Hagstrom-Userthread

Darf ich einmal in die Runde fragen, ob sonst noch ein zufriedener SuperSwede Halter unlängst bei einem Händler eine aktuellen SuperSwede in der Hand hatte?

Mir sind nämlich unlängst ein paar Sachen aufgefallen:
Hagström hat glaube ich den Körper modifiziert. Das Cutaway geht ein wenig tiefer. Man kommt nun leichter in die höheren Lagen.
Ich kann mich täuschen, aber das Modell das ich in der Hand hatte, hat ausserdem im Bereich des Cutaways und des Toggleswitches einen Tick kleiner/schmäler gewirkt.


Links alt, rechts neu:
SSwede.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann schon sein. Wenn man allerdings nur von den Bildern ausgeht, liegt es an der Perspektive.
 
Stimmt schon, bei den beiden Bildern ist die Perspektive ein wenig anders.
Ich hab leider nur ein Bild gefunden wo man deutlich sieht, daß das Cutaway tiefer geht.
 
Meine Super Swede aus 2011 sieht wie die auf dem rechten Bild aus. Die tiefste Stelle des Cutaways ist in Höhe des letzten Bundstäbchen.
 
Meine 2008er Super Swede hat ihr Cutaway auf Höhe der vorletzten Bundes.
 
Hmm, also ist die Änderung wohl schon ein Weilchen her, denn meine aus 2009 hat den Cutaway auch wie am linken Bild, auf Höhe des vorletzten Bundstäbchens, und ist auch auf der Toggleswitchseite wie auf dem linken Bild.

@Exordium: Danke für die Erinnerung an Dein gutes Stück, auf Deinen Bildern sieht man das besser.

Ok, also ist Körper nicht schmäler, sondern nur ein wenig kürzer geworden. Eigentlich ganz ok die "Neuerung".
Einige Leute haben das ja kritisiert, daß der Zugang zu den höheren Lagen (22.Bund) nicht ganz optimal ist.
 
Wie es aussieht ist der Body einfach etwas weiter nach unten "gewandert". Wenn man sich die Position des Stoptails in Relation zu den Potiknobs anschaut, sieht man das ganz gut.
Prinzipiell finde ich die Bespielbarkeit von SingleCuts da unten (jenseits Bund 17) nicht so gut. Aber das ist eben konstruktionsbedingt. Es reicht ja normal, wenn man da an die ersten 3 Saiten "irgendwie" ran kommt...
Bei meiner PRS SE ist es zwar besser, aber auch nicht ganz optimal.
 
Wie es aussieht ist der Body einfach etwas weiter nach unten "gewandert". Wenn man sich die Position des Stoptails in Relation zu den Potiknobs anschaut, sieht man das ganz gut.
Prinzipiell finde ich die Bespielbarkeit von SingleCuts da unten (jenseits Bund 17) nicht so gut. Aber das ist eben konstruktionsbedingt. Es reicht ja normal, wenn man da an die ersten 3 Saiten "irgendwie" ran kommt...
Bei meiner PRS SE ist es zwar besser, aber auch nicht ganz optimal.

Stimmt schon. Aber bei den früheren kommt man da eben noch einen Tick schlechter hin.

Ein klitzekleines bisschen OT, aber wie findest Du die PRS SE im Vergleich zu den Hagströms (Verarbeitung, Haptik, Klang)?
 
Hmmm, ich kann gerne die Unterschiede mal ansprechen. Einen Sieger wird es aber nicht geben. Mit beiden Gitarren war ich in derem Originalzustand nicht ganz zufrieden und so mussten sie einige Modifikationen über sich ergehen lassen. Hier mal ein schneller Schnappschuss. Über die PRS habe ich auch ein Review geschrieben!

IMG_0334s.jpg

Die beiden Pferdchen im Stall sind eine Hagstrom Super Swede aus 2011 und eine PRS SE Tremonti Custom aus 2013.

Die Gemeinsamkeiten:
  • Single Cut "Les Paul" Style
  • Mahagoni Korpus mit Ahorndecke
  • 2 x Humbucker, 2 x (Push/Push)Volume-, 2x Toneregler, Coil Split
  • 22 Frets
  • 6 Saiten :)

Die Unterschiede (inkl. Modifikationen!):

Hagstrom
  • Mensur 648mm (Fender)
  • Relativ schmales Griffbrett aus "Resinator Wood"
  • Jumbo Frets
  • Hagstrom Tuner
  • Hardtail
  • Rockinger PUs (Dream Set "Zebra")
  • Preis 549,00


PRS Tremonti Custom SE
  • Mensur 635mm (Zwischen Fender und Gibson)
  • Wide-Thin Neck aus Ahorn mit Palisandergriffbrett
  • Medium Frets (Jedenfalls deutlich flacher als die Hagstrom)
  • Kluson Locking Tuner
  • PRS designed Tremolo (unterfräst)
  • Tonerider PUs Alnico IV Classic Set
  • Preis 698,00

Beide Gitarren würde ich in die Kategorie "Mittelklasse" einordnen. Man kann mit ihnen "out of the box" richtig glücklich sein und ordentlich Musik machen.
Das Werkssetup war bei beiden OK. Die Hagstrom kränkelte an einer losen Anschlussbuchse, was sich aber schnell beheben liess.
Von der Haptik her liegt die PRS klar vorne. Hier passt einfach alles und ist makellos verarbeitet. Bei der Hagstrom sieht man z.B. deutliche Unsauberkeiten am Binding.
Aber die Makel sind nur optischer Natur! Der Rest ist wie bei der PRS auf hohem Niveau. Beide Gitarren sind super bespielbar und geben hier keinen Anlass zum Klagen.

Beide Gitarren mussten ihre PUs lassen, weil ich mit deren Sound nicht so glücklich wurde. Die 58' Custom der Hagstrom waren mir etwas zu zahm. Hier hätten mir die 62' wohl mehr zugesagt.
Die PRS SE mit den SE245 Pickups ging mir zu agressiv ran. Hier konnte ich keine vernüftige Crunchsound Einstellung finden. Entweder musste ich richtig reinlangen, oder es zerrte gleich zu viel.
OK, Mark Tremonti hat es ja auch gerne etwas saftiger. Hier kann man dem Hersteller jetzt keinen Strick daraus drehen.

Die Rockinger PUs machten aus der Hagstrom das gewünschte Rock-/Hardrockbrett und die Tonerider Classic PUs machten die PRS deutlich zahmer. Da ich die PRS von vornherein als "Moddingplattform" auserkoren hatte, war mir dieser Schritt aber schon klar. Ein 5cm Mahagoni-Body-Bolide, kürzere Mensur und 2 amtliche PAF Classic Humbucker mussten doch einfach im Clean & Crunch richtig *Fett* klingen. :D

Trotz der vielen Gemeinsamkeiten sind das klanglich jetzt 2 völlig unterschiedliche Gitarren. Irgendwo gibt es einen gemeinsamen Schnittpunkt aber darüber hinaus hat dann jede wieder ihren ganz eigenen Charakter.

Ich hab sie beide gerne und kann beide auch bedenkenlos weiterempfehlen.
 
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Vielen Dank für Deine Zusammenfassung!
Noch zur SuperSwede, verarbeitungstechnisch leistet sich meine überhaupt keine Schnitzer, und im Gegensatz zu Dir sind mir die 58er Pups grad recht.
Aber wenns an der PRS SE auch nichts auszusetzen gibt.... hmmm, mal sehen :)
 
Bei meiner 2006er Super Swede beginnt das Cutaway am 19. Bund, also alte Bauweise.
 
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An den Hagstrom Stock PUs gibt es qualitativ auch nichts auszusetzen! Auch die SE245 Humbucker sind ok für die Preisklasse! Beide Gitarren haben aber "Substanz" und können deutlich mehr, als der Hersteller ihnen mit auf den Weg gibt. Wir reden ja nicht von einer Billigst-Einsteigerklampfe, wo jeder zusätzliche Cent in einem neuen Brett wahrscheinlich besser aufgehoben wäre. Ich sagte ja auch, sie sind völlig ok, so wie sie die Fab verlassen!

Hier mal ein Detailfoto von den "Problemzonen" meiner Hagstrom. Solche kleinen Unsauberkeiten finden sich rings um das Griffbrett und dem Korpus. Das sind keine Schmutzpartikel oder "Fingerdreck", hier hat sich der schwarze Lack mit dem creme farbenen Binding verheiratet...

IMG_0335s.jpg

Edit: Kleiner Nachtrag noch: Was mich (optisch) irgendwie störte, war dieser Bastelbuden-Mini-Schalter für den Coilsplit. Den habe ich entfernt und die Funktion durch die 2 Push/Push Potis realisiert. Letztere lassen auch eine richtig unabhänge Schaltung SC/Humbucker zu. D.h. ein PU kann als SC und der andere als Humbucker agieren, wenn der PU-Select Switch in Mittelstellung steht. Das sind 2 zusätzliche Soundoptionen mehr - die nichts extra kosten.
 
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Hey Leute,

bin mir nicht sicher ob das hier am besten aufgehoben ist oder vielleicht doch lieber ins Technik Unterforum soll, aber ich habe ein problem:

Bei meiner Deuce F stimmt etwas mit dem Bridge PickUp nicht. Ich stecke die Gitarre ganz normal an den Amp, auf dem Neck Tonabnehmer klingt alles ganz normal. Ich schalte auf den Bridge Abnehmer und der Sound wird ganz dünn und leise. Aber es ist auf jeden Fall Sound da.

Ich hab grade eben mal in die E-Fächer geschaut und auch den Bridge PickUp mal abgeschraubt, konnte aber erstmal nichts ungewöhnliches feststellen. Hat vielleicht von euch jemand eine Idee woran es liegen könnte?

Bestens
der Green Skull
 
Das klingt nach schlechter Lötstelle, keine große Sache.
 
Nachdem ich seit einigen Wochen auch stolzer Hagström Besitzer bin, wollte ich hier ein kurzes Review zu meiner Viking P (Black Gloss) schreiben. Evtl. hilft es ja mal jemandem bei seiner Kaufentscheidung weiter.
Zumindest mein Model ist sauber verarbeitet. Die Bindings sind sauber ausgeführt, die F-Löcher auch ok. Nur oberhalb des Sattels ist der Klarlack etwas dick aufgetragen.
Das Setup aus dem Karton war ok, die Saitenlage war (mir) etwas zu tief. Auch nach Anpassung um das "Scheppern" los zu werden, ist sie immer noch sehr niedrig (<2mm tiefe E-Saite am 8. Bund) und tiefer als z.B. bei meiner Ibanez.
Hardware von oben nach unten:
Die Tuner sind an sich (für die Preisklasse) gut, jedoch war einer bei mir direkt defekt. Da sollte man evtl. schon mal einen Austausch nach 3 Jahren einplanen.
Der Sattel ist das einzige was mir wirklich nicht gefällt. Die Kerben sind nicht sauber ausgeführt und die Saiten klemmen etwas. Stimmstabil ist die Gitarre trotzdem. Auch hier sollte man einen Austausch erwägen.
Hals und Bünde sind bei mir sauber gearbeitet, Toggle Switch, Potis und Anschlussbuchse funktionieren alle wie sie sollen. Da sie auch gut aussehen, ist kein Austausch nötig.
Verchromte Pickup Rahmen finde ich grundsätzlich gut, die hätte ich sonst ausgetauscht. ;)
Die P90 PUs finde ich persönlich klasse und subjektiv besser als was ich sonst zum Vergleich hier habe (Paf Pro HB, Tex Mex SC, INF HB). Leider ist keiner der beiden RWRP wenn ich das richtig interpretiere, sprich die Mittelstellung ist nicht "hum canceling". Da die beiden aber so wie so recht wenig brummen ist das verschmerzbar.
Die Brücke tut auch das was man von ihr erwartet.
Insgesamt bin ich mit der Gitarre sehr zufrieden, sie spielt sich ohne Modifikationen spitze, klingt gut und sieht toll aus.
Den Tausch des Sattels und der Mechaniken plane ich schon mal für die Zukunft ein, aber das sind ja eher kleine Investitionen im Vergleich zu Tonabnehmern etc.
 
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Danke für das kurze Review!
Viel Spaß damit!
 
Hat einer von euch die Mechaniken mal gewechselt?
Meine Viking Deluxe war nicht soganz stimmstabil, also hab ich die Tuner gegen Grovers getauscht, die allerdings sauschwer sind und die Gitarre richtig kopflastig machen.
Stimmstabilität ist jetzt wieder perfekt, allerdings hab ich mit dem Wechsel auch den Sattel überarbeitet, vllt. liegts daran... (davor haben sich die Saiten gerne mal verklemmt)

Die Grovers kommen auf jeden Fall wieder runter, das ganze Handling ist im Ar***
 
Eine Frage: Ich würde meine Tuner gern mal gegen Gotoh Magnum Locks tauschen, will aber die Optik der Flügel behalten. Kann man die irgendwie wechseln?
 
Eine Frage: Ich würde meine Tuner gern mal gegen Gotoh Magnum Locks tauschen, will aber die Optik der Flügel behalten. Kann man die irgendwie wechseln?
Da die Mechanik und ein Schraubenzieher gerade vor mir liegen: ja kann man abschrauben, allerdings bräuchtest du Mechaniken mit passendem Innendurchmesser (3mm). Keine Ahnung in wie weit die standardisiert sind.
 

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