Soundverbesserung bzw. Unterschiede durch/bei Gitarrenkabel(n)

Bei den HighEndern war ja "Kabel einbrennen" immer ein Thema.
Tja,die haben ja alle auch leicht einen an der Mütze!
(sorry,musste mal gesagt werden)
Kabelklang und spezielle Steckdosen gegen "schlechten" Strom :rofl: gehören genauso ins Land der Mythen wie der Jeti.

Zum Kabel:
Ich kaufe immer so billig wie geht oder Löte selber.Ich hab noch ein über 20 Jahre altes Klotzkabel.Das klingt immer noch schön luftig...:-D
 
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Kabelklang und spezielle Steckdosen gegen "schlechten" Strom
Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Vielfach wird es richtig esoterisch. Da werden "informierte Chips" auf Gerätschaften geklebt, um sie zu harmonisieren und solcher Quatsch. Das wäre ja zum Lachen, wenn damit nicht den Leichtgläubigen das Geld aus der Tasche gezogen würde.
 
... Der Unterschied selbst ist für mich nicht so interessant wie der Nachweis seiner Existenz und Ursache.

Ja, der Bias geht auch in die andere Richtung. Wer erwartet dass es keine Unterschiede gibt, nimmt womöglich auch dann keine wahr, wenn sie vorhanden sind. Dass es bei sehr schlechten Kabeln mit hoher Kapazität wahrnehmbare Unterschiede gibt, lässt sich nachweisen. Man nimmt einfach ein solches sehr schlechtes Kabel mit in den Test auf, oder lötet bei einem einen kleinen Kondensator parallel ein. Schon hast du mindestens ein Kabel, das anders klingen muss. Auf die Art könnte man auch Probanden mit sehr schlechtem Gehör ausschließen

Der angenehm bitterböse Scherz mit dem Ray Charles Tribute Kabel war zu gut, um nicht doch noch mal d'rüber nachzudenken (post #96, danke!).

Ich bin ehrlich. Ich gebe zu ein Vorurteil zu haben. Technisch gleiche Kabel klingen gleich. Das kann man im Blindtest nicht prüfen!

Das Kabellager ist auch ehrlich. Technisch gleiche Kabel klingen verschieden. Das kann man im Blindtest auch nicht prüfen. Denn die Ursachen für die Verschiedenheit des Klang werden in einer Sphäre vermutet, die dem Experimentator im Blindtest nicht zugänglich ist. Vulgo: Esoterik. Beispiel - auch bei völlig wirren Ergebnissen könnte der Befürworter des Klagunterschiedes immer behaupten, der Unterschied sei möglicherweise von Sonnenstürmen hervorgerufen, die in Zusammenhang mit dem Hormonstatus der Nachbarshündin den Unterschied gerade beim Umschalten von einer Seite zur nächsten hat kippen (!) lassen. (Meist gibt man sich moderater, und behauptet, der Test sei "zu kurz", "zu stressig" etc gewesen, ...)

Blindtests setzen voraus, dass eine klare - und vollständige Theorie vorliegt. Erst die würde eine Kontrolle aller (!) Bedingungen ermöglichen.

Die "technischen" Begründungen der Kabelhörer sid im Allgemeinen aber derart "gegen den Strich gebürstet", da werde ich ganz humorlos. Ich bleibe deshalb lieber bei meinem Vorurteil.


Für das verbleibende 1% muss man schon sehr verrückt sein, um diese Unsummen, die danach aufgerufen werden, auszugeben...
Ich persönlich spiele Vovox Kabel...:ugly:

Nichtmal das "1%" existiert. (.)
 
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Tja,die haben ja alle auch leicht einen an der Mütze!
(sorry,musste mal gesagt werden)
Kabelklang und spezielle Steckdosen gegen "schlechten" Strom :rofl: gehören genauso ins Land der Mythen wie der Jeti.

Ja es soll sogar Leute geben, die Groneberg Netzkabel für 150.-/m für ihren Amp kaufen. Natürlich mit korrekter Phasen Zuordnung.:engel:
 
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Zumal diese „informierten Chips“ nichts weiter als selbstklebendes Plastik sind. Kenne da in meinem Umkreis jemanden. Die Anlage, sei es die Stereoanlage oder auch das Heimkino, klingen wahnsinnig gut. Aber was da an Geld ins Nichts gepumpt wird.....jedes Gerät wird direkt „getuned“, mit „Chips“ (=Plastik“) beklebt und auf den Boxen, den Endstufen etc stehen irgendwelche Metallstäbe, die Interferenzen in der Luft aufnehmen und die Anlage (und damit den Sound) davor schützen etc pp....:rolleyes: Das ist Esotherik in Reinform!!

Aber zum Topic: Wenn Effekte Sound klauen würde ich einfach eine True Bypass Box hinknallen, mit der man ggf alle Effekte rausnimmt, wenn nicht benötigt. Und wie hier schon oft gesagt wurde eben einen Buffer nutzen. Vor allem vorm Amp. Effektloops sind ja oft schon gebuffert.
Habe in meiner Patchbox einen ausschaltbaren Buffer. Da wars mal soweit, dass ohne Buffer das Signal stark an Lautstärke verlor und dumpf war, mit Buffer alles gut. Da war ein Kabel defekt, was dem gebufferten Signal (noch) nichts ausmachte. Fand ich schon erstaunlich.
Zu Kabelqualität ist genug gesagt. Stabil, gut aufzurollen, und Kapazität nicht zu hoch. Dann passt das wunderbar. Bis 6Meter würde ich kaum mehr als 30€ hinlegen. Und Vovox, wenn ich mich grad nicht irre, haben ja sogar den dicken, einadrigen Kern. Das ist in vielerlei Hinsicht einfach nur absolut grausam für jeden Einsatz am Instrument und eignet sich vll gerade mal für Festinstallationen. Das ist steif und bruchandällit, mehr nicht.
 
Nichtmal das "1%" existiert. (.)

...ausser bei 1% der Musiker. Mag dann zwar alles eingebildet sein, aber für die klingt's dann halt eingebildet geiler. Aber geiler is halt geiler.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Die Effekte sind

Tc Spark Mini
TC Polytune 2
Tc HoF
TC Flashback
mxr evh 5150 overdrive
Hk Tube Factor mit Bierschinken True Bypass Mod

Alle haben also echten True bypass. Hört man trotzdem überdeutlich. Das einzige, bei dem ich keinen Unterschied höre ist der Tube Factor.

Ich spiele mein Vovox Kabel seit 18 Jahren. Superflexibel und noch nie gebrochen. Im Gegensatz zu meinen Klotz und Cordials.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alle haben also echten True bypass. Hört man trotzdem überdeutlich.
Dann liegt da der Hund begraben. Guten Buffer davor, fertig ist. Wenn möglich, als erstes in die Kette. Einige Wahs und Fuzz-Pedals zicken ja und müssen noch davor, aber das ist hier denke ich nicht der Fall. Bei einigen TC Electronic Pedalen kann man auch zwischen buffered und true bypass umschalten (Kippschalter im Gehäuse, ggf Manual checken). Die Buffer von TC sind meiner Erfahrung nach sehr gut. Vll hat ja der Spark mini oder Polytune 2 das auch?
 
Was nützen also 375 Euro Kabel wenn die band nicht rockt. Alles gesagt.
 
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Technisch gleiche Kabel klingen gleich. Das kann man im Blindtest nicht prüfen!
Natürlich kann man das. Bei einem geeigneten Versuchsaufbau würde die Behauptung bestätigt.
Das Kabellager ist auch ehrlich. Technisch gleiche Kabel klingen verschieden. Das kann man im Blindtest auch nicht prüfen.
Auch das kann man prüfen.
Beispiel - auch bei völlig wirren Ergebnissen könnte der Befürworter des Klagunterschiedes immer behaupten, der Unterschied sei möglicherweise von Sonnenstürmen hervorgerufen, die in Zusammenhang mit dem Hormonstatus der Nachbarshündin den Unterschied gerade beim Umschalten von einer Seite zur nächsten hat kippen (!) lassen.
Das nennt man auch eine unbelegte Zusatzbehauptung. Die kann man sich nach Belieben aus dem Ärmel schütteln, aus dem Arsch ziehen oder aus den Fingern saugen. Man könnte zum Beispiel bei jedem unerwünschten Ergebnis einem unsichtbaren Kobold die Schuld geben, denn solche Streiche tragen doch ganz klar die Handschrift vom Pumuckl. Deswegen sind solche Behauptungen vollkommen wertlos, bis belegt werden kann, dass sie richtig sind.
(Meist gibt man sich moderater, und behauptet, der Test sei "zu kurz", "zu stressig" etc gewesen, ...)
Dem ließe sich mit einem geeigneten Versuchsaufbau begegnen.
Blindtests setzen voraus, dass eine klare - und vollständige Theorie vorliegt. Erst die würde eine Kontrolle aller (!) Bedingungen ermöglichen.
Bei jedem test müssen unerwünschte Einflüsse ausgeschlossen werden. Deshalb ist das Testdesign so wichtig. Doppelblind mit Kontrollgruppe ist man aber schon auf dem richtigen Weg.

Ich spiele mein Vovox Kabel
da musste ich etwas schmunzeln, weil ich es mir bildlich vorgestellt habe. Ich spiele nämlich meine Gitarre.
 
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Die akustischen Unterschiede meiner Kabel fand ich bisher (als Basser) nicht so dramatisch.

Irgendwann fiel mir ein
in die Hände.
Was mir daran wirklich gefällt, ist die Tatsache, dass es nicht so leicht verdrillt. Und wenn das mal passiert, entdrillt es sich mit sanftem Zug.

Meine
fristen seit dem ein trauriges Dasein in der Schublade.

Für das Studio ist das vielleicht nicht so relevant, aber Kabel, die ich aufheben muss um sie zu entdrillen, das ist für mich nicht mehr in Ordnung.
 
Was mir daran wirklich gefällt, ist die Tatsache, dass es nicht so leicht verdrillt. Und wenn das mal passiert, entdrillt es sich mit sanftem Zug.
Kann ich verstehen, da nerven die Klotze manchmal schon.
Allerdings hat das Fenderkabel meines Bassers (Zufall?) nach wenigen Jahren (ca. 3) auch schon den Geist aufgegeben, und er geht sanfter mit denen um als ich mit meinem Klotzen.

Allein wegen der Zuverlässigkeit setze ich blind auf Klotz, und seit dem ich statt 4 Kabel nur noch 2 nutze, habe ich auch ein Ersatzkabel bei Gigs mit, was ich bislang nicht brauchte.
 
Dem ließe sich mit einem geeigneten Versuchsaufbau begegnen.

Das ist nobel gedacht, aber dann doch nicht möglich. Weiter oben wurde von mir schon eingebracht, dass Versuchspersonen (unbewußt natürlich) lügen könnten. Daraus enwickelte sich die Notwendigkeit, eine wahrhaft *vollständige* Theorie zu haben, um Experimente mit Menschen als Versuchsobjekten (!!!) einerseits, und in Personalunion als Erstauswerter andererseits durchführen zu können.

Esteriker finden aber immer Unterstützung aus dem Reich des Unbekannten - gar keine Theorie. Sie argumentieren ja geradezu nur mit dem Unbekannten. Sie nehmen für sich als Vorteil in Anspruch, nichts zu wissen. Aber viel zu ahnen, und dann zerhacken sie gepflegtes Wissen und Können, etwa der Elektrotechnik oder Medizin zu Erbrochenem.

Tja, man weiß es nicht! Ich persönlich habe es aufgegeben, mit Personen dieses Schlages ach nur ein Wort zu tauschen.

Ich gebe mein Vorurteil zu, und behaupte für mich den Vorzug des Praktischen *g*

Ich freue mich übrigens, dass - so scheint's viele viele Kollegen die Sache ähnlich sehen.

"Uhh, the cable is too short?!" -- "Stop complaining and play the F* instrument!" (Hans Reichel / Fred Frith: https://destination-out.bandcamp.com/album/stop-complaining-sundown, mit sample)
 
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Wieso nur nobel gedacht?

Gleichbleibender Tongenerator, und Messgerät fürs Frequenzspektrum, dann verschieden Kabel ausmessen, fertig.

was der Idealzustand an Kabelklang ist, das ist zum einen Subjektiv und hängt nicht zuletzt auch mit der Kapazität vom Kabel, als auch Impedanz von den Tonabnehmern ab, da man ja quasi mit Gitarre und Kabel sowas Ähnliches wie ein LC Glied zusammenbaut.

Auf der Bühne oder im Proberaum halte ich es für ausgeschlossen, dass irgendwer in der Lage ist bei einer Auswahl von 10 Kabeln aus mittleren und hohen Preisbereich Unterschiede raushören kann, im Studio werden es wenn überhaupt auch nur die allerwenigsten sein

Daher aus meiner sicht die wichtigsten Auswahlkriterien:
- Stabilität
- Haptik/Bauchgefühl
- Kapazität
- bei Boxenkabeln natürlich ordentlicher Querschnitt
 
Wieso nur nobel gedacht?

Gleichbleibender Tongenerator, und Messgerät fürs Frequenzspektrum, dann verschieden Kabel ausmessen, fertig.
Es geht nicht ums "ausmessen". Das kann jeder Bastelwastel. Das Problem sind die Hörversuche, die in der Tat belastbar und signifikant so einfach nicht zu bewerkstelligen sind.

was der Idealzustand an Kabelklang ist, das ist zum einen Subjektiv und hängt nicht zuletzt auch mit der Kapazität vom Kabel, als auch Impedanz von den Tonabnehmern ab, da man ja quasi mit Gitarre und Kabel sowas Ähnliches wie ein LC Glied zusammenbaut.
Mich deucht, die Umstände wurde hier schon im Dutzend erwähnt. Fakten halten jedoch die "aber ich höre" Fraktion von nix ab. Er ist einfach feinstofflicher Natur. Der Klang. :rolleyes:
 
In meiner Jugend.....und das ist schon sehr lange her...hat man sogar Spiralkabel gespielt(Es gibt sogar Fotos wo Santana eins spielt).Aber die Jungs haben doch gut geklungen.Heute sind mir Kabel in der 20 - 30 € Klasse schon lieber....ohne Spirale.Je nach Amp nutze ich 3 m oder 6 m Kabel.Der Rest ist mir wurschd.
 
Das ist nobel gedacht, aber dann doch nicht möglich. Weiter oben wurde von mir schon eingebracht, dass Versuchspersonen (unbewußt natürlich) lügen könnten.
das ist ja immer so, und das könnte man mit einem geeigneten Aufbau (s.o.) ausschliessen.

Daraus enwickelte sich die Notwendigkeit, eine wahrhaft *vollständige* Theorie zu haben, um Experimente mit Menschen als Versuchsobjekten (!!!) einerseits, und in Personalunion als Erstauswerter andererseits durchführen zu können.
den Satz verstehe ich nicht.

Das Problem sind die Hörversuche, die in der Tat belastbar und signifikant so einfach nicht zu bewerkstelligen sind.
Klar. Aber schwierig ist ja nicht unmöglich.
 
Einfach mal spielen und Musik machen. Hat man weniger zeit zum löten und sich um KabelSalat Gedanken zu machen. ;)
 
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