gehört habe) , war ich ganz weg , der Original Look der Strat Bleibt erhalten und man hat trotzdem FETTE Humbuckersounds ,mit dieser schaltung hat man 10 verschiedene schaltmöglichkeiten , mit den Originalen Singlecoils .
Ausserdem Brummfrei und unter dem Bridgepickup hat er eine Neckplate angebracht was diesen PU dann nochmal fetter im bass anteil macht , das alles Mit absolut hochwertigen "zutaten"
Hier nochmal das Video :

Wenn das Nicht OberCool ist weiss ich auch nicht mehr , Da macht es Spass mit dem Volumeregler zu spielen
 
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Ich finde auch das eine Stratocaster dank ihres Schwingverhaltens ideal für Metal ist.
Meine habe ich umbebaut ...

:evil:

IMG_1363.jpgIMG_1364.jpg

Schiebt und drückt wie Sau mit dem EMG81 :great:

Gruß
Meik
 
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Ja, klar ;)
Der Rohling war günstig, und ich musste nur das Loch für den Humbucker schnitzen.
Den EMG Pickup hatte ich noch hier liegen.
Eigentlich wollte ich die Gitarre verkaufen, aber sie klingt echt super so.
Das original Pickguard bleibt ja unberührt.

Gruß
Meik
 
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@ Meik1970 : Das ist Wirklich eine Sehr Schöne Moderne Stratocaster , auch das Design , also die Farben passen Supergut zueinander , ok ich hätte evtl.noch einen singlecoil drin belassen aber kommt ja drauf an was DU damit machst ..
Übrigens ist ein Einzelner Pickup vom Schwingungs und magnetischem verhalten her Besser weil eben kein anderes magnetfeld die saiten beeinflusst , von daher ..Absolut Edel und besonders gut macht sich der Fender schriftzug auf der Kopfplatte :great:

Als Absoluter Stratfreak für den ich mich mittlerweile halte ist es bedenklich dass ich nur eine Roadworn besitze(Mein Babe :p) , ich wollte immer schon eine Strat mit einem etwas breiterem Neck , schade dass fender in der Hinsicht nicht verschiedene Neckweiten anbietet , deswegen bin ich über die Warmoth seite gestolpert und die haben ja Bodies und Necks in Traum qualität (beliefern teilweise den Fender custom Shop ) ausserdem haben sie Die 1-7/8" super wide Nut width Hälse , was die Sache dann extrem Intressant macht , ich hätte so Bock mir eine vintage mässig dreinblickende Strat mit DenSamarium Cobalt Noiseless Singlecoils verdrahtet als Super Serielle Schaltung mit der man Traumhafte humbuckersounds hinbekommt .
Man kann sich bei Warmoth alles GENAU auf seinen Geschmack "zurechtschneidern" lassen , Halsprofil , Radius , Bünde , dann zusammen mit dem Superwide Neck dürfte das Wohl MEINE Absolute Traumaxt Werden .(träum)
Oder weil wir ja in der Metal Zone sind , gleich ne Strat Mit superwide Neck , fixed Bridge und das Het set reingeknallt , Schwarzes Ebenholzgriffbrett drauf Kleine Eiserne Kreuze als Griffbretteinlage sowie ein Echtes EK in den Body Eingearbeitet , dann mit Schwarzem Klavielack und Rostfarbenem Schlagbrett garniert SABBER !!
Die Strat , Entdecke die Möglichkeiten ..
 
Es ist eine Fender Mexiko von 2008.
Also bis auf das Pickguard alles Original :)

Gruß
Meik
 
Ich komme nicht aus dem Metal-Bereich, sondern bin Blueser, spiele als solcher eigentlich am häufigsten Stratocaster. Deshalb mal eine Meinung von der anderen Seite.

Ich finde, dass die Stratocaster nicht für Metal geeignet ist. Besser ausgedrückt: sie ist nicht optimal geeignet. Natürlich kann man auf ihr Metal spielen, aber das ist nicht ihr Biotop. Man kann auch in Shorts in eine Kirche gehen, mit einem VW Golf durchs Gelände fahren oder mit einem Feuerstein Feuer machen. Ordentliche Kleidung, Land Rover und Feuerzeug sind aber allesamt besser. Es gibt in jedem Forum Leute, die als einziges Statement bei solchen Fragen immer die Weisheit von sich geben: "Man kann auf jeder Gitarre alles spielen". Oder noch schlimmer: "Der Sound kommt aus den Fingern". Klar ist beides wahr - aber die meisten Leute, die Fragen, wollen m.E. wissen, ob die jeweilige Gitarre GUT für die jeweilige Musikrichtung geeignet ist, und nicht, ob man auf ihr spielen kann, ohne sich zu blamieren oder völlig daneben zu klingen. Und zu der "Fingerweisheit" sage ich immer: Klar kommt der Sound aus den Fingern. Aber wir sind hier in einem Gitarrenforum und nicht in einem Fingerforum. Der Fragende hat ja nicht gefragt, ob er mit seinen Fingern Metal spielen kann, sondern ob eine Stratocaster hierzu gut geeignet ist.

Ein wenig konkreter: Ich als Laie verbinde mit Metal eigentlich fette, laute, druckvolle Sounds mit relativ viel Gain und Durchsetzungsfähigkeit (sagen wir: Michael Schenker und aufwärts). Auch ist es wichtig, sich gegen eine laute, mit viel Druck spielende Band durchzusetzen. Und für solche Sounds sind nun einmal Gitarren mit Humbuckern und geleimtem Hals besser geeignet als welche mit Single Coils und geschraubtem Hals - so, wie der oben erwähne Land Rover auch für leichtes Gelände besser geeignet ist, als ein Golf - obwohl beide sich wahrscheinlich bewähren würden.

Es gibt m.E. keinen Strat-Sound schlechthin. Unterschiedliche Leute verbinden ganz unterschiedliche Sounds mit der Strat. Trotzdem sind - ohne den Anspruch auf Vollständigkeit - die bekanntesten wohl der cleane Twang (Hank Marvin und später auch Mark Knopfler), der Red House/SRV neck PU für Blues, der Steg für Rock a la Blackmore und Hendrix (meist über einen Marshall), die Hendrix-Zwischenstellung für semi-cleane Akkorde, der Bridge-PU in Verbindung mit dem Fuzz Face, etc. Klar erkennbar: bis auf den Fuzz-Sound (der eigentlich nicht so sehr häufig verwendet wird) sind diese Sounds im Bereich clean bis medium anzusiedeln. Ein stark verzerrter Metal-Sound ist nicht dabei - dies mag seine Gründe haben!

Single Coils sind nun einmal genetisch so veranlagt, dass sie mehr klingeln als brüllen. Noch schlimmer: klassische Single Coils sind extrem geräuschempfindlich. Bei mittlerer Verzerrung fängt das Brummen schon an, unter schlechten Bedingungen (Lampen, etc.) oder mit High Gain wird es unerträglich. Auch kann die Grundstruktur des Sounds nicht verändert werden: auch mit tonnenweise Gain hört jeder sofort, dass es ein Single Coil ist.

Klar wird der eine oder andere sagen, dass Malmsteen, Blackmore oder Hendrix mit ihren Stratocastern auch durchsetzungsstark klingen bzw. klangen. Aber die Mehrzahl der Gitarristen sind nun einmal nicht Blackmore oder Malmsteen. Außerdem spielt Malmsteen - der gainiger und voller klingt als Blackmore - eher einen klassischen Rocksound a la Hendrix und eben Blackmore in etwas modernerer Ausführung. Als archetypischen Metal-Sound würde ich ihn nicht bezeichnen. Ich würde am liebsten sogar noch ein Stück weiter gehen und sagen, dass Yngwies Musik eigentlich auch kein Metal ist, sondern eher klassischer Hardrock etwas anders gespielt.

Ich denke, dass die traditionelle Stratocaster auch anatomisch nicht besonders gut für superschnelles Spiel ist - und schnelle Soli und Licks zu lernen sind für die Mehrzahl der Metal-Gitarristen oberstes Gebot. Besonders eine Strat mit Vintage-Radius lässt keine flachen Saitenlagen zu und macht Bendings auch nicht unbedingt einfacher. Dann das einfache Tremolo: es ist für zivile Anwendungen wie Hank Marvins Twang oder dezentes Akkordvibrato wie bei SRV (Lenny) gut geeignet - für mehr nicht. Den Metal-Gitarristen kommt es aber auf Dive-Bomben und ähnliches an. Und diese Techniken führen innerhalb von Sekundenschnelle zur völligen Verstimmung. Natürlich kann man hieran etwas ändern: eine Strat mit flacherem Radius oder die Sambora Signature mit Floyd Rose sind besser für härtere Sachen geeignet. Aber man sieht: je mehr man sich auf Metal und moderne Spieltechniken einstellt, desto weiter entfernt man sich von der Bauart der klassischen Stratocaster von 1954, die ja - seien wir mal ehrlich - bis heute das Maß aller Dinge ist, wenn es um Stratocaster-Sounds geht.

Die modernen, mit der Strat verwandten Gitarren mit geschraubtem Hals werden nicht umsonst gerne als Superstrat oder Modern Stratocaster bezeichnet - wobei die Betonung eindeutig auf "Modern" bzw. "Super" liegt. Sie sind entfernte Verwandte der Stratocaster - mehr nicht. Bis auf die Grundkonstruktion haben sie nichts mit einer Strat zu tun. Man kann an ihnen sehr gut erkennen, wie radikal die ursprüngliche Idee von Leo Fender verändert werden musste, um sie für Metal-Gitarristen attraktiv zu machen bzw. ihren Bedürfnissen zu entsprechen. Fast alle typischen Wesensmerkmale der Fender Stratocaster wurden modifiziert: Humbucker, Floyd Rose, 24 Bünde, flacher Radius und schlanker Hals, megahohe Bünde, teilweise sogar geleimter Hals.

Zum Abschluss noch eine persönliche Erfahrung: ich habe eine sehr gute Stratocaster und spiele sie am liebsten über meinen Fuchs ODS - mit dem sie sich sehr gut versteht. Ich habe sie aber schon über viele verschiedene Verstärker gespielt. Fender, Vox, Marshall - alles war dabei! Ergebnis: Alles klang gut. Nicht alles entsprach meinem Traumsound, trotzdem klang es aber gut. Dann hatte ich mal die Ehre, einen Diezel Hagen zu spielen - und das Ergebnis war ernüchternd: der cleane Kanal hat sich mit meiner Strat gar nicht vertragen: von der sanften Kompression, die man bekommt, wenn man einen Fender Deluxe oder auch meinen ODS aufdreht und die den cleanen Stratocater-Sound erst richtig schön macht, war nichts zu spüren. Vielmehr war der Sound völlig "offen" - und dies nicht im positiven Sinne: noch nie klang meine Gitarre derart steril und harsch. Den dritten und vierten Kanal habe ich nur kurz probiert, aber das Brummen war unerträglich. Das einzige, was ansatzweise funktioniert hat, war der klassische Hardrock-Sound über den zweiten Kanal. Ich mutmaße dementsprechend mal, dass eine Strat nicht unbedingt die Gitarre ist, deren Klang Peter Diezel im Kopf hatte, als er seinen - zweifellos grandiosen - Hagen entwarf.

Mein Fazit wäre dementsprechend: wenn jemand nur eine Stratocaster besitzt und Metal spielen möchte - nur zu. Wenn er aber Geld hat und es ernst mit Metal meint, sollte er sich evtl. überlegen, eine andere Gitarre zu kaufen. Einsteigern, die Metal spielen möchten, würde ich nicht zur Stratocaster raten, es sei denn, dass es besondere Umstände gibt (Malmsteen-Superfan, etc.)

Mark
 
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Metal mit Strat?
Aber sicher - volle Pulle - mach ich seit Jahren!
Aktuell hiermit:
Satter, voller Klang. Die Pickups sind ein Dimarzio ToneZone am Steg und ein Dimarzio PAF Pro am Hals
metal-strat.jpg
 
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Ich finde auch das eine Stratocaster dank ihres Schwingverhaltens ideal für Metal ist.
Meine habe ich umbebaut ...

Schiebt und drückt wie Sau mit dem EMG81
Die Idee find ich klasse.
Wär auch super in sunburst mit weissem pickguard und silberner Kappe.
oder schwarzer korpus und Ahorn-Griffbrett mit weissem pickguard.
 
Danke :)
Der EMG81 passt da sehr gut herein.
Und Schwarz und Weiß ist ja eh klassisch :cool:

Gruß
Meik
 
Das ist jetzt mal ne andere Meinung und die Beobachtungen sind prinzipiell nicht falsch, trotzdem stimme ich dem nicht zu.

Es stimmt schon, dass man im Allgemeinen mit Metal fette, laute und druckvolle Sounds verbindet.
Diese entstehen allerdings nicht allein aus fette Humbuckern, Gitarren mit geleimten Hals und Verzerrung bis zum Abwinken.
Ganz wichtig sind IMHO auch das Zusammenspiel der Band, richtig tight und fett klingt es halt erst, wenn alle super Zusammenspielen. Allzu viel Zerre braucht man da nicht, siehe/höre z.B. AC/DC, die klingen auch nahezu cleane Gitarren und klingen super fett, weil sie als Band einfach auf dem Punkt genau sind. Auch auf vielen "fetten", modernen Produktionen mit tiefergestimmten Instrumenten sind die Gitarren isoliert betrachtet gar nicht mal so sehr verzerrt.

Ich finde auch, dass der Übergang vom Hard Rock zum Metal sehr fließend ist. Das was als Metal bezeichnet wird, ist meistens noch etwas aggressiver und schneller von der Spielweise (Sabbath und Priest sind halt von den Geräuschen der Stahlpressen geschädigt gewesen). Der Sound der damaligen Hard Rock- und Heavy Metal-Bands war aber gar nicht so unterschiedlich. Im Prinzip haben beide Marshalls auf 11 gespielt. Gut hört man das z.B. auch auf den alten Judas Priest-Alben aus den 70ern, der reine Gitarrensound ähnelt schon sehr den anderen Bands aus der Zeit, die harten Rock gespielt haben.
Die Genrenamen sind ein Produkt von Journalisten, die dem Kind einen Namen geben mussten/wollten. Oft wird die Musik mancher Bands mal als Hardrock und mal als Heavy Metal bezeichnet, gleich klingen tut sie trotzdem immer.

Und das von vielen als 1. Metalalbum der Geschichte (Black Sabbath mit ihrem selbstbetitelten Debüt) wurde zum großen(?) Teil auch mit Singlecoils eingespielt. Ursprünglich hat Tony Iommi eine Stratocaster benutzt, die dann allerdings kaputt gegangen ist woraufhin er zur SG gewechselt ist - und was für Pickups waren verbaut: P90s also auch Singlecoils. Und "fett" und "druckvoll" klingt das Album, jedenfalls für damalige Produktionsverhältnisse.

Ob der Hals geschraubt, verleimt, durchgehend oder sonstwas ist, ist für Metal schnutzpiepegal. Geleimte Hälse haben tendenziell mehr Sustain, während geschraubte ein schnellers Attack haben. Was nicht heißt, das gut verarbeitete Schraubhälse kein Sustain haben aber das ist ein anderes . Beide Konstruktionsvarianten also unterschiedliche Optionen, um seinen Sound zu erreichen.

Warum soll eine Stratocaster keine "echte" Strat mehr sein, wenn sie nicht mehr wie 1954 konstruiert ist? Die Gitarre wurde im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt und hat sich dem Zeitgeist angepasst. Leo Fender war in der Hinsicht ja sehr progressiv. Er hätte sich garantiert nicht hingestellt und behauptet, dass die Strat von 1954 die einzig wahre ist und nicht mehr verbessert/verändert werden kann, was man auch sehr gut an seiner späteren Arbeit bei G&L sieht. Eine Strat mit 9,5er oder 12er Griffbrettradius ist immer noch eine waschechte Strat, auch egal ob Humbucker am Steg oder nicht. Außerdem gibt es bei Fender auch nicht den "Heiligen Gral" wie z.B. bei Gibson, wo alle die 1959er Les Paul "anbeten", die übrigens auch nicht mehr ganz original ist. Die ersten Les Pauls hatten noch Singlecoils... Es gibt nicht den 1954er Stratsound. Jeder hat da so seine Favoriten. Manche stehen z.B. auf den Sound der 50er-Modelle, andere verbinden mit einer Stratocaster den 60er-Surfsound. Und durch das ergonomische Design eignet sie sich hervorragend für schnelles Spiel, vor allen erreicht man auch super die hohen Bünde.
Die Stratocaster von Dave Murray (Iron Maiden) ist übrigens auch eine 50s-Strat. Zwar modifiziert mit zwei Humbuckern und einem Floyd-Rose (das auch erst später nachgerüstet wurde), aber einem Hals mit V-Profil und 9,5er Radius. Also auch kein Flitzefingerhals alá Ibanez. Das Signature-Modell wird sogar mit Vintagetrem ausgeliefert.
Heutzutage gibt es auch Singlecoils am Markt, die nicht brummen (Stacked) und trotzdem authenthentisch klingen. Das Brummen ist also auch kein wirkliches Problem. Zerre kann man heutzutage auch aus dem Amp holen, was viele Gitarristen dazu bringt etwas gemäßigtere PUs einzusetzen.

Übrigens spielen viele "Metal-Gitarristen" auch Gitarren mit festen Brücken, weil sie das Tremolo/Vibrato gar nicht benutzen oder brauchen.

Ich persönlich finde es auch falsch grundsätzlich zu behaupten die und die Gitarre ist für Musikrichtung 0815 nicht geeignet. Wenn man sich an solche "Regeln" hält, spielt bald jeder das gleiche. Man liest hier im Forum ja immer wieder, dass Leute felsenfest von sich überzeugt behaupten, dass man für Metal ne schwarze Pommesgabel mit EMGs braucht, möglichst tiefergestimmt und mit Drahtseilen bespannt. Damit sich Musik weiterentwickeln kann, sollte auch experimentiert werden. Sei es durch neue Spieltechniken oder durch Equipment. Leo Fender hat bevor Jimi Hendrix groß rauskkam bestimmt nicht im Traum daran gedacht, was man also so aus seiner guten alten Stratocaster rausholen kann.

Und weil sich die Strat nicht mit dem Diezel "vertragen" hat, heißt es noch lange nicht, dass sie dadurch nicht "metaltauglich" ist. Wer weiß, mit ein wenig Probieren hätte man bestimmt absolut geniale Sounds aus dem Amp geholt. Manche Amp-Gitarren-Kombinationen sind halt nicht Plug'N'Play, sondern bedürfen etwas Feintuning bis der Sweetspot zwischen beiden Komponenten erreicht ist.

Es gibt auch härtere Bands, die z.B. Telecaster mit Singlecoils spielen, noch mal ne Nummer exotischer in diesem Genre. Aber gerade diese "Experimente" eröffenen wie oben schon geschrieben auch neue Möglichkeiten. Sehr interessant ist z.B. auch eine eher helle Strat in Kombination mit einer fetten Les Paul. Weil jede Gitarre ihr Klangspektrum abdeckt und nicht mit der Anderen in Konflikt gerät.
 
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Wie heisst es so schön "Erlaubt ist was gefällt"
Jeder sollte das spielen mit dem er am besten zurecht kommt, und mit dem was ihn am meisten inspieriert und motiviert. ;)

Gruß
Meik
 
Das ist richtig!

An der Stratocaster ist halt das tolle, dass sie so flexibel ist.
 
Klar kann man mit einer Strat metallen. Ich metalle zum Beispiel mit ner Squier.
 
Wir wolln mal nicht vergessen, dass der Sound zu sehr großem Teil aus den "Fingern" kommt.
-> Wenn jemand auf einer Strat kein Metal spielen kann, dann kann er wohl eher kein Metal spielen als dass die Strat es nicht kann...

So ein Mist!
 
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