Warum eigentlich ein zerrpedal vor den amp

ultralord_91
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Hallo liebe musiker kollegen,

Ich hätte da mal die frage warum man
Eig oder warum viele leute zerrpedale vor ihre amps packen ich mein wenn ich nen amp hab an dem mir der klang der zerre nicht gefällt kann ich das nachvollziehen dann geht man ja mit dem zerrpedal in den clean channel . Allerdings gibts ja auch viele die z.b nen mesa boogie oder weis der teufel für gute amps spielen und trotzdem die pedale verwenden .
Ich spiele einen Hughes and Kettner grandmeister deluxe 40 und finde den klang in allen channeln ziemlich geil jetz hätte ich aber dennoch gerne gewusst ob das mit den zerr pedalen evtl nur für Charakteristig der zerre verwendet wird oder ob das schlichtweg gründe hat auf die ich noch nicht gekommen bin ^^

Danke im vorraus für eure antworten :)
 
Eigenschaft
 
(...) jetz hätte ich aber dennoch gerne gewusst ob das mit den zerr pedalen evtl nur für Charakteristig der zerre verwendet wird (...)

Das mit der Charakteristik der Zerre macht durchaus was aus.

Ich spreche jetzt mal nur über die Kombination "Zerrender Röhrenamp mit Overdrive Pedal davor", denn ich glaube, das ist es, worauf Du hinaus willst:

Die während der (frühen) 80er gängige Praxis war, einen aufgedrehten, also bereits zerrenden Marshall JCM800 noch zusätzlich mit einem Ibanez Tube Screamer oder einem Boss SD-1 anzufahren, und das hatte den Sinn, dass beide Pedale den Amp noch zusätzlich boosteten, also weitere Zerrreserven herausholten, und gleichzeitig eine gewisse EQ artige Filterung erzielten. Gerade der Tube Screamer ist ja dafür bekannt, dass er die gerne mal matschenden Bässe aufräumt und dafür die Mitten etwas betont.
Diese Vorgehnsweise wird auch heute noch gerne genutzt, obwohl moderne HiGain Amp Monster eigentlich genug Zerrreserven hätten.

Einen typischen 80er Sound für einen JCM800 mit einem Boss SD-1 davor kannst Du Dir bei Vivian Campbell anhören:



Hilft Dir diese Antwort weiter? :)
 
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Moin,

wie schon oben beschrieben, das kommt eigentlich ja noch aus der Zeit, wo die Amps nicht so eine breite Zerrpalette hatten und halt mit Pedalen nachgeholfen wurde.
Heute brauchts eigentlich sowas nicht mehr und trotzdem kann man :
- ist der Amp nur Clean - eine Zerre über ein Pedal erzeugen
- einen Amp der leicht angezerrt gespielt wird noch eine Schippe oben drauf legen und dadruch auch mittels verschiedener Zerrcharakter der Pedale die Zerre, welche hinten raus kommt steuern nach seinem jeweiligen Geschmack
- und dadurch verlängert sich auch das Sustain im Tone
- die vorhandene Zerre, bzw. den Tone einfach etwas anders einfärben (viele verwenden daher gern nen Overdrive wie nen TS, der die Bässe beschneidet) - strafferer Sound, matscht dann auch weniger. (für Lead Parts, oder allgemein)

auf Youtube schau dir mal bei Anderton TV die Beiträge an zu "Sound like ..... without busting the bank" die setzten Zerrer immer dann ein, wenn der verwendete Amp die Zerre, welche sie haben wollen nicht selbst so liefert, oder den Sound etwas lebendiger zu machen

Du kannst deinen Amp in vielerlei Hinsicht klanglich beeinflussen mit nem Zerrpedal - da heißt es eigentlich nur ausprobieren - oder auch auf Youtube grobe Rückschlüsse ziehen, wenn du dir das ein oder andere Zerrpedal anschaust.

Ein Beispiel von mir:
ich spiele einen 2203 (Marshall) ähnlichen Amp - klingt eigentlich genauso, ist aber nen Eigenbau von mir..
Für die meisten Sachen spiele ich nur mit der Amp Zerre selbst.
Für manche Sachen mag ich aber lieber nen etwas krisperen, kaputteren Sound - und hier hab ich ne Proco RAT vorgeschaltet,
vom Output her leicht angehoben, Filter zu gedreht, weil es sonst zu harsch wird und Zerre von der Ratte so grad eben aufgedreht, also echt zurückhaltend.
Das ist eigentlich zu viel im Mix mit der Ampzerre selbst, aber dann dreht ich noch das Gitarrenvolume ein Stück zurück und das klingt für mich dann so wie ich es haben will.

Da kannst du echt nur ausprobieren ausprobieren ausprobieren

Vom Zerrtyp her gibts ja ein paar Grundpfeiler
- Overdrive (als Beispiel TS, aber es gibt auch viele viele andere, viele sind in etwa gleich aufgebaut und halten sich auch in einer Ecke vom Soundcharakter auf)
- Distortion (krisper und mehr Zerre als die meisten Overdrive Pedale)
- Booster (macht halt nur lauter und in einigen Fällen kann man den Tone noch verändern/färben)
- Fuzz (recht viele Varianten - von moderat bis tootal kaputt - da denkt man manchmal, das muss die MÜllhalde aller Sounds sein, doch nen Fuzz kann richtig Spaß machen)

so jetzt hör ich aber auf mit der Laberei :D

viele Grüße
Olli
 
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Jo, und niemals vergessen:

Ein zerrer macht nur eine gewisse Färbung. Ein Boogie mit einem Plexface davor klingt immernoch wie ein Boogie, ein Plexi mit Boss MT-2 davor immernoch wie ein Plexi.

Also man kann mit einem Pedal nicht alles machen, aber diese leichte Veränderung, die es macht, ist oft ausschlaggebend.
 
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Danke schonmal für die super antworten

Bisher hab ich mich noch nie wirklich damit beschäftig hab lange nur ein zoom g5 gespielt im rock und blues bereich .
Mit meinem grandmeistet deluxe 40 tun sich ganz neue welten für mich auf allein was die vielzahl an wirklich guten röhrensounds angeht jetz hab ich mich an das thema metal heran gewagt und bin dabei mir die grundkenntnisse anzueignen mit allem drum und dran da gehört natürlicg auch die pedalgeschichte dazu ich spiele in meiner kapelle leadgitarre was fürn setup is da im metalbereich sinnvoll um einen sound ala Volbeat oder jetz nur als beispiel soundtechnisch krawallbrüder zu produzieren das sind ja sehr harsch klingende straffe sounds
 
Der klassische Tubescreamer macht etwas anderes als man eigentlich erwartet:
Er kappt Bässe, räumt das Frequenzspektrum damit auf und ändert damit
das Ansprech- und Zerrverhalten des nachfolgenden Amps.
Du wirst z.B. viele Klassikrocker finden, die den Zerrgrad beim TS auf
Null stehen haben (habe ich auch mit Orange und Marshall ca. 20 Jahre lang so gemacht).
Das Signal wird dann leicht verstärkt, was im Prinzip als sog. Treblebooster bekannt ist.

Echte Zerrer färben das Klangbild natürlich, ersetzen ggf. einen dritten Kanal
und kitzeln "the shit out of the Tubes", sprich steuern die 1 Vorstufenröhre voller aus.
 
Es gibt neben einkanäligen Amps auch welche, die den zweiten Kanal nicht Fußschaltbar haben. Auch hier hilft ein Pedal Wunder.

Gruß Jörg
 
Also is dann für metal riffing ein tubescreamer eher geeignet als z.B ein compressor ?
 
Kompressor? Fürs Riffing? Bei Metal geht der vielleicht beim Solieren und da auch nicht richtig. Beim Riffing und bei Metal brauchts Attack und dafür ist ein Kompressor tötlich.
 
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Ah ok also z.B tubescreamer davor um die vorstufen zu kitzeln und die matschigen bässe zu minimieren hab jetz gerade mal vor meinen amp das zoom g5 gepackt und probier ein bisschen rum mit dem tubescreamer
 
Ein Kompressor ist im Metal eigentlich völlig überflüssig, da der Sound durch die Verzerrung schon komprimiert wird. Das lohnt sich dann höchstens für Cleanparts.

Deshalb dann doch eher einen TS aus den von dir genannten Gründen. :)
 
Super sache hier gerade ich denke ich werde mir mal so ein ts pedal seperat besorgen weil ich nicht immer das zoom mit rum schleppen möchte und ich glaub das die soundqualität eines echten pedals noch besser is als das zoom jetz hier zuhause funktioniert das ziemlich gut und hört sich auch hammermäßig an einzelzöne kommen viel klarer raus.
vielen dank leute :)
 
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Zoom klingt nur "so wie". TS ist analog, da passiert deutlich mehr in der elektrischen Interaktion zwischen Pickup, Schaltung, Kabel, TS und AMP.
 
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Ich habs mal in meinem Boss GT8 so eingestellt, dass ich 'nen Highgain-Ampmodell eingestellt und als simulierte Tretmine 'nen Tubescreamer davor geschaltet habe. Also alles digital. Der Effekt des simulierten TS war nicht annähernd so gut wie im original. Spiele selber 'nen Maxon OD808 Klon vom Musikding-Bausatz und blase damit meine Amps an. Das Ergebnis ist halt wie hier schon gesagt wurde: Mitten werden gepusht, Bässe ausgedünnt. Volume fahre ich so bei 3 Uhr (alles darüber bringt viel Nebengeräusche aber wenig Soundänderung), Tone je nach Gitarre und Amp zwischen 10-12 Uhr und Gain auf 7 (also zu) bis 9 Uhr. Da lohnt sich rumexperimentieren.
Als Klassiker-Setting wird gerne gesagt: Volume und Tone voll auf, Gain komplett runter. Bringt auch was, aber imo meist nicht die optimalsten Ergebnisse. Mit aktiviertem TS drehe ich i.d.R. die Bässe am Amp etwas weiter auf um den Basscut auszugleichen, so dass zwar ähnlich viele Tiefen/Druck da ist, aber alles etwas "tighter" ist, und Gain drehe ich immer etwa 'nen Strich runter. Bei modernen Amps will man ja nicht einfach "mehr Zerre", die erreicht man ja wie schon gesagt wurde auch so zu genüge, sondern zielt auch auf die leicht abgeänderte Zerrstruktur ab.

So 'nen Clean-Kanal boosten lohnt sich btw auch. Mein Engl Straight bspw hat einen Clean der wirklich bis zu brachialen Lautstärken wirklich Clean bleibt, da ist nicht wirklich was "crunchiges" rauszuholen. Aber sobald der TS davor sitzt und leicht boostet, cruncht es auch richtig schön. ;) Wie gesagt: ausprobieren! 'Nen TS liegen haben schadet jedenfalls nie :p Mag vll nicht jedermans Lieblingsbooster sein, aber ich glaube kaum jemand findet damit nicht solide Ergebnisse für sich!
 
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Der Effekt des simulierten TS war nicht annähernd so gut wie im original.
TS ist analog, da passiert deutlich mehr in der elektrischen Interaktion zwischen Pickup, Schaltung, Kabel, TS und AMP.

Jou. Neben der zusätzlichen Verzerrung vor der Eingangsröhre soll diese auch "heisser" angefahren werden, um mehr Verzerrung herauszukitzeln. Das geht auch nach meiner Erfahrung analog besser, als digital. Klingt irgendwie "organischer", auch die Ansprache auf die Spieldynamik ist einfach besser, finde ich.
Wobei der klassische TS nur eine Art von Overdrive-Pedalen ist. Auch ruhig mal andere Vertreter dieser Art antesten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als Boost finde ich den TS halt auch gut als "Einstieg". Kriegt man Derivate zu guten Preisen und macht man nichts falsch mit. Wohl gerade im hart und heavy Bereich nicht umsonst so ziemlich der häufigste Booster, bewährter Klassiker halt.
 
Habe mir jetz aufs gerate wohl mal den maxon bestellt und noch den ts von harley benton vintagr overdrive heist das teil aus dem grund weil oft behauptet wird der sei auch ziemlich gut ,bin mal gespannt ob der mit dem maxon mithalten kann .
Ich teste da gerne mal rum muss nich immer teuer sein und das bessere bzw für mich wohl klingendere bleibt dann bei mir ^^ nur bei amps habe ich für mich mittlerweile festgestelle das die etwas teureren schon ordentlich mehr freude bringen auf längere zeit .
Bin froh das man hier im forum direkt so kompetenten antworten bekommt
 
Viel Spaß beim testen. Kannst ja mal mitteilen, wie du die Unterschiede so empfindest, das interessiert hier bestimmt nicht nur mich.
Ansonsten kann ich nur den Screamer-Bausatz von Musikding empfehlen. Bedingt natürlich, das man Löten kann.
 
Jou. Neben der zusätzlichen Verzerrung vor der Eingangsröhre soll diese auch "heisser" angefahren werden, um mehr Verzerrung herauszukitzeln.

Auch, wenn ich möglicherweise jetzt der Spielverderber bin - aber genau das funktioniert beim Tubemeister und Grandmeister nicht so wirklich, weil die einen Solid State Buffer vor der Eingangsröhre haben, der verhindert, dass diese zu stark angefahren wird.
 
Naja mehr verzerrung brauch ich ja defenitiv nich xD der ultrachannel hat mehr als genug ^^
 

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