[AMP] Swart - AST MK2 Master Combo

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Gast174516
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SWART AST MK2 MASTER COMBO

Der Atomic Space Tone Master des amerikanischen Boutiqueherstellers SWART wurde ursprünglich als Customorder für einen Kunden in Europa gefertigt: das Verstärkerteil des bekannten AST MK2-Head wurde hierzu in ein Oversize-Cabinet verpflanzt und mit einem 12 Zöller versehen. Michael Swart baut das Chassis dabei retromäßig rückwärtig mit Topbedienung ein- jedoch nicht von oben ins Cabinet verschraubt, sondern mit dem oberen Teil der Rückwand: zum Röhrenwechsel wird also die Rückwand abgeschraubt und trägt dabei das Chassis. Etwas umständlich, aber es funktioniert. Und zwar so gut, dass der ursprüngliche Customshop-Amp nun als reguläres Modell im Angebot ist.

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In Europa findet man Swarts allgemein und den AST Master im Besonderen nur selten. Dabei ist dieser mit aufgerufenen rund 3.500 CHF/€ auch auf einem recht einsamen Preisniveau. Der AST Master ist ein 18-20 Watt Class A Vollröhrencombo mit integriertem Federhall und Tremolo- selbstverständlich röhrenbetrieben- und ptp handgefertigt in den USA, und das auf allerhöchstem Niveau.
Der SWART erinnert an Valco und Gretschamps der frühen sechziger Jahre: zweifarbiger, nitrolackierter Tweed, schwarz eloxiertes Panel, TV-artiger Ausschnitt für den Speaker, spaciges Markenemblem:
Retro vom Allerfeinsten und sehr cool!


CABINET:

Das Gehäuse ist handgefertigt aus massiver fingerverzahnter Kiefer und fällt mit 50x60x28cm recht opulent, besonders hinsichtlich seiner Tiefe aus. Der Speaker hat hier also reichlich Resonanzraum: die perfekte Basis für die perfekte Tonentfaltung. Konstruktionsbedingt zeigen die 7 Röhren des AST MASTER nach innen. Das Problem der Belüftung löst Swart durch eine vergitterte Öffnung unterhalb des massiven, (kunst-?)ledernen Tragegriffs, so dass die Röhren ihre Hitze nach oben abgeben können. Das Gehäuse steht auf 4 massiven Gummifüßen. Mit einem Gewicht von ca. 18kg ist der AST MASTER noch relativ leicht zu transportieren.

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CHASSIS:

Das Chassis besteht aus schwarz eloxiertem Aluminium, als Regler dienen retro-weiße Chickenheads. Zwei unterschiedlich empfindliche Eingänge -Hi und Lo- ermöglichen entsprechende Pickup-Anpassungen. Geregelt wird Volume und Tone, Space für den Reverb, Speed und Depth für das Tremolo und Master, zu dem wir gleich noch kommen. Power und Launch sorgen für, genau, Power und Standby. Interessanterweise befindet sich auf der Frontseite des Chassis noch ein Kippschalter „Master/Bypass“.
Die Unterseite des Chassis bietet einen Wahlschalter für Impedanzen von 4-16 Ohm, einen internen und externen Lautsprecherausgang (der AST MASTER kann gleichzeitig mit internem Speaker und externem Cabinet betrieben werden), Sicherungsdöschen sowie den Eingang für den mitgelieferten, sehr stabilen Footswitch, welcher Reverb und Tremolo abruft. Das separate Netzkabel mit Kaltgerätekupplung findet hier ebenfalls seinen Eingang.

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MASTERVOLUME:
Das Mastervolume des AST MASTER ist eine vollständige, hocheffiziente Eigenentwicklung von Swart- es agiert ähnlich wie ein zweiter Kanal, besitzt eine eigene Röhrenstufe und kann komplett („Master/Bypass“) aus dem Signalweg genommen werden. Aktiviert sorgt Volume hier für Gain und Master für die Gesamtlautstärke des SWART- allerdings deutlich „heißer“. Mit einer 12AX7 in der Masterschaltung beginnt der Swart bereits bei Volumestellung 2 erstes Crunchen, mit einer sanfteren 12AY7 lässt sich das einbremsen und es entsteht ein sanfterer, etwas späterer Sweetspot.
Je nach Interaktion mit dem Volume entstehen verschiedene Tonfärbungen von Clean bis reichlich Dirt, gleichzeitig arbeitet es wie ein hervorragender Attenuator und bildet alle diese möglichen Sounds auf Wunsch in Zimmerlautstärke ab: einfach genial!

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VERARBEITUNG/PARTS:
Hinsichtlich der Verarbeitung befindet sich der Swart auf allerhöchstem Niveau: perfekte Passungen, massive Gewindeschrauben, glatter Tweedbezug und erstklassige Materialien. Liebevoll und robust! Ich habe noch nie auch nur annähernd eine solche Verarbeitungsqualität bei einem Gitarrenamp gesehen. Klar, in dieser Preisklasse ist auch nicht weniger zu erwarten!

Das schwarze Aluchassis gleicht dabei eher einem High-End-Audioamp. Ich habe das Chassis aufgrund der besonderen Einbauweise bisher nicht geöffnet und bediene mich hier Bildern aus dem Web- auch in Punkto Wiring zeigt sich die liebevolle, fast schon pedantische Verarbeitung bester Teile bekannter Namen: Mallory, Sprague, JJ Caps, Carbon Comp Resistors, HeyBoer-Trafos. Regler, Schalter und Buchsen sind massiv und arbeiten kräftig und exakt.

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Befeuert wird der AST MASTER von einer 12AX7 in der Vorstufe, einer 12DW7 für den Hall und Recovery, eine weitere 12AX7 regelt Tremolo und Phase Inverter, wahlweise- je nach gewünschtem „Grit“- 12AX7 oder 12AY7 in der Mastersektion. In der Endstufe gestattet Swart wahlweise 6V6 oder 6L6 (mit letzteren erreicht der AST MASTER 20 Watt) nebst 5Y3 oder GZ34- klar dass so ein Verstärkerkonzept Röhrengleichrichtung bevorzugt. Dank Cathodenbias ist der Wechsel der Endstufenröhren plug and play möglich.

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Die Hallspirale befindet sich am Cabinetboden. Dabei handelt es sich um einen kleinen, dreifedrigen Tank unbekannter Herkunft, mit Hülle verschraubt. Der Reverb arbeitet vintagemäßig unabhängig vom Volume des Verstärkers und wird von einer Hälfte der 12DW7 angeschoben. Das Tremolo, von einer 12AX7 befeuert, ist ein Bias-Typ.
Der hier verbaute Speaker ist ein Warehouse ET65 (vermutlich vom Vorbesitzer getauscht, ich habe den AST MASTER 2nd hand erworben)- ein eher britisch gefärbter, sicherlich guter, dennoch nicht herausragender Allroundspeaker. Regulär bestückt Swart seine Amps mit Mojotone oder Celestions verschiedener Typen.

KLANG:

Ähem, ist der Swart schon eingeschaltet? Tatsächlich…kein Brummen, kein Rauschen, kein Knacken, rein gar nichts. Der AST MASTER ist on genauso leise wie off, was sich auch bei zunehmendem Volume kaum ändert. Sagenhaft. Kannte ich so auch noch nicht.
Gretsch in High gestöpselt, Volume auf zwei: wow ist der laut! Hier ist bereits wohnzimmertauglich Ende der Fahnenstange…ein bisschen am Tonepoti, welches ganz konservativ als reiner Highcut arbeitet gedreht- hey, was für ein Ton! Der AST MASTER klingt wahnsinnig kraftvoll und ausgewogen- jede Note artikuliert präzise und steht prominent im Raum. Was sofort auffällt ist ein mächtiges Sustain, Töne klingen, kippend in ihre Obertöne, selbst bei cleansten Einstellungen laaaange aus. Das alles tönt sehr zweidimensional und voller tonaler Macht. Ab Volume 4 bis 5 kommen erste harmonische Crunches hinzu, hier bewegen wir uns aber schon in Übungsraumlautstärken…

Tja, wie charakterisiert man diesen Klang? Der Ton klingt absolut vintage und oldschool, Richtung Fender, lässt sich aber nicht so einfach typisieren. Der AST MASTER tönt etwas sauberer als ein Tweed und etwas schmutziger als ein Blackface, aber viel offener und erheblich dynamischer als beide: Vielleicht trifft es am ehesten der Vergleich zu den Fender Blondinen der frühen Sechziger, möglicherweise auch zu alten Gretsch-/Victoriaamps. Nur mächtiger!
Der Tonpoti, obwohl denkbar einfach aufgebaut, reagiert sensibelst und liefert diverse Schattierungen. So soll es sein. Leider habe ich keinen Vergleich zum regulären AST, dem man mehr Süße nachsagt. Ich denke, der AST MASTER ist hier tonal mehr ein Hot Rod, ein Tweed auf Steroiden, der mehr sophisticated, aber auch eine Spur aggressiver klingt. Dennoch warm und schmeichelnd-seidig. Beeindruckend ist dieses tonale Selbstbewusstsein: der AST MASTER drückt Vergleichbares spielerisch gegen die Wand, er ist ein tonaler Modellathlet. Das Gehäuse liefert perfekte Resonanzeigenschaften und vor allem einen gewaltigen Schalldruck. Bleibt zu erwähnen, dass es auch hier keine Rassel- oder Dröhngeräusche gibt: kein Nebengeräusch stört den audiophilen Genuss! Und das Alles funktioniert mit jedem Gitarrentyp, wobei sich der Swart besonders mit Gretsches und Teles wohlzufühlen scheint. Was für ein Klang!

Im Masterbereich geht dann alles zunächst mal leiser vor sich. Volume auf 3-4, Master auf 5 und wir haben einen herrlichen Spätfünfziger Rock and Roll-sound. Hier lässt sich alles Mögliche ausprobieren, mir als Rockabillygitarrist gefällt die 12AY7 deutlich besser und ich habe auf Anhieb Sounds a la Brian Setzer zur Hand (Sounds, nach denen ich tatsächlich jahrelang gesucht habe!).
Das Master kostet ein kleines bisschen Körperfülle, der Ton hat nicht mehr ganz diese so unbändige Kraft wie im Bypass-Modus- das fällt aber nur im direkten Vergleich auf und schlägt auch so locker jeden Fender und ist daher ein absoluter Hammer!

Der Reverb klingt sehr retromäßig und für meinen Geschmack ein wenig „klein“- möglicherweise muss ich hier noch die für mich genehmen Einstellungen finden. Oberhalb von Position 4-5 wird es mir zu klirrig, es ist mehr „Surf“ als „Fender“ und bleibt aufgrund der Schaltung stets sehr im Hintergrund. Geschmackssache. Sanftere Einstellungen sorgen aber für einen dezent-angenehmen Raum „hinter“ dem Ton.

Das Tremolo klingt traumhaft, extrem warm und „röhrig“ und erlaubt nicht nur klassische Sixties-Sounds: je nach Stellung sind schon fast chorusartige Effekte möglich, belässt man es auf einer beinahe unhörbaren Einstellung addiert es gefühlt zusätzlich Wärme in den Ton. Ganz wunderbar.

RESÜMEE
Der SWART AST MK2 MASTER COMBO ist ein fantastisch klingender, fantastisch aussehender Vintageamp, hinsichtlich Ton und Verarbeitung in einer eigenen Klasse zuhause. Nicht ohne Grund gelten die SWART als so mit das Beste, was einer Gitarre passieren kann. Hat man den Swart einmal gehört, wird ein neuer Anspruch generiert. Sicher ohne Übertreibung in jeder Beziehung eine Benchmark, preislich aber eben auch sehr selbstbewusst. Ohne Zweifel ist dieser Verstärker dennoch jeden Cent wert.

Hinsichtlich der Wahl des Lautsprechers und der Röhrentypen kann der Swart noch deutlicher in die gewünschte, individuelle Richtung bewegt werden und ist somit die denkbar beste Investition in den „one and only“ Amp für Blueser, Rock and Roller und Classicrocker.

KLANG: +++++
VERARBEITUNG: +++++
LOOK: +++++
 
Eigenschaft
 
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Ich bin mit meinem Realtone eigentlich seit 5 jahren Gas frei. Aber dieser Amp macht mich doch etwas nervös.
Ich glaube, in Holland gibt es einen Händler. Vielleicht sollte ich mal nach Holland fahren
Du hattest ja schon nach Speakern gefragt. Was möchtest du am Sound ändern?
 
Ja, in Holland gibt es

The Fellowship of Acoustics BV (TFOA)
Moerheimstraat 144
7701CJ Dedemsvaart,
Netherlands
0031(0)523-232205

Weiß allerdings nicht, was die da haben.
Ich suche einen eher höhenbetonten Speaker, der allerdings dennoch weich klingt, knochige Bässe. Also süßlich-hoch :)
 
Ja! Scumback M75/65Watt!!!! sagte ich ja schon:)
Oder einen alten 60er Silverbell. Aber das ist teuer und gefährlich:cool:
 
Ja! Scumback M75/65Watt!!!! sagte ich ja schon:)
Oder einen alten 60er Silverbell. Aber das ist teuer und gefährlich:cool:

Ja, den Scumback habe ich schon auf dem Schirm, ich tendiere gefühlt aber immer eher zu Alnicos...
Der Warehouse WGS G12A scheint auch interessant zu sein.
 
Kurzweiliges Review, bin ja auch noch in der Pflicht meins nachzureichen....

Der WGS G12A gilt als der noblere G12C, also als Jensen AlNiCo Clone. Ich habe ihn besessen und wenngleich ich AlNiCo Fan bin dann doch dem G12C den Vorzug gegeben. Der G12A hat gegenüber dem Keramik Speaker einen tonalen Aspekt den ich als ständiges Phasing/Flanging in den Tiefmitten beschreiben würde. Aus meiner Persektive klingt er eher "modern".

Ist ein guter Speaker, der das AlNiCo-typische Glitzern in den oberen Mitten und Höhen offeriert, am Ende ist es wie immer Geschmacksache.

Wie bereits erwähnt schwöre ich auf den preisgünstigen G12C, der bereits nach kurzer Eispielzeit als "Über-Jensen" daherkommt. Manchen Amis war er in deren Foren "too Jensen". Ich liebe ihn vor Allem weil er bereits bei Zimmerlautstärke schönstes Sparkle produziert, für mich als vorzugsweiser Home-Player ein unverzichtbares Kriterium.
 
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Hmtja, ich denke mittlerweile auch, dass meine Vorlieben eher mit einem Ceramic realisiert werden. Der Scumback M75 ist in der engeren Wahl sowie der

  • Warehouse G12C/S (der entspricht zumindest in der Beschreibung exakt meinen Vorstellungen)
  • Jupiter 12LC.
Jetzt würde ich gerne noch was zum Jupiter hören :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zunächst: Chapeau!
Das ist mal wieder ein richtig leckeres Review, das man gerne liest. Danke für die Mühe.

Der hier verbaute Speaker ist ein Warehouse ET65 (vermutlich vom Vorbesitzer getauscht, ich habe den AST MASTER 2nd hand erworben)- ein eher britisch gefärbter, sicherlich guter, dennoch nicht herausragender Allroundspeaker. Regulär bestückt Swart seine Amps mit Mojotone oder Celestions verschiedener Typen.

Ich würde mal etwas Wasser in den Begeisterungswein hinsichtlich Speakertausch schütten.
Mittlerweile hab ich ne ganze Menge durch an Lautsprecherexperimenten - und ich könnte mir vorstellen, dass einer meiner Amps da auch in eine ähnliche Klangkategorie fällt, wie Deiner (ich meine ästhetisch, nicht qualitativ, das kann ich nicht einschätzen...).
Am Ende des Tages ist der ET65 schon der beste Allrounder in meinem Fuhrpark, weil er eben weder bei amerikanischen, noch bei britischen Amps zu viel "kostet" (ästhetisch). Es ist eben kein so klar britisch gefärbter Lautsprecher. Da muss man erst mal drüberspringen.
Und er kann sehr schön dreidimensional. Das liefert auch nicht jeder...

Sollte die Pfalz bei Dir in erreichbarer Nähe sein, kannst Du Dich aber gerne mal durch mein Lautsprecherarsenal spielen.
G12A, G12C, Black´n´Blue, Cel. 12-65, Pre-Rola G12H55...
Ich finde den G12A wirklich spitze, beobachte das erwähnte Phasing eigentlich nicht. Die Mitten sind einen Ticken anders als beim G12C und er ist ein wenig weicher in der Ansprache. Das war´s dann auch schon.

s´Zwieberl
 
Ich muss sagen ein sehr gelungenes Review! Sehr ansprechend gestaltet und informativ!
Leider ist dieser Amp nicht meine Preisklasse, denn er scheint meinen Vorstellungen gut zu entsprechen! :great:
 
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PS hast Du es @house md vielleicht mal mit dem Cream Lautsprecher aus Deinem Tweedsound probiert?
Die Beschreibung
Ich suche einen eher höhenbetonten Speaker, der allerdings dennoch weich klingt, knochige Bässe. Also süßlich-hoch
ist doch zumindest das, was man immer wieder so oder so ähnlich über die Twinsound Pappe liest.
(mir fehlen leider selbst Erfahrungen mit dem - würde mich schon reizen)
 
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PS hast Du es @house md vielleicht mal mit dem Cream Lautsprecher aus Deinem Tweedsound probiert?
Die Beschreibung

ist doch zumindest das, was man immer wieder so oder so ähnlich über die Twinsound Pappe liest.
(mir fehlen leider selbst Erfahrungen mit dem - würde mich schon reizen)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Danke Dir! Der Cream musste dem Swart weichen!
 
Wirklich tolle Review, danke dafür.
Wie verhält er sich denn wenn er richtig arbeitet? Also dieser feine Bereich in dem ein 5E3 kurz vorm "überschnappen" ist und sein berühmtes furzen von sich gibt? Dieser fast schon fuzzige Neil Young Ton?
 
Der SWART bleibt tendenziell eher transparent in den Bässen, was ich gut finde. Da ist er eher Blackface.
 
Das furzen in den Bässen ist ja auch eher gefürchtet als beliebt :D.
 
Das furzen in den Bässen ist ja auch eher gefürchtet als beliebt :D.

Hehe...stimmt. Aber nein, der SWART bleibt eigentlich, auch wenn er richtig dreckig wird, fein artikuliert und transparent. Hängt ja maßgeblich vom Input ab, aber mit Gretsch und Tele bleibt da alles durchscheinend. Hängt auch viel an den verwendeten Röhren. Für meine Musik habe ich wohl eine ideale Kombi gefunden, da bewegt sich alles nur durch Anschlag zwischen warm, dennoch transparentem Clean und Spätfünfziger Rockabillycrunch. Exakt was ich gesucht habe. Aber der SWART kann dennoch auch kristallklares Clean a la "Wicked Game". Klasse. Ahja, keine Flatulenz.
 
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In Verbindung mit dem Furzen wäre diese Aussage falsch. Das hängt vom Ausgangsübertrager ab (Größe, Anpassung).

Davon habe ich keine Ahnung. Ich bezog das Zitierte auf den Klang des SWART insgesamt, der ausgesprochen sensibel auf die verwendeten Röhren reagiert. Ich interessiere mich klanglich eigentlich nur für den Grat zwischen Clean und Crunch und bin da ziemlich piefig.
 
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Nach langem Überlegen hab ich mich für den Celestion G12H in der 75hz- Version entschieden. Und es ist offensichtlich eine gute Wahl: nach einer ersten Break-in Runde klingt der Speaker bereits ganz fantastisch. Transparent-holzige Bässe und perlige Höhen, dabei ausgeprägt perkussive Hochmitten: klasse! Und obwohl der Celestion eindeutig höhenbetont antritt (der Tonregler steht jetzt auf "5", wo ich bei dem Warehouse ET65 "7" brauchte) klingt er paradoxerweise deutlich wärmer und wesentlich tweediger und eben "vintage". Kann mich dem Urteil in der Gitarre & Bass nur anschließen- ein super Speaker, der ganz hervorragend mit dem SWART harmoniert.
 
Das ist schon mal ne Aussage: Ein Celestion klingt nach Tweed ;).
Schön, dass du mit deiner Wahl zufrieden bist.
 

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