Langzeit-Projekt: Wooden Top Banjo

Sehr schick!

Manche alten Mechanikflügel aus den 30er-Jahren haben übrigens vier sich berührende Bohrungen und passen damit auf quadratische oder rechteckige Schäfte. Da wurde nach dem Bohren nicht lang rumgefeilt...

Banjo
 
Die Flügel sind super geworden, passen auch schön zu dem Banjo :great:

Das ganze Banjo ist einfach toll geworden :great::great::great:

Gruß Kurt
 
Der Faden wurde immerhin fast 1000 mal aufgerufen; freut mich. :)

Nun habe ich das Wooden Top einige Zeit gespielt und noch einiges verbessert.
1. Der Saitenhalter
Der Zug der 5 Saiten war doch zu stark für die ursprüngliche Konstruktion. Diese wurde nun durch einen massiven Stahlwinkel mit Messingschiene mit den Aufnahmedornen ersetzt.
(Bild 1).

2. Der Banjo-Kopf wurde gedreht und neu verschraubt, sodass nun die Maserung der Decke zu den Saiten fluchtet (Bild 2).

3. Leider ist mir anschließend das Teil von der Werkbank gerutscht und bekam einen langen Riss in der Decke. Der Ton hat sich nicht verändert; es ist also weiter spielbar, aber irgendwann kommt der Kopf neu.

4. Was fehlt noch ?:rolleyes: Ach ja, eine Tonprobe. Ich werde mir ein Mikrophon kaufen und ein MP3 erstellen.

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Bei dem schönen Wetter heute nur kurz die Ergänzung zum neuen Banjokopf:

Bild 1 zeigt den Riss, ausgehend von der Leimung im Rahmen. Das ist von mir verschuldet: Ebenholz ist immer leicht ölig und ein Leim hält da nicht so richtig. Ich hatte zwar entfettet und auch meinen besten Epoxyharz verwendet, aber es hat nicht gereicht.

Der neue Kopfrahmen wurde nun aus rund laufenden Laminaten (4) hergestellt: Pflaumenbaumholz in Streifen gesägt (ca. 700 x 20 x 3 mm) und über eine Holzform vorgebogen.
Dazu habe ich die Streifen (Pfeil) mit der HLP erwärmt und über die runde Form gezwungen (Bild 2).
In einem zweiten Gang wurde dann der vorgebogene Streifen aufgeleimt; das Ganze viermal. Die Enden der Streifen überlappen mit einem langen (3 cm) Schrägspleiß.
Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass nun die Spaltrichtung im Holz parallel zur Rundung verläuft. Dieser Rahmen ist unkaputtbar, zudem noch in 4 Schichten abgesperrt. Dadurch konnte ich auch den Kopfrahmen etwas dünner bauen, statt 15 mm Wandstärke nur 10 mm (Bild 3).

Die aus drei Teilen verleimte Platte aus Pappelholz wurde rund gesägt, auf den Kopfrahmen aufgeleimt und passig dünn gedrechselt. Ich kam auf 1,5 mm Stärke der Holzdecke, was in ungefähr einer Mandolinendecke entspricht und das Doppelte von Holzfurnieren (0,6 mm). (Bild 4-5).

Schellack in etlichen Arbeitsgängen drauf und alles neu montiert (Bild 6).

Mit der Tonprobe war ich nicht zufrieden: Etwas leiser als vorher und die dünnen Saiten 1 und 5 klingen etwas "klockig". Liegt entweder an der Holzart oder an der Stärke der Holzdecke.


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Wahrscheinlich raffe ich mich auf und versuche entweder die Pappeldecke noch dünner zu drechseln (Angstschweiß :eek:) oder nehme doch ein Nadelholz, diesmal Eibenholz (Kern).

Der Aufwand dafür ist noch überschaubar: Tonkopf abschrauben, alte Decke runter drechseln, neue Decke dreiteilig als Platte herstellen, auf den Rahmen leimen und wieder dünn drechseln.
 
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