AKG C214 vor Gitarrenamp? Alternativen?

  • Ersteller mjmueller
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Hey Hallo,

Jaja, ihr kommt schon alle noch auf den Trichter :)
Schon passiert :D
Der Sound ist ziemlich cool. Vor der Gitarrenbox der Hammer. An einer A-Gitte bleibe ich aber wohl bei den Klein- und Großmembranern oder eine Kombi aus Bändchen und Klein/Groß.
Aus Spaß habe ich mal einen kleinen Text gesprochen (leider nur in 16Bit und dem ordentlichen Rauschen der Preamps des Tascam DR40 :rolleyes:). Das ist schon mal nicht schlecht - nur jetzt der "Sound". Dieser mild-vintage Sound ist zum Verlieben. Leider bin echt aus der Übung, was Sprechen anbelangt. Ich bitte um Nachsehen. Das Sample ist natürlich komplett unbearbeitet (bis auf normalisieren auf -6). Leider geht einiges verloren auf Soundcloud.
https://soundcloud.com/mjmueler/vorabend
(Vielleicht erkennt ja jemand woher das Zitat stammt:))
Kannst du das noch ein bisschen erklären? Nahbesprechungseffekt?
Ja, im Grunde schon. Beim VR88 ist mit viel Fingerspitzengefühl die Position des Mikros vor der Signalquelle zu finden. Insbesondere im Hiblick auf die Achse.
In Position 0° = voller Bass, ein wenig gedreht von der Achse sowohl horizontal als auch vertikal bewirkt eine starke Änderung des Sounds.
Das ist einerseits sehr spannend, weil es fast wie ein EQ wirkt. Andererseits ist halt auch viel Präzision gefragt. Bei Amps oder so geht das ja nocht. Wenn da aber so ein leicht hyperaktiver Mensch vor dem Mikro rumtanzt wie ich, ist viel Disziplin gefragt.
Grüße
Markus
 
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boah, du hast echt eine tolle Sprecherstimme, da könnte ich dir lange aufmerksam zuhören!!
 
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Wenn da aber so ein leicht hyperaktiver Mensch vor dem Mikro rumtanzt wie ich, ist viel Disziplin gefragt.
Jo. Obwohl...irgendeine Art Abstandshalter tut's ja dann auch. Der Ploppschutz ist diesbezüglich doch eine geniale Erfindung :)

In Position 0° = voller Bass
Da hab ich beim 4081 zum Glück gar keine Probleme mit. Das Ding ist da sehr gemütlich.

Dieser mild-vintage Sound ist zum Verlieben
Mhm, einfach lecker.
 
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Die Sprechsequenz lass ich mir bei Entspannungsübungen in Zukunft mitlaufen, sehr beruhigend und ernsthafte Komkurrenz zu Elmar Gunsch :)
 
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Hallo,
da könnte ich dir lange aufmerksam zuhören!!
Vielen Dank! :great:
Der Ploppschutz ist diesbezüglich doch eine geniale Erfindung
Das schon, trotzdem eine echte Herausforderung :D
Hehehe ... (ich musste erst mal googlen, um die Stimme ins Ohr zu bekommen), ich weiß, was Du meinst :)

Bemerkenswert finde ich im Vergleich der Aufnahmen, dass mich das Mikro an der A-Gitarre gar nicht so überzeugt, vor einer E-Gitarrenbox genau richtig ist und die Stimme eher speziell einfängt (gefällt mir aber gut). Und nur winzige Anhebungen am EQ im Bereich um 7kH, verändern sofort den Höreindruck - sowohl bei der A-Gitarre, als auch der Stimme. Daher denke ich, dass die Höhen "drin" sind im Signal und ggf. eben nur ein wenig hervorgehoben werden müssen.
Eher wie auch bei einem dynamischen Mikro wie dem SM57. Und anders, als zB beim gutmütigen AT2035, oder dem eher "analytisch verträumten" C414 . Da denke ich, ist das, was ich höre auch das was drin ist und nicht mehr. Allerdings habe ich ja nur sehr wenig Erfahrung mit so richtig hochwertigen Mikros. Naja, ich schweife ab :rolleyes:
Grüße
Markus
 
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Bemerkenswert finde ich im Vergleich der Aufnahmen, dass mich das Mikro an der A-Gitarre gar nicht so überzeugt, vor einer E-Gitarrenbox genau richtig ist und die Stimme eher speziell einfängt (gefällt mir aber gut). Und nur winzige Anhebungen am EQ im Bereich um 7kH, verändern sofort den Höreindruck - sowohl bei der A-Gitarre, als auch der Stimme. Daher denke ich, dass die Höhen "drin" sind im Signal und ggf. eben nur ein wenig hervorgehoben werden müssen.
Eher wie auch bei einem dynamischen Mikro wie dem SM57. Und anders, als zB beim gutmütigen AT2035, oder dem eher "analytisch verträumten" C414 . Da denke ich, ist das, was ich höre auch das was drin ist und nicht mehr. Allerdings habe ich ja nur sehr wenig Erfahrung mit so richtig hochwertigen Mikros. Naja, ich schweife ab :rolleyes:
Grüße
Markus
Du denkst richtig, wenn Du bei 7khz anhebst, auch wenn es natürlich frequenzmäßig "breiter" (außer man verwendet notch filter) ist, dann muss die Information auch da sein.
Lt. Frequenzschrieb und PAM 06/2007 Test geht das VR88 sogar recht hoch.

Bändchen sind an Amps meine Favoriten, vor allem wenn man klare, crunchige bis geschmacksvolle Leadguitarsounds abbilden will. Das können die Bändchen ganz hervorragend.
Im Vergleich zu Tauchspulenmikros klingen sie runder und natürlicher, Tauchspulenmikros klingen immer etwas trockener und kantiger im Vergleich. Ein Mix aus beiden Mikrotypen führt oft zu idealen Ergebnissen.

Bei A-Gitarre und Gesang, da wirds aus meiner Sicht erst ab einem AT4081 interessant, da die höherwertigen Bändchen auch im Höhenbereich liefern können. Dann wirds ganz famos, ein AT4081 oder AEA R84 und Co. sind ein Traum an A-Gitarren, man muss da zwar wegen des starken Nahbesprechungseffekts etwas mit dem EQ formen, aber es gibt kaum eine andere Mikrogattung, die selbst bei starken Eingriffen immer noch natürlich klingen. Das wird aus meiner Sicht nur noch von sehr guten Röhrengroßmembranern alà Gefell UM92.1s, M990, FLEA C12 und Co. getoppt

Das Samson VR88 scheint ein gutes Bändchenmikro zu sein, besser (im Hochmitten wie Höhenbereich) wirds erst ab AT4081, was aber schon 3mal teurer ist.
 
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Hallo,

(Vielleicht erkennt ja jemand woher das Zitat stammt:))

...laß mich raten: Krieg der Welten, deutsche Version. Es gab da mal eine klasse Aufnahme mit Curd Jürgens als Sprecher...
Übrigens eine tolle Sprechstimme, erinnert mich allerdings noch mehr an Maximilian Schell als an Elmar Gunsch :great:

Viele Grüße
Klaus
 
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Bei A-Gitarre und Gesang, da wirds aus meiner Sicht erst ab einem AT4081 interessant, da die höherwertigen Bändchen auch im Höhenbereich liefern können.
nicht wirklich, bzw es hat nichts mit der Qualität des Bändchen-Apparats zu tun... sondern ist eine schlichte Resonanzplatte
bei Recording Hacks ist es detailliert beschrieben
jetzt verstehe ich auch, warum mir die Beispiele des Cloud Ribbon besser gefallen haben:
AT orientiert sich bei der corrugation am Längsschema ähnlich den Beyer Typen
(das M500 hat durchaus eine gewisse Härte, was ihm als Bühnenmikro aber nicht schlecht steht)
es wäre ungewöhnlich, wenn Cloud nicht ein zum (RCA) Gehäuse passendes klassisches Bändchen verwenden würde
(solche Bändchen werden bekanntlich auch als 'update' für das M500 recht erfolgreich angeboten)

cheers, Tom
 
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Hallo,

Das Samson VR88 scheint ein gutes Bändchenmikro zu sein, besser (im Hochmitten wie Höhenbereich) wirds erst ab AT4081, was aber schon 3mal teurer ist.
Für aktuell 99 EUR finde ich das Samson eine wirklich gute Investition und freue mich, für so wenig Geld ein prima Mikro für die Ampabnahme gefunden zu haben.
Ganz klar kein Allrounder nach den ersten Eindrücken, dennoch besser und vielseitiger, als erwartet. Vielleicht ergattere ich irgendwann mal günstig auch ein AT4081.
Krieg der Welten, deutsche Version. Es gab da mal eine klasse Aufnahme mit Curd Jürgens als Sprecher...
Vollkommen richtig:great: Hatte nicht erwartet, dass es jemand erkennt :hail:. Im Original gesprochen von Richard Burton und in der deutschen Version von 1980 von Curd Jürgens.
Maximilian Schell
Auch nicht schlecht :)
Seeeehr lecker und nicht gerade billig ;)
Grüße
Markus
 
Hallo,

Seeeehr lecker und nicht gerade billig

...kann ich nur bestätigen, ich hatte mal, wenn auch nur ganz kurz die Möglichkeit, eines zu probieren, das war auf dem Weg zu meinem ersten Bändchenmic. Traumhafter Klang, aber ich habe mich angesichts des Preises und der Verwendbarkeit in meinem Aufnahmekontext doch für das AT4081 entschieden - und es keine Sekunde bereut ;)

Viele Grüße
Klaus
 
nicht wirklich, bzw es hat nichts mit der Qualität des Bändchen-Apparats zu tun... sondern ist eine schlichte Resonanzplatte
bei Recording Hacks ist es detailliert beschrieben
...

cheers, Tom

Missverständnis, Bändchen war bei mir als Abkürzung für Bändchenmikro gemeint.
Dennoch kategorisch von der Bändchenapparatsqualität abzusehen, da stimme ich nicht per se zu.
Bei der baulichen Verarbeitung inkl. Dicke gibt es deutliche Unterschiede (RM700 und At4081 bspw.) die sich klanglich auswirken (ohne zu stark ins Detail zu gehen, günstige Bändchenmikro neigen zu einer Robustheit im Klang, da fehlt es an feinem Klang, oft gerade richitg für Ampabnahme ;)

Die spez. Resonanzplatte, ist ja auch kein Ding was man gerade so hinklöppelt ;) macht dann nochmal einiges im Höhenbereich aus, keine Frage.
So möchte ich das auch verstanden wissen, ein Gesamtpaket Bändchenmikro hat eben seinen Preis, wenn man ein solches Mikro auf Spitzenklasseniveau, klanglich gesehen, erfahren/haben möchte.

Ich habe einige Bändchen bei mir im Studio, die klanglichen Unterschiede sind schon bemerkenswert.
 
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sicher kommt es immer auf die Gesamtkonstruktion an...
aber der natürliche Höhenabfall guter Bändchen ist (wie bereits erwähnt) ja kein Hindernis, solange das Signal genug Zeichnung enthält

cheers, Tom

ps: hier ist der Unterschied bei 3 uralt Ribbons sehr gut zu hören (in der Reihenfolge wie im Dateinamen)

https://soundcloud.com/martin-mitchell/stc4017-stc4021-seimens-sm3-shoot-out

der Siemens Trümmer klingt dort genial
das veröffentlichte Ergebnis ist allerdings eine Unverschämtheit: es wird von no processing, no plugins, no effects geschwafelt, aber das Master in einem unerträglichen Raumhall gebadet
zum Vergleich: https://echoesoffrance.bandcamp.com/
 
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