Akkordeonlehrer gesucht, verwende ich die richtige Schule?

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recheb
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Hallo ich bin 27 Jahre alt und habe vor 2 Monaten wieder selbst mit dem Akkordeon spielen angefangen, nachdem ich auf einer Berghütte mit einem älteren Herren längere Zeit gesprochen habe...

Ich habe mit 6 - 10 Jahren schon gespielt, davon ist aber kaum noch was da...

Nun hab ich die Akkordeonschule von P. M Haas gekauft und bin nun bei Seite 78, mir macht es wirklich verdammt Spaß!

Kann jemand eventuell einen Privatlehrer im Raum Kempten (87439) empfehlen? Was muss man für einen Privatlehrer mit Einzelunterricht im Schnitt zahlen...

Mit einem hab ich bereits kurz gesprochen, dieser verlangt 40 Euro in der Stunde, allerdings kennt er die Akkordeonschule von Peter Haas nicht,,,, Da Haas auch andere Griffe auf der Bassseite verwendet, bin ich mir nicht sicher ob da jeder Lehrer das positiv sieht bzw. auf meinen jetzigen Stand aufbauen kann...

danke euch schon einmal für eure Antworten

PS: Sorry für den vielen Text, bin etwas verunsichert ob mein "Selbststudium" mit dem Buch Haas richtig ist...
grüße simon
 
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Hallo Simon,

freut mich zu lesen, dass du das Akkordeon wieder angepackt hast ... und zwar wesentlich früher, als ich auf den Trichter gekommen bin, das das eigentlich ein richtig geiles Instrument ist... und inzwischen bereue ich es sehr, das ich sehr viele Jahre verschenkt habe.


Lehrer im Raum Kempten- oder überhaupt Lehrer, da muss ich passen, aber bezüglich des Unterrichts deckt sich die Preisangabe mit den Preisen, die ich für meine Lehrer so zahle.
Im Bekanntenkreis sind welche, die auch für weniger Unterricht bekommen, und andere zahlen etwas mehr. Aber als Erwachsener bei einem ausgebildeten Akkordeonlehrer, für Einzelunterricht ist das schon so in etwa die Region, die man plus / minus so zahlt.

Was dein Lehrbuch von Haas angeht, da würd ich mir mal keine Gedanken machen. Die Hefte sind weit bekannt und insgesamt gut und vor allem recht frisch aufgemacht und haben keine alten angestaubten Lehrstücke drin. Anhand von denen kann man gut lernen. Kann vielleicht sein, dass dein Lehrer bezüglich der Fingersätze andere Ideen hat, oder von der Rehenfolge wie er Stücke auswählt - das würd ich mal nicht so eng sehen, denn erstens lernt man trotzdem was, und zweitens ist jeder Mensch unterschiedlich. Meine Lehrer haben mit mir jedesmal eigene Fingersätze ausgearbeitet, die für mich und meine Pfoten günstig waren. Vorschläge für Fingersätze sind nicht immer für alle gleich gut passend und wenn man mit dem Lehrer darüber diskutiert, warum jetzt hier dieser oder ein anderer günstiger sein soll - da lernt man ja über das konkrete Stück hinaus auch schon wieder viel.

Wenn es ein richtiger Lehrer ist, dann geht er eh auf dich ein - dir soll es ja Spaß machen und dich soll es weiterbringen. Wenn meine Lehrer dann mitunter eigene Vorschläge gebracht hatten , dann war das für mich in aller Regel eine schöne Erweiterung meines Spielrepertoires und nie aufgezwungen, sondern immer in Absprache.

Wenn du einen Lehrer finden solltest der nun partout auf einem bestimmten Lehrwerk besteht und auf einer bestimmten Reihenfolge und meine Vorschläge und Wünsche komplett in den Wind schlägt, dann müsste der für mich sehr gewichtige Argumente ins Feld führen, dass ich das akzeptiere. Denn es muss ja auch mir Spaß machen was ich da spiele und ich habe ja keioen Lust anhand eines Stücks das mich null interessiert mir irgendwelche Fertigkeiten anzutrainieren, um sie dann auf ein Stück zu übertragen, das ich spielen mag - da übe ich doch lieber gleich an dem Stück, das mir auch gefällt!

Du hast schon Preise erwähnt - hast du schon einen Lehrer? - oder hast du dich erstmal nur erkundigt?
 
Hallo Maxito,

danke für deine ausführliche Antwort, hast mir echt schon weitergeholfen!!

Ich hab mich nur kurz bei einem erkundigt, aber dann weiß ich schon mal wo ich preislich ungefähr bin und werd mich weiter umsehen...

Ich hab mir gedacht zwei Mal im Monat Unterricht nehmen sollte ausreichen... oder wie oft habt ihr Unterricht? Da ich sehr zielstrebig bin, schaffe ich es auch daheim zu spielen bzw. zu üben..

grüße simon
 
Hallo Simon,

bei mir ist das ziemlich unterschiedlich. Im Moment hab ich keinen konkreten Unterricht. Hat sich grad so ergeben,. Ich komme aber im Moment auch so weiter.

Zeitweise hatte ich sogar zwei Lehrer parallel - einen für Klassik und einen für Jazz. Meist aber nur einen. Und der Unterricht war so grob im zwei bis dreiwöchentlichen Rhytmus. Je nachdem wie meine Lehrer und ich Zeit hatten und wie groß die Portion war, die an Neuem dazu kam.

Mir war das so wesentlich lieber, als wöchentlich, denn zum einen konnte es durchaus passieren, dass ich beruflich ne Woche einfach sehr eingespannt war und nicht recht zum Üben kam und zum anderen habe ich keine Lust Unterricht abzuwickeln, obwohl ich keinen Fortschritt hatte. Bringt mir nichts, weil ich ja keine Fotschritt gemacht hatte über den man diskutieren konnte und für den Lehrer wäre das auch stink langweilig gewesen - hätte ich als rausgeschmissene Zeit betrachtet (für beide). Dann lieber in etwas größeren Abständen und dann dafür auch jedesmal was, was man besprechen und korrigieren konnte.
 
ok, aber dann bin ich ja mit meinem Selbststudium (Ergeiz + Schule Haas) und mit dem Vorhaben bald einen Lehrer zu nehmen gar nicht so falsch, 3 Wochenzyklus ist denk ich wirklich ok, lieber weniger oft und dafür gescheid
 
Hallo Simon,

ich würde am Anfang keinen festen Unterrichtsrhythmus anstreben, und den Unterricht lieber auf Abruf vereinbaren. Warum?

Es kommt auf die Größe der Happen an, die Dir Dein Lehrer aufgibt und die Du zu "verdauen" im Stande bist. Je selbstständiger Du zu üben in der Lage bist, desto größer dürfen die Happen sein. Und da wären es vergeudete Zeit und Mittel, wenn der Lehrer die Happen künstlich kleinhackte, nur damit Du beim nächsten Unterrichtstermin etwas vorweisen kannst. Wenn Du den Eindruck hast, Du hast den Happen drauf oder Du kommst nicht mehr weiter, dann ist es Zeit für einen neuen Termin. Auf diese Weise lassen sich auch ganz zwanglos Dehnungen einbauen, die beruflich, privat oder sonstwie nötig sind, wie maxito schon schrieb.

Mit diesem Verfahren muss der Lehrer aber voll einverstanden sein und ein Gespür dafür entwickeln, was er Dir zumuten kann. Die meisten Lehrer sind wahrscheinlich an regelmäßigen Terminen eher interessiert aus naheliegenden Gründen. Das wäre aber eine Frage des Verhandlungsgeschicks und auch gleich ein Test, ob man mit dem Lehrer klarkommt.

Ich selbst habe Unterricht in mehrmonatigen Abständen, dann aber deftig und mehrere Stunden am Stück. Für mich funktioniert das.

Viele Grüße

morino47
 
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I beg to differ. Wenn Du blutiger Anfänger am Instrument bist, würde ich Dir eher häufigeren Unterricht mit dafür kürzeren Einheiten empfehlen - lieber wöchentlich eine halbe Stunde als zweiwöchentlich eine ganze. Dann kann Dein Lehrer besser kontrollieren, wenn und wo sich Fehler (z.B. in der Haltung) einschleichen. @maxito und @morino47 nehmen den Unterricht nicht als Anfänger, sondern um ihre Fähigkeiten zu vertiefen - da sind längere Abstände sinnvoll, damit sie zwischendurch an den Aufgaben arbeiten können und so ein Fortschritt deutlich wird. Als Anfänger machste Du kleinere, aber dafür häufigere Schritte, deshalb halte ich da die kürzeren Intervalle für sinnvoller.
 
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Inge, da kann ich Dir nur zustimmen. Gerade zu Anfang macht man Fehler, wie ein Ton falsch gesehen, da nicht genau hingeschaut. Dann spielt man den 3 Wochen lang falsch und sich den wieder abzugewöhnen, das ist echt nervig.

Ich habe jede Woche 40 Min Unterricht, in der Schulzeit. Die Ferien sind so viel, dass mir das alle 2 Wochen echt zu wenig wäre.
Ich komme aber auch regelmäßig zum Üben. Wenn ich dann meiner Meinung nach zu wenig geschafft habe, weil ich mich noch viel zu schlecht finde. Sieht mein Lehrer das oftmals anders. Und der Unterricht bringt mir dann trotzdem eine Menge. Manchmal quäle ich mich mit 2 Takten ab wie blöd und dann habe ich 10 Minuten Unterricht und es funktioniert. Das finde ich immer faszinierend.

Ich denke jeder muss das seinen Rhythmus finden und der Lehrer sollte nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich passen.

Gruß grollimolli
 
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Hallo jetzt meld ich mich mal wieder, wie mein stand der Dinge ist, habt mir ja so gute Tipps gegeben


ich hätte nun einen Akkordeonlehrer gefunden der es anbietet direkt nach meiner Arbeit Unterricht zu geben... Hab mit ihm heute kurz telefoniert und ein Probespielen am 10.10. vereinbart.

Was mir nicht ganz so gefällt, er will jede Woche also 4* im Monat proben, er bietet an zwischen 30 / 45 / 60 Minuten pro Probetag...

2* im Monat proben hat er nur Freitags am späten Nachmittag Zeit das ist aber bei mir nicht möglich..

Ich bin bei Haas Akkordeon bei der Hälfte des Buches "Spiel Akkordeon",,, denk bin somit blutiger Anfänger...
Hab mir gedacht dann ist es vielleicht nicht ganz schlecht jede Woche mit ihm zu spielen, was würdet ihr empfehlen, hätte 45 Minuten gedacht...(oder besser 60?)

Am Telefon war er freundlich, er ist schon über 40 Jahre Musiker und denk eher nahe im Rentenalter..von den Stücken sei er flexibel.. 4 * 45 Minuten im Monat kosten 90 Euro (find ich eigentlich wirklich ok)...
 
Hallo recheb,

wie ich schon weiter oben schrieb, hab ich mit etwas lockereren Unterrichtsintervallen gute Erfahrungen gemacht - muss aber Lil ganz klar auch Recht geben, mit Ihrem Einwand, dass gerade im Anfangsstandium regelmäßigere Sitzungen und "Korrekturintervalle" sicher sinnvoller sind.

Meine Unterrichtseinheiten waren jeweils eine ganze Stunde und umfassten meist einen etwas größeren Bereich mit einigen Details um die es ging. Das war dann mitunter viel Input in Kurzer Zeit, den man erstmal verdauen und verkraften muss.. Da kann ich mir vorstellen, dass hier eher die Regel: "anfangs kleinere Happen, dafür aber öfter" bessere Erfolge bringt. Von daher ist der wöchentliche Rhythmus denke ich nicht schlecht. Von der Zeitdauer würde hier ebenfall eher zu den kürzeren Einheiten tendieren.

Was das Alter des Lehers angeht, das ist m.E ziemlich egal. Für viel wichtiger halte ich da, dass Lehrer und Schüler zusammenpassen - heißt, dass die Chemie stimmt und man sich mit der Art, wie der Lehrer ist und unterrichtet, wohl fühlt. Das hat jetzt nicht mal was mit gut oder schlechtem Unterricht zu tun - es ist einfach so, dass die Menschen unterschiedlich sind und und nicht jeder mit jedem Stil zurechtkommt (beiderseitig). Drum würde ich dir unbedingt mal eine Probestunde empfehlen und dann habt ihr beide einen Eindruck und die Entscheidung fällt fundierter aus.


Und selbst wenn man feststellt, dass es dann doch nicht so funktioniert - man geht hier keinen 10 Jahres Vertrag ein - dann kann mann immer noch weitersuchen.
 
wöchentlicher Unterricht war ja von Anfang an mein Vorschlag. Und ich vermute, dass in der ersten Zeit sogar 30 Minuten ausreichen. Aufstocken kannst Du immer noch, wenn Du merkst, die halbe Stunde ist zu schnell vorbei ...
 
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nochmals danke an euch allen,,,

werd den wöchentlichen unterricht nehmen und euch mal berichten wie ich voran komm (wens interessiert) :)
echt klasse wie schnell man hier hilfreiche antworten bekommt"

gruß simon
 
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Hallo Simon, mit erst rund einem Jahr Unterricht zähle ich auch noch zu den blutigen Anfängern. Meine Lehrerin kannte ich bereits als Akkordeon- bzw. Keyboardlehrerin meiner Kinder. Da sie mir recht sympathisch war, hatte ich mit ihr eine Probestunde vereinbart und mich dann erst mal für 30 Minuten Unterricht einmal wöchentlich (außer in den Schulferien) entschieden. Nach den ersten ca. 2 Monaten habe ich dann auf 45 Minuten aufgestockt, da mir die halbe Stunde einfach zu kurz war, vor allem, wenn eine Unterrichtseinheit einfach mehr Erklärbedarf mitbringt. Die 45 Minuten haben auch den Vorteil, dass am Ende jedes Unterrichts noch Zeit bleibt, entweder an Liedern zu arbeiten, die ich selber mitgebracht habe oder Lieder zu spielen, die ich kann und mag. Wöchentlich aus deshalb, weil die ca. 12 Wochen Schulferien doch auch immer wieder große Löcher in die Regelmäßigkeit reißen. Gerade jetzt nach den Sommerferien bin ich wirklich froh, dass das Wiederholen und Selbststudium endlich ein Ende hat und es wieder mit dem Unterricht weitergeht.

Habe mir gerade das Video zu P. M. Haas Akkordeonschule angesehen. Nö, den Schneewalzer musste ich bisher auch nicht üben :rofl: Für den Unterricht benutzen wir "Akkordeon spielen - mein schönstes Hobby" von Sabine und Hans-Günther Kölz. Die Schule ist modern aufgemacht, die Lerneinheiten sind kurz und knackig und die Übungsstücke vielfältig und gut spielbar. Das Werk ist nicht so wahnsinnig wortlastig, eignet sich also eher nicht für das Selbststudium.

Den Vorrednern kann ich mich nur anschließen: wichtig ist, dass die Chemie zwischen dem Lehrer und Dir stimmt. Klappt es da nicht, dann lieber nochmal anfangen zu suchen.

In diesem Sinne: :m_akk:
 
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Ich höre immer wieder, dass für Unterricht ein Buch verwendet wird. Ist das nicht zu einseitig? Mein Lehrer hat endlos viele Noten und ich spiele von sämtlichen Komponisten, ein paar Haas und Kölz Lieder waren auch schon dabei.
Ich liebe die Abwechslung und mir gefällt das so wie es bei mir ist.
Mich wundert das nur immer wieder.

Ich bin auch froh, dass die Sommerferien endlich vorbei sind, hier sind die 9 Wochen und die Schule hat erst letzte Woche wieder begonnen.

Gruß grollimolli
 
Hallo Simon,
ich spiele seit letztem Jahr April. Im Unterricht habe ich bisher den Holzschuh verwendet. Das lege ich nun ab und übe nur noch mit Peter Haas.

Nehme auch alle paar Wochen bei Ihm persönlich über Skype Unterricht und das bringt mich richtig weiter.
Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, was Du spielen möchtest. Peter Haas ist halt der Tango, Osten und Musette-Lehrer. Im Allgäu spielst Du wohl mehr Landler oder?
Übrigens bin ich in Kempten geboren -:)
 
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Persönlich fände ich es öde, wenn meine Lehrerin die Noten anschleppen würde. Dazu stöbere ich viiieel zu gerne selber nach neuen Stücken und bringe mit, was mir gefällt. Nächste Woche öffnen wir die Jazz-Kiste von Hans-Günther Kölz, darauf freue ich mich schon.
 
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Hallo,

da ihr mir alle so nett geholfen habt, wollte ich euch mal berichten wie es bei mir aussieht.

Ich hab einen total netten Musiklehrer gefunden, er ist schon im Rentenalter und hat eine eigene kleine Musikschule... Kann da nun jeden Donnerstag nach der Arbeit hin und preislich pro 3/4 Stunde 22,50 ist voll in Ordnung!

Von einem Bekannten kann ich die nächsten zwei Jahre sein altes Akkordeon Piatanesi 120 Bass haben... Ist ein rießen Akkordeon mit wahnsinnig vielen Registern, aber spielt sich ganz gut und denk mit dem kann ich sicher eine weile gut auskommen...

Kennt jemand die Marke?

Danke nochmals für die hilfreichen Antworten!

Grüße Simon
 
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Ich kann nur Schtine01 zustimmen, das habe ich ähnlich erlebt. Ein Freund von mir hat über den Kurs von diesem Blog gelernt und auch echt gute Fortschritte gemacht.. aber letztendlich muss es jeder selbst wissen
 

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