Sehr interessante neue Workstation/Keyboard in Entwicklung

  • Ersteller Musiker Lanze
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Mich erinnert das Konzept dann doch irgendwie an den Lionstrac. Möglicherweise ergibt sich ja aus den Mitgliedern des Forums, in dem dieses Projekt ausführlich diskutiert worden ist, ein kleiner Kundenkreis. Da ich in diesem Forum nicht beteiligt oder aktiv war, ist es natürlich auch schwierig aus der Gruppe hier zu sagen, welche Wünsche dort angesprochen und letztendlich realisiert worden sind.

Das Design wäre aber ein Punkt, der mir persönlich aber auch direkt aufgefallen ist, denn weder die Orgel-Variante noch die Keyboard-Variante sprechen mich persönlich an. Man muss aber dabei berücksichtigen, dass es sich um einen Prototyp handelt. Bei einer Serie (auch Kleinserie) wird sich sicherlich einiges ändern. Trotzdem finde ich, dass Design auch ein wichtiges und nicht zu unterschätzendes Element bei der Vermarktung eines Produktes ist.

Auch die Integration von "Mischpult" und "Endstufe" halte ich für eine Fehlentwicklung - haben Musiker hier doch ganz eigene Bedürfnisse und meistens auch schon entsprechendes Equiptment angeschafft. Außerdem besteht das Risiko, wenn eine dieser Komponenten plötzlich defekt sein sollten, dass dass ganze Instrument auf einen Schlag nicht mehr einsetzbar ist. Aber das ist natürlich eine rein persönliche Meinung. Ich wünsche dem Erfinder natürlich den vollen Erfolg zu seiner Idee, aber mein Instrument wird es bei aktuellem Entwicklungsstand nicht werden. Vielleicht entwickelt sich das Produkt ja, wenn es denn mal auf den Markt kommt noch weiter.

Was zu der Preisgestaltung zu sagen ist. Nunja, irgendwo müssen sich investierte Arbeit, Patente und auch ein kleiner Gewinn rechnen. Natürlich muss man sich auch am Markt orientieren. Aber ich denke, dass es sich hierbei um ein Nischenprodukt handelt. Wenn das individuell anpassbar ist auf die Wünsche des Musikers - dann ist es halt ein Maßanzug und dann ist der Preis sicher auch gerechtfertigt. Aber ein Massenprodukt wird es dann sicher nie - vermutlich war das aber auch nie die Zielsetzung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Patrick gestaltet die Serie auch unter anderem nach Kunden-Wünschen.
Was da momentan überhaupt der Stand der Dinge is entzieht sich meiner Kenntnis. Und ob da jemals auch wirklich was raus kommt und eine größere Serie produziert wird wage ich momentan noch anzuzweifeln. Aber...man soll ja niemals nie sagen.

Hier mal noch ein Bild eines EWMS 3 den er nach Kundenwunsch in weiß gebaut hat.

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Mich erinnert das Konzept dann doch irgendwie an den Lionstrac.
Solche Workstations werden immer unter dem Aspekt einer
"eierlegenden Wollmilchsau" konzipiert. Die Idee sicherlich nicht vom Grundansatz falsch,
nur ein Endprodukt ist dann in seiner enormen Vielfältigkeit am Markt vorbei konzipiert.
Auch Musiker sind " Gewohnheitstiere" und werden kaum bereits vorhandenes abstoßen
um sich etwas zuzulegen was noch nicht ausgereift ist.
Daran ist Lionstrac gleich zweimal in Folge gescheitert

Auch die Integration von "Mischpult" und "Endstufe" halte ich für eine Fehlentwicklung - haben Musiker hier doch ganz eigene Bedürfnisse und meistens auch schon entsprechendes Equiptment angeschafft. Außerdem besteht das Risiko, wenn eine dieser Komponenten plötzlich defekt sein sollten, dass dass ganze Instrument auf einen Schlag nicht mehr einsetzbar ist.
Solange man hier von Monitor Eigenschaften redet ist dies bei jedem Keyboard realisiert - nur halt
fest verdrahtet und nicht einzeln manuell ständig regelbar was zb ein Begriff " Mischpult " beinhaltet.
Unter Endstufe versteht ein Musiker eine Komponente die PA Leistung produziert. Ein kleiner Monitorverstärker oder Kopfhörerausgang wird ein Instrument nicht auf einen Schlag unbrauchbar machen wenn es ausfällt.

Was zu der Preisgestaltung zu sagen ist. Nunja, irgendwo müssen sich investierte Arbeit, Patente und auch ein kleiner Gewinn rechnen. Natürlich muss man sich auch am Markt orientieren. Aber ich denke, dass es sich hierbei um ein Nischenprodukt handelt. Wenn das individuell anpassbar ist auf die Wünsche des Musikers - dann ist es halt ein Maßanzug und dann ist der Preis sicher auch gerechtfertigt. Aber ein Massenprodukt wird es dann sicher nie - vermutlich war das aber auch nie die Zielsetzung.
Machen wir uns nichts vor, solche umgesetzten Ideen sind und bleiben ein Nischenprodukt und wenn
in größerer Stückzahl produziert wird es bei einer Klein bzw Kleinst Serie bleiben. Gerade wenn es individuell angepaßt wird bleibt es dann bei einer überschaubaren Anzahl von Einzelanfertigungen.
Im Grunde ein Teufelskreis :
Man bewirbt seine Idee und bekommt bei solchen Veranstaltungen eine Vielzahl an Wünschen mitgeteilt, die man natürlich um Kunden zu gewinnen als realisierbar schildert. Eine Gefahr sich dabei zu verzetteln - weil man es jedem recht machen will - ist sehr groß. Genau an dem Punkt ist seinerzeit
Lionstrac gescheitert. Kunden warteten auf die Umsetzung ihrer Ideen, die natürlich häufig mit anderen Ideen anderer Interessenten kollidiert sind.

Will man so eine Idee einer Workstation " für alle Anwendungen" umsetzen kann dies nach meiner Auffassung nur in einem modularen System umgesetzt werden wie seinerzeit mit dem großen MOOG.
In sich abgeschlossene durchkonzipierte Module werden dann von einer Kundschaft je nach deren
Bedürfnissen zu einer kompakten Einheit zusammengefügt.
Auch solche Systeme lassen sich in der optischen Gestaltung durchaus ansprechbar planen.
Dies käme dann auch einer Serienproduktion entgegen, wenn ein Grundgerüst für alle Anwendungen
optisch gleich aussieht. Was dann im Inneren individuell von jedem Kunden gewünscht intergriert wird steht auf einem anderen Blatt.
 
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Solange man hier von Monitor Eigenschaften redet ist dies bei jedem Keyboard realisiert - nur halt
fest verdrahtet und nicht einzeln manuell ständig regelbar was zb ein Begriff " Mischpult " beinhaltet.
Unter Endstufe versteht ein Musiker eine Komponente die PA Leistung produziert. Ein kleiner Monitorverstärker oder Kopfhörerausgang wird ein Instrument nicht auf einen Schlag unbrauchbar machen wenn es ausfällt.

In dem Video ist die Rede von 2 Komponenten, die einen Wert haben von ca. 1500 EUR - u.a. eine Endstufe mit 2000 Watt, die eine weitere Endstufe obsolet machen soll, die in dem Instrument verbaut ist. Der Mixer (Mischpult) würde einen Wert von 600 EUR haben. Also normale Regelmöglichkeiten, wie in jedem Keyboard bekannt oder eben der normale Kopfhörerausgang sind nicht gemeint.

Ich frage mich, ob dies auf der Wunschliste der Gemeinschaft stand.

Verzetteln ist leider der richtige Ausdruck in diesem Zusammenhang.

Gruß
Thorsten
 
Unter Mixer = Mischpult verstehe ich ein Pult an dem ich alles anschließen kann ,
von Mikes mit symmetrischen XLR Buchsen bis zu Line IN. MIKE Eingänge sollten zudem auch
mit Phantomspeisung ausgestattet sein. Ein guter Mixer hat idR auch Insert Buchsen , Send und Return, Subgruppen, Effektwege , ist im Ausgang sowohl für LINE als auch symmetrisch ausgelegt und verfügt außerdem über VU Meter. Die Anzahl der Kanäle richtet sich nach dem Anwendungsfall wobei sich für gute
Desktopteile solche mit 16 - 24 Kanälen als praktisch erweisen haben.
Wichtigstes Merkmal jedoch: man hat FADER, die rein optisch schon einen Überblick verschaffen wie die Pegel eingestellt sind.

Die heutige übliche Praxis alles über Touch und Wisch Bildschirme zu realisieren mag vielleicht ergonomisch sinnvoll sein nur rauher Praxis Alltag sieht anders aus.
bescheidene Frage :
Was passiert eigentlich wenn der Bildschirm mal ausfällt oder die Lichtverhältnisse eine Ablesung erschweren ? Jedes Instrument mit zugeordneten Potis und Tastern ist hier überlegen - man kann es nahezu blind bedienen selbst wenn die zugehörige LED im Taster mal ausfällt.

Noch krasser jedoch die Angabe hier eine 2000 Watt Endstufe im Instrument vorzufinden.
Alles was über ein Monitoring hinausgeht hat in einem Instrument nach heutigen Gesichtspunkten meiner Meinung nach nichts zu suchen.
Früher in alten Heimorgeln machte sowas Sinn. Selbst in einer alten Hammond B 3 war mit dem Preampausgang das Instrument komplett. Alles weitere war Sache des Kunden ob Leslie oder normale Aktiv Amp Box.
 
Wichtigstes Merkmal jedoch: man hat FADER, die rein optisch schon einen Überblick verschaffen wie die Pegel eingestellt sind.
...aber schon länger nicht mehr für jeden Kanal. Doppelbelegungen mit Ebenen (1-8, 9-16, Main, Aux,...) sind an der Tagesordnung. Die Zeiten der Meter breiten Analogtische sind vorbei. Vielleicht noch in älteren Theaterinstallationen oder Studios, im Tourbetrieb gibt es die fast nicht mehr.

Die heutige übliche Praxis alles über Touch und Wisch Bildschirme zu realisieren mag vielleicht ergonomisch sinnvoll sein nur rauher Praxis Alltag sieht anders aus.
Gerade im rauhsten Livebetrieb (Tourequipment) geht schon seit Jahren nichts mehr ohne Bildschirm. Kein Digitalpult kommt ohne aus. Der fällt aber auch nicht einfach so aus. Und wenn doch, stöpselt man den Laptop an und steuert die Konsole fern - oder macht es direkt mit dem Tablet.

IM Keyboard bräuchte ich so einen Mixer auch nicht - aber wenn, macht eine kompakte digitale Lösung schon mehr Sinn als in so einen Musikcomputer dann wieder ein analoges Pult einzubauen...
 
Seien wir doch mal realistisch .....
Solche Workstations haben durchaus ihre Berechtigung wenn zuhaus oder im Studio damit gearbeitet
wird - eben weil viel Zeit dafür vorhanden ist.
Im rauhen Bühnenalltag ist sowas nicht vertretbar.
Selbst wenn solche Geräte mit Touch Schirm auf der Bühne Anwendung finden sind die wesentlichen
( und damit wichtigen ) Funktionen normalen Tastern oder Tretminen zugeoordnet die schnell und blind bedient werden können. Niemand fummelt da an irgendwelchen auf Schirmebene xy befindlichen
Touch Schiebereglern rum.
Im rauhen Touralltag sitzt immer ein Mann am normalem Pult mitten im PA Bereich und nicht auf der Bühne. Nur so hat er die Kontrolle was beim Publikum wirklich - und vor allem wie - ankommt und kann hier auch schnell wirksam eingreifen um akustische Unwägsamkeiten effektiv zu korrigieren.
Das fängt beim Soundcheck mit leerem Saal an und endet just nach Beginn wenn mit Publikum gefüllt, wo ggf noch kleinere Korrekturen erforderlich sind.

Im Keyboard dienen solche Mixer dazu sich Dinge zurechtzulegen. Das macht man einmal wenn man sich Sounds etc konfiguriert und braucht es anschließend nicht mehr.
Ich habe die Videos dazu verfolgt und finde es mehr als umständlich hier sogar mit zwei verschiedenen Bildschirmen zu arbeiten um eine einzige Sache " geregelt " zubekommen. Solch Vorgehen im Bühnenalltag ? - undenkbar , weder theoretisch noch praktisch.
Wiegesagt solche Geräte mögen durchaus sinnvoll sein, nur hier einer Kundschaft eine "eierlegende Wollmilchsau" vorzugaukeln, die eben ALLES KANN wird pure Utopie sein und bleiben.
Solche Konzepte haben schon ganz andere Firmen zb wie Lionstrac versucht.
Erinnere mich noch genau an die ersten Vorführungen seinerzeit um 2006 herum mit Bernd Wurzenrainer.
Begeisterung und Euphorie mehr als groß ............ und heute ?

Da liefert eine solche Workstation super lupenreine Sounds - nach meinem Dafürhalten sogar besser als das Original, um damit Nyancen zu betonen die eh kein Mensch genau heraushört. Eine angeschlossene PA macht jedoch all diese Bemühungen durch ein Eigenrauschen wieder zunichte.
Man kann durchaus eine Quantisierung auf eine Spitze treiben die seinesgleichen sucht. Ein imitiertes
Naturinstrument kann dann schonmal so gut klingen, daß es einem irgendwie " fremd " vorkommt
 
Im rauhen Bühnenalltag ist sowas nicht vertretbar.
So ein Eierlegendes Wollmilchkeyboard vielleicht nicht - Touchscreens schon. Das ist inzwischen eine durchaus ausgereifte und häufig anzutreffende Technik, auch und gerade im Bühnenalltag.

Selbst wenn solche Geräte mit Touch Schirm auf der Bühne Anwendung finden sind die wesentlichen ( und damit wichtigen ) Funktionen normalen Tastern oder Tretminen zugeoordnet die schnell und blind bedient werden können. Niemand fummelt da an irgendwelchen auf Schirmebene xy befindlichen Touch Schiebereglern rum.
Ja und nein. Die Zeiten, wo es für jede (wichtige) Funktion extra Taster und Knöpfe gab, sind lange vorbei. Am Keyboard habe ich selbstverständlich alle Spielhilfen, die ich WÄHREND des Songs brauche, als Hardware-Bedienung konfiguriert (Pedal, Knopf,....). Aber vieles mache ich tatsächlich auch auf der Bühne per Touchscreen: Preset für den nächsten Song auswählen, nochmal draufschauen, welcher Controller wo liegt, etvl. nochmal ein leichter Dreh am EQ...

Es ist sicher nicht jedermanns Sache - aber wenn es vernünftig gemacht ist, ist das gerade für "Alleinunterhalter" im weiteren Sinne sicher nicht verkehrt. Schau dir mal an, wie die vergleichbaren Geräte der letzten 10 Jahre so aussehen (Motif, Tyros, Kronos, Pa4x,...).

Im rauhen Touralltag sitzt immer ein Mann am normalem Pult mitten im PA Bereich und nicht auf der Bühne.
Mitten im PA-Bereich schon - nur das "normale" Pult gibt es nicht mehr. Schau dir mal aktuelle Pulte an. Eine DiGiCo SD11 z.B. ist ein 48-Kanalpult, besteht zur Hälfte aus einem Touchscreen und zur Hälfte aus gerade mal 8 Fadern. Das ist heute so oder ähnlich Standard: ein paar Hardwareelemente wie Dreh"potis" und (Motor-)Fader - und per Touchscreen wird ausgewählt, was diese gerade steuern.
Mit so einem Ding lässt sich alles bis hin zu Clubgröße locker fahren. Und das wird auch gemacht.

Versteh mich nicht falsch: ich finde das Konzept hier im Thread auch hoffnungslos überladen. Aber die Idee, einen Mischer zu integrieren, mit dem man kleinere Besetzungen abfertigen kann, ist so verkehrt dann nicht - gerade für die angepeilte Zielgruppe. Da reden wir ja von Alleinunterhalter über Duo bis hin zu kleineren Tanzcombos - da ist es ja heute eher üblich, dass die sich selbst von der Bühne aus mischen. Meist steht dann auch heute schon ein kleineres Mischpult neben dem Keyboard (weil es da am wenigsten stört) - warum also nicht gleich einbauen und bestimmte Settings wie "mehr Hall auf den Gesang" gleich mit einprogrammieren in das Soundpreset für den Song?

Ob das SO wirklich brauchbar ist, da habe ich auch meine Zweifel. Aber ich lehne die Idee nicht ab, weil da ein Touchscreen dran ist.
 
Jens, versteh mich da bitte auch nicht falsch.
Jedes Konzept hat seine Berechtigung egal ob Spezialfall
oder all inclusive.
Das Problem bei jedem neuen Konzept ist es zunächst eine Kundschaft
anzusprechen und zu gewinnen. Genau hierbei passiert es jedoch, daß
dann Optionen mit in das Konzept aufgenommen werden mit denen man sich
später nur noch verzettelt - eben weil man es jedem recht machen will.
Ehe man sich versieht ist das Projekt restlos überladen mit Komponenten
die nur auf einen Interessenten zutreffen.
Ist eine Serienproduktion ins Auge gefaßt muß man sich schon auf das Wesentliche
konzentrieren. Alles andere jedoch sind dann Extras und Optionen, die man zwar
schon mit einplanen sollte jedoch nicht in eine Serie mit aufnehmen.

Ein integrierter Mixer hat auch bei kleineren Besetzungen für die er gedacht sein kann
garantiert einen Kanal zu wenig. Anderen ist er zu groß und man hätte dann anstelle von
mehr Kanälen lieber eine zweite Effektsektion etc.

So überladen wie derzeit geschildert habe ich auch meine Zweifel ob es so angenommen
wird .
 
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Ein Bühnengerät ist das sicher nicht. Denke das soll auch nicht die Zielgruppe sein ;-)
Für mich sieht das Konstrukt aber eher aus wie ein DIY Projekt aus handelsüblichen Geräten (Nanokontrol/Behringer/Steinberg/Fame) mit Sperrholz zwischen zwei Standboxen aus.

Das gewerblich als Innovation anzubieten fehlt mir grad noch der Zugang. Kann dem Projekt nichts Innovatives entnehmen.
 
Unter Mixer = Mischpult verstehe ich ein Pult an dem ich alles anschließen kann ,
von Mikes mit symmetrischen XLR Buchsen bis zu Line IN.

Noch krasser jedoch die Angabe hier eine 2000 Watt Endstufe im Instrument vorzufinden.
Alles was über ein Monitoring hinausgeht hat in einem Instrument nach heutigen Gesichtspunkten meiner Meinung nach nichts zu suchen.
Früher in alten Heimorgeln machte sowas Sinn. Selbst in einer alten Hammond B 3 war mit dem Preampausgang das Instrument komplett. Alles weitere war Sache des Kunden ob Leslie oder normale Aktiv Amp Box.

Eben genau aus diesem Grund kann ich nicht nachvollziehen, was hier in dem Instrument denn Innovatives verbaut sein soll, um Zusatzkosten von 1.500 EUR aufzurufen, um auf einen anvisierten Endpreis von 2.800 EUR zu kommen. Auch die Integration einer 2000 Watt Endstufe im Instrument halte ich für eine völlige Fehlentwicklung.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Für mich sieht das Konstrukt aber eher aus wie ein DIY Projekt aus handelsüblichen Geräten (Nanokontrol/Behringer/Steinberg/Fame) mit Sperrholz zwischen zwei Standboxen aus.

Das gewerblich als Innovation anzubieten fehlt mir grad noch der Zugang. Kann dem Projekt nichts Innovatives entnehmen.

Das sehe ich ähnlich. Wobei mir die DIY Projekte, die ich beispielsweise aus einem Tyros-Orgel Umbau kenne (mit echtem Wersi-Gehäuse und zusätzlicher Waterfall Tastatur) deutlich besser gefallen haben. Das Design Thema ist noch entwicklungsfähig.



Ich denke, Ziel eines Prototyps ist zunächst einmal eine technische Innovation. Der Kern, der aber mal die eigentliche Innovation ausmachte, nämlich ein günstiges Key mit besserer Qualität z.B. in den Soundbanken durch Ersetzung der Samples, scheint immer mehr dahin zu driften und insgesamt stellt sich dann die Sinnfrage. Für 2.800 EUR würde ich mir kein DIY Projekt zulegen, es sei denn, ich würde selbst die Möglichkeit offen behalten, an dem Projekt Anpassungen vorzunehmen. Dieses Konzept kennen wir aus dem Bereich der 3D-Drucker (Mendel Rep-Rap) oder auch beim Raspberry PI.

Der Weg der jetzt wieder eingeschlagen wird geht wieder in die Richtung "Closed" Projekt, also dongeln aller Ideen, die darin sind. Außerdem sind es "eigenartige" Wünsche, die sich manifestiert haben (s. Endstufe und fragwürdige "Mixer-Komponente") in dem Instrument. Wenn die Community einen solchen Einfluss auf die Entwicklung hat, dass dann danach so was Verdrehtes rauskommt, dann hat es leider nicht funnktioniert.

Es wäre besser gewesen, man hätte hier einen Bausatz angeboten, den die Leute sich selbst erweitern, modifizieren und anpassen können und ggf. eine Plattform, die zum mitmachen angeregt hätte. Da wäre dann immer noch genug Spielraum gewesen, um auch Custom-Kits anzubieten oder eben Fertiggeräte nach Kundenwunsch. Es ist schade, dass Entwickler im Key-Segment nichts aus Entwicklungen anderer Bereiche lernen. (Beispiel Rep-Rap, Raspberry Pi)
 
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Mit einem Tyros kann man vielfältige orgelähnliche Modelle zusammenstellen
YAMMIWERSI.jpg
Hier ein leeres Wersi Spectra Oberteil auf einem Gala Unterteil mit dazugehörigen Säulen
und original Wersi CD Vollpedal was über DIY MIDI Controller adaptiert wurde
Das Untermanual ist ein Audya Midikey. Der Fußschweller eine Kombination aus Wersi Mechanik mit Yamaha Schweller electronic.

Das im vorigen Vid gezeigte Gehäuse ist vermutlich ein Böhm Oberteil mit den dort üblichen Doppelsäulen
Die Orgelbank scheint von Wersi zu sein

zurück zum Ausgangsthread......
Wenn jedoch ein Endpreis von 2k8 aufgrufen wird, hier jedoch schon Zubehör ( was sicher nicht jeder braucht ) mit 1k5 beziffert wird, so stellt sich mir die Frage was mit 1k3 Euro hier innovatives, noch dazu
mit drei Bildschirmen, drin sein soll. Gerade drei Bildschirme lassen die Vermutung auf eine reine Zusammenstellung von mehreren Komponenten zu.

Sorry, wenn dann mit rein innovativen 1k3 Euro hier noch ein Thema "Patente" angeführt wird komme ich erst recht ins grübeln.
 
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nur hier einer Kundschaft eine "eierlegende Wollmilchsau" vorzugaukeln, die eben ALLES KANN wird pure Utopie sein und bleiben.
Hat er gar nicht denn diesen Ausdruck haben wir im Zusammenhang mit EWMS "kreiert" denn eigentlich bedeutet EWMS "Electronic Workstation for Music & Sound.
Momentan kann ich aus eigener Sicht selber noch nix zum Key sagen denn...ich warte immer noch auf das Testkey. Sollte ich irgendwann mal in diesem Leben eines vom Patrick bekommen, dann werd ich mal etwas aus meiner Sicht dazu schreiben.
Momentan bin ich irgendwie immer noch der Meinung, dass da nix wirkliches wird was sich am schwer umkämpften Markt behaupten kann. Sind sicher viele gute Ideen und Ansätze dabei aber...naja...so richtig überzeugt bin ich da noch nicht von dem Key.
 
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Den Begriff " eierlegende Wollmilchsau " gibt es schon seit mindestens 40 Jahren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eierlegende_Wollmilchsau

Es wird damit eine Problemlösung umschrieben, die eben alles kann, keinerlei Nachteile hat
und jeder Wunschvorstellung gerecht wird.
Es hat also mit EWMS nicht das geringste zu tun - purer Zufall der Anfangsbuchstaben Reihenfolge
 
Für mich ist die derzeit offizielle "Eierlegende Wollmilchsau" unter den Workstations nach wie vor der Korg Kronos, auch wenn der keine Arranger-Abteilung hat.

Was das hier vorgestellte Konzept betrifft, bin ich auch skeptisch, zumal ich es nach wie vor nicht richtig einordnen kann.
 
Den Begriff " eierlegende Wollmilchsau " gibt es schon seit mindestens 40 Jahren.
Ich wollte doch damit auch nicht sagen, dass wir in meinem Forum diesen Begriff erfunden haben sondern...wir haben den halt nur angewendet weil es eben gepasst hat.
 
Allein die Vorstellung es mit einem einzigen Produkt wirklich allen und jedem ohne Ausnahme recht zu machen wird wohl für immer Utopie bleiben
 
Allein die Vorstellung es mit einem einzigen Produkt wirklich allen und jedem ohne Ausnahme recht zu machen wird wohl für immer Utopie bleiben
Das wird allein deshalb schon nicht funktionieren, weil jeder Musiker / Keyboarder anders arbeitet und eine andere Vorstellung davon hat, wie etwas sein soll!
 
...ich warte immer noch auf das Testkey.

Okay, neue Konzepte brauchen auch eine gewisse Zeit von einer Idee, bis zur Realisierung. Erst in einer möglichen Prototyping-Phase zeigen sich auch mögliche Probleme und man fängt möglicherweise komplett von vorne an.

Wenn man bedenkt, dass die großen Hersteller ja auch nicht jedes Jahr ein neues Key auf den Markt werfen und hier sicherlich andere Ressourcen an der Entwicklung beteiligt sind, sollte man dies im Zeitplan berücksichtigen. Auch Yamaha und Co tun sich teilweise schwer, neue Konzepte zu entwickeln. (s. lange Entwicklungsphasen der Motif Workstation bis letztendlich zum Aus und Neuvorstellung eines neuen Konzeptes).

Es ist allerdings aus Marketing- (und Unternehmer) Sicht nicht besonders klug, mit unausgegorenen Pre-Beta-Entwürfen in Erscheinung zu treten. Dann setzt man sich besser wirklich hin, bis man was halbwegs Brauchbares entwickelt hat, bevor man es zeigt. Alles Andere weckt nur Erwartungen, die schließlich nicht erfüllt werden.

Oder man startet eben von vorne herein ein offenes Konzept in Form eines Mitmach-Projektes. Dann wäre es nicht so schlimm, wenn etwas noch nicht ausgereiftes vorgestellt wird, weil die Community ja zum mitmachen aufgerufen ist.

Leider ist eine gute Unternehmer-Eigenschaft etwas, was vielen Tüftlern fehlt und letztendlich scheitert es daran dann auch. Es reicht eben nicht, ein guter Musiker zu sein, um ein Produkt zu vermarkten. Und wenn man Defizite in Unternehmer-Fähigkeiten hat, kann man sich schließlich Hilfe holen (entweder in Form eines oder mehrerer Partner) oder eben auf anderem Wege (z.B. Crowd-Funding) oder eben in entsprechenden Communitys.

Trotzdem Danke für den Beitrag und für die Idee, diese Entwicklung einer breiteren Gruppe vorzustellen.

Am Ball bleiben - vielleicht ergibt sich ja noch was.

Gruß
Thorsten
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Für mich ist die derzeit offizielle "Eierlegende Wollmilchsau" unter den Workstations nach wie vor der Korg Kronos, auch wenn der keine Arranger-Abteilung hat.

Das Konzept einer Workstation ist halt, hochwertige Sounds und viele Freiheitsgrade. Mir persönlich hat der Pattern-Modus von Yamaha-Motifs Reihe hier gut gefallen, auch wenn die Sounds beim Kronos oder Roland besser waren.

Leider muss man die Zielgruppe klar teilen. Es gibt halt "Sound-Tüftler" und "Alleinunterhalter" - auch wenn Alleinunterhalter bestimmte Ansprüche an Sounds haben.

Die Schnittmenge derjenigen, die Beides haben möchte (Die Funktionen einer Workstation) und die Arrangerfunktion eines Alleinunterhalter-Keys ist eben gering bzw. der Markt sagt dann - kannst ja Beides kaufen und ggf. die Workstation mit dem Arranger ansteuern oder kombinieren. (Sounds aus der Workstation im Arranger benutzen). Leider verdongeln viele Hersteller auch diesen Weg, weil sie eben eigene Produkte verkaufen möchten und diesen Markt als Zusatzmarkt nutzen möchten. (Vergleichbar der Entfernung eines DIN-Schachtes im Auto, damit man kein besseres Radio aus dem Zubehör anstatt des überteuerten Gerätes des Herstellers nutzen kann, oder Ersetzung von Lämpchen für ein paar Cent durch teuerste LED oder Xeon-Möglichkeiten, damit eine Reparatur eine teure Werkstatt-Rechnung nachzieht, anstatt ein paar Cent an der Tanke für ein Birnchen, was jeder Depp selbst wechseln kann).

Eben genau hier hätte dieses Instrument punkten können, wenn es diese Freiheitsgrade hergestellt hätte. (Die Verwendung professioneller oder eigener Sounds in Kombination einer Arranger-Funktionalität, die auch ggf. Styles von Fremdherstellern importieren hätte können).
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist allerdings aus Marketing- (und Unternehmer) Sicht nicht besonders klug, mit unausgegorenen Pre-Beta-Entwürfen in Erscheinung zu treten. Dann setzt man sich besser wirklich hin, bis man was halbwegs Brauchbares entwickelt hat, bevor man es zeigt. Alles Andere weckt nur Erwartungen, die schließlich nicht erfüllt werden.

Mit solch einem Vorgehen weckt man sicher mehr schlafende Hunde und bringt eine zukünftige
Konkurrenz erst auf eine - wenn nicht gerade die - grandiose Idee. Man kann es auch als selbstinzenierte Industriespionage bezeichnen. Selbst angekündigte Patente nützen da recht wenig

Oder man startet eben von vorne herein ein offenes Konzept in Form eines Mitmach-Projektes. Dann wäre es nicht so schlimm, wenn etwas noch nicht ausgereiftes vorgestellt wird, weil die Community ja zum mitmachen aufgerufen ist.
An einer Vorstellung von nicht ausgereiften Produkten sind schon ganz andere gescheitert
......... siehe Lionstrac

Leider ist eine gute Unternehmer-Eigenschaft etwas, was vielen Tüftlern fehlt und letztendlich scheitert es daran dann auch. Es reicht eben nicht, ein guter Musiker zu sein, um ein Produkt zu vermarkten. Und wenn man Defizite in Unternehmer-Fähigkeiten hat, kann man sich schließlich Hilfe holen (entweder in Form eines oder mehrerer Partner) oder eben auf anderem Wege (z.B. Crowd-Funding) oder eben in entsprechenden Communitys.
Ein guter Unternehmer in der Musikbranche sollte zumindest das was er vertreibt auch spielen können -
alles andere wäre unglaubwürdig.
Umgekehrt wird in den seltensten Fällen ein Musiker ein guter Unternehmer sein, weil ihm der Abstand zu seinen Musikerkollegen fehlt und er immer in anderen Kategorien denkt und handelt.
Die Ideenküche einer Musikers und Tüftlers ist immer groß, eben weil aus der Praxis für die Praxis.
Hinzugezogene Hilfe setzt jedoch schon mehr als grenzenloses gegenseitiges Vertrauen voraus.
Also aufpassen wen man sich ins Boot holt
Leider verdongeln viele Hersteller auch diesen Weg, weil sie eben eigene Produkte verkaufen möchten und diesen Markt als Zusatzmarkt nutzen möchten........

Eben genau hier hätte dieses Instrument punkten können, wenn es diese Freiheitsgrade hergestellt hätte. (Die Verwendung professioneller oder eigener Sounds in Kombination einer Arranger-Funktionalität, die auch ggf. Styles von Fremdherstellern importieren hätte können).
Offene Systeme heben im Grunde alle Hersteller auf einen Level, wenn hier ein unbegrenzter Austausch
von Sounds und Styles möglich ist. Unter dem Gesichtspunkt bedarf es eigentlich keiner neuen Lösung.
Sobald eine Hardwarelösung durch Software ersetzt ist ( siehe Creamware ) hat jeder Hersteller darauf Zugriff, weil nur noch eine Software eingebunden werden muß.
Wenn also Hersteller ihre Produkte " verdongeln " so ist das nur ein Weg ihr Produkt einzigartig und nicht austauschbar zu machen. Eine gut durchdachte Hardwarelösung ist immer effektiver als eine Software (VST zB ) die eh nur in der üblichen seriellen Pipeline steckt
 
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