Wissenswertes über Kabel / elektro-technische Zusammenhänge

Bei dem ganzen Kabelvoodoo ärgert mich eigentlich nur eines; das was mich auch bei Schuh-Einlagen mit Kupfernoppen ärgert: Dass ich es nicht erfunden habe. Obwohl, vielleicht kann man sowas nur erfolgreich verkaufen, wenn man selbst dran glaubt?

Immerhin tun Kabelgläubige anderen nicht weh. Wenn man den schlimmsten Diskussionen aus dem Weg geht. Und die Hifi-Gläubigen, die dann Mono-Endstufen brauchen, deren Gehäuse/Kühlkörper aus einem Stück Alu rausgefräst sind, nunja... ist ein bisschen wie SUV fahren, Ressourcenverschwendung. Aber hindert auch niemand dran, sich gute Studio-Aktivboxen zu kaufen und mit denen Musik zu hören und viel Geld zu sparen.
 
Kabelkram ist im HiFi ja noch nichtmal das schlimmste. Da gibs ja noch iwelche Teile, die man sich auf die Lautsprecher, Fenster, sonstwo klebt und Stäbe aus irgendeinem Metall, die man auf die Anlage stellt, nur damit der Raum von irgendwelchen Voodoo-Wellen entstört wird. Da zahlst du dann für ein durchsichtiges Stück Plastik 50€, 'nen kleinen Klebestreifen auch für iwas zweistelliges, dabei ist das an sich nur Tesafilm in anders. :rolleyes: Naja, Gitarren kann man auch einfrieren, wie ich neuerdings auch sah gibts ja auch Cryo-Röhren, und Nitrolack auf einer Solidbody Gitarre klingt ja auch ganz anders. ;)

Die fetten Extra-Endstufen haben zumindest in seltenen Fällen ihre Daseinsberechtigung. Wer bspw. 'ne alte Inifinity Kappa 9 oder sowas zum laufen bringen will, die auch mal bis ~1-2 Ohm runtergeht, brauch i.d.R. schon 'ne ziemlich stabile Endstufe. Den meisten AVR's würd ich das nicht zutrauen, die stabil auch über Zimmerlautstärke zu kriegen. :ugly: Das mit dem "aus einem Stück gefräst" kannt ich aber noch nicht, ders gut :D
 
Die fetten Extra-Endstufen haben zumindest in seltenen Fällen ihre Daseinsberechtigung. Wer bspw. 'ne alte Inifinity Kappa 9 oder sowas zum laufen bringen will, die auch mal bis ~1-2 Ohm runtergeht, brauch i.d.R. schon 'ne ziemlich stabile Endstufe. Den meisten AVR's würd ich das nicht zutrauen, die stabil auch über Zimmerlautstärke zu kriegen. :ugly: Das mit dem "aus einem Stück gefräst" kannt ich aber noch nicht, ders gut :D

Fette Endstufen haben immer eine Daseinsberechtigung ! Bass macht erst ab 3KW richtig Spass
( oder mit einem 60 Jahre alten 25 Watt Röhreneumel )

In meiner WG ging unlängst mal wieder eine alte Hifi-Keule über Bord. Ich saß gestern also mit dem Mitbewohner, Signalgenerator und Oszi im Esszimmer... nuja. Jedenfalls stellt man auch bei besserem Hifi fest: Man hat diese dicken Lautsprecherkabel, durchsichtige Isolierung, die so cool aussehen. Und hinter dem Klemmanschluss im Sony-Verstärker sind vergleichsweise pupsdünne Drätchen an die Endstufen gelötet.

Die Königsklasse des Voodoo sind aber edle Kaltgerätekabel. Wie es hinter der Schukodose in der Wand weitergeht? Hoffentlich fachmännisch korrekt, keinesfalls aber edel.

Aber der vorhergehende Post zeigts... was nutzen Super duper Kabel wenn die interne Verkabelung der Endstufe "mit Klingeldraht" gemacht wird ... Oder 4mm2 am Tweeter festgebraten ...

Kopf besucht Tischplatte:bad:

Aber zurück zum Thema ...

Mit einem guten Kabeltyp kann man symetrisch, unsymetrisch, DMX, AES/EBU und Midi bedienen. Also ne 50 Metertrommel kaufen und alles selber löten. Die Erfahrung ist dann auch auf der Bühne hilfreich, wenn mal was nicht tut .

Und bei Lautsprecherkabeln ZÄHLT NUR DER QUERSCHNITT. Muss also nicht Ölflex sein, Baumarktware tut es auch . Ölflex lässt sich halt besser legen.
 
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An meinen Cabs für die Gitarre tuts grade Speakon, zum Amp hin Neutrik Klinken, und alles mit Sommer Meridian, ich glaube das mit 2x1,5mm2 is dat. weiß ich schon gar nicht mehr. Tuts wunderbar, hat alles keine Unmengen gekostet da selbst zusammen gebastelt.
Gutarrenkabel hatte ich mir (bevor ich mit selbst löten anfing) als "teuerstes" mal eins von Planet Waves gekauft. Den Steckmechanismus und den mute-Schalter finde ich aber auch heut noch super. Also selbst wenn man nicht selbst lötet, mehr als 30€ +- würde ich vermutlich niemals fürn Gitarrenkabel ausgeben. Wozu auch.
 
solange es keine Kabel davon sind is ja gut ...

http://www.highend-audiokabel.de/wireworld-platinum-eclipse-7-biwire-lautsprecherkabel.html

Kostet der Meter ja nur schlappe 4000 Euro.:weird:

von wireworld gibt es auch billige Kaltgerätekabe

http://www.highend-audiokabel.de/wireworld/netzkabel/wireworld-electra-7-netzkabel.html

500 Tacken für 3 m ist doch voll ok.:eek:
Kostet doch ein guter Schukostecker und der Kaltgerätestecker schon 370 Euro :igitt: ( je Stück !)
Plus 165 Euro für das Kabel als Meterware

http://www.highend-audiokabel.de/furutech/schukostecker/furutech-fi-e50-ncf-netzstecker.html
http://www.highend-audiokabel.de/furutech-fi-50-ncf-kaltgeraetestecker.html

Sommer Meridian ist auch preislich vollstens OK:great::great::great:
 
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Kommt klanglich natürlich nur nicht an die von dir verlinkten Schmuckstücke ran. Die holografische Transparenz und vor allem die Bühnentrennung bei meinem Mono-Gitarrensignal fehlt mir da schon etwas :gruebel: :ugly:
 
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Jaja, die Kabel-Esoteriker... :rolleyes: Ich finde es ja immer putzig, wenn einem "dummen" Stück Kabel klangverändernde Eigenschaften angedichtet werden, für deren Umsetzung ein Tontechniker eine ganze Latte an Effekten und entsprechendes Know-How einsetzen müsste.
Und den Tipp, dass man einfach sämtliche tolle Klang-Kabel dieser Welt gleichzeitig anschließen könnte, um dadurch das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, mag aber auch niemand befolgen....
Wäre doch so einfach: Wenn man gleichzeitig Kabel X für "erdige" Bässe mit einem Kabel Y für "perlende" Mitten und noch einem Kabel Z für "luftige" Höhen anschließen würde, hätte eigentlich die ideale Kombination. Macht aber auch keiner. Da pappt man sich lieber noch ein Aktivator-Pflaster auf die Membran... sicher ist sicher! :ugly:
 
Ich fand den Test interessant...jedoch habe ich nur im Clean Vergleich das Sommer unterschiedlich empfunden.
 
Mit einem guten Kabeltyp kann man symetrisch, unsymetrisch, DMX, AES/EBU und Midi bedienen. Also ne 50 Metertrommel kaufen und alles selber löten

Nein, DMX hat 110 Ohm Wellenwiderstand, "normales" Mikrokabel etwa 80 Ohm. Funktioniert zwar meistens auch vice versa, aber da würde ich keine Kompromisse machen, da man nachher stundenlang den Fehler sucht, warum das blöde Licht nicht so feuert wie man es programmiert hat...
 
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Nein, DMX hat 110 Ohm Wellenwiderstand, "normales" Mikrokabel etwa 80 Ohm. Funktioniert zwar meistens auch vice versa, aber da würde ich keine Kompromisse machen, da man nachher stundenlang den Fehler sucht, warum das blöde Licht nicht so feuert wie man es programmiert hat...
Jo, und mit einem DMX-Kabel kann man auch ein Niederfrequenz-Signal übertragen.

Ein DMX-Kabel kann demnach problemlos als Mikrofonkabel verwendet werden. Für Mikrofonkabel ist keine Wellenimpedanz spezifiziert.
 
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Ein DMX-Kabel kann demnach problemlos als Mikrofonkabel verwendet werden. Für Mikrofonkabel ist keine Wellenimpedanz spezifiziert.

Das stimmt, ich würde trotzdem der Übersicht halber strikt trennen. Aber das kann ja jeder selbst entscheiden ;-)
 
Ändert nix an der (korrekten) Aussage von @Shedua : Mit einem guten Kabel (110 Ohm Wellenimpedanz) kann man alle üblichen Kabelarten bauen, man muss nur andere Stecker verwenden.
Für's Studio also eine 50 m Rolle von so einem Kabel besorgen und selbst ablängen.

Damit geht dann DMX, AES/EBU, und natürlich alle NF-Signale, symmetrisch oder unsymmetrisch.
Nur für SPDIF braucht man dann noch ein anderes.
 
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Na gut ... bevor wir User Verwirren...

Spiralkabel wirken nicht als Spule. Bedingt durch den Aufbau haben die aber häufig eine höhere Kapazität.

Kapazitätsarme Kabel für Instrumente und Mikros haben nicht mehr als 60 pF / Meter ( Ganz allgemein !).
Erster Schritt zur Bewertung eines Kabels ist immer das Vorhandensein eines aussagekräftigen Datenblattes.

Bei Boxenkabeln spielt das KEINE Rolle.

Bei AES/EBU, DMX und Midi Kabeln is tauch der sogenante Wellenwiderstand wichtig. Sollte bei 110 OHM +/- 10 % liegen.
Bei AES /EBU, DMX und Midi ist auch ein Abschlusswiderstand nötig, bei AES/EBU und Midi iste der i.d.R. im Gerät integriert, bei DMX als eigene Komponente ausgeführt.

( Auch hier wieder der Verweis auf Belden Kabel, die sind sowohl Kapazitätsarm als auch mit dem passenden Wellenwiderstand zu haben. Ein Kabeltyp löst emzufolge 5 Probleme:
das Kael kann AES/EBU, DMX, MIDI und analoge Signale symetrisch und unsymetrisch, bei lezterer Anwendung werden die beiden Innenadern parallel geschaltet )
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Na gut ... bevor wir User Verwirren...

Spiralkabel wirken nicht als Spule.

So 50 Windungen hat ein Spiralkabel schon etwa.
Kannst Du mir als Elektrodummy erklären weshalb das keine Spule ist?
Oder ist die "Spulenwirkung" nur zu klein um sie zu hören ?
 
Hallo @blechgitarre und alle anderen.
Ich glaube der hier Negativer Einfluss auf den Ton durch gerollte Kabel? gegebene Hinweis auf die Abschirmung ist die Lösung.

Danke, hab was dazugelernt. Ein abgeschirmtes Kabel kann, wenn ichs richtig sehe keine Spule sein:great:

Beim Schweißen also die Kabeltrommel immer abwickeln, Beim Musizieren ist das nicht nötig
Danke da hab ich was dazugelernt:great:
Abgeschirmte Kabel machen keine Spule.
Beim Schweißen immer die Kabeltrommel abrollen, beim Musizieren nicht.

Wenn ich den kühlen Tee richtig versteh
Nach intensiver Recherche kann ich auch noch was dazu lernen:

Ein Koaxkabel, wie z.B. ein Instrumentenkabel, erzeugt kein Magnetfeld ausserhalb der Abschirmung, damit kann beim Aufwickeln des Kabels auch keine Induktive Wirkung enstehen. Solange die Ströme im Innen- und Aussenleiter gleich sind. Das dürfte in unseren Fällen noch gegeben sein.

Boxenkabel aufwickeln is auch wurscht (bei gebräuchlichen Längen), weil bifilare Wicklung. -> siehe Onestone . Wenn man es hier übertreibt bekommt man da eher ein Kapazitätsproblem.

Ist schon komisch, ich hab (wie viele) immer im Hinterkopf, Kabel immer abwickeln. Ist bei Audio eigentlich Unfug. Vermutlich ist daran das Bild der abgebrannten Kabeltrommel schuld. Bei der ist nicht die Induktion durch die Aufwicklung schuld, das ist eine bifilare Wicklung, sondern die Abwärme durch den Widerstand des Kabels, die, dank der guten Isolierung sich "staut" und schließlich diese zum Schmelzen bringt. Für das was dann passiert braucht es nicht viel Fantasie: Kurzschluss bis Brand.
 
Grund: Zitat gefixt
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Jedes Kabel wirkt immer wie ein Widerstand, Kondensator und Spule gleichzeitig ...

Zur Theorie :

https://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsbeläge

Praktisch spielt bei der Tontechnik die Induktivität keine hörbare Rolle. Auch messtechnisch ist das schon schwierig erfassbar ... Oder habt ihr grad einen SNA5 von Wandel und Golterman ( Acterna ) gegen dessen Kaufpreis eine antike Les Paul gradezu ein Schnäppchen ist ?

Dass die Spiralkabel unter Umständen anderst klingen liegt an der höheren Kapazität. Durch den Aufbau des Kabels liegen Schirmung und Tonader sehr nahe beeinander. Aussendurchmesser mit Schirmung liegt oft bei weniger als 2mm. Dadurch ergibt sich eine relativ hohe Kapazität im Verhältnis zur Länge mit den schon gemachten Aussagen an passiven Gitarren und Bässen.

Durch die Schimung und die "bifilare Wicklung" führt die "Spirale" zu keiner Erhöhung der Induktivität.
 

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