Humbucker waxen?

Talman-Guy
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Hallo liebe Musiker-Board Gemeinde! :)

Ich hoffe ich mache jetzt nicht extra einen neuen Beitrag zu einem bereits disskutierten Thema.
Falls doch, dann verweist mich bitte darauf, ich konnte zu meinem Problem noch keine genaue Antwort finden.
Ich habe Leider das Problem, dass bei meiner Samick SCM1-B alle 3 Tonabnehmer (Humbucker im Singlecoilformat Neck, Humbucker im Singlecoilformat Mitte, Humbucker Bridge) bei Zerre ganz unangenehm werden. Soll heißen extreme Rückkopplungen, lautes quitschen ---> kurz um: lang angehaltene Töne im Solo kann man vergessen. Nun ist meine Samick aus den 90ern und da hat ein befreundeter Gitarrist mir erzählt, dass so etwas häufiger bei älteren PU's passiert. Meistens kann man sowas wohl durch waxen beheben. Ist das richtig? Und wie waxt man die Tonabnehmer richtig, ich dneke nicht dass das ungefährlich ist.
Übrigens, diese Geräusche treten bei allen meinen Amps auf, wenn ich diese Gitarre spiele, ob mit oder ohne Pedalen dazwischen. Das Problem liegt also mit Sicherheit an der Gitarre.

Vielen Dank für jeden der mir helfen kann! :)

MfG
Talman-Guy
 
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Hallo,

ja, "wachsen" könnte da schon helfen... und ja, man kann es selber machen... zumindest mache ich es selber... Der Vorgang ist jetzt nicht wirklich gefährlich, aber auch nicht ganz "Ohne"..
Die Mischung sollte aus ca. 2/3 Parafin und 1/3 Bienenwachs bestehen... "Aufgekocht" wird das Ganze in einem alten Gurken- , Marmelade-, Honig-, what ever- Glas... im Wasserbad.. Also brauchst du einen Topf, in dem du Wasser erhitzt.. 2 Abstandhalter (z. B. aus Holz) liegen als Puffer zwischen dem Boden des Topfes und dem Glas mit dem Wachs... Die Temperatur - des Wachses - sollte 65° nicht übersteigen.. (ein Bratenthermometer hilft)... Die PU jetzt solange ins flüssige Wachse hängen (mit z. B. langen Drähten), bis keine Blasen mehr aufsteigen... Besser wäre noch, das Ganze unter Vakuum zu machen... Aber die o. g. Variante sollte schon reichen um das Problem zu beheben...

Und nun der "Achtung" Hinweis... Du hantierst mit kochenden Flüssigkeiten... Handschuhe und Schutzbrille wären somit Pflicht... Ehefrauen, Freundinnen, Mütter.. reagieren i. d. R. nicht sonderlich erfreut über solche Aktionen.. :D;)
 
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Vielen lieben Dank für die schnelle und sehr hilfreiche Antwort!
Auch noch so genau erklärt! :)
Ich werde das ganze sobald wie möglich ausprobieren, ich melde mich dann später auch wieder! :)

MfG
 
Den Versuch ist es auf jeden Fall Wert.
Es gibt immer eine Riesenschweinerei, wenn man soetwas nur ab und an mal macht,
beim 1. Versuch sowieso.

Wenn es in die Hose geht, können ein paar neue Pu´s die Klampfe
aber auch ordentlich aufwerten, wenn sie ansonsten ok ist.
Die Koreaner haben eigentlich ganz ordentlich gebaut.
 
Es gibt immer eine Riesenschweinerei, wenn man soetwas nur ab und an mal macht,
beim 1. Versuch sowieso.
Richtig... für den Anfang sollte eine Haushaltsrolle bereit stehen...

Von Samick habe ich nie wirklich schlecht Instrumente gesehen... die haben ja auch für "Gott und die Welt" gebaut..
 
Eine kleine Ergänzung!

Du musst den PU "abkleben" - das heißt das Cover mit den Polepiece-Schrauben mit Tesakrepp zukleben (am besten die komplette Kappe mit Tesakrepp zukleben). Wenn die PUs keine Kappe haben, dann um die Spulen mit Tesakrepp kleben (quasi da wo bei anderen PUs die Kappe ist) ansonsten nutzt Dir das Waxbad nicht viel, denn beim entnehmen des PUs aus dem Waxbad läuft Dir ja wieder alles raus.
Nach dem entnehmen des PUs aus dem Waxbad, den PU einige Zeit liegen lassen (Polepiece-Schrauben nach unten) und dabei immer die "Aushärtung" des Waxes beobachten. Wenn es langsam zäh wird, ist es Zeit das Tesa zu entfernen. Wenn Du zu lange wartest und das Wax schon komplett ausgehärtet ist wird es schwierig das Wax ohne Kratzspuren von der Kappe oder den Spulenkörpern (bei offenen PUs) zu entfernen.

Gruß
 

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