Modern vs. Vintage vs. Reissue - was bevorzugt Ihr?

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Vintage, Modern oder Reissue?

  • Vintage!

    Stimmen: 42 19,4%
  • Modern!

    Stimmen: 50 23,1%
  • Reissue!

    Stimmen: 27 12,5%
  • Egal!

    Stimmen: 97 44,9%

  • Umfrageteilnehmer
    216
@crazy-iwan,

richtig, auch ich besitze eine Deluxe-Plus aus Mitte der 90er. Ein super Teil, welches ich nicht mehr hergeben werde.
Richtig auch, ich spreche hier für mich mit meinen Erfahrungen.
Was die AM-Vintage angeht, so wollte ich auch damit sagen. Wer den Stratsound der 60 Jahre sucht, immerhin wurde hier Stratsoundgeschichte geschrieben, liegt bei dieser Serie absolut richtig.
Mit einem vernünftigen Verstärker und entsprechenden Vorschaltungen (Pedale) ist auch hier fast alles drin. Man hat halt mehr an "STRATSOUND".
 
Wenn ich an die Stratocaster oder Tele denke, meine Hauptgitarren:
Modern ist an denen auch in der neuesten Auflage gar nichts
.... der Griffbrettradius? Den relativ modernen 9,5 zoll kann man ja kaum noch ausweichen ...
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Wir sind alle Marketing-Opfer, Freunde. Selbst unsere Opposition wird marktwirtschaftlich lukrativ bedient. ;-)
..jein. Ich denke, der Markt bietet mir persönlich bei meiner Jagd nach Exoten und schrägen Vögeln für mein Gewürzregal immer noch mehr gebraucht, was mich reizt, als an Neuwaren (und auch die pre-selektierten Angebote von "Vintage"-Händlern greifen bei mir nicht, ich fördere lieber in deren Quellen zutage ... und noch lieber, bevor sie gehypt werden). Da hält sich der lukrative Anteil doch eher minimal ...

Zur OP-Frage: ich mag moderne Gitarren gelegentlich, ich mag einige alte Modelle, es gibt eigentlich aus jeder Periode irgendetwas, was mich reizt. Ge-aged ist nix für mich, dafür bin ich zu alt :D hochglanzneu muss auch nicht sein, wenn ein Instrument Spuren pfleglicher aber andauernder Benutzung hat, ist das in Ordnung, fiese Macken am Hals und Brüche liebe ich weniger. Ich glaube nicht an Heroenkulte, auch nicht, dass früher alles besser war, oder auch nur Gitarren. Ich habe schon schöne alte Teile gespielt und besessen, es gibt sicher keinen Grund, die Dinger nachzuäffen, weil dabei eben auch wieder nur der gleiche Mix herauskommt aus Null bis Zehn, wie immer.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Solange Marke und Baujahr stimmen, wird der letzte Schrott gekauft"

STIMMT ! Habe mir den Bericht angesehen, K_Rodriguez.

Wie ich schon in anderen Threads geschrieben habe, so hatte ich aufgrund meines Berufslebens durchaus öfter mal die Gelegenheit auf Gitarren grosser Gitarristen zu spielen. Wundergitarren waren nie dabei.
Oft waren es Gitarren aus den 60er und 70er Jahren, teils etwas verändert oder auch nicht. Eigentlich waren es ja auch ganz normale Serienmodelle aus den besagten Jahren. Der Sound dieser Musiker, ja, er entstand immer durch das Gesamtpaket,
Verstärker, Pedale und spielerischem KÖNNEN.
 
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Na gut, man darf nicht vergessen, dass bei den Profis, die 60er und 70er Originale die bevorzugten Gitarren sind, was durchaus seinen Grund hat.
Doch, diese Gitarren hatten schon was, speziell ihr Sound. Sie klangen alle fülliger und ausgeglichener als Modelle der heutigen Zeit. Ferner brachen sie in den hohen Lagen mit ihren Sustain und Klangfülle nicht ein, wie oft bei heutigen Modellen.
Der Olli von Session sagt dazu immer "füttern", was gut damit beschrieben ist. Dies können aber auch die heutigen Vintage-Modelle von Fender.
Die Bespielbarkeit (Stratocaster) war teils durchaus unterschiedlich, wobei es damals durchaus auch tolle Halsradien gab. Besonders beliebt und toll bespielbar, das C-Profil (middle 60).
Ein Irrglaube ist auch, dass handgewickelte Pickups grundsätzlich besser klingen. Mitte 1965 wurde die Wicklung auf maschinell bei Fender umgestellt, wobei viele Profis hier oft immer noch nachgebastelt haben bzw. haben lassen.
 
Sie klangen alle fülliger und ausgeglichener als Modelle der heutigen Zeit.
...was aber doch vielleicht wohl auch daran lag, dass es eben nicht irgendwelche Modelle waren, sondern mit Bedachtausgesuchte. Und nach meiner bescheidenen Erfahrung war das Verhältnis Gurke<->Prachtstück auch "damals" nicht unbedingt besser. Ich habe auch schon eine Menge alter Gitarren in der HAnd gehabt und gespielt, die durchaus nicht "vintage" im Sinne des Wortes waren, mir fallen da mumpfige Strats und matte Casinos und 330er ein ...
 
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Na gut, man darf nicht vergessen, dass bei den Profis, die 60er und 70er Originale die bevorzugten Gitarren sind
Habe ich nicht so erfahren, wer damit täglich arbeitet hat - meiner Erfahrung nach - oft unspektakuläreres Equipment, was gut selektiert wurd.

Wer sich richtig was gönnen möchte hat was ausm Customshop, aber ich habs nur selten gesehen, dass Profis solche Sammlerstücke als Werkzeug nutzten...
 
Ich habe nicht das Bedürfnis, ein bestimmtes Modell nachzuahmen. Wenn ich mit der Klampfe vor meinem Amp stehe, versuche ich lieber meinen eigenen Sound zu verbessern.

Bei den Reissue´s wird offenbar oft mit der Detailgenauigkeit übertrieben, was die Sache schnell kitschig macht.

Mit Agen aus optischen Gründen kann ich genauso wenig bis gar nichts anfangen, wie z.B. mit einer laminierten "Wölkchenahorndecke".

Viele moderne Gitarren mag ich optisch nicht. Irgendwas Störendes finde ich fast immer. Manchmal reicht eine Kleinigkeit für einen "Game Over". Die Kopfplatte mit der spitzen Ecke von Ibanez finde ich derart schrecklich, dass ich bei dem qualitativ guten Hersteller kaum mehr schaue, obwohl ich schmale Hälse mag. Aber auch an alten Modellen kann ich mich optisch stören. Nicht schön finde ich z.B. die Kleinlichkeit, dass das Binding des Korpus bei einer Gibson ES335 beim Hals einfach abbricht. Da fände ich gar kein Binding besser. Dann wundere ich mich über mich selbst, denn es handelt sich ja eigentlich um unwichtige Kleinigkeiten.

Bei vielen modernen Gitarren finde ich, dass der Korpus im Verhältnis zum Hals leicht zu klein wirkt. Habe mein Auge im Internet auf die PRS SE Custom 24 gelegt (die teureren Versionen klingen nach Internetrecherche nochmal hörbar besser, aber mir gefällt der Klang trotzdem), werde vermutlich aber vor Ort vom Kauf Abstand nehmen, wenn sich mein Verdacht bestätigt, nämlich dass der Korpus zu klein ist. Kommt aber sicher auch auf die Tagesstimmung an. Aber auch die gute alte Paula ist mir insgesamt zu klein.

Altes oder neues Modell ist also nicht entscheidend. Aber die alten Modelle gefallen mir im Schnitt besser, so wie Oldtimer moderne Wagen aus dem Windkanal optisch auch oft locker ausstechen.

Womöglich ist es langweilig, aber am besten gefallen mir die Klassiker Strat, Strat und nochmal Strat (auch wenn ich ansonsten nach einem Fehlkauf immer noch leicht verärgert den Eindruck habe, dass Fender zu großzügig bei den Kontrollen ist und mir diese unendlich vielen Modelle zu anstrengend sind).

In der Optik und im Aufbau einfache aber schöne und wertige Gitarren mit gutem Klang, das wäre meine Geschmackstendenz. Falls sie gut klingt, wäre diese hier ein Beispiel:

https://www.thomann.de/de/framus_diablo_gps_burgundy_red_satin.htm?ref=search_rslt_Framus_363565_4

Ganz sicher würde ich nicht viel Geld bezahlen, nur weil der Aufwand so groß war, ein 59er oder sonst was Modell so exakt wie möglich nachzubilden. Anderseits...Wenn die komischsten Werke der bildenden Kunst hohe Preise auf dem Kunstmarkt erzielen, warum soll man keinen Spökes mit Gitarren machen?

Ich indessen gebe mein Geld für ein Musikinstrument und nicht für ein Möbel- oder Sammlerstück aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
.... der Griffbrettradius? Den relativ modernen 9,5 zoll kann man ja kaum noch ausweichen ...
Ich sprech ja von Interpretationen - so gesehen ist jede Tele, Strat, Paula eine Interpretation des "Originals". Dass dazu auch andere Specs gehören ist Teil davon.

...was aber doch vielleicht wohl auch daran lag, dass es eben nicht irgendwelche Modelle waren, sondern mit Bedachtausgesuchte.
Nicht jeder Star hat seine Gitarre aus einer großen Auswahl ausgesucht. Gerade in Europa waren Strats bis Anfang/ Mitte der 60er doch so gut wie gar nicht erhältlich. Rory Gallaghers Strat war angeblich die erste, die es bis nach Irland geschafft hat. Und Hank Marvin bekam seine Strat ja auch von Cliff Richard, der eine der ersten nach UK geholt hat. Ich denke die Musiker früher haben auch viel mehr von der Stange gespielt, vielleicht dann das eine oder andere gemoddet, an ihren Standardinstrumenten. Aber genau ausgesucht wag ich zu bezweifeln. Dazu war auch die Auswahl zu klein.
 
Reissue ist IMO völlig ok. Die "klassischen" Instrumente aus den 50er und 60er Jahren, haben Geschichte geschrieben und die als Original zu bekommen ist "schwierig". Nur aged muss es für mich dann nicht sein. Das ist zusätzlicher Produktionsaufwand, den ich nicht brauche und bezahlen möchte. Die Macken kommen ganz von alleine und mich "entsetzt" das auch nicht.
Eine moderne Deluxe Strat oder PRS macht auch Sinn. Locking Tuner, verstimmungsarmes Tremolo, brummfreie Pickups,... all das vermeidet vor allem live unnötigen Stress.

... also egal, bzw. kommt halt drauf an.
 
Ich habe mir 2016 das erste mal eine neue Gitarre gekauft, davor habe ich immer die Gitarren von Freunden und Bekannten gekauft, die waren nicht immer gepflegt, was mir aber auch immer egal war. Meine haben auch öfter mal ne Macke erwischt, weil ich die einfach viel durch die Gegend geschleppt habe. Ausgewählt habe ich nach Klang und anderen irrationalen/kitschigen Gründen. Jetzt mit der nagelneuen, wohlriechenden Gibson, ist das sehr ungewohnt. Die ersten Wochen habe ich total aufgepasst, dass bloß kein Kratzer dran kommt oder so. Das nervt dann irgendwie doch beim Spielen, nach einer Weile geht es jetzt natürlich besser. Mit einer Relic, die ich mal angetestet habe, hatte ich gleich ein vertrauteres Gefühl.

Irgendwie schräg, aber neue Gitarren, die so schick glänzen und so jungfräulich sind, machen mir ein wenig Angst :D
 
Bei mir ist das von Fall zu Fall verschieden :gruebel:
Eigentlich war bei mir so ziemlich alles schon mal vertreten, vom Vintätsch-Amp über Reissues bis hin zu Modern.
Ich kann da wirklich nicht pauschal sagen, was ich präferiere. Hängt stark vom jeweiligen Fall und dem Einsatzort - sprich zu Hause, Studio, Proberaum oder Bühne ab.
Meine Tendenz bei Gitarren geht allerdings eher zu Reissue und Modern.
Alleine was Preis und Bespielbarkeit angeht, hatte ich da bisher im Verhältnis gesehen wesentlich weniger Gurken in den Fingern als bei teuer angepriesenen Vintage Instrumenten.
Auf die Bühne nehme ich auch am liebsten Gitarren mit, die ihre "Roadtauglichkeit" bereits bewiesen haben - da geht es mir wie bepo :D
 
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wag ich zu bezweifeln
... ich glaube nicht, dass der Poster, auf den ich mich bezog, in dem von dir genannten Zeitraum tätig war ... ;)
Ansonsten gebe ich dir wohl recht, Profis sind in aller Regel nicht so mimimi wie der um irgendeinen nachgeäfften 60s-Ton bemühte Gegenwarts-Hobby-Musiker ... :evil:
und es ist eben immer leichter, ein Original zu schaffen, als es zu kopieren :D
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich indessen gebe mein Geld für ein Musikinstrument und nicht für ein Möbel- oder Sammlerstück aus.
... mh, das als Abschlusssatz zu einer Liste von Design-Nörgeleien ist schon ein wenig argumentativ brüchig ... ;)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Irgendwie schräg, aber neue Gitarren, die so schick glänzen und so jungfräulich sind, machen mir ein wenig Angst :D
... Angst vor Jungfrauen ist natürlich ein bestechendes Argument für Relic, das kommt glaube ich auch dem Keith-Richards-Ansatz ziemlich nahe ...
 
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... mh, das als Abschlusssatz zu einer Liste von Design-Nörgeleien ist schon ein wenig argumentativ brüchig ... ;)

Wieso? Ich kann mich nicht frei davon machen, dass die Optik mich beeinflusst, und mir einiges nicht sonderlich gefällt. Das heißt aber nicht, dass ich bereit bin, für die Optik viel Geld zu bezahlen, zumal ich ja ohnehin verspieltes eher nicht mag.
 
...Wortspiel auf die "fehlerhafte" Bezeichnung einer Gitarre als "Axt"...

Japp. Der TE kann ja nicht wissen, dass ich bei dieser Bezeichnung des Instrumentes Gitarre regelmäßig einen Vogel kriege. :D
 
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Die ersten Wochen habe ich total aufgepasst, dass bloß kein Kratzer dran kommt oder so.
Also ich pass auch nach Jahren mit einem Instrument noch auf, dass ich keine Kratzer reinmache. Klar ist man am Anfang da wahrscheinlich heikler, aber Gitarren sind nun mal dazu da gespielt zu werden. Und wenn man sie halbwegs gut behandelt, werden sie auch nicht so schnell Kratzer oder Dongs abbekommen.
 
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Also ich pass auch nach Jahren mit einem Instrument noch auf, dass ich keine Kratzer reinmache. Klar ist man am Anfang da wahrscheinlich heikler, aber Gitarren sind nun mal dazu da gespielt zu werden. Und wenn man sie halbwegs gut behandelt, werden sie auch nicht so schnell Kratzer oder Dongs abbekommen.

Hab schon den ersten Lackplatzer an der Kopfplatte :D
 
Wie machst du das? Meine Gitarren schauen nach Jahren fast noch jungfräulich aus. Paar kleine Kratzer, aber that's it.

Wie gesagt, ich pass auf, bin aber auch nicht unendlich heikel. Und im Endeffekt ist jeder Kratzer von mir, die Gitarren erzählen also auch meine Geschichte. :D
 
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